Merkel: Klare Worte aus Spanien!

So titelte die Bildzeitung vom 12.8.2018 (von meinemeinen entdeckt am 15.8.) und schrieb dann u.a.:

"Bundeskanzlerin Angela Merkel (64, CDU) sagte bei ihrem Besuch bei Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez in Sanlúcar de Barrameda, die bisherige europäische Asylregelung der Dublinverordnung sei 'nicht funktionsfähig'.
'Nach der Theorie dürfte nie ein Migrant oder ein Flüchtling in Deutschland ankommen', so Merkel. 'Das entspricht aber nicht der Realität.' Deswegen müssten die EU-Mitgliedstaaten daran arbeiten, ein 'faires Verteilsystem zu finden und gemeinsam die Rückführung zu organisieren'.
Laut der Dublin-Regel ist jeweils der Staat für das Asylverfahren verantwortlich, den ein Migrant zuerst betritt, Deutschland ist aber weitgehend von Nachbarstaaten eingekreist. Merkel sprach sich zum Auftakt ihres zweitägigen Spanienbesuchs erneut für eine multilaterale Antwort auf die Flüchtlingsfrage aus. Es handele sich um 'eine Herausforderung, die wir gemeinsam zu bewältigen haben'. 'Kein Land kann sich vor dieser Aufgabe drücken', fügte sie hinzu. (..)"

Vom deutschen Bundesamt für Flüchtlinge und Migration (BAMF) wurde im August 2015 folgende Aussendung getätigt: "Dublin-Verfahren syrischer Staatsangehöriger werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt von uns weitestgehend faktisch nicht weiter verfolgt". Auf einem Treffen des Innenministeriums, der Bundesländer und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge war das so entschieden worden, was alsbald sogar in der BILD-Zeitung zu lesen stand, ein bundeskanzlerinisches Dementi erfolgte nie.

Und im August 2018 weiß sie nichts mehr davon und auch die Medien wissen es offenbar nimmer, weil in den Berichten über die Merkelbesuch in Spanien und ihre dortigen Äußerungen nirgendwo ein Bezug zu dieser vor drei Jahren erfolgten bundesdeutschen Anordnung was zu finden war.