Jeden Sonntag predigen die Pfarrer in der Kirche über die im aktuellen Kirchenjahr vorgesehene Stelle in der Bibel. Sogar Menschen, die nie in die Kirche gehen, können diese Predigten in der Heiligen Kronenzeitung nachlesen, denn dort predigt Kardinal Schönborn eigenhändig. Auf der Homepage der Diözese Wien ist die Predigt ebenfalls zu finden.

Solche Sonntagspredigen reizen auch Atheisten. Zu den Bibeltexten fällt einem nämlich oft ganz was anderes ein als dem Herrn Schönborn. Darum wird auf ATHEISTEN-INFO fast immer auch ein Wort zum Sonntag losgelassen. Die Sonntagsworte Nr. 1 bis 50, die Sonntagsworten Nr. 51 bis 100, die Sonntagsworte Nr. 101 bis 150, die Sonntagsworte Nr. 151 bis 200, die Sonntagsworte Nr. 201 bis 250, die Sonntagsworte Nr. 251 bis 300, die Sonntagsworte Nr. 301 bis 350, die Sonntagsworte Nr. 351 bis 400, die Sonntagsworte Nr. 401 bis 450, die Sonntagsworte Nr. 451 bis 500 und die Sonntagsworte Nr. 501 bis 550 können als PDF heruntergeladen werden.


588. Wort zum Sonntag, den 21.2.2021

Mk. 1,12-15: Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste. Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm. Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!

Der arme Jesus! Wird vom Satan in Versuchung geführt! Hoffentlich lässt er sich nicht verführen, der arme Sohn Gottes! Und die Frohbotschaft! Das Reich Gottes ist nahe! Das wäre knapp vor 2000 Jahren gewesen! Was ist jetzt mit dem Reich Gottes? Ist es gekommen? Mit der katholischen Weltherrschaft? Und ist es dann wieder gegangen, weil wir in vielen Gegenden die gesetzliche Religionsfreiheit erreicht haben?
Das Evangelium ist heute nur ein paar Zeilen lang, da genügen auch die paar Zeilen als Kommentar. Freuen wir uns heute, dass es bei uns kein Gottesreich gibt! Hallelujah!
Oder schauen wir trotzdem noch nach, was der Herr Bischof Schönborn dazu predigt? Na gut, samma neugierig! Er schreibt nix vom Reich Gottes, sondern über die Fastenzeit, die am Aschermittwoch begonnen hat und außer ein paar fanatischen Katholiken niemanden interessiert! Und über die Corona-Pandemie schreibt er auch wieder, weil wir leben ja eh schon fast ein Jahr in der Corona-Fastenzeit!
Er schreibt Gott habe seinerzeit das jüdische Volk 40 Jahre durch die Wüste geführt und baut daraus die Corona-Brücke: "Soll das heißen, dass ich die lange Corona-Wüstenzeit für eine Initiative Gottes halte? Sicher nicht im Sinne einer Strafe Gottes. Aber das glaube ich schon, dass Wüstenerfahrungen in unserem Leben etwas mit Gott zu tun haben. In der Bibel ist die Wüsste der Ort der Gottbegegnung. Alles andere fällt weg. Jesus ist der Einsamkeit der Wüste ausgesetzt. In der Corona-Zeit müssen wir auf vieles verzichten, was uns wichtig und wertvoll ist. Das führt unweigerlich zur Frage: Worauf kommt es wirklich an? Was trägt, was hält, was hat Bestand? Wir brauchen keine eigenen Fastenvorsätze. Corona fordert schon genug Opfer. Nehmen wir sie als Läuterung an!"
Was ist eine Läuterung? Wikipedia weiß es: "Die Läuterung (zu lauter 'rein') bedeutet, etwas von Schlacken oder Verunreinigungen zu befreien und es auf diese Weise zu reinigen." Im Duden stehen dazu folgende Synonyme: "Besserung, Berichtigung, Verbesserung". Nach einem Jahr Coronafasten hat der Schönborn also genug gefastet! Ist es ab jetzt doch eine Strafe Gottes? Aber dann dürften doch keine gläubig-praktizierenden Katholiken Corona-Opfer sein?
Machen wir es heute ausgiebig, hier noch drei bischöfliche Absätze:
"Das Zweite: Jesus 'wurde vom Satan in Versuchung geführt'. Markus sagt nicht, worin die Versuchung bestand. Kein Mensch kommt ohne Versuchung durchs Leben. 'Führe uns nicht in Versuchung', so beten wir im Vaterunser. Führt Gott uns in Versuchung? Sicher nicht! Aber er lässt es zu, dass wir mit vielerlei Versuchungen zu kämpfen haben. So war es auch für Jesus. Umso mehr dürfen wir ihn bitten, dass er uns in diesen Kämpfen hilft und uns unsere Schwäche verzeiht. Die größte Versuchung ist es, mutlos zu werden und an Gottes Barmherzigkeit zu verzweifeln.
Und das Dritte: In der Wüste war Jesus 'bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm'. Auch wir sind allen möglichen Gefährdungen ausgesetzt, aber die Hilfe des Himmels ist uns zugesagt. Wir sind nicht alleingelassen!
Ostern kommt ganz sicher. Jesus ist auferstanden. Das Leben siegt über den Tod. 'Kehrt um und glaubt an das Evangelium', gerade jetzt!"

Ja, dummerweise siegt der Tod über das Leben, weil sterben müssen wir alle, gläubige Katholiken leben allerdings unter der Einbildung, dass es nach dem Tod ein ewiges Leben im Himmel oder in der Hölle gibt! Von der Hölle wird heute weniger gepredigt, weil der katholische Gott seine Katholiken natürlich lieber im Himmel haben will! Aber dazu müssten sie eben auch gläubige Katholiken sein, die werden aber immer weniger! Für die große Mehrheit der katholischen Kirchenmitglieder ist die Bezahlung des Kirchenbeitrages die wesentliche religiöse Handlung in ihrem Dasein, weil die glauben speziell, dass man in Österreich immer noch katholisch sein sollte...


587. Wort zum Sonntag, den 14.2.2021

Mk 1,40-45: Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du mich rein machen. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will - werde rein! Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg, wies ihn streng an und sagte zu ihm: Sieh, dass du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat - ihnen zum Zeugnis. Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die Geschichte, sodass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.

Der Jesus verbietet das Weitererzählen seiner Wundertaten! Wozu wundertätigt er dann, wenn nicht aus Reklamegründen? Natürlich hat der Prediger Jeschua ben Josef keine Wunder tun können, er war ja kein allmächtiger Gottessohn, sondern der Sohn eines Zimmermannes! Und seine Wunderreklame wurde eben so wie oben geschildert verbreitet, Anhänger erzählten Wundergeschichtchen und die Leute sollten das glauben! Die katholische Kirche hat das ja durch die Jahrhunderte auch so gemacht, das mit den Wundern hat sich erst in den letzten Jahrzehnten aufgehört, im einst wundervollen Pilgerort Lourdes gibt's z.B. seit den 1980er-Jahren keine kirchlich offiziell anerkannten Wunder mehr.

Aber das nur nebenbei, was predigt heute der Herrn Schönborn? Er bekennt sich zur christlichen Wunderreklame, er schließt nämlich so: "Vielleicht hilft uns die Geschichte dieses wunderbar Geheilten besser zu verstehen, warum Gott immer wieder Einzelnen diese Gnaden schenkt: 'Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die Geschichte.' Nicht alle Kranken werden durch ein Wunder geheilt, aber alle sollen erfahren, dass es Wunder gibt. Die Wirkung dieser Heilung war gewaltig: Jesus muss sich verbergen, denn 'die Leute kamen von überallher zu ihm'. Das Zeugnis des Geheilten führt viele Menschen zu Jesus. So ist es bis heute. Wer von Jesus berührt worden ist, wer seine Barmherzigkeit erfahren hat, den wird es drängen, anderen davon zu erzählen, auch ohne selber eine Wunderheilung erhalten zu haben."
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Also meinereiner hat noch nie einen getroffen, den der Jesus geheilt oder berührt hätte. Solche Leute bräuchten ja eine psychische Behandlung! Der Schönborn schraubt jedenfalls seinen Jesus herunter, der braucht keine Wunder mehr tätigen, es genügt wenn sich wer einbildet, von Jesus barmherzig berührt worden zu sein! Warum bringt der Herr Kardinal kein einziges Beispiel dazu? Hat ihn der Jesus nicht barmherzig berührt und ihn dann auf den Weg zum Priester, Bischof und Kardinal geführt? Oder denkt er sich selber auch, dass ihm das kaum wer glauben würde? Amen.


586. Wort zum Sonntag, den 7.2.2021

Mk 1,29-39: Sie verließen sogleich die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen. Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war. In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.

Heute vertreibt der Jesus wieder einmal epileptische Anfälle, deren Ursache man damals klarerweise nicht kannte und Dämonenbesessenheiten darum daraus gemacht wurden. Heute kann man diese Krankheit doch etwas besser behandeln, in Wikipedia heißt es dazu: "Ein epileptischer Anfall ist eine Folge plötzlich auftretender, synchroner elektrischer Entladungen von Nervenzellen (Neuronengruppen) im Gehirn, die zu unwillkürlichen stereotypen Bewegungs- oder Befindensstörungen führen." Das hat der Jesus natürlich noch nicht gewusst - auch als allwissender Gottessohn hatte er kein göttliches Wikipedia. Epilepsie gibt's in vielen Varianten, ihre Behandlung ist auch heute noch schwierig, aber für Dämonen hält die Nervenzellenentladungen heute niemand mehr (außer vielleicht bei den Evangelikalen, die könnten noch dumm genug dafür sein...).

Aber das nur nebenbei, was sagt der Herr Bischof Schönborn dazu? Er befasst sich mit der Jesusbegegnung und schließt seine Predigt so: "Ich versuche, in meiner Vorstellung mich in die Menge hineinzuversetzen, Jesus zu sehen, zu spüren. Ich lese das Evangelium gerne so, als wäre ich Augenzeuge, als dürfte ich jetzt dabei sein. Und in gewisser Weise stimmt das auch. Was damals geschah, bleibt gegenwärtig. Im Glauben kann ich daran teilnehmen. Das wird mir besonders deutlich bei dem, was nun folgt: Jesus schleicht sich in aller Früh aus dem Haus und geht aus dem Ort hinaus an einen einsamen Platz, um zu beten. Im Stillen möchte ich mit Jesus gehen, beobachten, wie er da ganz alleine betet. Was geschieht da? Wie betet er? Was bewegt sein Herz? Er schweigt darüber. Aber eines ist spürbar: Hier ist seine tiefste Quelle. Aus ihr schöpft er. Daher kommt seine Kraft, die viele Menschen heilt. Daher stammen seine Worte, die so tief berühren. Das lässt uns ahnen, worum es Jesus wirklich geht: Dass möglichst viele Menschen Zugang zu dieser Quelle finden, zu dem, den er einfach Vater nennt. "Alle suchen dich", sagen ihm die Jünger, als sie ihn finden. Genau deshalb hat er sich zu uns auf den Weg gemacht, bis heute."

Ein Kardinal muss natürlich an seine Religion glauben! Darum ist für ihn die Bibel ein Tatsachenbericht! Dass sein Jesus der Sohn Gottes und die zweite Falte im dreifaltigen Christengott ist, thematisiert er nicht. Warum sollte die zweite Falte zur ersten Falte beten müssen? Und warum wundert sich der Schönborn darüber, dass der Gottessohn Jesus seinen Vater einfach Vater nennt? Beim Kreuzzeichen heißt die dazugehörige Betfloskel "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, amen". Jeder Beter nennt den Gottvater "Vater"! Das Problem dabei ist es allerdings, dass es keine Götter gibt, auch keine miteinander verwandten dreifaltigen. So das genügt! Weil unsereiner kommt ja problemlos gottfrei zurecht! Auch als chronisch Kranker!


585. Wort zum Sonntag, den 31.1.2021

Mk. 1,21-28: In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Da erschraken alle und einer fragte den andern: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.

Heute haben wir eine biblische Gespenstergeschichte, unreine Geister besetzen Menschen. Dahinter steckte natürlich ein Erklärungsversuch für damals logischerweise noch nicht ergründbare Krankheiten, das ging von der Epilepsie bis zum Wahn. Der Jesus vertrieb gerne solche gespenstische Vorstellungen über Krankheiten. Wenn er nämlich z.B. einem mit Epilepsie Besessenen den Geist vertrieb, dann sah das Publikum - wenn der epileptische Anfall aufhörte - die erfolgreiche Geistervertreibung! Warum ein Jesuszuhörer diesen gleichzeitig als Stürzer ins Verderben und als Heiligen Gottes bezeichnet, ist schwer erklärbar.

Aber schauen wir gleich, was der Herr Schönborn dazu meint! Er erzählt davon, dass es auch im Stephansdom manchmal solche störenden Schreier gibt, aber das sei nicht so tragisch, weil meist gelinge es den Domwächtern "den Mann etwas zu beruhigen und ihn ohne viel Wirbel aus dem Dom hinauszuführen." Der Schönborn ist also ein Realist, unreine Geister vertreibt er nicht, er vertreibt nur störende Schreier! Und dann freut sich der Herr Bischof noch, dass ihn einstens sein Gott vom Zigarettenrauchen befreit hat!

Und er macht die Befreiung zu seinem heutigen Thema und resümiert so: "Heute, am 31. Jänner, ist der Gedenktag des großen Apostels der Jugend, des heiligen Giovanni Don Bosco (1815-1888). Was er in Turin und weit darüber hinaus geleistet hat, war wirklich ein Dienst der Befreiung. Tausende von armen Straßenkindern haben durch ihn und bald auch durch seine Gemeinschaft, die 'Salesianer Don Boscos', einen Weg ins Leben gefunden, heraus aus all den Folgen von Armut und Not. Sein 'Geheimrezept': in den oft verwahrlosten jungen Menschen das Gute zu sehen, sie mit Güte und Liebe zu behandeln. Und mit Fröhlichkeit. Der Teufel ist humorlos. Don Boscos Motto war befreiend: 'Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen'."

Dieser Don Bosco war also in der Zeit bevor es einen Sozialstaat gab, ein Sozialdienstler, laut Wikipedia gründete er bis 1888 in Europa und Lateinamerika 250 Häuser, die ab 1846 rund 130.000 Jungen aufnahmen und rund 18.000 Lehrlinge ausbildeten. Das funktioniert heute besser - vielleicht nicht unbedingt überall in Lateinamerika - aber in den entwickelten Staaten, denn von 130.000 Jungen nur 18.000 auszubilden, ist ja wohl doch keine besondere Leistung.

Aber die katholische Kirche hat eben auch karikative Elemente. Meistens werden die fremdfinanziert und dienen dem Bild von der Nächstenliebe. Auf einer Don-BoscoSite steht zu lesen: "Unsere Projektfinanzierung besteht aus drei Säulen: private Spenden, Zuwendungen von privaten Kooperationspartnern und öffentliche Mittel."

Ist ja klar, Kirchengelder gibt's für katholische Nächstenliebe nie...


584. Wort zum Sonntag, den 24.1.2021

Mk. 1, 14–20: Nachdem Johannes der Täufer ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium! Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes, sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.

Heute ist der Text wieder einmal unfreiwillig recht komisch! Die vier Evangelien von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes entstanden zwischen den Jahren 70 und 120, also lange nach dem Tod des Jeschua ben Josef, der dann als man im Römischen Reich zu predigen anfing, zum lateinischen Jesus gemacht wurde und Latein bis tief ins 20. Jahrhundert die katholische Kirchensprache war. Dass in den Evangelien schon das Wort "Evangelium" vorkommt, ist recht lustig, woher sollte man zur Lebenszeit des Jesus schon wissen, dass Jahrzehnte später Schriften verfasst würden, die "Evangelium" heißen werden? Das Wort stammt vom altgriechischen "euángelos", eu heißt gut und angelos heißt Botschaft. Ebenfalls spaßig ist der Satz "Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe", in anderen Bibelstellen wird ja der Weltuntergang für die nächste Zeit angekündigt, z.B. Mt. 24:34: "Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft", nämlich dass eben die Welt untergeht. Aber das wie üblich nur nebenbei!

Inhaltlich geht es heute um die Anwerbung neuer Jesusanhänger, das funktioniert wie beim Fischen, in der Bibel sind ja die Gestalter der christlichen Glaubensgemeinschaft Fischer und Hirten, die Gläubigen also offenbar Viecher. Was verkündet der Herr Bischof von Wien? Der Herr Schönborn schließt heute so: "Das Evangelium als Weg zum Glück! Das macht es so anziehend, aber auch so anspruchsvoll. 'Kehrt um!' Billig ist dieser Weg zum Glück nicht. Aber umso mehr spricht er das an, was eine Grunderfahrung des Lebens ist. Nur die Bereitschaft, immer wieder umzukehren, täglich neu zu beginnen, gegen die eigene Trägheit zu kämpfen, die anderen zu achten und Gott zu vertrauen, öffnet dauerhaft den Weg zum Glück, den das Evangelium weist. Ich bin Hans Dichand von Herzen dankbar, dass er mich eingeladen hat, diesen Weg vielen Menschen nahezubringen. Er hat offensichtlich selbst an das Evangelium geglaubt."

Hans Dichand, der Wiedergründer der Kronenzeitung (1959, das Blatt war schon von 1900 bis 1943 erschienen), wäre jetzt am 29. Jänner 100 Jahre alt geworden, gestorben ist er 2010. Dichand gab 2001 dem Schönborn die Möglichkeit zur sonntäglichen Predigt in der Kronenzeitung. Meinereiner begann 2010 damit, zufällig zweieinhalb Wochen nach Dichands Tod, hier auf der Homepage mitzupredigen, anfangs hin und wieder und dann regelmäßig. Der Schönborn ist dem Dichand dankbar, meinereiner ist das auch, weil es macht meinemeinen ja Spaß, jeden Sonntag hier was zu schreiben. Der Weg zum Glück, den nach Schönbornmeinung das Evangelium weist, hat den Nachteil, dass er irrational ist, denn es gibt weder Himmel noch Hölle, noch eine ewige Seele, wenn wir gestorben sind, dann existieren wir einfach nimmer - genauso wie wir vor unserer Geburt nicht existiert haben, Amen, so ist es!


583. Wort zum Sonntag, den 17.1.2021

Jh. 1,35-42: Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, sagte er zu ihnen: Was sucht ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er sagte zu ihnen: Kommt und seht! Da kamen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden - das heißt übersetzt: Christus. Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen, das bedeutet: Petrus, Fels.

Heute geht's um die Erfindung des Petrus und um die Lateinisierung des Jeschua ben Josef und seiner Lehre. Die Evangelien wurden seinerzeit ja nicht in der Landessprache geschrieben, sondern griechisch. Der Prediger Jeschua hatte zwar wahrscheinlich aramäisch, eine semitische Sprachvariante, gesprochen, aber da die religiösen Lehren des Jeschua ja im Judentum keinen Erfolg hatten und die ersten Erfolge offensichtlich im griechischen Bereich auftraten, war eben das Griechische die christliche Ursprache, später wurde das ins Lateinische transferiert, dort blieb es durch die Jahrhunderte, erst am 2. Vatikanum in den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts erfolgte bei allen Riten der Umstieg auf die jeweiligen Landessprachen! Diese Transferierung ist im heutigen Evangelium dargestellt, aus dem semitisch-aramäischen Jeschua wurde der lateinische Jesus, aus dem Messias (aramäisch: Moschiach, "Gesalbter") wurde der griechische Christós und daraus der lateinisierte Christus, "Gesalbter" war die Bezeichnung für den angeblich von Gott eingesetzten König der Juden gewesen. Auch der zum Felsen beförderte Simon (griechische Form des hebräischen Schim’on) wurde zuerst per Zusatznamen vergriechischt und dann lateinisiert! Der aramäische Kefa wurde zum griechischen Kephas (=Stein) und dann zum Pétros (Fels) und schließlich als "Petrus" lateinisiert.

Aber das nur nebenbei, ist ja schnell gefunden, Wikipedia weiß schließlich alles! Was meint der Herr Bischof von Wien dazu? Schauen wir wie gewohnt gleich auf seinen Abschlussabsatz: "Und so kam es zur ersten Begegnung mit Jesus. Bis ins hohe Alter behielt Johannes diesen Tag genau in Erinnerung. Er merkte sich sogar die Stunde: Es war die zehnte dieses unvergesslichen Tages, vier Uhr nachmittags. Was haben sie erlebt? Worüber sprachen sie? Was hat Jesus ihnen gesagt? Darüber schweigt Johannes. Er bewahrt es kostbar für sich. Aber der Eindruck muss tief und bleibend gewesen sein. Andreas drängt es, seinem Bruder Simon zu sagen, was seine Überzeugung geworden ist: Wir haben den Messias gefunden! Und gleich führt er seinen Bruder zu Jesus. Er soll ihn unbedingt kennenlernen! Aus dieser ersten Begegnung folgten unzählige weitere, bis heute. Und immer neu ist es das erste Wort Jesu, das Menschen ins Herz trifft: Was sucht ihr? Was suchst du?"

Und weil Leute was suchen, darum finden sie das Christentum? Das darf heftig bezweifelt werden! Die katholische Kirche findet ihre Mitglieder nicht unter Suchenden, sondern erwirbt sie mittels Babytaufe! Dass jemand der katholischen Kirche aus eigenem Willen beitritt, passierte nach der aktuell veröffentlichten katholischen Statistik für das Jahr 2019 bei über 14jährigen 540 mal, der ungefragte Eintritt von Babys und religiös nicht Eigenberechtigten 44.437 mal, es belaufen sich also religiös eigenberechtigte Kircheneintreter (ab 14 darf man ohne elterliche Zustimmung über die Mitgliedschaft in Kirchen entscheiden) nur auf 1,2 %! Amen, so ist es!

Anzumerken ist dazu noch, dass die Gesamtgeburten in Österreich sich 2019 auf 84.952 beliefen, aber nur gut 50 % aus katholischen Familien, rund ein Viertel aus konfessionsfreien Familien stammen und etwa ein Achtel (bei weniger als 10 % Bevölkerungsanteil) haben muslimischen Hintergrund, der Rest entfällt auf Orthodoxe und einige Kleingruppen...


582. Wort zum Sonntag, den 10.1.2021

Mk. 1,7-11: Johannes verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen. Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.

Heute steht es in der Proportion von der Länge des Evangeliums zur Länge der Schönbornpredigt ca. 1 zu 7 für'n Schönborn. Die Bibelstelle ist auch wieder unfreiwillig lustig. Man stelle sich vor, da gibt es einen ewigen dreifaltigen Gott, der schickt die zweite Falte mittels Befruchtungshilfe durch die dritte Gottesfalte per Jungfrauengeburt hinunter auf einen Planeten namens Erde und freut sich dann über seinen geliebten Sohn, an dem er Wohlgefallen hat. Mit der Wesenseinheit Gottes in drei Gottesfalten kann das nichts zu tun haben. Aber die Lehre von der göttlichen Dreifaltigkeit wurde - wie schon kürzlich (im Wort 579) hier verkündet - ja erst zwischen 325 (Erstes Konzil von Nicäa) und 675 (Synode von Toledo) entwickelt, davon konnte der Evangelist Markus noch nix wissen!

Aber was predigt heute der Schönborn, gehen wir gleich zu seinem Resümee: "Jesus kommt an den Jordan, mitten unter den vielen Menschen, die sich von Johannes im Wasser des Flusses untertauchen lassen. Erst jetzt tut der Himmel kund, wer dieser Mann ist, der dreißig Jahre unbekannt und unerkannt unter den Menschen gelebt hat: 'Eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.' Von da an tritt Jesus ins Licht der Öffentlichkeit. Ich frage mich immer mehr: Was hat dieses lange verborgene Leben Jesu mir persönlich zu sagen? Ich sehe darin vor allem die Einladung, auf die oft so verborgene Gegenwart Gottes in meinem Leben zu achten. Er ist da, mitten im unscheinbaren Alltag, ob ich es beachte und merke oder nicht. Und das mein ganzes Leben lang."

Der Jesus war also 30 Jahre inkognito unterwegs, erst dann fing er mit seiner Arbeit als Religionsverkünder an! Wenn es die Figur des Jeschua ben Josef wirklich gegeben hat und das nicht alles eine Jahrzehnte später erfundene Story ist!
Die Schlussfolgerungen des Herrn Kardinal sind jedenfalls für einen Kirchenführer etwas überraschend, der Schönborn hat schon sein ganzes Leben lang, Probleme seinen Gott zu bemerken! Natürlich: wie sollte er ihn bemerken, Götter existieren ja nur in der menschlichen Phantasie! Aber bei einem Erzbischof sollte dieser Gott doch leichter wahrnehmbar in seinem Hirn montiert sein! Er lebt ja schließlich davon!


581. Wort zum Feiertag am 6.1.2021

Mt. 2,1-12: Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Bethlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle. Sie antworteten ihm: in Bethlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben bei dem Propheten: Du, Bethlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Bethlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach dem Kind; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige! Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

Zuerst was Lustiges: Am Sonntag, den 3.1. war auf der Homepage der Diözese Wien die Schönborn-Predigt nicht online gestellt worden, danach wurde das irgendwann bemerkt, die Predigt aber nun  in falscher Reihenfolge platziert, hier der Screenshot:


Heute haben wir eine historische Ungenauigkeit im Jesusleben, weil der Jesus Christus muss demnach ein paar Jahre vor Christus geboren worden sein, weil der Herodes lebte von 73 bis 4 vor Christus, also wie man es als säkularer Mensch formuliert "vor unserer Zeitrechnung"! Der Ersteller der blödsinnigen Zeitrechnung "vor und nach Christi Geburt" hatte sich offenbar verrechnet! Als Begründer dieser Zeitrechnung gilt der Mönch Dionysius Exiguus (470-540), er war speziell auch zu wissensfrei dazu, dass er für das Geburtsjahr des Jesus ein Jahr NULL gebraucht hätte, um dann die Jahreszählung vor oder nach der Geburt des Jesus titulieren zu können. Vorher startete im römischen Reich die Jahreszählung von der Gründung Roms (753 v.u.Z.). In Wikipedia wird richtigerweise das Jesusgeburtsjahr "zwischen 7 und 4 v. Chr." platziert.

Aber das nur nebenbei, die Jahreszählung hat sich weltweit so etabliert, aber unsereiner soll sich bemühen, das vor und nach Christus zu vermeiden und eben "vor und nach unserer Zeitrechnung" verwenden!

Lustig im heutigen Evangelium ist jedenfalls, dass der Jesus König der Juden sein sollte!
Da er jedoch unter den Juden kein Leiberl gerissen hat (österreichisch für "keinen Erfolg haben"), wurde er kein jüdischer König und erst durch den Schachzug der römischen Herrscher im Jahre 380 zum Gottessohn in einer dann in Europa überwiegend gewaltsam ausgebreiteten Religion! Das steht auch in Wikipedia: "Die Christianisierung war nach den ersten Jahrhunderten der Missionierung durch Mönche und Prediger später häufig auch eine Machtfrage, in Schlachten unterlegene Gruppen und Stämme des Frühmittelalters etwa ließen sich als Zeichen der Unterwerfung taufen oder wurden zwangsgetauft."

Schönborn titelt heute "Was in den Sternen steht" und beschäftigt sich mit Kirchengeschichte natürlich nicht, sondern mit dem Stern der drei Könige und natürlich auch wieder mit dem unvermeidbaren Corona-Bezug, weil der dritte Lockdown stark in unser Leben eingreift, Schönborn meint dazu: "Da wäre man versucht, die Sterne zu befragen. Aber können sie uns wirklich etwas über die Zukunft sagen?" Dann legt der Herr Kardinal das Geburtsjahr seines Gottes ins Jahr 7 vor Christi Geburt und weist darauf hin, dass damals wie jetzt die Planeten Jupiter und Saturn dicht nebeneinander am Himmel standen, also diese in der Bibel geschilderte Sternenerscheinung den Königen den Weg zum Jesus gezeigt hätte.

Schönborn schließt dann so: "Der Stern hat sie zum Kind, zu Christus geführt. Was nützt die ganze wunderbare Sternkunde, die Kenntnis der Planeten und Galaxien, wenn sie uns nicht zum staunenden Dank an den Schöpfer dieses unfassbar großartigen Universums führt? Ohne Ihn wäre das alles eine endlos weite Wüste toter Materie. Wie anders können wir die Gestirne sehen, wenn wir singen dürfen: 'Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre'!"

Nu, wie hat der Schönborngott das Universum geschöpft? Hat er urgeknallt und dann fast 14 Milliarden Jahre vergehen lassen, bis er seinen Jesus auf die Erde geschickt hat? Da brauchen wir wohl keine Lieder darüber zu singen, weil Götter waren an der Geschichte des Universums keine beteiligt!


580. Wort zum Sonntag, den 3.1.2021

Jh. 1,1-18: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit. Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war. Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus. Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.

Heute kann man wieder einmal lesen, was für ein Blödsinn in der Bibel steht! Die Leute, die das seinerzeit verfasst haben, wussten natürlich nichts über den Urknall und die Evolution, sie machten aus dieser Milliardenjahre langen Entwicklung eine Woche mit einem Schöpfergott. Bis sich das Leben soweit entwickelt hatte, dass es Humanoide gab, die sich per Wort verständigen konnten, vergingen Milliarden von Jahren, weil solche gibt's noch keine zwei Millionen Jahre, aber nach seinerzeitiger Kirchenlehre wurde die Welt ja erst vor 6000 Jahren innerhalb von sechs Tagen geschöpft und am siebten Tag ruhte sich der HErr von dieser Arbeit aus.

Heute waren die Leute von der Diözese Wien wieder einmal schlampig, jetzt um 10 Uhr ist der Predigttext vom Schönborn immer noch nicht online, muss meinereiner wieder einmal den Text einscannen!

Schönborn titelt seine Predigt mit "Am Anfang war der Sinn", was natürlich völliger Unsinn ist, aber religiös betrachtet muss die Welt klarerweise so sein, zuerst war der sinnstiftende Gott, der was Sinnvolles machte und darum die sinnvolle Welt schöpfte. Als Frage bleibt dazu: Woher kam der sinnvolle Gott? Wer hat ihn geschöpft? Aber es ist eben das menschliche Denkproblem, zuerst den Sinn und dann die Ausführung zu sehen, so wie man es eben macht, wenn man z.B. ein Haus baut. Die Welt wurde aber nicht geplant und errichtet, sondern hat sich aus den materiellen Möglichkeiten nach Wahrscheinlichkeiten gebildet.

Aber das nur nebenbei, wie resümiert Schönborn seine Ausführungen? Er schließt heute so:
"Wir sind oft wie verblendet. Die Schöpfung spricht zu uns, aber wir hören nicht auf sie. Statt sie zu achten, betreiben wir sinnlose Zerstörung. Deshalb hat der Schöpfer einen Schritt getan, der weit über die Natur und ihre Gesetze hinausgeht: 'Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.' Der Sinn ist nicht nur in der Natur verborgen und kann von uns entdeckt, und bewundert werden. Der Sinn ist sichtbar geworden in einem Menschen, in Jesus Christus. Er ist 'das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet'. Er ist der Lehrer des Weges zum Leben. 'Gnade und Wahrheit kamen durch Jesus Christus.' Am Anfang des neuen Jahres dürfen wir nicht nur auf ein Ende der Pandemie hoffen, sondern vor allem auf den, der den Weg zum Sinn des Lebens zeigen kann. Wir werden ihn dringend brauchen!"

Aha, der Jesus ist heute beim Schönborn nicht die zweite Falte seines dreifaltigen Gottes, sondern ein Mensch, der den Sinn sichtbar gemacht hat! Was für einen Sinn der Jesus sichtbar gemacht haben soll, das wird nicht erläutert, wird wahrscheinlich die ewige Seligkeit (und die heutzutage nimmer gepredigte ewige Verdammnis) sein. Meinereiner war sein ganzes Leben gottfrei und bisher ist mir der religiöse Unsinn noch keine Sekunde abgegangen, dass meinereiner sich mit der atheisten-info-Site soviel Arbeit macht, liegt allein daran, dass meinereiner in einer Zeit aufwuchs, als in Österreich katholisch zu sein, noch eine Art Selbstverständlichkeit war und meinereiner in der Schule zwölf lange Jahre jede Woche in den zwei Stunden Religionsunterricht die Goschen halten, die Hände falten und lügen und heucheln musste. Das ist immer noch die Motivation, jetzt dauernd die Pappen offen zu haben! Amen, so ist es!


Kein Wort am 1.1.2021 - weil der Tag des Jahresbeginns ist säkular!


579. Wort zum Sonntag, den 27.12.2020

Lk 2, 22-40: Das Kind wuchs heran; Gott erfüllte es mit Weisheit, Es kam für die Eltern Jesu der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein. Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels, und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des Herrn gesehen habe. Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu erfüllen, was nach dem Gesetz üblich war, nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten: Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel. Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selber aber wird ein Schwert durch die Seele dringen. Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Pénuels, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm.

Heute gab's keine Kronenzeitung, weil die ist als Feiertagszeitung schon am 25.12. erschienen. Darum gab's heute (und auch am Stefani-Feiertag gestern) auch keine Predigt vom Herrn Kardinal und Erzbischof Christoph Schönborn, weil dass er nur auf der Site der Diözese predigt, das sieht er wahrscheinlich als unnütz, weil nur für die paar Leute, die sich das dort vielleicht anschauen, zu predigen, ist ihm wohl zuwenig!

Der heutige Bibeltext ist wieder einmal unfreiwillig komisch. In der späteren Lehre wurde der Gottessohn ja zum Bestandteil eines dreifaltigen Dreifachgottes, aber die heilige Dreifaltigkeit, fremdwörtlich "Trinität" genannt, wurde in der jetzigen Form laut Wikipedia erst zwischen 325 (Erstes Konzil von Nicäa) und 675 (Synode von Toledo) entwickelt. Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist kommen zwar auch in der Bibel vor, aber nicht - ebenfalls laut Wikipedia - in der Form der Wesenseinheit Gottes in drei Personen, die drei Personen hatten zwar weiterhin ihre jeweiligen eigenen Besonderheiten, waren aber eine Wesenseinheit, eben der dreifaltige Gott. Und nachdem der Gott ja seit ewig existierte, konnte die zweite Falte doch nicht als Unweiser zur Erde niedergestiegen sein und erst dort seine göttliche Weisheit zu erlernen haben und als Marias Erstgeborener der ersten Falte des dreifaltigen Gottes geweiht werden müssen!

Lustig ist oben dann konkret, dass das alles mit fremder Hilfe durch den frommen Simeon, der vom Heiligen Geist dazu angeleitet wird, durchgeführt werden muss. Der Heilige Geist hat die Maria zur Gottesmutter gemacht und nun muss er sich auch um die göttliche Erziehung des Gottessohnes kümmern! Komplizierte dreifaltige Wesenseinheit!

Und oben geht's im Text lustig weiter, der Simeon muss auch Maria und Josef den Jesus erklären! Dabei hat ja seinerzeit laut Bibel Gottvater der Maria das alles schon erklären lassen! Hatte sie es inzwischen vergessen? Der Erzengel Gabriel hatte ihr in göttlichem Auftrag schließlich verkündet: "Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden." Und auf die Frage Marias, "wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?" antwortete der Engel: "Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden."

Die Maria hätte also den Simeon gar nicht gebraucht! Dann kommt auch noch eine Art Hellseherin und erklärt den Tempelbesuchern den Jesus, der demnach allerdings nur Jerusalem erlösen sollte.

Blöderweise wurde 380 das Christentum durch das Dreikaiseredikt gewaltsam zur römischen Staatsreligion gemacht, in Jerusalem blieb die Jesuslehre folgenlos. Hier der Text des Edikts:
"Alle Völker, über die wir ein mildes und maßvolles Regiment führen, sollen sich, so ist unser Wille, zu der Religion bekehren, die der göttliche Apostel Petrus den Römern überliefert hat, wie es der von ihm kundgemachte Glaube bis zum heutigen Tage dartut und zu dem sich der Pontifex Damasus klar bekennt wie auch Bischof Petrus von Alexandrien, ein Mann von apostolischer Heiligkeit; das bedeutet, dass wir gemäß apostolischer Weisung und evangelischer Lehre eine Gottheit des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes in gleicher Majestät und heiliger Dreifaltigkeit glauben. Nur diejenigen, die diesem Gesetz folgen, sollen, so gebieten wir, katholische Christen heißen dürfen; die übrigen, die wir für wahrhaft toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande ketzerischer Lehre zu tragen. Auch dürfen ihre Versammlungsstätten nicht als Kirchen bezeichnet werden. Endlich soll sie vorab die göttliche Vergeltung, dann aber auch unsere Strafgerechtigkeit ereilen, die uns durch himmlisches Urteil übertragen worden ist."

Erlassen wurde das Edikt wohl aus der Überlegung, den Mühseligen und Beladenen das ewige Leben im Paradies zu versprechen und das Elend des Erdenlebens als Erwerbsmethode dieses Paradieses darzustellen. Und dieses Herrschafts- und Ausbeutungssystem funktionierte nahezu bis in unsere Zeiten...

Mit dem Schlusssatz des heutigen Evangeliums wird dann wieder die Trinität infrage gestellt:
"Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm." Wie soll das gehen? Die Wesenseinheit wird ignoriert, denn laut Konzilsbeschlüssen besteht der Christengott eben nicht aus drei Göttern, sondern aus einem einzigen Gott in drei Personen! Und da kann dann keine der drei Personen untergradiger sein als die beiden anderen! Die Konzilsbeschlüsse kamen seinerzeit wohl deswegen, weil man auf Distanz zum damaligen Vielgötterwesen bei den Völkern gehen wollte und die Religion nur mit einem Gott sein sollte, der aus den drei göttlichen Falten, Vater, Sohn und Heiliger Geist besteht!

Na bum, wie lange ist die heutige Sonntagspredigt ganz ohne Schönborn geworden! Ist aber eh alles wurscht, weil Götter gibt's ja gar nicht! Amen, so ist es!


578. Wort zum Feiertag am 25.12.2020

Jh. 1,1-5.9-14: Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne es wurde nichts, was geworden ist. In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.

Heute wieder einmal die Mär vom Anfang durch das Wort. Bis es das erste Wort gab, da hatte die Evolution schon Milliarden Jahre gedauert! Am Anfang war der gottlose Urknall! Der Tag, der in alten Zeiten als der Tag der winterlichen Sonnenwende galt, also ab dem die Tage wieder länger wurden, war schon in der frühen Geschichte der Menschheit ein wichtiger Tag, weil die kurzen Tage waren ein Problem und die längeren Tage die Lösung des Problems, darum wurde der Geburtstag des Fleisch gewordenen Gottessohnes auch auf diesen Tag gelegt.

Der Jesus Geburtstag am 25.12. ist der wohl zweitwichtigste christliche Feiertag (der wichtigste ist der frühjährliche Tag der Auferstehung des gekreuzigten Jesus). Schauen wir also ein bisschen, was der Herr Bischof Schönborn heute per Internet und Kronenzeitung den Katholiken predigt! Er schreibt: "Weihnachten ist Gottes großes Wagnis. Er hat sich auf uns Menschen so weit eingelassen, dass er selber Mensch wurde. Das ist der Sinn von Weihnachten. Dieser Gedanke begleitet mich schon durch den ganzen Advent. Ich möchte versuchen, ihn am heutigen Christtag in den Mittelpunkt zu stellen. Wir feiern heuer Weihnachten unter ganz ungewohnten Bedingungen, mit starken Einschränkungen, die uns der Kampf gegen die Corona-Pandemie auferlegt."

Was die zweite Falte des dreifaltigen allmächtigen Christengottes tut, kann doch keine Wagnis sein! Der Sinn von Weihnachten beruht natürlich auf der alten Tradition der Wintersonnenwende und nicht auf einer irdischen Gottesgeburt, denn diese Sonnenwende gibt es wirklich, Götter sind bloße Fantasiegeschöpfe! Und wieder einmal: Den Corona-Virus, den jetzt der Schönborn in jeder Predigt erwähnt, gibt’s auch wirklich, hier die Schönbornzeile dazu: "Wir feiern heuer Weihnachten unter ganz ungewohnten Bedingungen, mit starken Einschränkungen, die uns der Kampf gegen die Corona-Pandemie auferlegt." Woher die Pandemie religiös betrachtet kommt, darüber schreibt er wieder nichts! Hat sein Gott diese geschickt? Oder war es der Teufel? Und warum tut sein Gott nichts dagegen? In den USA hat der Herr Präsident Trump am 15. März einen National Day of Prayer durchführen lassen:

Man sieht: Am 15. März wurde gebetet, die Todeskurve legte dann erst richtig im April los, am 12.4. waren es statt 62 Tote schon 21.936 und heute am 25.12. sind es 337.066! Also nach einem knappen Monat mehr als das 350fache und nach gut neun Monaten fast mehr als das 5.500fache, da hat der Trump-Gott eine Menge Arbeit leisten müssen! Aber in die unerbetete Richtung blöderweise!

Ab das nur nebenbei, wie schließt heuer der Herr Erzbischof von Wien seine Weihnachtspredigt? Er schreibt resümierend: "Da ist Gott ein noch größeres Wagnis eingegangen. Und dieses Wagnis ist das Geheimnis von Weihnachten. Johannes spricht es aus in dem Satz, der das Unfassbare zu sagen versucht: 'Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.' Gott ist Mensch geworden, geboren als Kind wie jeder von uns. Gott will uns Menschen nicht zwingen. Die Liebe verträgt keinen Zwang. Sie spricht das Herz an und sucht die Antwort des Herzens. Dieses große Wagnis ist Gott eingegangen. Die Liebe macht wehrlos. Sie verzichtet auf Gewalt. Gott kommt zu uns nicht nur durch die Sprache seiner Schöpfung, sondern als das kleine Kind im Stall von Bethlehem. 'So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab', sagt Johannes einmal. Für mich bedeutet Weihnachten: Trotz aller Enttäuschungen bleibt nur das Wagnis der Liebe erfolgreich!"

Für einen ewigen allmächtigen Gott wäre das - wenn er wirklich existieren täte - doch kein Kunststück! Ein ständig steigendes Kunststück ist es allerdings, den Menschen immer noch solche Göttergeschichten einreden zu wollen, der Schönborn kann ja seinen Gott lieben, schließlich ist das die einzige Zuneigungsbeziehung, die er als Zölibatär haben darf. Aber daran ist er schließlich selber schuld!


577. Wort zum Sonntag, den 20.12.2020

Lk 1,26-38: Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Siehe, auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar gilt, ist sie schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

Das heutige Evangeliums hat einen gewissen unfreiwilligen Unterhaltungswert! Der damals erwartete "Messias" hatte aus dem Hause Davids zu stammen, warum der Josef diesen David-Stammbaum haben hätte sollen, wenn seine Maria dann vom Heiligen Geist befruchtet wird, macht abstammungsmäßig keinen Sinn! Das hebräische Wort Messias bedeutet "Gesalbter", auf griechisch heißt es "Χριστός", in lateinischer Schrift "Christos". Für die Jesusgeschichte brauchte man diese vorgeburtliche Story, damit er seine göttliche Herkunft entsprechend gesichert hatte! Ein davidstämmiger Stiefvater war überflüssig! Für die zweite Falte des allmächtigen dreifaltigen Gottes war es überhaupt überflüssig, irdisch geboren zu sein, der allmächtige Gott hätte ja seine Sohnesfalte einfach auf die Erde schmeißen können.

Aber diese Bemerkungen zur biblischen Unlogik nur nebenbei! Was meint heute der Wiener Bischof in seiner Predigt in der Kronenzeitung dazu? Wie schon gewohnt verknüpft Schönborn auch heute das Evangelium mit dem Corona-Virus, er schreibt: "Die vierte Kerze brennt am Adventkranz. Viele treffen die letzten Vorbereitungen auf das Fest, das heuer von der Corona-Pandemie überschattet ist. Weihnachten - einmal stiller, vielleicht ruhiger, sogar besinnlicher? In Stille, fern vom lauten Treiben der Märkte und Geschäfte, hat sich das ereignet, was zu Weihnachten gefeiert wird: die Geburt des Christkinds, des Christus Jesus."

Also wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, war das Christkind nicht der Jesus, sondern so eine fliegende Fee, die Weihnachtsgeschenke brachte, so steht das auch in Wikipedia: "Das Christkind ist eine Symbolfigur des Weihnachtsfestes, die dem Brauchtum zufolge den Kindern die Weihnachtsgeschenke bringt, ohne dabei gesehen zu werden."
Hier der Screenshot vom Wikipedia-Bild:


Weihnachten hatte man schon in Stonehenge-Zeiten gefeiert, inklusive Geschenksgaben, weil die Tage wieder länger wurden, dafür brauchte man keinen Jesus! Dessen weihnachtliche Geburt ist ja nur ein Schachzug zum Eindringen in bestehende Traditionen gewesen! Im Römischen Reich hatte Julius Caesar in seiner Kalenderreform (julianischer Kalenders vom Jahre 45 v.u.Z.) den kürzesten Tag des Jahres auf den 25.12. gelegt.

Aber auch das nur nebenbei! Wie resümiert der Schönborn heute? Er schreibt zusammenfassend: "Wie soll das geschehen? Diese Frage Marias ist doppelt verständlich. Sie ist ja noch nicht verheiratet. Und wie soll sie überhaupt mit einer solchen gewaltigen Aufgabe zurechtkommen? Die Antwort des Engels ist zugleich ermutigend und herausfordernd: 'Für Gott ist nichts unmöglich.' Für mich ist das Geheimnisvollste an diesem stillen, ganz verborgenen Geschehen, dass Gott Maria nicht zwingt, ihr nicht ein unerträglich schweres Joch auflädt, sondern sie ganz frei entscheiden lässt. Und ganz frei spricht Maria ihr Ja-Wort zu dem, was Gott ihr zugesagt hat: 'Mir geschehe, wie du es gesagt hast.' Gott wollte nicht Mensch werden ohne die Zustimmung, die Maria für sich und für uns alle gegeben hat. So hoch achtet Gott unsere Freiheit. Er wartet auf unser Ja-Wort."

Dass die Maria die Zusage als "Magd des Herrn" getan hat, das ist dem Herrn Bischof nicht aufgefallen, sie hat laut Bibel unterwürfig dem Auftrag des Herrn Folge geleistet. Aber das ist ja eh alles egal, es ist schließlich nur ein Märchen und heutzutage werden solche Märchen immer mehr Leuten immer egaler...


576. Wort zum Sonntag, den 13.12.2020

Jh. 1,6-8.19-28: Ein Mensch trat auf, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du? Er bekannte und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Christus. Sie fragten ihn: Was dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da sagten sie zu ihm: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Antwort geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme eines Rufers in der Wüste: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Die Abgesandten gehörten zu den Pharisäern. Sie fragten Johannes und sagten zu ihm: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Christus bist, nicht Elija und nicht der Prophet? Johannes antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt, der nach mir kommt; ich bin nicht würdig, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Dies geschah in Betanien, jenseits des Jordan, wo Johannes taufte.

Johannes der Täufer, hebräisch Yokhanan HaMatbil, lateinisch Ioannes Baptista, war eine historische Figur, ein Prediger, der in den 20er-Jahren u.Z. auftrat, deswegen wurde er in den Evangelien erwähnt und zum Jesusankündiger degradiert, bzw. befördert. Im obigen Text wird er erniedrigt, um den Jesus zu erhöhen.

Aber das nur nebenbei, was erzählt der Herr Bischof darüber? Er jammert darüber, dass der heutige Sonntag trotz Corona "Gaudete-Sonntag" heißt und fragt dann nach dem Geheimnis der Freude und weist auf das heutige Evangelium hin, das drei Spuren zeigt, die zur echten Freude führen. Schau' ma was für Freuden das sind! Die erste Freude sei die Freude des selbstlosen Gebens, dann führt er die Freude des Johannes über die Jesuserfolge an und schließlich die dritte: Freut euch! Denn der Herr ist nahe.

Also damit kann unsereiner nicht viel anfangen, meinereiner freut sich daher, dass der Text hier heute kurz ist und schnell fertig war!


575. Wort zum Feiertag, am 8.12.2020

GENESIS 3,9-15.20: Aber Gott, der HERR, rief nach dem Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? Er antwortete: Ich habe deine Schritte gehört im Garten; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich. Darauf fragte er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, davon nicht zu essen? Der Mensch antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben. So habe ich gegessen. Gott, der HERR, sprach zu der Frau: Was hast du getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt. So habe ich gegessen. Da sprach Gott, der HERR, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch wirst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens. Und Feindschaft setze ich zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse. Der Mensch gab seiner Frau den Namen Eva, Leben, denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.

Heute haben wir schon wieder kein Evangelium, sondern einen Text aus dem jesuslosen vorchristlichen "Alten Testament"! Das Evangelium wäre laut Messbuch Lukas 1, 26–38, darin geht es zwar auch nicht um den heutigen Feiertag, denn der Erzengel Gabriel prophezeit der Maria dort ihre Jesus-Schwangerschaft, erklärt ihr auch noch, dass die Befruchtungstätigkeit der Heilige Geist übernehmen werde, vom heutigen Feiertag "Maria Empfängnis" ist keine Rede, weil dieser Feiertag bezieht sich ja nicht darauf, dass die Maria den Jesus empfangen hätte, sondern, dass bei ihrer Zeugung die Erbsünde nicht weitervererbt worden sei, auf katholisch heißt das "immaculata conceptio", übersetzt "unbefleckte Empfängnis"! Maria Geburt ist am 8. September, also neun Monate später! Diese unbefleckte Empfängnis kommt allerdings in der Bibel nirgends vor, das tauchte erst im Mittelalter auf, erstmals erklärte das Konzil von Basel im September 1439, dass Maria niemals von der Erbsünde befleckt worden wäre! Bis das fixer Bestandteil des katholischen Glaubens wurde, dauerte es bis ins 19. Jahrhundert, das Glaubensdogma von der unbefleckten Empfängnis Mariens wurde erst am 8. 12. 1854 von Papst Pius IX verkündet!

Ein gesetzlicher Feiertag ist der 8. Dezember nur in Österreich, Liechtenstein, den katholischen Kantonen der Schweiz und in Argentinien, Spanien, Chile, Nicaragua, Portugal, Kolumbien, Italien und Malta. In Österreich haben seit 1995 die Geschäfte am 8.12. offen.

Die obige Stelle aus dem Buch Genesis beschreibt den Sündenfall von Adam und Eva, der Baum von dem Eva die verbotene Frucht gepflückt hatte, wurde in Gen 2,17 als "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse" bezeichnet, der biblische Gott bestrafte Erkenntnis schwer, er hatte offenbar nur ein doofes Paar schaffen wollen, das erkenntnislos im Paradies leben sollte. Man sieht wieder, religiöse Schriften sind was höchst Albernes, aber die Bibelschreiber hatten natürlich noch nicht den Funken einer Ahnung von der Evolution!

Schönborn titelt seine heutige Predigt, "Woher kommt das Böse?" und führt dann ein bemerkenswertes Beispie für GUT und BÖSE an: "Was hat einen 21-Jährigen bewogen, am Abend des 2. November blindlings auf friedliche Menschen zu schießen? Vier Tote, viele zum Teil schwer Verletzte! Was muss in einem jungen Menschen vorgehen, eine solche sinnlos-grauenvolle Tat zu begehen? Er dürfte überzeugt gewesen sein, hier etwas Gutes zu tun, genauer: um eines guten Zieles willen zu morden. (...) Er schien davon zu träumen, einem großen Ziel zu dienen: In dieser verderbten Welt einen Gottesstaat zu errichten, in dem alles ganz nach Gottes heiligem Gesetz gehen würde."

Ja, böse islamistische Attentäter wollen ja was Gutes tun! Aber was hat das mit dem heutigen Feiertag zu tun? Das fragt sich auch der Herr Bischof von Wien und erklärt dann: "Maria ist doch das totale Gegenteil einer solchen kranken Geisteshaltung". dann verkündet er seine Sicht der Erbsünde: "Für mich ist die Erbsünden-Lehre der Kirche ein Schlüssel für vieles, was in der Welt passiert und was ich auch in mir selber feststelle. Sie sagt ganz einfach Folgendes: Alle Menschen sind gut geschaffen, tragen aber wie ein Erbe eine Art seelischen genetischen Defekt in sich, eine Neigung nicht nur zum Guten, sondern auch zum Bösen. Ein Leben lang haben wir alle mit beiden Neigungen zu kämpfen: die gute zu stärken und die böse zu bekämpfen."

Ja, das ist eben so bei Leuten, welche die Welt als nichts natürlich Gewachsenes sehen, sondern als was künstlich Geschaffenes! Schönborn schließt dann seine Predigt so: "Wie viele solche Ideologien hat es schon gegeben, die stets das Böse gerechtfertigt haben, um etwas angeblich Gutes zu erreichen! Von einer solchen hat sich der junge Terrorist infizieren lassen. Seine Tat hat mit echter Religion nichts zu tun. Und Maria? Sie ist das genaue Gegenbild zu diesen tragischen Irrwegen. In ihr hatte der Zwiespalt, der in allen Menschenherzen da ist, keinen Platz. Sie schwankte nicht zwischen Gut und Böse. Ihr Ja zu Gott machte sie offen für Ihn und damit für alle Menschen. Der Engel begrüßte sie: 'Du bist voll der Gnade.' Deshalb ist sie voll unvergleichlicher Güte. Nur so kann ich mir erklären, warum überall auf Erden Menschen bei ihr Schutz und Geborgenheit suchen und finden."

Schreiben Sie keinen solchen Blödsinn, ja, lernen Sie Geschichte, Herr Kardinal! Blicken Sie einmal tief in die Geschichte der katholischen Kirche, listen Sie deren entsetzliche Verbrechen auf, Religionen waren immer was Gemeingefährliches! In Österreich hat die katholische Kirche letztmals solches in der klerikalfaschistischen Zeit von 1934 bis 1938 eingehängt, Millionen Österreicher hielten in dieser elenden Zeit dann den Hitler für den Erlöser! Und dass es heute noch Leute gibt, die bei Maria Hilfe suchen, das weist nur daraufhin, dass es eben noch immer ungelöste Probleme gibt! Im Zeitalter des Sozialstaates sind die meisten dieser Probleme zwar gelöst worden, aber es lassen sich natürlich nicht alle Probleme für jeden Menschen vollständig lösen, darum hat z.B. auch die Esoterik heute noch gute geschäftliche Möglichkeiten - und Religion ist eben auch nur organisierter Aberglaube!


574. Wort zum Sonntag, den 6.12.2020

JESAJA 40,1-5.9-11: Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und ruft ihr zu, dass sie vollendet hat ihren Frondienst, dass gesühnt ist ihre Schuld, dass sie empfangen hat aus der Hand des Herrn Doppeltes für all ihre Sünden! Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des Herrn, ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott! Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben. Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn, alles Fleisch wird sie sehen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen. Steig auf einen hohen Berg, Zion, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme mit Macht, Jerusalem, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme, fürchte dich nicht! Sag den Städten in Juda: Siehe, da ist euer Gott. Siehe, Gott, der Herr, kommt mit Macht, er herrscht mit starkem Arm. Siehe, sein Lohn ist mit ihm und sein Ertrag geht vor ihm her. Wie ein Hirt weidet er seine Herde, auf seinem Arm sammelt er die Lämmer, an seiner Brust trägt er sie, die Mutterschafe führt er behutsam.

Das Buch Jesaja ist Teil der Bücher der Propheten und damit Bestandteil des Teils der Bibel, der "Altes Testament" genannt wird und zur seinerzeitigen jüdischen Religion gehörte, solche Texte werden in katholischen Predigten extrem selten verwendet, weil darin kommt ja der Christengott Jesus gar nicht vor. Laut Messbuch wäre als Evangelium heute Markus 1, 1-8 fällig, warum der Schönborn den Bibeltext der sogenannten "Ersten Lesung" verwendet, erklärt er nicht, er meint bloß, das sei "die Lesung aus dem Propheten Jesaja, die am heutigen 2. Adventsonntag vorgetragen wird".

Warum er nicht das laut Messbuch für heute vorgesehen Evangelium nimmt, erklärt er somit nicht, hier der Text Mk 1, 1-8, er handelt vom Johannes dem Täufer, einer Art Jesus-Zeitgenossen: "Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes: Es begann, wie es bei dem Propheten Jesaja steht: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen. Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften, und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig. Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen."

Der heutige Predigttext ist jedenfalls unfreiwillig lustig, zuerst verlautet der Herr Gott, Täler hätten sich zu heben, Berge zu senken, alles hätte eben zu sein und dann befiehlt er, "steig auf einen hohen Berg". Aber das nur nebenbei, was verkündet der österreichische Oberbischof dazu? Er spricht über den Komponisten Händel und dessen "wohl berühmteste Komposition", seinen "Messias", der verkündet "Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott.". Dann fragte der Schönborn, wer getröstet werden soll und antwortet: "das Volk von Jerusalem. Denn es ist nicht mehr in Jerusalem. Es lebt in der Verbannung, weggeschleppt nach Babylon". Und was bedeutet das heute? Der Bischof verweist auf "die vielen Heimatvertriebenen in unseren Tagen" (worin er wohl auch die Migrantenströme nach Europa inkludiert). Und da kann sich der Schönborn dann daran erinnern, dass seine Familie 1945 auch zu den heimatvertriebenen Sudentendeutschen gehört hatte.

Er schließt seine Predigt so: "Eines habe ich bei nicht wenigen Heimatvertriebenen erlebt: Sie haben entdeckt, dass sie im Glauben eine Heimat haben, die ihnen keine irdische Vertreibung nehmen kann. Das Aufbauen eines neuen Lebens nach dem Verlust von allem Bisherigen war nicht leicht. Aber der Trost, den der Glaube ihnen gegeben hat, war stärker. Sie haben erfahren, was vor 2.500 Jahren der Prophet von Gott gesagt hat: 'Wie ein Hirt weidet er seine Herde.' In diesem Corona-geprägten Advent ist das ein Trost, der durch die nun schon allzu lange Krise trägt."

Von den seinerzeitig vertrieben Volksdeutschen waren rund 72 % katholisch, aber 25 % evangelisch, weil seinerzeit im Zeitalter der Rekatholisierung Evangelische in katholischer Nächsten- und Feindesliebe oft ausgesiedelt worden waren. Auffällig waren seinerzeit in den Nachkriegsjahren volksdeutsche Frauen in ihren Trachten mit schwarzem Kopftuch (Bild ist Teil einer alten Ansichtskarte) und insgesamt auffällig waren auch die zum Teil kaum verständlichen volksdeutschen Dialekte. Beides verschwand innerhalb einer Generation. Lustig ist jedenfalls der Trost, den der Schönborn zur Corona-Pandemie anführt, Gott weidet seine Herde: Und warum kümmert er sich nicht um den Corona-Virus? Wieder die einfache Antwort aus atheistischem Munde: Den Corona-Virus gibt's wirklich, Götter sind bloße Phantasiegebilde...


573. Wort zum Sonntag, den 29.11.2020

Mk 13,33-37: Gebt Acht und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug die Vollmacht seinen Knechten, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

Ein Türhüter hat also Schlafverbot! Das ist aber eine schwierige Sache! Da sollte der Hausherr zum Türhüten besser einen Schichtdienst einrichten, weil jede Woche 168 Stunden wach sein, das schafft keiner! Da der obige Text aber wohl ein Gleichnis sein soll, der Hausherr also Gott und der Türhüter die Gläubigen symbolisieren soll und der Letztere immer bereit sein muss, von Gott am sog. Jüngsten Tag heimgeholt zu werden!

In Mk 13,4 steht: "Sag uns, wann wird das geschehen, und an welchem Zeichen wird man erkennen, dass das Ende von all dem bevorsteht?" Und der Jesus erklärt ihnen dann das Weltenende. Lustig ist dabei der Markus-Vers 13,30: "Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft", der Jesus sagte den Jüngsten Tag also für die damalige Generation an! Da hat sich der allwissende Gottessohn zeitmäßig aber doch ziemlich stark geirrt! Das wird natürlich der Schönborn ignorieren, es steht ja auch heute nicht im Predigttext, sondern nur in dessem Umfeld!

Der Schönborn predigt sowieso nicht darüber, sondern über den Beginn der Adventzeit! Das heißt, es kommt nicht das Weltenende, sondern der Jesus wird geboren! Also ein ziemlicher biblischer Durcheinander! Schönborn nimmt aber nicht den Jesus als Predigtinhalt, sondern den Corona-Virus: "Das Evangelium vom heutigen ersten Adventsonntag passt haargenau zur Situation, die wir derzeit erleben und erleiden. Der Türhüter im kleinen Gleichnis Jesu muss wachsam sein und warten. Unser ganzes Land, ja die ganze Welt muss wachsam sein und wartet: Wann wird es ein Heilmittel gegen Corona geben?"

Kommt heuer am 25.12. nicht das Weihnachtsfest mit der Jesusgeburt, sondern die Corona-Impfung? Der Herr Kardinal predigt dann diverses kreuz und quer und schließt so: "Er, der selber Gott ist, hat wie wir als Mensch gelebt, in allem uns gleich, außer der Sünde. Er hat uns nicht ein Paradies auf Erden versprochen, aber er hat eine Zusicherung gegeben: 'Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.' Wir wissen nicht, wie lange die Corona-Krise dauert. Wir haben keine Garantie, dass alles wieder so wird, wie es davor war. Aber die Zusage Jesu steht unerschütterlich fest. Auf sie ist Verlass. Sie gibt Kraft, den Alltag zu bestehen, heute und jetzt die eigene Aufgabe zu tun, selbst wenn wir noch länger auf das Ende der Corona-Pandemie warten müssten."

Aha, der Jesus, die zweite Falte des allmächtigen dreifaltigen Gottes ist alle Tage mit uns bis zum Weltenende? Warum kümmert er sich dann nicht um den Corona-Virus? Was soll sein Mitunssein dann für einen Sinn haben?

Das christkatholische Problem ist einfach wieder einmal die schlichte Realität: Den Corona-Virus gibt's wirklich, der Jesus ist nur eine religiöse Phantasiefigur! Amen!


572. Wort zum Sonntag, den 22.11.2020

Mt 25,31-46: Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Dann wird er zu denen auf der Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder fremd oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und diese werden weggehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber zum ewigen Leben.

Ja, heute haben wir wieder einmal eine jesuische Verdammungspredigt, die "Linken" waren schon in der Bibel sehr verdächtig und wurden in christlicher Nächstenliebe auf ewig ins Höllenfeuer geworfen! Unterhaltsam dazu ist, dass die in den heutigen Sozialstaaten eingerichteten Sozialrechte von den Linken erkämpft worden sind, die Hungrigen, Durstigen, Fremden, Nackten und Kranken gesetzliche Rechte haben und nicht auf irgendwelche Almosen angewiesen sind. Da wird der Herr Bischof Schönhorn in seiner Sonntagspredigt wieder heillos überfordert sein, weil auf diese Aspekte der heutigen Zeit geht er ja niemals ein, er klammert sich an das Elend des christlichen Almosenwesens und nicht an den sozialen Rechtsstaat!

Schauen wir uns das an! Er kniet sich natürlich auf die Sätze, es wäre das Entscheidende, was für die geringsten Brüder getan oder nicht getan wurde! Unter völliger Ignorierung der heute in vielen Staaten festgeschrieben Sozialrechte schließt er seine Predigt mit folgendem Quatsch: "Vor Gott zählt nur, dass wir es tun. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass in unserer Welt täglich unzählig viel Gutes geschieht, meist unbemerkt, oft unbedankt, still und selbstverständlich. Gäbe es das alles nicht, unsere Welt wäre eine Hölle. Wo immer Gutes getan wird, da ist ein kleines Stück Himmel jetzt schon spürbar."

Als es noch keine Sozialrechte gab und die Hilfe für Notleidende abhängig von Almosengebern war, also in den wahrhaft christlichen Zeiten, war die Welt für viele Menschen eine Hölle!

Heute sind wir alle sozialversichert und damit weitestgehend dagegen abgesichert.
Das hat seinerzeit die Arbeiterbewegung erkämpft und diesen ganzen Almosenquatsch weitestgehend zu einer Nebensache gemacht. Stellt Euch einmal vor, es gäbe die Sozialversicherungen nicht und alle Kranken und Alten, alle Arbeitslosen und Behinderten usw. wären von Almosen abhängig, da sähe die Welt so aus, wie hier auf einer zeitgenössischen Zeichnung über Bettlerarten zu sehen ist:


Was für ein Glück für die Menschheit, dass es in vielen Staaten die gesetzlich geregelten Sozialeinrichtungen gibt, die Rechte bieten und keine Almosen! Sowas einzuführen, dafür war natürlich der allwissende Gottessohn Jesus zu unwissend, darum predigte er den obigen Quatsch und heutige Kardinäle, denen die heutigen Sozialrechte wohl nicht verborgen geblieben sein können, weigern sich diese auch nur zu erwähnen, weil das wäre ja unchristlich oder so...


571. Wort zum Sonntag, den 15.11.2020

Mt 25,14-15.19-21: Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging. Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Nach langer Zeit kehrte der Herr jener Diener zurück und hielt Abrechnung mit ihnen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn!

Im katholischen Messbuch stehen vom heutigen Evangelium zwei Varianten, die erste umfasst Mt 25, 14-30, die zweite ist zensuriert wie die obige, also Mt 25, 14-15.19-21. darum hier die vollständige Version:
Mt 25,14-30: Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. (zensiert sind nun die Verse 16 bis 18) Sofort begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. (es folgen die Verse 19 bis 21) Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! (der zensierte Rest, Vers 22 bis 30) Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; Mt weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder. Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.

"Talent" war die Gewichtseinheit für Silber und bedeutete etwa 150 jetzige Kilos, ein Talent Silber wäre beim heutigen Silberpreis etwa 100.000 Euro!

Man braucht jetzt nur den kurzen von Schönborn verwendeten Text mit dem langen vollständigen Text oben vergleichen und sieht daran sofort, dass dem Herrn Erzbischof von Wien offenbar das vollständige heutige Evangelium zu peinlich ist!
Der Schlusssatz: "Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen." Denn auf diesem Satz kann sich der heutige Neoliberalbums aus vollem Herzen berufen, das passiert ja Tag für Tag, die Reichen werden reicher, in Österreich gab es aber schon über 20 Jahre für die arbeitenden Klassen keine Erhöhung der Reallöhne!

Aber darüber schreibt der Schönborn keine Zeile, er verwandelt die biblischen Talente in die heutig Wortbedeutung "Begabungen" um und schließt so: "Der reiche Mann, der hier für Gott steht, hat seinen Dienern sein ganzes Vermögen anvertraut. Jesus spricht also zuerst von dem unglaublichen Vertrauen, das Gott in uns Menschen setzt. Er legt alles in unsere Hände. Er traut uns zu, dass wir mit seinen Gaben gut umgehen. Ist das nicht viel zu riskant? Offensichtlich geht Gott dieses Risiko ein. Und Jesus will uns wohl sagen, welche Freude es für Gott ist, wenn wir 'im Kleinen ein treuer Verwalter' sind. Das heißt aber: Meine Talente sind seine Gaben, mir anvertraut, weil er mir zutraut, dass ich Gutes damit mache, zum Beispiel auch für die Armen."

Dass heute der Sozialstaat sich gesetzlich festgeschrieben um soziale Probleme kümmert, das weigert sich der Herr Kardinal weiterhin wahrzunehmen, er tut immer noch so, als hätte heute irgendwelches Almosenverteilen noch eine wesentliche gesellschaftliche Bedeutung, dabei sind das maximal leise Nebengeräusche...


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