Nr. 7 / 2014 vom 18. 2.

Kurzmeldungen aus dem religiösen Bereich als Ansammlung von Haarsträubendem, Seltsamem, Lustigem und auch Informativem!

Glaubenskurse für Glaubenslose...

...untersuchte laut eines Berichtes das christlichen Medienmagazins "pro" das Magazin Chrismon: "Wie erreicht man die Unerreichten? Mit dieser Frage beschäftigen sich viele Kirchen. Sorge bereiten die aktuellen Zahlen der 'Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften': 40 Prozent der Evangelischen glauben nicht an Gott oder sind sich unschlüssig. Die Zeitschrift Chrismon begibt sich in ihrer aktuellen Ausgabe auf Spurensuche, was Gemeinden probieren, um Glauben zu vermitteln."
Im weiteren Text werden dann Einzelbeispiele angeführt: eine Einzelperson interessiert sich wieder für die Religion, ein Pfarrer schreibt Konfessionslose an, "Gottesdienste für Suchende und Kirchenfrustrierte" werden abgehalten. Das Hauptproblem wird auch geschildert: nur noch 22 % der Protestanten glauben an einen "persönlichen Gott", also an Jesus und die beiden anderen Falten des dreifaltigen Christengottes und nicht nur an irgendein "höheres Wesen" unbestimmter Art. Die meisten Leute hätten keine Berührungspunkte mit der Kirche, speziell das Gebiet der Ex-DDR sei eine weitgehend entkirchlichte Region.
Insgesamt liest sich der Bericht aber nicht so, als gäbe es wahrnehmbare Erfolge für Glaubenskurse von Glaubenslosen. Den Glaubenszwang gibt's schon länger nimmer, in den letzten Jahrzehnten ist auch die Glaubenstradition in den Familien weggeschmolzen, bliebe nur das persönliche Transzendenzbedürfnis, wenn Lebensprobleme entsprechende psychische Auswirkungen haben. Und das ist eben auch eine immer seltener werdende Lebenslage, denn da hilft der Sozialstaat weitaus zuverlässiger als eine Gottesillusion und außerdem bietet auch die Konkurrenz am Esoterikmarkt eine Fülle von Transzendentismus.

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Islamisten beten um Erdbeben in Sotschi

Zu den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi hatten die Islamisten mit Massenmordanschlägen gedroht. Was sich durch die strengen Sicherheitsmaßnahmen für die Durchführung als schwierig erwiesen haben dürfte. Darum wandte sich nun - wie am 11.2. durch die Medien zog - eine Gruppe Islamisten direkt an Allah: dieser möge sich terroristisch betätigen, Sotschi und die dortigen Ungläubigen mittels eines Erdbebens vernichten.

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Verfassungsgott für Schleswig-Holstein?

Im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein wird zurzeit eine neue Landesverfassung erarbeitet. In der gültigen steht nichts über Götter. Das will die katholische Kirche nun ganz dringend geändert haben, Werner Thissen, Erzbischof von Hamburg, meint dazu: "Wir dürfen nicht Gott spielen! Wir sind nicht diejenigen, die über alles zu befinden haben. Das ist eine Stärke der Demokratie, dass die höchste Stelle nicht von Menschen besetzt ist, sondern von Gott und dass man vor Gott und seinem Gewissen Rechenschaft ablegen muss. Außerdem ist das ein starkes Moment der Freiheit, denn dadurch werden auch Minderheiten geschützt. Der Mensch kann und darf nicht alles. (..) Es ist ja nicht etwa so, dass das etwas wäre, wovon die Kirchen etwas haben. Sondern die Menschen haben etwas davon und wer nun partout sagt, dass er Atheist ist und nicht an Gott glaube, der hat auch einen Glauben. Dem tritt man nicht zu nahe, dem kann es dann egal sein, wenn Gott in der Verfassung drin steht. Es wird hier keiner dominiert."
Die katholische Kirche will ihren Gott als Aufsichtsorgan in der Verfassung haben und die Menschen sollen vor diesem Gott Rechenschaft ablegen, aber dominiert würden sie davon ideologisch nicht. Nur den katholischen Gesslerhut sollen sie alle grüßen müssen. Geht's noch dümmer?

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Erfundene biblische Kamele

Aus der "Süddeutschen" vom 12.2.: "Es ist eine schöne Geschichte, die da jemand erzählt im 24. Kapitel der Genesis im 1. Buch Mose der Bibel: 'Abraham war alt und hochbetagt; der Herr hatte ihn mit allem gesegnet.' Höchste Zeit also, dass ihm sein Großknecht eine Frau für seinen Sohn Isaak aus seiner alten Heimat organisiert. So nahm denn der Knecht 'zehn von den Kamelen seines Herrn' und brach auf nach Mesopotamien; (..). Schade nur, dass ein wichtiges Detail in der Geschichte nicht stimmen kann: Zur Zeit der sogenannten Erzväter Abraham, Josef und Jakob gegen 2000 bis 1500 v. Chr. lebten auf dem Gebiet des heutigen Israel noch gar keine domestizierten Höckertiere. So zumindest lautet das Ergebnis neuer Analysen, die israelische Archäozoologen vor Kurzem im Fachmagazin Tel Aviv (Bd. 30, S.277, 2013) vorgestellt haben. Das ist eine weitreichende Behauptung, denn Kamele treten oft auf im Alten Testament. Und wenn deren Bibel-Existenz nicht mit dem archäologischen Befund übereinstimmt, ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass die Texte erst Jahrhunderte nach dem postulierten Geschehen geschrieben oder stark redigiert wurden. (..)"
Sieh an, da ist die ganze Bibel Gottes Wort und der allwissende Jehova hat nicht gewusst, seit wann es domestizierte Kamele gegeben hat!

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Christenverfolgung und christliche Verfolger

Aus der Kronenzeitung vom 12.2.: "Muslime in der Zentralafrikanischen Republik sind nach Angaben von Amnesty International Ziel von ethnischen Säuberungen durch christliche Milizen. Die ausufernde Gewalt gegen die Muslime könne auch von den internationalen Einsatzkräften im Land nicht verhindert werden, konstatierte die Menschenrechtsorganisation am Mittwoch. (..)"
Die christlichen Opfer des religiösen Bürgerkrieges in Zentralafrika wurden bisher immer als unschuldige Opfer ihres Glaubens, ja sogar als Märtyrer angeführt. Im Detail vororts betrachtet schaut das dann doch etwas anders aus ...

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"Gotteslob" erscheint 2014/2015 als Schulbuchausgabe

Das meldete religion.ORF am. 12.2.: " Die Konferenz der Schulamtsleiter der Diözesen Österreichs hat beschlossen, das 'Gotteslob' im Schuljahr 2014/2015 in die Schulbuchaktion aufzunehmen (..). Das teilte das Österreichische Liturgische Institut auf der Website www.gotteslob.at mit. Der zuständige Interdiözesane Katechetische Fonds (IKF) habe mit dem Wiener Domverlag eine Auflage von 40.000 Stück vereinbart, die den Schülern in einer etwas vereinfachten Ausgabe zukommen sollen. Entsprechende Bestellinformationen werden in den nächsten Tagen an alle Religionslehrkräfte ausgesendet. (..)"
Ist das nicht schön? Die österreichischen Steuerzahler dürfen 40.000 katholische Gesangsbücher bezahlen. Verteilt sollen diese 40.000 Stück vermutlich in den jeweils ersten Klassen der Mittelschul-Oberstufen werden. Denn es gibt - grob gerechnet - vermutlich 150.000 katholische SchülerInnen in diesem Bereich. Als Begründung für die Verwendung des "Gotteslobes" für den Schulunterricht wird angeführt, dass darin nicht nur die gotteslöblichen Lieder, sondern auch religiöse Unterweisungen enthalten sind. Dazu ein Screenshot aus dem Buch, der zeigt wofür hier Steuergeld verpulvert wird.

Pow, von solchen Unterrichtungen wird der katholische Nachwuchs begeistert sein und statt zu facebooken und zu twittern werden sich die jungen Leute nach der Lektüre des Gotteslobes dem Stundengebet hingeben. Das heilige Mittelalter segne uns!

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Schwachsinn zur Potenz zum Turiner Grabtuch

Eine weitere religion.ORF-Meldung: "Rund um das berühmte und umstrittene Turiner Grabtuch, das viele für das von Jesus Christus halten, gibt es eine neue Theorie: Demnach könnte ein Erdbeben den menschenähnlichen Abdruck auf dem Tuch verursacht haben."
Denn als Jesus hingerichtet wurde, habe die Erde in Jerusalem gebebt und dadurch könnten laut der "Forscher" um Alberto Carpinteri von der Hochschule Politecnico di Torina freigesetzte Neutronen-Emissionen ein Jesus-Bild am Leichentuch entstehen haben lassen. Dass das Turiner Grabtuch bei wissenschaftlichen Untersuchungen (Radiocarbonmessungen) dem 14. Jahrhundert zugeordnet wurde, könnte seine Ursache ebenfalls in diesen Emissionen haben, die das Messungsergebnis verfälscht hätten.

Im italienischen Wikipedia war über den Bautechnikprofessor Carpinteri zu finden, dass seine Kollegen 2012 seine Abberufung verlangten, weil seine Forschungen wissenschaftlich wertlos wären. Was er offenbar nun zusätzlich bewiesen hat. Es ist immer wieder lustig, zu sehen, dass katholische Eiferer zur längst geklärten Fälschung des "Grabtuches" immer noch mittels alberner Geschichtchen dessen Echtheit belegen wollen. Dass vor einigen Jahren sogar innerhalb weniger Tage mit mittelalterlichen Methoden eine Kopie des Tuches hergestellt werden konnte, nehmen diese Leute einfach nicht zur Kenntnis und behaupten stur, die Abbildung eines Körpers auf dem Tuch ließe sich wissenschaftlich nicht erklären. Hier die beiden Varianten alt und neu:
 

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52 % der Amerikaner haben Lehm im Kopf

Das US-Schulsystem ist ein Klassensystem. Die "besseren Kreise" schicken ihre Kinder in Privatschulen, weniger gut situierte sind auf die öffentlichen Schulen angewiesen, wo die Leistungshöhe eher tief liegt. Das zeigte sich nun wieder einmal in einem US-Wissenstest, bei dem die Nationale Wissenschaftsstiftung 2.200 Personen befragen ließ.
Und da zeigte sich, dass die verbreitete naturwissenschaftliche Bildung eher mit der Bibel als mit den Wissenschaften verbunden ist. Mehr als ein Viertel der Amerikaner weiß nicht, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Damit liegen diese 26 % sogar noch hinter der katholischen Kirche, weil dort hat nach knappen 400 Jahren Papst Wojtyla 1992 immerhin anerkannt, dass Galilei mit seiner Ansicht doch richtig lag und seine Verurteilung falsch war.
Aber es geht in den USA in noch höheren Prozentsätzen trottelig zu: Mehr als der Hälfte (52%) der Befragten wusste nicht, dass Menschen tierische Vorfahren haben. Schließlich wurde der Mensch ja gemäß Christenbibel von Gott aus Lehm geformt und alle stammen von Adam ab. Zumindest die angeführte US-Hälfte dürfte tatsächlich Lehm im Hirn haben.

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Sind Atheisten die Krone der Schöpfung?

Der Domprobst Baur glaubt das nicht. In einem Interview mit der "Landshuter Zeitung" am 14.2. sprach er über das Projekt Stadtkirche und christliches Leben in einer säkular geprägten Zeit und sagte u.a., Kirchenaustritte von Menschen, die persönlich nicht mehr glauben, müsse man akzeptieren. Aber: "Der Atheist ist nicht das notwendige Spitzenprodukt, ist nicht die Krone der Entwicklung."
Zu schade. Aber um Glaubenslosen den verdienten Statuts geben zu können, müsste ja auch der Probst aus der Kirche austreten ...

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Salafisten kündigten Groß-Kundgebung in Dortmund an

Das meldete WAZ am 13.2.: Eine Kundgebung sorgt für Besorgnis bei Dortmunds Kommunalpolitikern: Für Samstag hat der salafistische Hassprediger Pierre Vogel eine Kundgebung an der Kampstraße angekündigt. Die Dortmunder CDU fürchtet jetzt, dass die Stadt zu einer Salafisten-Hochburg wird. Hunderte Salafisten wollen sich offenbar am Samstag in Dortmund treffen. (..) In einem Video ruft Hass-Prediger Pierre Vogel auf seiner Homepage zur Teilnahme auf."
Es kam dann doch nicht so wild, nur rund 250 Salafisten versammelten sich dort am 15.2., Ausschreitungen gab es keine, aber laut "Shortnews" entsprechende Meinungsäußerungen: "Moussa Gaspers, einer der streng gläubigen Muslime führte weiter aus: 'Der Islam ist mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht vereinbar. Ich kann in einer Demokratie leben, muss sie aber nicht akzeptieren'."

Wo sich die logische Schlussfolgerung aufdrängt: Wenn der betreffende Prediger die Demokratie als inkompatibel zum Islam sieht und sie nicht akzeptiert, dann sollte man seine Anwesenheit in einem Land mit demokratischer Verfassung ebenfalls als inkompatibel sehen und ihn dorthin schicken, wo er dieses Problem nicht hat, z.B. zu den Saudis.

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US-Außenminister Kerry und sein gemeinsamer Gott

Am 16.2. besuchte Kerry in Indonesien eine Moschee und kroch vor den dortigen Islamisten, indem er handschriftlich folgende Botschaft hinterließ: "We are all bound to one God and the Abrahamic faiths tie us together in love for our fellow man and honour for the same God."
Ja, die christliche und die muslimische Nächstenliebe! Zwei sehr gefährliche Sachen! Aber es stimmt, zwei der drei abrahamistischen Religionen haben wirklich was gemeinsam. Während die Juden darauf verzichten, zu missionieren, haben die christliche und die islamische Religion durch ihre weltherrschaftlichen Zwangsbekehrungen durch die Jahrhundert so viel Leid über die Menschen gebracht, dass sie nicht gerühmt, sondern eher verboten werden sollten.

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Anschlag in Wien

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Missbrauch: US-Erzbischof muss in den Zeugenstand

Aus religion.ORF vom 17.2.: "Der Erzbischof von Saint Paul und Minneapolis in den USA, John Nienstedt, muss vor Gericht über Missbrauchsfälle in seiner Erzdiözese aussagen. Ein Einspruch der Erzdiözese wurde zurückgewiesen. Wie die Online-Zeitung "Twincities.com" meldete, bestätigte Richter John Van de North vom zuständigen Gericht in Ramsey County (Minnesota) in seiner Entscheidung außerdem die Anordnung an die Kirchenleitung zur Namensveröffentlichung. Bis Dienstag müssen die Namen aller seit 2004 des Missbrauchs beschuldigten Priester vorgelegt werden. (..)"

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Sind Amerikaner noch dümmer als weiter oben angeführt?

Das scheint einer Meldung von religion.ORF ebenfalls vom 17.2. entnehmen zu sein. Demnach wurden in einer weiteren Erhebung mit 10.000 Leuten noch mehr befragt, die ORF-Religionsnachrichten titelten ihren Bericht mit "Studie: 90 Prozent der US-Bürger bezweifeln Evolution" - denn "Neun von zehn US-Amerikanern haben einer neuen Studie zufolge Zweifel an der Evolutionstheorie." Demnach orientierten sich bloß 9,5 Prozent der Befragten daran, dass die Entstehung des Universums und die Entwicklung der Lebewesen auf natürliche Weise erfolgt sei und nicht durch göttliche Schöpfung. Auch unter Wissenschaftlern läge die Zahl der gesichert Vernünftigen nur doppelt so hoch wie im Durchschnitt, mehr als ein Drittel der Wissenschaftler hätte keine Gotteszweifel.
Fast kann man so unfassbare Zahlen nicht glauben. Aber lernen kann man daraus: Religion verblödet die Menschen sehr und die Amerikaner sind sehr religiös...

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Über das Züchtigen von Frauen

Wie die "Welt" berichtet, liegen nun die türkischen Zahlen für 2013 in Sachen Gewalt gegen Frauen vor: "Die Polizei in Ankara hat erneut alarmierende Zahlen zur Situation der Frauen in der Türkei veröffentlicht. Im vergangenen Jahr sind 28.000 Frauen Opfer von meist häuslicher Gewalt geworden, mindestens 62 Frauen wurden umgebracht - von ihren Männern, Lebensgefährten oder Liebhabern. Und das, obwohl es landesweit 50.000 Männern gerichtlich verboten war, sich ihren Frauen, Ex-Frauen oder Ex-Freundinnen zu nähern. Inoffiziell heißt es, die Zahl liege noch höher, bei mehr als 130 umgebrachten Frauen. (..)
Ja, das hat natürlich gar nix mit dem Islam zu tun! Weil wie bei uns noch alles katholisch war, da durften die Männer auch ihre Frauen noch züchtigen! Diesmal haben wir keine kulturelle Bereicherung durch den Islam, sondern nur eine zeitliche Verschiebung zum Katholizismus!

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Hat Tebartz für seinen Prunkbau in falsche Kassen gegriffen?

Aus der "Süddeutschen" vom 17.2.: "System der Vertuschung und Verschleierung: Der Bericht der kirchlichen Untersuchungskommission belastet Bischof Tebartz-van Elst schwer. So soll er Geld aus einer mildtätigen Stiftung zweckentfremdet haben, um die tatsächliche Höhe der Baukosten zu verheimlichen. (..) So sollen er - und als treibende Kraft sein Generalvikar Franz Kaspar - Millionen Euro Stiftungsgeld zweckentfremdet haben, um die Rechnungen für den Bau des Diözesanen Zentrums Sankt Nikolaus zu bezahlen, weil außerhalb eines Kreises von Eingeweihten niemand erfahren sollte, dass das Vorhaben ein Vielfaches der öffentlich kommunizierten fünf bis sechs Millionen Euro kosten würde."
Im Bistum Limburg war 1948 eine Stiftung zur Hilfe für arme Familien gegründet worden, in die katholische Arbeitskräfte einen Stundenlohn einzahlen sollten. Was vermutlich in damaligen Zeiten funktioniert hat, die Stiftung ist auch heute noch wohl bestückt, wurde aber schon vor längerer Zeit stillgelegt. Aber das Geld war noch da und statt an arme Familien wanderten die Millionen gemäß der kirchlichen Untersuchungen in den bischöflichen Protzbau, der statt der geplanten fünf Millionen Euro bis zu 40 Millionen kosten könnte.
Berühmt wurde Tebartz mit seinen vor bischöflicher Begeisterung glühenden roten Ohren - jetzt schaut das eher so aus als sei er daran kräftig gezogen worden. Der kirchliche Abschlussbericht wird für den 19.2. erwartet.
Nachtrag: dieses Datum wurde am 19.2. auf "frühestens am 28.2.2014" abgeändert.

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Lebenslange Ehevorbereitung

Das Ergebnis der innerkatholischen Umfragen zu den Bereichen Sexualität, Ehe und Familie hat die schwerkatholischen Funktionäre erschüttert. Schuld an den unkatholischen Haltungen der großen Mehrheit der katholischen Kirchenmitglieder sind nicht diese, sondern die gänzlich unzureichende diesbezügliche Katechese. Das lehrt der Salzburger Theologe Michael Gurtner am 18.2. auf der Site kath.net. Er kommt zu folgendem Schluss:
"Wir müssen ganz generell, aber speziell auch auf die Ehevorbereitung bezogen neu lernen, dass wir uns einer traumhaften Illusion hingeben, wenn wir meinen, auf einen 'schnellen Erfolg' hinarbeiten zu können. Unsere gesamte Erziehung, Katechese und Pastoral muss auf eine langfristige Wirkung hinarbeiten. Saat und Ernte haben einen großen zeitlichen Abstand zueinander. Ausnahmen und wird es immer wieder geben, aber generell entscheidet sich eine gute Ehe noch bevor sich die Ehepartner kennengelernt haben. Deshalb muss die Ehevorbereitung bereits im Schulalter beginnen!"
Nu, das würde aber wohl auch nur bei wöchentlich 40 Wochenstunden Religionsunterricht was nutzen...

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Das war die 7. Ausgabe der "Metawelten" von 2014 mit zusammengesammeltem Kleinmaterial und manchmal auch Belangvollerem aus den Bereichen jenseits der Wirklichkeit bzw. von und über Leute, die tatsächlich glauben, es gäbe Metawelten. Die nächste Ausgabe erfolgt nach Bedarf.