Jeden Sonntag predigen die Pfarrer in der Kirche über die im aktuellen Kirchenjahr vorgesehene Stelle in der Bibel. Sogar Menschen, die nie in die Kirche gehen, können diese Predigten in der Heiligen Kronenzeitung nachlesen, denn dort predigt Kardinal Schönborn eigenhändig. Auf der Homepage der Diözese Wien ist die Predigt ebenfalls zu finden.

Solche Sonntagspredigen reizen auch Atheisten. Zu den Bibeltexten fällt einem nämlich oft ganz was anderes ein als dem Herrn Schönborn. Darum wird auf ATHEISTEN-INFO fast immer auch ein Wort zum Sonntag losgelassen. Die Sonntagsworte Nr. 1 bis 50, die Sonntagsworten Nr. 51 bis 100, die Sonntagsworte Nr. 101 bis 150, die Sonntagsworte Nr. 151 bis 200, die Sonntagsworte Nr. 201 bis 250, die Sonntagsworte Nr. 251 bis 300 und Sonntagsworte Nr. 301 bis 350 können als PDF heruntergeladen werden.


400. Wort zum Sonntag am 21.1.2018

Mk. 1,14-20: Nachdem man Johannes den Täufer ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium! Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.

Ja, so um das Jahr 30 war also das Ende nahe, der Weltuntergang stand bevor! Und 2018 steht er immer noch bevor! Im Evangelium steht heute, die Leute sollten ans Evangelium glauben. Das Wort "Evangelium" kommt aus dem Griechischen "euangélion" und bedeutet "Frohe Botschaft". Warum ein jüdischer Entzeitprediger bei der Anwerbung seiner ersten Anhänger bereits einen griechischen Begriff verwendet haben soll, ist nicht nachvollziehbar. Aber das hängt damit zusammen, dass die Juden diesem Jesus nicht glaubten und alle Texte des "Neuen Testamentes" griechisch verfasst wurden.

Aber das nur nebenbei. Typisch christlich ist dabei allerdings, dass die Gläubigen gerne als irgendwelches Viehzeug betrachtet wurden, diesmal sind's keine dummen Schafe, sondern sprachlose Fische, die per Einfangen mit dem Netz der Glaubensgemeinschaft zugeführt werden sollen. Der Aufbau der christlichen Religion erfolgte weltweit auf diese Art, die Religion war Pflicht und die Schafe hatten sich in die Herde einzufügen, bzw. die Fische ins Netz zu gehen. Seit der Einführung der Religionsfreiheit im 19. Jahrhundert hat es noch lange Zeit gedauert, bis es Schafe & Fische wirklich wagen konnten, sich davon zu emanzipieren! Heutzutage verwenden die Menschen eben lieber den eigenen Verstand, als sich was vorschreiben und vorbeten zu lassen. Dazu kommt allerdings auch noch die Esoterik, die für Leute, wo der eigene Verstand noch nicht so recht erblüht ist, neue Aberglaubensformen liefern, die alte religiöse Vorstellungen ersetzen.

Aber auch das nur nebenbei. Worüber freut sich heute der Herr Kardinal in Wien bei seiner Kronenzeitungspredigt? Er fragt vorerst einmal: "Glaubt an das Evangelium! Was heißt das? Sollen wir an ein Buch, eine Schrift glauben? Geht es um eine Lehre, die wir annehmen sollen? Um bestimmte moralische Regeln, die es einzuhalten gilt? Woran erkennt man, ob jemand an das Evangelium glaubt? An seinen Worten? Am Taufschein? An einem Eintrag der Religionszugehörigkeit?"

Die Politiker in Österreich glauben ihrerseits, dass man es an der Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft erkennt und handeln sehr häufig so, als gäbe es in Österreich fünf Millionen praktizierende Katholiken. Dass das nicht so ist, weiß der Herr Schönborn: "An das Evangelium glauben, das sind nicht zuerst Worte, sondern eine Art zu leben." Der Satz hinkt grammatikalisch, weil das "sind" Mehrzahl ist und die "eine Art zu leben" ist Einzahl, aber auch das natürlich nur nebenbei!

Der Herr Bischof sieht dann diese Art zu leben als große Freude, er zitiert dazu seinen obersten Chef, den vatikanischen Franz: "Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen... Mit Jesus kommt immer - und immer wieder - die Freude."

Jetzt kommt wieder der Freund Harvey ins Geschäft, der imaginäre weiße Hase, der in einem US-Theaterstück aus den 1940ern und einem Film aus den 1950ern vorkommt, dieser Ersatzjesus kommt hier gerne zum Einsatz! Dass sich Menschen ohnmächtig fühlen und dann eine Imagination aufbauen, die sie diese Ohmacht bewältigen lässt, ist die alte psychische Methode, die überall die Religionen schuf.

Schönborn definiert dann die Evangeliumsfreude mit dem Loslassen vom Egoismus schließt schließlich mit:
"Zuerst muss das Evangelium bei mir selber ankommen. Worin besteht es? Jesus sagt: Das Reich Gottes ist nahe! Das heißt: Gott ist jedem von uns nahe! Was immer in deinem Leben schiefgegangen ist, Gott wartet auf dich! Jesus will, dass das Evangelium, diese frohe Botschaft, wirklich alle Menschen erreicht."

Aha, also die Welt geht noch gar nicht unter! Da hat der Jesus falsch gepredigt, wenn er von der erfüllten Zeit und dem nahen Gottesreich sprach und zur Umkehr aufforderte! Oder versteht der Wiener Bischof vorsätzlich das Evangelium falsch, weil er nicht daran glaubt, dass die Zeit erfüllt sei und das Reich Gottes nahe wäre? Er individualisiert jedenfalls das nahe Gottesreich, indem er seinen Gott auf alle Katholiken verteilt! Aber auch damit wird er keine neuen Umsätze machen! Seine Variante vom unsichtbaren Hasen Harvey ist kein Seller mehr!

PS: Hier der Freund Harvey in vollständiger Länge!


399. Wort zum Sonntag am 14.1.2018

Joh. 1,35-42: In jener Zeit stand Johannes am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte - Christus. Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels - Petrus.

Das Wort "kephas" kommt aus dem Aramäischen, einer bis ins 7. Jahrhundert im nordwestlichen Nahen Osten verbreiteten Variante der semitischen Sprache, "petra" ist ein altgriechisches Wort, beides bedeutet "Fels", lateinisiert wurde es zum "Petrus" und deutschsprachig zum "Peter". Und auf dem petra namens Petrus wurde dann die katholische Kirche errichtet, dieser Fels ist inzwischen in den aufgeklärten Gegenden schon ziemlich ins Bröckeln gekommen. Bischof Schönborn sieht das natürlich nicht so, er freut sich über den "Zauber des Anfangs"! Einen besonderes Zauber wird er schließlich in der gegenwärtigen Kirche nimmer erschnüffeln können.

Machen wir nicht lange herum, kommen wir gleich zur Schönborn-Pointe: "Das war ihre erste Begegnung mit Jesus. Viel erzählt uns Johannes nicht. Wir erfahren nichts über den Ort, wo Jesus gewohnt hat. Noch weniger wird uns verraten, was sie in diesen Stunden miteinander gesprochen haben. Ich habe mich oft gefragt, warum Johannes nicht mehr über diesen ersten Tag mit Jesus erzählt hat, der doch für sein ganzes weiteres Leben entscheidend war. Ich habe für mich eine Antwort gefunden. Vielleicht überzeugt sie auch meine Leser. Ich glaube, Johannes wollte das, was damals zwischen ihnen beiden und Jesus geschah, als sei Geheimnis für sich bewahren. Der Zauber des Anfangs ist etwas so Kostbares, dass man es nicht anderen preisgibt. Es ist wie in einer großen Liebesgeschichte. Sie ist etwas, das nur zwischen den beiden Liebenden bleibt. Ähnlich ist es auch in der Begegnung mit Jesus. Dieses Persönliche bleibt ein Geheimnis zwischen ihm und mir. Aber die Wirkungen werden sichtbar. Den Verliebten merkt man es an, dass sie sich lieben. Und die, die Jesus so persönlich begegnet sind, können darüber nicht schweigen. Sie müssen es weitererzählen: 'Wir haben den Messias, Christus, gefunden.' Und sie wollen, dass auch andere ihn kennen und lieben lernen."

Lustig ist die Aussage: "Es ist wie in einer großen Liebesgeschichte. Sie ist etwas, das nur zwischen den beiden Liebenden bleibt. Ähnlich ist es auch in der Begegnung mit Jesus. Dieses Persönliche bleibt ein Geheimnis zwischen ihm und mir." Warum behält er dieses Geheimnis nicht überhaupt bei sich? Weil das könnte ja auch missverstanden werden...

Aber er sieht die Wirkung ja so, dass die persönlichen Jesusbegegner nicht darüber schweigen können, die Jünger konnten es nicht und ein schon älterer Bischof kann es auch nicht, er freut sich jeden Sonntag in der Kronenzeitung über seine Jesusliebe und glaubt, dass diese eine Auswirkung habe. Den Leute wird's überwiegend wurscht sein, ob der Schönborn seinem Messias begegnet ist und er deshalb den Drang zum Weitererzählen hat. Das ist auch ein ständiges Problem von meinereinem: Wozu Zeit verscheißen, das zu kommentieren? Die Gläubigen werden eh von selber weniger...


398. Wort zum Sonntag am 7.1.2018

Mk 1, 7-11: In jener Zeit, trat Johannes in der Wüste auf und verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen. In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.

Heute ist der erste Sonntag nach dem 6. Jänner, das ist im Kirchenjahr der Sonntag an dem die "Taufe Jesus" gefeiert wird. Richtig wäre es natürlich gewesen, die Beschneidung zu feiern, was man früher auch am 1. Jänner getan hat, Jesus war ja schließlich ein Jude und am achten Tag ab Geburt hatte die Beschneidung stattzufinden. Dieses Kirchenfest wurde 1969 aus dem kirchlichen Jahreskalender gestrichen und durch das "Hochfest der Gottesmutter Maria" ersetzt. Dabei hatte die Beschneidung in der Vergangenheit eine nicht unwichtige Rolle gespielt, es gab sogar dreizehn Reliquien, die als Vorhaut vom Jesus deklariert worden waren!

Das heutige Evangelium ist eine spätere Variante der Jesusgeschichte, weil aus dem zuerst als "Messias" verkündeten jüdischen Reformer war ja im Zuge der Entwicklung der neuen nun nicht mehr jüdischen Glaubensgruppe der Sohn Gottes geworden, das hatte der Vatergott öffentlich bekannt zu geben, er schickte dazu den taubenförmigen Heiligen Geist hernieder und ließ durch eine Art himmlischen Lautsprecher dem Publikum ausrichten "Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden". Ist doch nett vom Papa, dass ihm sein Burli gefällt!

Was sagt der Herr Bischof Schönborn dazu? Er sagt heute gar nichts, weil gestern am Samstag ein Feiertag war und wenn Feiertage und Sonntage aufeinanderfolgen, erscheint am jeweils zweiten Tag keine Kronenzeitung, da macht sich der Herr Schönborn dann auch nicht die Arbeit, zumindest auf seiner Homepage eine Predigt zu platzieren, weil die paar alten Leute, die sich dafür interessieren könnten, haben meist eh kein Internet....

Die Arbeitseinteilung vom Schönborn sieht man hier auf diesem Screenshot der Wiener Diözesansite, Abteilung Schönbornpredigten:

Am 25.12., am 1.1., am 7.1. galt: keine Kronenzeitung, keine Schönbornpredigt auf der Diözesansite! Dabei wäre am 25. 12. der Geburtstag des katholischen Gottes Jesus, am 1.1. das Hochfest Maria und am 7.1. die Taufe des Jesus.

Und was macht meinereiner? Der ist predigtmäßig fleißiger, zumindest einen der drei Termine hat meinereiner nicht weggestrichen!

Wie wird der Johannes den Jesus getauft haben? Die vom Jesus eingeführte Taufformel lautet ja "ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes", das wird schwer gegangen sein, zumindest wird der Johannes den Sohn weglassen haben müssen, die zwei anderen Falten des dreifaltigen Christengottes waren ja Gäste bei der Taufe der dritten Falte. Aber es ist schließlich eh wurscht, der Spaß der heutigen Sonntagspredigt liegt sowieso an der terminmäßigen Bindung des Sonntagspredigers Schönborn an die Erscheinungsweise der Kronenzeitung!

PS: Soll man nicht den Schönborn doch noch auch an einem predigtfreien Sonntag zum Reden bringen? Schließlich wird er ja mit einer Predigt zur Jesustaufe schön öfter hier aufgetreten sein! Ja, das ist er! Am 8.1.2012! Am 13.1.2013! Am 12.1.2014! Am 11.1.2015! Am 10.1.2016! Am 8.1.2017! Aber meinereiner lässt es bleiben, es kann ja jeder selber unter den Predigten suchen! Man sieht jedenfalls: es wiederholt sich ständig alles, ächzzzzz.


397. Wort zum Feiertag am 6.1.2018

Mt. 2,1-12: Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Bethlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle. Sie antworteten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten: Du, Bethlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Bethlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige. Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

Darum hatten die Jesuseltern von Nazareth nach Bethlehem zu gehen: Damit die alte Prophezeiung eintritt, dass der "Messias", der Erretter des Judenstaates, aus Bethlehem zu kommen hat. Der Jesus hatte zu diesem Zeitpunkt der Jesussage die Funktion des "Gottessohnes" noch nicht, die wurde erst später dazugedichtet, aber nicht konsequent in alle Evangelientexte eingebaut. Die Episode von den Sterndeutern aus dem Osten (im griechischen Originaltext ist von "Magoi", Magiern die Rede) wird nur bei Matthäus erwähnt, in den anderen drei Evangelien kommt das gar nicht vor. Von "heiligen drei Königen" ist also gar nicht die Rede, das ist eine erst im dritten Jahrhundert entstandene Legende, die Namen für diese drei (Caspar, Melchior und Balthasar) tauchten erst im sechsten Jahrhundert auf.

Und was kommt jetzt? Der jährliche Witz dazu: Ob die heiligen drei Könige wirklich gelebt haben, ist unbekannt, sicher ist nur dass sie in Köln bestattet wurden:

Hier der goldene Schrein im Kölner Dom mit einigen alten Knochen, die seinerzeit irgendwelche Schlauköpfe hirnlosen Reliquiensammlern als Gebeine der heiligen drei Könige gegen viel Geld angedreht hatten.

Aber das wie immer nur nebenbei, die Hinweise was für ein in sich und zu späteren Gepflogenheiten widersprüchlicher Unsinn in den Bibeltexten steht, haben für meinereinem auch einen Unterhaltungswert, denn sich meinereiner nie verkneifen kann.

Wenn man die obige Geschichte allerdings wörtlich nehmen täte, dann wären die Sterndeuter aus dem Osten daran schuld, dass das Christentum entstand:
sie haben den Jesus nicht dem Herodes ausgeliefert, der hat laut Bibel dann statt des Jesus alle Knaben bis zwei Jahre umbringen lassen, damit er nicht vom Messias gestürzt wird.

Aber wie wäre es der Menschheit ohne der Jesus-Legende und ihrer zwangsweisen Installierung als römische Staatsreligion ergangen? Es hätte weiterhin Religionsfreiheit geherrscht, 1000 Jahre finsteres christliches Mittelalter wären uns erspart geblieben, keine Verfolgung von Ketzern, Ungläubigen und Hexen wäre möglich gewesen, kein dreißigjähriger christlicher Fraktionskrieg mit proportional zur Bevölkerung mehr Toten als in den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts, keine Zwangschristianisierung großer Teile der übrigen Welt, die Aufklärung wäre als Neuaufbruch nicht notwendig gewesen, weil sich ohne Mittelalter die Vernunft des Altertums ohne 1000jähriger Christentumspause weiter entwickeln hätte können, der Islam wäre uns auch erspart geblieben und wir wären jetzt schon weiter, als wir in 1000 Jahren sein werden. Das zusammenfassend über die Beiträge des Christentums zur Menschheitsgeschichte.

Sollen wir noch nachschauen, was der Schönborn heute dazu predigt oder ist das oben Geschilderte ohnehin schon schlimm genug?
Da der Schönborn seine heiligen Sterndeuterkönige als "Gottsucher" interpretiert und gleichzeitig über den heutigen Gottsuchermangel jammert, doch noch ein bisschen Schönborntext.

Er schreibt über Gottsucher: "Ich glaube, wir dürfen in diesen Leuten aus dem Osten die ersten einer nie endenden Reihe von Menschen sehen, die irgendwie und irgendwann in ihrem Leben eine Spur gefunden haben, die sie schließlich zu Gott, zu Jesus geführt hat. Es waren immer Einzelne. Aber sie haben oft viele nach sich gezogen. Sie sind eine Art Pioniere der Gottsuche, Wegbereiter für andere, Vorbilder, wie wir in einer wirren Welt den Sinn des Lebens finden können."

Ja, das muss man nur etwas umstellen und schon sind wir bei der Wirklichkeit: Die Gottsucher finden sich in der realen Welt nicht zurecht und geben ihrem Leben darum einen wirren, einen psychotischen Sinn, kurz gesagt stiften sie statt Sinn Unsinn, darum gibt es in Zeiten, wo Religion keine aufgezwungene Pflicht mehr ist, immer mehr Menschen, die den Sinn in ihrem Leben aus ihrem Dasein heraus finden und gestalten und keinen Bedarf an irgendwelchen Göttern mehr haben. So einfach ist das, amen!


396. Wort zum Sonntag am 31.12.2017

Lk. 2,22-40: Es kam für die Eltern Jesu der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein. Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels, und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des Herrn gesehen habe. Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu erfüllen, was nach dem Gesetz üblich war, nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten: Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel. Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selber aber wird ein Schwert durch die Seele dringen. Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Pénuels, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm.

Heute haben wir wieder so ein Beispiel wo im Evangelium der Jesus noch kein Gottessohn ist, aber der Messias, der Retter Israels. Der Widerspruch zum späteren Status von Jesus zeigt sich auch darin, dass Josef und Maria als Eltern vom Jesus geschildert werden und diese Eltern nichts von der Verkündigung des Gottessohnes und der Schwängerung durch den Hl. Geist wissen, dabei war ihnen laut Lukas 1,26-38 alles durch einen Engel genau erklärt worden: "(..) Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. (..) Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. (..)" Diese Verkündigung kam also offensichtlich erst später in den Lukas-Text als das heutige Evangelium.

Aber das nur nebenbei, worum geht's beim Schönborn?
Um solche biblische Widersprüche natürlich nicht, dazu hat er ja noch nie eine Silbe verfasst, es geht um die "heilige Familie", deren Sonntag heute ist. Und er weitert sogleich die heilige Familie zur katholischen Weltfamilie: "Jesus hat eine neue Familie gegründet, die nicht an die Blutsbande gebunden ist. Diese Familie kennt keine Grenzen, ist offen für alle. Sie betrachtet alle Menschen als Geschwister. Es ist die große Familie Gottes, die Jesus zu sammeln und zu vereinen gekommen ist."

Ja, ein kirchenzwangsmäßig familienlos gebliebener Bischof braucht eben auch eine Zugehörigkeit, seine 97jährige Mutter und seine leiblichen Geschwister leben zwar noch, aber ansonsten hat er statt einer eigenen Familie, seine Kirchenfamilie, am 1.1.2016 waren das kirchenrechtlich in Österreich 5.162.621 zusätzliche Geschwister vom Schönborn, Kinder hat er trotzdem keine!

Aber auch das nur nebenbei. Kommen wir gleich zu Schönborns Predigtschluss: "Fest der Heiligen Familie. Fest der Familie. Eine Generation kommt, eine geht. Drei Generationen begegnen uns im heutigen Evangelium. Die beiden Alten, die Eltern, das Kind. Wie tröstlich ist das Bild des alten Simeon, der das neugeborene Kind in den Armen hält und dankbar Abschied nimmt, weil dieses Kind das neue Leben bedeutet."

Ein Kardinal hat keine Kinder zu haben, Schönborns Leben ist schon etwas alt, 2018 wird er 73, 2020 darf er in bischöfliche Pension gehen, Enkelkinder auf seinen Knien hutschen darf er nie, weil der Zölibat verbietet ihm neues Leben, da bleibt nur die Jesus-Illussion. Amen.


395. Wort zum Sonntag am 24.12.2017

Lk: 2,1-14: In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.

Diese Stelle im Lukas-Evangelium gibt's deswegen, weil der israelische Messias aus Bethlehem, der Stadt Davids, zu sein hatte. Das Problematische dabei war wieder einmal, dass der Josef ja später dann gar nimmer der Jesus-Vater war, weil die Geschichte vom Messias-Prediger später zum Prediger in Form des Gottessohn weiterentwickelt wurde, der Josef wurde zum "Nährvater" degradiert. Als die katholische Kirche das "Neue Testament" aus alten Texten und Überlieferungen zusammenstellte, tilgte man solche Widersprüche oft nicht. Wie gehabt: solche Sachen werden immer nur nebenbei hier angeführt! Heute darf der Schönborn wieder froh jubeln, denn auch 2017 wird ihm sein Erlöser geboren!

Heute sind für ihn die Menschen kompliziert, aber sein Gott ist einfach! Das stimmt, denn die Menschen sind real und oft nicht einfach, sein Gott ist so wie er ihn haben will! Darum meint er: "Gott ist einfach. Aber für uns komplizierte Menschen ist es nicht einfach, ihn zu begreifen. Deshalb wollte Gott uns auf ganz fassbare Weise zeigen, wie einfach er ist. Gott hat uns ein Zeichen gegeben: ein Kind!" Weil Kinder sind einfach, meint der Herr Bischof. Er hat ja als Zölibatär mit Sexverbot vermutlich keine Kinder, keine Kinder sind auf jeden Fall einfach!

Und dann müsste er natürlich seinen Gottessohn und Menschheitserlöser zum Messias zurückstufen. Das hebräische Wort Maschiach, aramäisch Meschiah, bedeutete (von Gott) "Gesalbter" und benannte vor allem den von Gott eingesetzten König der Juden. Aber damit gibt er sich nicht ab, der Herr Bischof stellt bloß fest, "und wie die Hirten das Kind fanden, so will Gott, dass auch wir ihn finden, im Kind in der Krippe, und dass wir die Angst vor Gott verlieren, und dass wir begreifen, wie einfach Gott ist und wie nahe, und dass er uns Freude und Vertrauen schenken will und als Weihnachtsgeschenk seinen Frieden."

Na super, Angst vor Gott hat unsereiner etwa soviel wie vorm Krampus und heute darf der Gott, der in der Bibel ständig irgendwen umbrachte, fallweise sogar fast die gesamte Menschheit in der Sintflut ersäufte, nur mehr Freude und Vertrauen verbreiten. Früher war es kirchlich verordnete Menschenpflicht, dem Christengott in den Arsch zu kriechen, heute kriecht der Christengott in die Menschen. Überwiegend tut er das vergeblich, weil für solch alberne Geschichten fehlt der Bedarf und dadurch das Interesse.

Und wie lautet die heutige kardinale Schlusspointe?
"Heute sagt uns Gott, welche Würde jedes Kind hat. Denn Gott selber ist ein Kind geworden. Mehr als alle Weihnachtsgeschenke brauchen Kinder das Wichtigste im Leben: die Liebe. Heute spüren auch wir Erwachsene, mit unseren oft komplizierten Lebensgeschichten, wie nahe uns Gott ist im Kind von Bethlehem, im Christkind."

Das Christkind war seinerzeit eine Art Geschenke bringende Fee, heute ist dafür eher der Weihnachtsmann zuständig und dass man sich zur Wintersonnenwende Geschenke macht, haben schon unsere Urvorfahren aus Freude über die wieder länger werdenden Tage gemacht.

Und hier ein Screenshot nach der Eingabe von "christkind" in Google und der Wahl "Bilder" - Jesuse sind da nur am Rande dabei:
 


394. Wort zum Sonntag am 17.12.2017

Joh. 1,6-8.19-28: Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?, bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias. Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer. Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet? Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte.

Wieder dasselbe: Der seinerzeit berühmte Prediger Johannes wurde in den Evangelien nachträglich zum Ankündiger des Jesus stilisiert, weil real hatte der Prediger Johannes viele Anhänger, der Jeschua ben Joseph und spätere Jesus fand in der jüdischen Glaubensgemeinschaft wenig Echo und wurde leider auf dem Umweg über griechische und römische Anhänger und durch das große Unglück in der Menschheitsgeschichte, der Installierung des Jesus als Gott in der neuen römische Staatsreligion ab 380, zur jahrhundertelangen Geisel der Menschheit. Ein historischer Jeschua ben Joseph - soweit es diesen als konkrete Person überhaupt gegeben hat - hatte damit nichts zu tun! Aber der berühmte Johannes durfte ihm im rund hundert Jahre später geschriebenen Johannesevangelium nicht einmal mehr die Schuachbandln aufbind'n!

Was war das: ja, das war das sonntägliche Nebenbei in der sonntäglichen Atheistenpredigt! Was erzählt uns der Herr Wiener Bischof, der wird über seinen Gott, dem kein anderer Prediger die Schuhbänder aufbinden durfte, wieder herzzerreißend jubeln! Darum lobt er zuerst einmal den Johannes, der als Cousin vom Jesus präsentiert wird, der sich bescheiden in den Hintergrund stellt.

Konkret schreibt Schönborn über Johannes: "Immer blieb er im Schatten seines berühmten Cousins. Das scheint ihn aber nicht besonders bekümmert zu haben. Im Gegenteil. Denn als beide erwachsen wurden, hat Johannes es gerade als seinen Beruf, seine Berufung gesehen, auf Jesus hinzuweisen. Das ist umso erstaunlicher, als Johannes am Anfang viel bekannter war als Jesus."

Wie schon oben geschrieben: das ist eine christliche Erfindung! Der Jesus war bloß so eine Art Elvis-Imitator, der nachträglich zum King gekrönt wurde.
Hier links der "Johannes" Elvis Presley (You-Tube-Screenshot) 1935-1977 und rechts der "Jesus" Kjell Elvis, geboren 1968 & still alive, norwegischer Elvis-Imitator (Wikimediabild by Jarvin - Own work, CC BY 3.0, )


Kurios auf was für Gleichnisse meinereiner manchmal kommt! Welche Pointe liefert heute der Schönborn? Er schließt mit: "Johannes der Täufer gehört zum Advent. Er will Zeuge sein, nicht im Zentrum stehen. Er will die vielen Menschen, die zu ihm kommen, nicht an sich binden. Er weist sie alle auf den hin, der nach ihm kommen soll. Er, der ganz Bekannte, weist auf Jesus hin, den noch ganz Unbekannten. Johannes ist ein großes Vorbild für uns alle: Mach dich nicht selber zum Mittelpunkt! Freue dich, wenn andere gelobt werden! Zeige auf die, die wichtiger sind als du selber! Johannes zeigt auf Jesus. Das ist sein Lebensprogramm."

Und dem Schönborn seins auch, jeden Tag muss er auf Jesus zeigen!
Der ist zwar inzwischen ein ganz Bekannter, viel bekannter als der Schönborn, aber er ist eben das Hauptangebot der Firma bei der der Schönborn sein Geld verdient! Alle Kirchenbeamten leben davon, den Jesus anzupreisen! Aber die Nachfrage ist trotzdem zunehmend  im Sinken, who needs Jesus?

Kjell Elvis on YouTube, ihn auf der Bühne zu sehen, wäre kein Fehler...


On YouTube Elvis Presley is still alive, ein Vergleich macht uns sicher:


Und der Johannes und der Jesus sind beide schon fast 2000 Jahre tot und treten beide bei YouTube nicht live auf. Das ist die Wahrheit, amen!


393. Wort zum Sonntag am 10.12.2017

Mk 1,1-8: Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes: Es begann, wie es bei dem Propheten Jesaja steht: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen. Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften, und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig. Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

Jetzt begann wieder eine neues Kirchenjahr und dieses Jahr ist der Evangelist Markus der Vorprediger, er fasst sich heute erfreulich kurz und auch der Schönborn ufert nicht aus, also machen wir's kurz! Der Prediger Johannes war seinerzeit eindeutig viel berühmter als der jüdische Prediger Jeschua, der in späteren Jahren zum römischen Jesus umgeformt wurde. Darum muss in den Jesus-Evangelien der Johannes den Jesus als den wirklich Großen vorankündigen!

Dem Schönborn fällt dazu nicht viel ein, er zitiert einige Sätze aus dem Markustext und hat nicht einmal einen richtigen Schluss, er lobt den Johannes, schreibt über die Ausweitung der Wüsten und schließt so ab: "Weltweit wachsen die Wüsten aller Art. Aber das Rettende wächst ebenso. Advent ist Zeit der Besinnung, der Umkehr, des Neuanfangs. Bald werden viele zu Weihnachten das 'Stille Nacht' singen. Und sie werden dankbar bekennen: Christus, der Retter, ist da!"

Na, wie wird der Herr Bischof von Wien 2018 umkehren und neu anfangen? Vermutlich so wie 2017, da hat auch niemand was davon bemerkt. Der Retter Jesus kommt jedes Jahr und christliche Religionen sind trotzdem nimmer zu retten, weil auf einen Retter namens Jesus warten immer weniger...

So, das war eine würzige Atheistenpredigt! Weil in der Kürze liegt die Würze!


392. Wort zum Feiertag am 8.12.2017

Genesis 3,9-15.20: Nachdem Adam von Baum gegessen hatte, rief Gott, der Herr, ihm zu und sprach: Wo bist du? Er antwortete: Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich. Darauf fragte er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe? Adam antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben, und so habe ich gegessen. Gott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du da getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt, und so habe ich gegessen. Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens. Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er trifft dich am Kopf, und du triffst ihn an der Ferse. Adam nannte seine Frau Eva - Leben -, denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.

Heut macht es sich meinereiner einfach, hier der Einleitungstext zum 8.12.2016: Heute wäre als Tagesevangelium eigentlich Lukas 1,26-38 dran, wo es darum geht, dass der Erzengel Gabriel von Gott nach Nazaret zu einer Jungfrau namens Maria gesandt wird, um ihr zu verkünden: "Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden." Was irgendwie seltsam ist, weil der heutige Feiertag heißt "Maria Empfängnis", bedeutet aber nicht, dass am 8.12. das im Lukas-Evangelium angeführte Kind Jesus von der Maria empfangen worden wäre, sondern dass der Maria ihre Mutter Anna die Maria mittels Geschlechtsverkehrs mit ihrem Ehemann Joachim empfangen hätte. Papst Pius IX. hat 1854 das Dogma der "unbefleckten Empfängnis" verkündete, damit war nicht gemeint, dass die Anna und der Joachim beim Vögeln nicht gepatzt hätten, sondern dass die Maria als einziger Mensch ohne "Erbsünde" geborenen wäre.
Darauf bezieht sich der obige Bibeltext, die "1. Lesung" in der heutigen Feiertagsmesse. Denn die berühmte "Erbsünde" stammt daher, dass Gottvater nachdem er die Welt und allerlei Pflanzen und Tiere geschöpft hatte, den ersten Menschen aus Lehm formte, ihm eine Seele einhauchte und ihn Adam nannte, dann bastelte er ihm auch noch eine Frau namens Eva und gab den beiden ein einziges Gebot, sie dürften nicht vom "Baum der Erkenntnis" essen. Wie oben zu lesen ist, wurde das Gebot nicht befolgt, darum sind wir alle jetzt nimmer im Paradies. Da Adam und Eva im Paradies gar keine Kinder hatten, wären die beiden dort vermutlich immer noch alleine und nackt, weil sie keinerlei Erkenntnisse hätten.

Soweit das Selbstzitat. Ein alter Witz passt auch noch dazu, der Religionslehrer prüft das Religionswissen ab und fragt den kleinen Maxl: "Mit welchen Worten hat Jesus Christus das Sakrament der Ehe eingesetzt?" Der Maxl weiß sofort eine Antwort: "Jesus Christus hat das Sakrament der Ehe mit diesen Worten eingesetzt: Feindschaft will ich setzen zwischen dir und deinem Weib!"

Aber das wie üblich nur nebenbei! Was weiß der Herr Bischof Schönborn dazu zu vermelden? Zuerst nochmals was Nebenbeiiges: ein kleiner Blick auf die bischöflichen Evolutionskenntnisse, die sind ziemlich dunkel: "Die Anfänge der Menschheit liegen im Dunkel der Urgeschichte." So dunkel ist das schon längere Zeit nicht mehr, dafür wurde durch Darwin & Co die biblische Finsternis beleuchtet, zu der sich der Schönborn auch heute noch bekennt: "Am Anfang, so sagt die Bibel, steht Eva, 'denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen'." Nein, die Menschheit hat keine Urmutter, die Menschheit wurde nicht von einem aus Lehm geformten Urvater und seiner Frau erzeugt, das fing schon beim Urschleim an und ging dann die Millionenjahre der Evolution.

Zwecks bischöflicher Fortbildung ließe sich sogar noch der Stammbaum des Menschen von Ernst Haeckel aus dem Jahre 1874 verwenden:

(Wikimedia, PD)

Aber damals war sowas ja noch eine schwere katholische Sünde! Ernst Haeckel schrieb darüber in seinem Buch "Die Welträtsel" im 17. Kapitel, "Wissenschaft und Christenthum", zu diesem Kapitels hieß zusammenfassend: "Inhalt: Wachsender Gegensatz zwischen moderner Naturerkenntniß und christlicher Weltanschauung. Der alte und der neue Glaube. Vertheidigung der vernünftigen Wissenschaft gegen die Angriffe des christlichen Aberglaubens, vor Allem gegen den Papismus. Vier Perioden in der Entwicklungsgeschichte des Christenthums. I. Das Urchristenthum (drei Jahrhunderte). Die vier kanonischen Evangelien. Die Episteln Pauli. II. Der Papismus (das ultramontane Christenthum). Rückschritt der Kultur im Mittelalter. Ultramontane Geschichtsfälschung. Papismus und Wissenschaft. Papismus und Christenthum. III. Die Reformation. Luther und Calvin. Das Jahrhundert der Aufklärung. IV. Das Scheinchristenthum des 19. Jahrhunderts. Die Kriegserklärung des Papstes (=Pius IX) gegen die Vernunft und Wissenschaft: I. Unfehlbarkeit. II. Encyklika. III. Unbefleckte Empfängniß."

Zitat aus dem Punkt II. Encyklika: "Im Dezember 1864, sprach der »Heilige Vater« in der berüchtigten Enzyklika das absolute Verdammungsurteil über die ganze moderne Zivilisation und Geistesbildung aus; in dem begleitenden Syllabus gab er eine Aufzählung und Verfluchung aller einzelnen Vernunftsätze und philosophischen Prinzipien, welche von unserer modernen Wissenschaft als sonnenklare Wahrheit anerkannt sind."

Klar, der Schönborn hat den Haeckel und seine Epigonen eher nicht studiert, ganz sicher auch nicht dessen Meinungen über die katholische Kirche. Dabei musste er den sogenannten "Antimodernismuseid", der auf dem "Syllabus" basierte, gar nimmer leisten, weil der war ja 1967 abgeschafft worden und Schönborn wurde erst 1970 zum Priester geweiht...

Aber was schreibt er nun zum Inhalt der obigen Bibelstelle? Er titelt "Das Gute besiegt das Böse". Das hat eine gewisse zukunftshoffnungsfrohe Wahrheit in sich, das Christentum verdampft schließlich in den vernünftigen Gegenden immer zügiger aus den Menschenköpfen. Schönborn sieht das "Gute" und das "Böse" natürlich nicht als objektives oder subjektives Geschehen, sondern als selbstständige Elemente! Und wichtig ist ihm, "es gibt nicht nur das Böse, sondern auch den Bösen, den Versucher und Verführer". Dass zum Beispiel ein Erdbeben meistens nichts Gutes ist, liegt auf der Hand. Ist es aber was Böses, das ein Böser verursacht hat? Oder ist es der böse Gott, der mit der Erde bebt oder zumindest eine bebende Erde erschaffen hat? Oder bebt der Teufel mit der Erde und Gott lässt ihn beben? Oder nehmen wir den Hitler, der war ein böser Mann, zwar baute er die Autobahn, aber dann hat er den Krieg verloren, obwohl jeden Sonntag gemäß des Konkordates von 1933 in den katholischen Kirchen fürs Dritte Reich gebetet wurde! Verflixt unangenehme Fragen ließen sich dazu stellen!

Aber die sonntäglich Atheistenpredigt wird schon wieder einmal zu lange, wie schließt der Herr Kardinal seine heutige Verkündigung? Er endet mit:
"Am Anfang, so sagt die Bibel, steht Eva, 'denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen'. In dieser Geschichte voll Leid und Tränen setzt Gott einen Neuanfang, wieder durch eine Frau, Maria, die die Mutter Jesu wurde. Diese Frau wird überall in der Welt geliebt und verehrt. Viele suchen ihre Hilfe. Noch ist die alte Last des Bösen nicht überwunden. Aber der Name Marias ist die Hoffnung, dass das Böse nicht das letzte Wort hat."

Also unsereiner braucht keine Hoffnungsmaria, die katholische Kirche hat ja ihre abrundtiefen bösen Möglichkeiten weitgehend eingebüßt, keine Zwangstaufen und Zwangsbekehrungen mehr, keine Lebendfeuerbestattungen von Ketzern und als Hexen verleumdeten Frauen mehr, keine Gesinnungskontrollen mehr usw. Das heutige Hauptfeld der r.k. Kirche ist die Sozialindustrie, wo man fremdbezahlte Dienstleistungen zu selbstgeschaffener Nächstenliebe und Barmherzigkeit umheucheln kann! Und was gut oder böse ist, kommt auch auf den Betrachter an, Glück oder Unglück hat mit gut oder böse nichts zu tun, denn das Gegenteil von "gut" ist häufig "schlecht" (oder auch bloß: "gut gemeint"). Für die katholische Kirche kann beides gelten: böse und schlecht. Oder neutraler gesagt: unnütz bis schädlich...


391. Wort zum Sonntag am 3.12.2017

Mt 13,24-37: Jesus sprach zu seinen Jüngern: In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater. Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

Heute haben wir wieder einmal den allwissenden Jesus, der klarerweise nicht wusste, dass die Sterne andere Sonnen sind und diese klarerweise nicht auf die Erde stürzen können, dazu sind sie viel zu groß. Aber für'n Jesus waren sie Lichterlein wie in der Grottenbahn am Linzer Pöstlingberg:

Dort gibt's eine Nachbildung des Linzer Hauptplatzes und die Sternlein die oben leuchten, sind Lichter, wie sie sich der Jesus die Sterne vorstellt. Wozu wieder einmal der Satz wiederholt werden kann: Götter sind genauso dumm, wie die Leute die sie erfunden haben! Wer heute neue Götter erfindet, der ließe die Erde in die Sonne und nicht Sterne auf die Erde stürzen.

Aber das nur nebenbei. Der lustigste Satz ist im heutigen Evangelium dieser: "Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen."

Dummerweise hat sich der Jesus nicht nur astronomisch nicht ausgekannt, er war auch noch ein furchtbar schlechter Prophet! Denn dass im Jahre 2017 alle vergangen sind, die aus der Generation des 1. Jahrhunderts stammten, ist eine gesicherte Tatsache, der Untergang der Welt hat immer noch nicht stattgefunden, daran wird noch gearbeitet! Die Jesusworte werden in den heutigen Zeiten auch langsam weniger, weil das Publikum dafür dahinschwindet, die Kirchen haben das auch zur Kenntnis genommen. Für 2012 hatte man noch eine Neuevangelisierung des immer religionsfreier werden Europas in Planung, bekanntlich wurden diese Planung dann eingestellt, nicht einmal die für die Fastenzeit 2012 vorgesehenen Probeevangelisierungen fanden statt, sie wurden stillschweigend stillgelegt.

Der Rat für die Neuevangelisierung hat auf seiner Homepage im Jänner 2013 das letzte Mal was upgedated:

Es werden also bald fünf Jahre sein, dass dieser päpstliche Rat was zu verkünden hatte - allerdings hat er heuer ein bisschen Arbeit bekommen, dieser Rat ist nun für Wallfahrten zuständig!

Aber auch das nur nebenbei. Was erzählt uns heute der Herr Kardinal Schönborn via Kronenzeitung und Diözesan-Homepage?
Er erzählt uns was über Weihnachtsmärkte, Punschstände, Weihnachtsbeleuchtung, geschäftiges Treiben und resümiert dazu: "Dass der Advent das Geburtsfest Jesu vorbereitet, wird dabei fast vergessen." Gut für die atheisten-info-Homepage, dass wenigstens der Herr Bischof nicht drauf vergisst!

Er leitet im zweiten Absatz gleich zur zweiten Ankunft vom Jesus, zum Weltuntergang, um. Und er schreibt: "Vom Weltuntergang wird seit eh und je gesprochen. In allen Generationen gab es 'Propheten', die das Ende der Welt angekündigt haben. Manche meinten, genaue Zeitangaben machen zu können. Bisher hat keine gestimmt. Jesus ist da anders."

Ja, beim Jesus war das anders, der hat nicht von "allen Generationen" gesprochen, sondern den Weltuntergang während der damaligen Generation angekündigt!
Er war eben auch nur einer der "Propheten", die es in allen Generationen gibt! Die Juden haben sich um diesen Endzeitprediger nicht geschert, unglücklicherweise haben einige wohl überwiegend griechischstämmige Leute (die Evangelium sind ja nicht auf hebräisch oder aramäisch, sondern auf griechisch verfasst worden) nach dem Tode des Jesus daraus eine neue Religion komponiert, die durch das hier schon so oft erwähnte Dreikaiseredikt von 380 zur römischen Staatsreligion und damit zur jahrhundertelangen Menschheitsqual wurde.

Aber auch diese ständig wiederholte Wiederholung nur nebenbei, wie endet die heutige Schönbornpredigt über das Weltenende? So: "Wir wissen nicht, wann die Welt untergeht. Wir wissen auch nicht, wann unsere Stunde schlägt. Niemand ist gegen Unerwartetes gewappnet. Aber wach sein, das ist uns allen möglich. Wach sein - worauf? Natürlich sollen wir aufpassen, dass uns nichts passiert. Aber Jesus meint ein anderes Wachsein. Um dieses geht es im Advent. Einmal hat Jesus gesagt: 'Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.' Achtsam sein auf die leisen Klopfzeichen Gottes in meinem Leben: Das ist der eigentliche Sinn des Advent."

Aha, der Jesus steht also nicht mit dem Weltuntergang vor der Tür - wie er es seinen Jüngern seinerzeit gepredigt hatte, nein er klopft einzeln an die Türen der Menschen! Der Schönborn kennt das! Er ist achtsam auf die Klopfzeichen vom Jesus! Bu-bum-bum-bum, bu-bum-bum-bum, bum-bum-bum-bum, bum-bum-bum-bum!

Meinereiner hat dazu eine schöne zum obigen bumbum passende Melodie!

Amen!


Wegen der Länge der Dateien werden diese regelmäßig geteilt

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