Nachrichten aus der Wirklichkeit

Auf dieser Homepage passiert großteils das, was bei den meisten atheistischen Sites passiert: Es wird dauernd von Gott und von Religion geredet. Weil das auf Dauer niemand aushält, hier eine Art Oase mit zusammengesammelten materiellen Meldungen aus der Realität.

Aktualisiert am 16. September 2017


Nano-Roboter aus DNA sortieren Moleküle

Robotertechnik - da denkt man zunächst an futuristische Haushaltsgehilfen oder Geräte zur Erkundung ferner Himmelskörper. Doch es geht auch winzig: US-Forscher haben aus clever angeordneten Nukleotiden Nano-Roboter hergestellt, die selbstständig bestimmte Moleküle aufgreifen, transportieren und an einem Zielort abliefern können. Molekulare Maschinen dieser Art könnten einmal in der Substanzentwicklung und Medizintechnik zum Einsatz kommen, sagen die Forscher.
Metall und Kunststoffe eignen sich kaum - will man molekulare Maschinen bauen, ist spezielles Baumaterial gefragt. Forscher konstruieren sie aus den Bausteinen der Erbmoleküle des Lebens: den Nukleotiden der DNA. Sie nutzen dabei deren einzigartige chemische und physikalische Eigenschaften, die bekannt und programmierbar sind. Ein einzelner DNA-Strang besteht stets aus Abfolgen der vier Nukleotide mit den Abkürzungs-Bezeichnungen A, G, C und T. Sie verbinden sich immer zu den Paaren A - T sowie G - C. Wenn ein einzelner Strang auf einen umgekehrt komplementären Strang trifft - beispielsweise CGATT auf AATCG - heften sie sich aneinander und bilden die berühmte Doppelhelixform aus.

Hände und Füße aus Nukleotiden
Diese Paarungs-Kräfte der Nukleotide lassen sich in der Nano-Robotik gezielt zum Design von Strukturen sowie zum Steuern der Gebilde aus DNA einsetzen. Ein einzelner Strang, der die richtigen Nukleotide enthält, kann beispielsweise zwei nur teilweise verknüpfte Stränge zwingen, sich voneinander zu lösen. Letztlich können solche Effekte dann Bewegungen hervorrufen: So kann ein Nanoroboter aus DNA beispielsweise einen Fuß vom Untergrund lösen und ihn nach einem Schritt wieder aufsetzen.
Im Fall der Nano-Roboter, die das Team um Lulu Qian vom California Institute of Technology in Pasadena nun entwickelt haben, beträgt die Länge eines solchen Schrittchens sechs Nanometer. Die skurrilen DNA-Gebilde besitzen ein "Bein" mit zwei "Füßen" zum Gehen sowie einen "Arm" und eine "Hand" zum Greifen von Ladungen. Außerdem verfügen sie über ein Segment, das einen bestimmten Zielpunkt erkennen kann, um die Ladung freizugeben. Jede dieser Komponenten besteht aus nur wenigen Nukleotiden eines einzigen DNA-Strangs.
Unterwegs sind die Nano-Roboter auf einem speziellen Spielbrett, das ebenfalls aus DNA aufgebaut ist. Sie bewegen sich hier zwischen Stiften aus einzelnen Strängen von DNA, die komplementär zum Bein beziehungsweise Fuß des Roboters sind. Wenn er sich mit einem dieser Fortsätze an einen Zapfen bindet, wird der andere Fuß frei und bewegt sich leicht. Wenn er dadurch auf einen weiteren Zapfen trifft, zieht der Roboter zu diesem weiter. Letztlich bewegt sich das winzige DNA-Wesen auf diese Weise zufällig auf dem Spielbrett langsam umher - es kann einen Tag dauern, bis das gesamte Brett erkundet ist.

Lieferservice in der Nano-Welt
Wie die Forscher erklären, treffen die Roboter auf dem von ihnen entwickelten Brett auf Frachtmoleküle, die an manche der Zapfen gebunden sind. Mit ihrer "Hand" -Komponente können sie diese packen und mit sich tragen, bis sie dann einen speziellen Zielzapfen erreichen, der mit einem Signal versehen ist. Hier liefern sie das Transportgut dann ab und machen sich erneut auf die Suche nach weiteren Frachtmolekülen.
Ein einzelner Roboter konnte so sechs unterschiedliche Moleküle in 24 Stunden an ihre spezifischen Zielorte bringen, berichten die Forscher. Der Prozess ist zwar langsam, aber ermöglicht ein genial-simples Roboter-Design, sagen die Entwickler. "Unser Ziel war es, einen molekularen Roboter zu entwerfen und zu bauen, der eine anspruchsvolle nanomechanische Aufgabe durchführen kann: Ladungssortierung", so Qian.
Wie die Forscher betonen, handelt es sich bei dem vorgestellten Konzept nun zunächst nur um eine Demonstration der Machbarkeit. "Wir entwickeln keine DNA-Roboter für spezifische Anwendungen. Wir forschen an Engineering-Prinzipien, die die Entwicklung von DNA-Robotern voranbringen können", sagt Qian. "Allerdings ist es meine Hoffnung, dass andere Forscher diese Konzepte eines Tages für spannende Anwendungen nutzen können".
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Denkbar ist ihm zufolge der Einsatz von DNA-Robotern zur Synthese therapeutischer Wirkstoffe. In molekularen Fabriken könnten sie Substanzen bewegen, wenn ein bestimmtes Signal vorliegt, oder sie könnten verbrauchte Komponenten in einen molekularen Mülleimer befördern. "So wie elektromechanische Roboter an ferne Orte wie zum Mars geschickt werden, möchten wir Roboter an molekulare Orte schicken, die anders kaum zugänglich sind", resümiert Qian.

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Abschied von Cassini

Mission der NASA-Raumsonde endet am 15.9.2017 mittags mit einem Sturzflug in den Saturn
Glühendes Finale: Die NASA-Raumsonde Cassini absolviert heute ihren allerletzten Flug. Sie wird gegen Mittag in die Atmosphäre des Saturn rasen und dort verglühen. Nach fast genau 20 Jahren im All endet damit eine der erfolgreichsten Missionen der Raumfahrt. Denn erst Cassini verdanken wir viele überraschende und bahnbrechende Erkenntnisse über die exotische Welt des Gasplaneten und seiner Ringe und Monde.

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Hepatitis: Tödliche Pandemie

Verborgener Killer: Weltweit sterben mehr Menschen an einer viralen Hepatitis als an Tuberkulose, Aids oder Malaria, wie eine neue Studie enthüllt. Allein im Jahr 2016 gingen 1,34 Millionen Todesfälle auf Kosten dieser leberzerstörenden Infektion. Das Tückische daran: Betroffene merken oft jahrelang nichts davon, weil sich Symptome erst bemerkbar machen, wenn sich eine Leberzirrhose oder Leberkrebs entwickelt haben.

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Klimawandel nagt am "dritten Pol"

Sie gelten als der "dritte Pol" der Erde: die Gletscher in den Hochgebirgen Asiens. Wie es diesen Eismassen angesichts des Klimawandels ergehen wird, enthüllt nun eine neue Studie. In ihr berücksichtigen die Forscher erstmals auch den Einfluss der Dreck- und Geröllschicht, die das Eis vieler asiatischen Gletscher bedeckt. Ihr Ergebnis: Geht die Erwärmung ungebremst weiter, wird der "dritte Pol" zwei Drittel seines Eises verlieren. Gelingt es, die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, schrumpfen die Berggletscher nur um ein Drittel.

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Demokratisches Niesen bei Wildhunden

"Sollen wir zur Jagd aufbrechen?" Über diese Frage wird in den Rudeln der afrikanischen Wildhunde abgestimmt, haben Verhaltensforscher festgestellt. In der Hundedemokratie bedeutet demnach ein charakteristischer Nies-Laut: "Ich bin dafür". Sind bei einem Rudeltreffen genügend dieser "Ja-Nieser" zu hören, beginnt die Gemeinschaft die Savanne zu durchstreifen.

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Zika-Virus als Waffe gegen Hirntumore

Bei Ungeborenen verursacht es schlimme Hirndefekte - das Zika-Virus avancierte deshalb in den vergangenen Jahren zum Inbegriff eines Krankheitserregers mit schwerwiegenden Spätfolgen. Doch ausgerechnet dieser Erreger könnte nun zum Segen für Krebspatienten werden: Möglicherweise lässt sich die Neubildung von Hirntumoren durch dieses Virus gezielt bekämpfen, legt eine Studie an Mäusen nahe.

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Mit Stammzellen gegen Parkinson?

Die Stammzelltherapie gilt als mögliche Hoffnung für Parkinson-Patienten. Trotz einzelner vielversprechender Ergebnisse ist die Methode vom Einsatz in der klinischen Praxis jedoch noch weit entfernt. Nun haben Forscher die Therapie erstmals langfristig an Primaten erprobt, die an Parkinson-ähnlichen Symptomen litten: Sie transplantierten den Affen aus sogenannten induzierten pluripotenten Stammzellen entstandene Neurone ins Gehirn - offenbar mit Erfolg. Nach der Behandlung verbesserten sich die Symptome der Tiere.

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Versalzene Herzleistung

Salz bringt Pfiff ins Essen und ist ein lebenswichtiger Nährstoff - doch es gibt eindeutig ein zu viel des Guten, wie nun erneut eine Langzeitstudie aufzeigt: Ein hoher Salzkonsum ist demnach mit einem doppelten Risiko für die Entwicklung einer Herzinsuffizienz verbunden und zwar unabhängig von dem bekannten Negativeffekt von zu viel Salz auf den Blutdruck.

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Was ein gesunder Lebensstil wirklich bringt

Lohnt es sich überhaupt? Wie viel Lebenszeit und Gesundheit bringt ein grundlegend gesunder Lebensstil tatsächlich? Einer statistischen Studie zufolge ist der Gewinn beträchtlich: Menschen, die nicht rauchen, nur mäßig Alkohol konsumieren und nicht stark übergewichtig sind, haben eine sieben Jahre höhere Lebenserwartung, als der Durchschnitt der Bevölkerung. Dabei verlängert sich auch nicht etwa nur die Zeit des "Siechens": Die meisten der gewonnenen Jahre können die Menschen in gutem Gesundheitszustand verbringen.

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Kaffeetrinken ist gesund

Genuss mit Zusatznutzen: Kaffeetrinker sind von einer Reihe von Gesundheitsproblemen vergleichsweise wenig betroffen, geht aus zwei großen statistischen Studien hervor. Ein Kaffeekonsum von etwa drei Tassen am Tag ist demnach mit einem reduzierten Sterberisiko durch verschiedene Ursachen verbunden, insbesondere durch Kreislauferkrankungen und Probleme mit dem Verdauungssystem. Ob es sich um normalen oder um entkoffeinierten Kaffee handelt, scheint dabei unwichtig zu sein. Die Forscher fanden Hinweise darauf, dass der positive Effekt auf die Gesundheit mit günstigen Effekten auf die Leberfunktion, den Stoffwechsel und das Immunsystem zu tun hat.

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Künstliche Intelligenz mit Vorurteilen

Damit Computerprogramme menschliches Verhalten imitieren können, brauchen sie viele Daten - Informationen, von denen sie lernen können. Eine Studie offenbart nun: Künstliche Intelligenzen lernen dabei mitunter mehr als eigentlich beabsichtigt. Denn wenn sich die Programme anhand von Text-Datensätzen sprachliche Fähigkeiten aneignen, übernehmen sie auch die in dem Material enthaltenen Stereotypen. Sie zeigen dann die gleichen rassistischen Vorurteile oder Geschlechter-Klischees wie viele Menschen in unserer Gesellschaft.

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Börsen-Algorithmen jagen im Rudel

Wer Schwankungen in Aktienkursen am schnellsten ausnutzt, kann daraus ordentlich Kapital schlagen. Früher versuchten sich schwitzende und schreiende Händler darin gegenseitig zu übertrumpfen. Heute regieren Rechner und Algorithmen, die innerhalb von Millisekunden reagieren können. Dieses technische Aufrüsten führt allerdings dazu, dass die Kurse immer mehr extreme Schwankungen aufweisen, die meist für weniger als eine Sekunde Bestand haben. Verursacht werden sie von aggressiven Computermobs, die plötzlich wie gleichgeschaltet handeln, wie US-Forscher jetzt herausfanden.

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Chemie-Nobelpreis für molekulare Maschinen

Pioniere auf dem Weg zum ersten Nanomotor: Den Nobelpreis für Chemie 2016 erhalten drei Forscher, die die chemische Grundlage für molekulare Maschinen entwickelt und produziert haben - der Franzose Jean-Pierre Sauvage, sein britischer Kollege Sir J. Fraser Stoddart und der Niederländer Bernard Feringa. Ihre Konstruktionen bilden bis heute die Basis für Nanomaschinen aller Art und eröffneten damit ein ganz neues Forschungsfeld.

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Der schärfste Laserstrahl der Welt

Neuer Weltrekord: Ein "Superlaser"! Thomas Legero von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und seinen Kollegen ist es gelungen, den Laser mit der präzisesten Wellenlänge und größten Takttreue zu konstruieren. Das von ihm ausgestrahlte Licht hat eine Linienbreite von nur zehn Millihertz - die Schwingungsfrequenz der Lichtwellen ist damit extrem einheitlich. Gleichzeitig bleibt der Laser länger im Takt als alle anderen Modelle. Nützlich ist dies unter anderem für ultragenaue Atomuhren, aber auch für die Astronomie oder Tests der Relativitätstheorie.

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Heikle Klima-Schäden für die US-Wirtschaft

"America first!" Auch die US-Klimaforscher geben den Vereinigten Staaten oberste Priorität und liefern Donald Trump nun erneut einen Denkzettel: Der Klimawandel wird der US-Wirtschaftsleistung nicht nur generell schaden sondern vor allem das wirtschaftliche Ungleichgewicht kritisch verschärfen, ergab ihre Studie. Im Gegensatz zum reichen Norden und Westen drohen demnach dem ohnehin schon armen Mittleren Westen und vor allem dem Süden der USA Einbußen von bis zu 20 Prozent.

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Forscher brechen dem Krebs mit Gold die Beine

"Ihr Krebs hat leider metastasiert..." Bildet ein Primärtumor Tochterkolonien im ganzen Körper, verdüstert sich die Prognose für Patienten drastisch. Um die fatale "Wanderlust" von Krebszellen zu bekämpfen, haben Forscher nun ein raffiniertes Verfahren entwickelt: Sie brechen den bösartigen Zellen gezielt die "Beine" und zwar durch Gold, das bei Bestrahlung Hitze entwickelt. Daraus könnte sich eine neue schonende Therapieform entwickeln, hoffen die Forscher.

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Gift-geladener Pilz soll Moskitos töten

Er befällt nur Stechmücken, ist mit Spinnen- und Skorpion-Gift ausgerüstet und fluoresziert grünlich: Forscher haben einen skurrilen Gentech-Pilz entwickelt, der den Überträgern von Malaria und Co den Garaus machen soll. Den Wissenschaftlern zufolge ist der scharfgemachte "Moskito-Schimmel" für Menschen völlig ungefährlich und befällt auch keine nützlichen Insekten wie etwa Bienen.

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Ist absichtliches Schielen riskant?

Kinder schneiden gern Grimassen, und dabei ist ein Element besonders beliebt: Das Schielen. Angeblich sei das aber riskant: "Du sollst nicht Schielen, sonst können die Augen so stehen bleiben", haben Generationen von Eltern ihre Kinder gewarnt. Besonders groß sei diese Gefahr bei einem gleichzeitigen Schreck, heißt es. Was ist dran an dieser traditionellen "Weisheit"?
Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte gibt Entwarnung: "Wenn Kinder um die Wette schielen, hat das definitiv nichts mit der Entstehung einer Augenfehlstellung zu tun", so Eckert. Auch ein Schreck kann beim absichtlichen Schielen nicht zu einer permanenten Fehlstellung führen. Die wirkliche Ursache können Erkrankungen sein, meist entwickelt sich Schielen aber aus einer Veranlagung heraus. Oft besteht ein Unterschied in der Sehkraft beider Augen: Das stärkere fixiert deshalb Objekte intensiver, das schwächere wird dagegen unbewusst weggedreht - es schielt.
Zur Illustration: links ein Selfie mit einem eher missgeglückten Schielselbstversuch, rechts echtes Schielen laut Wikimedia:
 

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Parkinson: Ist die Immunabwehr schuld?

Welche Ursache hinter der Parkinson-Krankheit steckt, ist noch immer unklar. Jetzt haben Wissenschaftler erstmals Belege dafür entdeckt, dass der rätselhafte Niedergang der Gehirnzellen auf eine Autoimmunreaktion zurückgehen könnte. Die Abwehrzellen der Parkinson-Patienten greifen demnach ein Protein auf den Neuronen an, weil sie dieses irrigerweise für einen Fremdkörper halten. Diese Reaktion könnte nicht nur erklären, warum bestimmte Genvarianten anfälliger für Parkinson machen. Sie könnte auch helfen, bessere Diagnosetests und sogar neue Therapieansätze zu entwickeln.

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Suchtanfälligkeit: Vom Vater geerbt?

Ob jemand anfällig für eine Sucht ist oder nicht, hat nicht nur soziale oder psychische Gründe. Auch das Erbgut spielt dafür eine Rolle, wie eine Studie mit Ratten nun nahe legt. Sie enthüllt, dass Kinder von ihren Vätern und Großvätern eine Suchtneigung erben können - allerdings nicht über die Gene, sondern über epigenetische Anlagerungen am Erbgut. Diese beeinflussen den Hirnstoffwechsel im Belohnungssystem und führen so nachhaltig zu einem suchtanfälligeren Verhalten - und dies sogar über mehrere nachfolgende Generationen, wie die Forscher berichten.

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Mit Cannabis gegen Hirnalterung

Cannabis ist nicht nur ein umstrittenes Rauschmittel - wie sich erneut gezeigt hat, besitzt die Hanfpflanze auch enormes medizinisches Potenzial: Ihr Wirkstoff könnte zu einem Mittel gegen den altersbedingten Rückgang der Gedächtnisleistung avancieren, legt eine Studie an Mäusen nahe. Eine niedrig dosierte Behandlung mit dem Cannabis-Wirkstoff konnte ältere Mäuse in den Zustand von zwei Monate jungen Tieren zurückversetzten, berichten Forscher. Ihnen zufolge eröffnet dies möglicherweise neue Optionen für die Behandlung von Demenzerkrankungen beim Menschen.

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Intelligenz-Gene identifiziert

"Der scharfe Verstand liegt in der Familie..." Es ist allgemein bekannt, dass Intelligenz beim Menschen zu einem erheblichen Anteil erblich bedingt ist und auch Studien belegen dies klar. Doch wie sich nun erneut gezeigt hat, gibt es DAS Intelligenz-Gen nicht: Forscher haben 40 neue Erbanlagen aufgedeckt, die mit Intelligenz verknüpft sind. Die meisten dieser Gene sind erwartungsgemäß im Gehirn aktiv und steuern dort zellbiologische Vorgänge. Ihre Identifizierung ermöglicht es nun, sich in der Intelligenzforschung auf spezielle Erbanlagen und ihre Funktionen zu konzentrieren.

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Größen-Veranlagung auf der Spur

Zwei Meter und mehr oder nur eine bescheidene Größe: Warum bleiben manche Menschen klein, während andere zu Riesen heranwachsen? Welche genetischen Faktoren hinter dem menschlichen Größenwachstum stecken, haben Forscher nun erneut untersucht. Sie identifizierten 83 bisher unbekannte Genvarianten, die das Körpermerkmal beeinflussen. Die Ergebnisse geben neue Einblicke in die menschliche Körperentwicklung, es handelt sich aber auch um eine exemplarische Studie zu einem menschlichen Merkmal, das auf vielen Erbanlagen beruht.

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Künstliche Intelligenz mit Vorurteilen

Damit Computerprogramme menschliches Verhalten imitieren können, brauchen sie viele Daten - Informationen, von denen sie lernen können. Eine Studie offenbart nun: Künstliche Intelligenzen lernen dabei mitunter mehr als eigentlich beabsichtigt. Denn wenn sich die Programme anhand von Text-Datensätzen sprachliche Fähigkeiten aneignen, übernehmen sie auch die in dem Material enthaltenen Stereotypen. Sie zeigen dann die gleichen rassistischen Vorurteile oder Geschlechter-Klischees wie viele Menschen in unserer Gesellschaft.

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"Aspirin & Antibiotika" beim Neandertaler?

Wir greifen heute zu Tabletten - doch vermutlich linderten sogar schon die Neandertaler Schmerzen mit Salizylsäure und Entzündungen mit antibiotischen Substanzen. Das legen die Ergebnisse einer Analyse von fossiler DNA aus dem Zahnbelag der Urmenschen nahe.
Eine überraschendste Feststellung machten die Forscher bei den Überresten eines Neandertalers aus El Sidrón. Den Untersuchungen zufolge litt er an einem Zahnabszess, der auf dem Kieferknochen sichtbar war. Der Zahnbelag zeigte zudem, dass ihn auch Darmparasiten plagten, die akuten Durchfall verursachten. Kurzum, diesem Neandertaler ging es nicht so gut - aber offenbar versuchte er, sich Linderung zu verschaffen: DNA-Reste in seinem Zahnbelag dokumentierten, dass er Teile von Pappeln zu sich genommen hatte. Von dieser Pflanze ist bekannt, dass sie natürlicherweise die schmerzstillende Substanz Salizylsäure (den Wirkstoff von Aspirin) enthält. "Darüber hinaus fanden wir auch Spuren von einem antibiotisch wirkenden Schimmelpilz, die wir bei den anderen Proben nicht festgestellt haben", berichtet Laura Weyrich von der University of Adelaide.

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Facebook: Jedem seine eigene News-Welt

Der berüchtigte Echokammer-Effekt von Facebook und anderen sozialen Netzwerken sorgt dafür, dass Nutzer vornehmlich die Posts und Nachrichten zu sehen bekommen, die ihre Meinungen bestätigen. Jetzt zeigt sich, dass dieser Effekt sich sogar beim News-Konsum der Nutzer auf Facebook nachweisen lässt. Auch hier lesen, liken und teilen die meisten Nutzer vornehmlich Meldungen von einigen wenigen, ihnen genehmen Medien. Dies trägt ebenfalls dazu bei, die Polarisierung zu verstärken, wie die Forscher erklären.
Zu dieser Meldung kann atheisten-info anmerken: Wenn wundert das? Die sich für seriös haltenden Medien leben fast alle unter der Zensur der Political Correctness und des Neoliberalismus und singen in der Regel im US-Chor mit, da ist es sozusagen eine evolutionäre Selbstverständlichkeit, dass im Internet andere Quellen benutzt werden - ebenso ist klar, dass sich die Leute Bestätigungen suchen und keine Widersprüche. Darum gibt's ja auch Wikileaks, dort kann man zurzeit erfahren, dass z.B. die so bedrohlichen russischen Cyberattacken wohl vom CIA inszeniert wurden...

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Impfen: Herdenimmunität heißt das Schlagwort

"Das kann ich nicht bekommen - ich bin geimpft"! Doch wer sich immunisieren lässt, schützt nicht nur sich selbst vor Ansteckung: Da Geimpfte eine Krankheit nicht mehr verbreiten, profitiert auch der Rest der Gesellschaft - Herdenimmunität heißt der Fachbegriff. Nun haben Forscher untersucht, ob die Vermittlung dieses Prinzips die Impfbereitschaft stärken kann, denn auch das Gegenteil könnte der Fall sein. Offenbar ist unter bestimmten Umständen ein positiver Effekt zu verzeichnen, der sich möglicherweise in der Impfaufklärung nutzen lässt, berichten die Forscher.

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Frühester Sauerstoff des Universums entdeckt

Uralte Signatur: Astronomen haben den bisher ältesten Sauerstoff im Universum aufgespürt. Sie entdeckten die Spektralsignatur dieses Elements in einer Galaxie, die aus der Zeit nur 600 Millionen Jahre nach dem Urknall stammt. Überraschend auch: Diese Galaxie enthält ungewöhnlich viel Staub - ein Hinweis darauf, dass selbst zu diesem frühen Zeitpunkt schon mindestens eine Generation von Sternen als Supernova explodiert sein muss.

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Glatze bei kleinen Männern häufiger?

Erhöhtes Risiko: Kleine Männer bekommen möglicherweise häufiger Haarausfall und eine Glatze - darauf deutet zumindest eine genetische Studie hin. Denn einige Genvarianten, die den frühzeitigen Haarausfall fördern, sind mit einer geringeren Körpergröße und heller Haut verknüpft. Auch das Risiko für einige Krankheiten wie dem Prostatakrebs, könnte bei Männern mit frühem Haarausfall leicht erhöht sein, berichten die Forscher im Fachmagazin "Nature Communications".

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Tiefe Hirnstimulation gegen Magersucht?

Magersucht ist eine tückische Erkrankung. Im Extremfall kann sie tödlich sein - nämlich dann, wenn keine Form der Therapie anschlägt und die Betroffenen sich buchstäblich zu Tode hungern. Jetzt aber gibt es für diese Patienten neue Hoffnung: In einer Pilotstudie hat die sogenannte tiefe Hirnstimulation vierzehn Erkrankten messbar geholfen. Nach einjähriger Behandlung fühlten sie sich nicht nur psychisch besser, sie hatten auch zugenommen. Sechs Teilnehmerinnen schafften es sogar, ein normales Gewicht zu erreichen.

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Kann eine Diät Diabetes heilen?

Diabetes gilt als unheilbar: Sind die insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse einmal kaputt, scheint nur noch Schadensbegrenzung möglich. Doch nun lässt eine Studie hoffen: Eine spezielle Diät könnte die Bauchspeicheldrüse zur Bildung neuer Beta-Zellen anregen. Zumindest im Mausmodell scheint die sogenannte Fasten-imitierende Diät (fasting mimicking diet, FMD) dies zu bewirken.
Bei der Fasten-imitierende Diät nimmt man an jeweils fünf aufeinander folgenden Tagen pro Monat kaum Kalorien, Eiweiße und Zucker zu sich, dafür aber viele ungesättigte Fettsäuren. In einer Studie die am 15. Februar 2017 in Science Translational Medicine veröffentlicht wurde, berichteten die Forscher bereits über eine klinische Phase II Studie zu den Effekten dieses Diätregimes. Es reduziert demnach beim Menschen Gewicht, BMI, Körperfett, Hüftumfang und den insulinähnlichen Wachstumsfaktor IGF-1.
Durch Tierversuche sind die Forscher nun den körperlichen Effekten der FMD genauer nachgegangen. Sie setzten dazu "Diabetiker-Mäuse" auf diese Diät und verglichen deren Untersuchungsergebnisse anschließend mit denen von normal ernährten, diabetischen Mäusen. Wie die Forscher berichten, senkte die FMD die Blutzuckerwerte bei den Tieren deutlich. Vor allem stellten sie aber einen überraschenden Effekt fest: In der Bauchspeicheldrüse der Tiere regenerierten sich insulinproduzierende Beta-Zellen. Genetischen Untersuchungen zufolge stand dies in Zusammenhang mit der Runterregulierung von drei Genen. Die Forscher vermuten, dass dieser Effekt zu einer Reprogrammierung der Zellen in der Bauchspeicheldrüse führt, so dass sie in einen quasi-embryonalen Zustand zurückkehren, in dem sie wieder das Potenzial besitzen, verschiedene Zelltypen hervorzubringen. "Auf alle Fälle ist der Nachweis der zellulären Regeneration von Beta-Zellen und erste Hinweise auf deren Mechanismen ein interessanter Ansatz für die Entwicklung neuer Therapieformen", meint Susanne Klaus vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke.

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Schlank durch Vollkorn?

Vollkorn gilt gemeinhin als gesund. Wie sich Vollkornprodukte jedoch konkret auf Darm, Immunsystem und unseren Stoffwechsel auswirken, war bisher nur ansatzweise bekannt. Jetzt haben US-Forscher dies im Detail untersucht. Ihre Ergebnisse: Eine Vollkorn-Kost fördert nicht nur den Anteil gesunder Bakterien im Darm, auch Immunzellen werden positiv beeinflusst. Gleichzeitig steigt der Grundumsatz des Stoffwechsels an - als Folge verbrennen wir immerhin täglich rund 100 Kilokalorien mehr.

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Testosteron-Therapie: Gut oder eher kritisch?

Schwach und buchstäblich lustlos - wenn bei Männern im reiferen Alter der Spiegel des Männerhormons Testosteron sinkt, kann ihnen dies auf die Lebensqualität schlagen. Die Lösung scheint simpel: Eine Dosis Extra-Testosteron soll müde Männer wieder munter machen. Studien bestätigen diesen Effekt - doch birgt die Substitution nicht auch Risiken? Dem Für und Wider der Testosteron-Therapie haben sich nun Forscher in vier Einzelstudien gewidmet. Das Fazit lautet: Es gibt mehrere Positiveffekte, aber es zeichnet sich auch ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko ab.

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Gepfefferte Antibiotika-Alternative

Rote Beeren, die es in sich haben: Traditionelle Heiler nutzen die medizinische Wirkung des Brasilianischen Pfefferbaums schon lange - nun haben auch Forscher sein enormes Potenzial im Kampf gegen Antibiotika-resistente Erreger aufgezeigt. Interessanterweise töten die Wirkstoffe der Beeren die Bakterien nicht ab, sondern machen sie nur harmlos: Sie blockieren ihr Kommunikationssystem und halten sie dadurch davon ab, sich zu "radikalisieren". Vor dem Hintergrund der zunehmenden Antibiotikaresistenzen ist dieses Wirkprinzip besonders vielversprechend.

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Cannabis als Medizin

Für schwerkranke Patienten mit Schmerzen und Krämpfen gibt es jetzt eine neue Therapieoption: Cannabis. Bisher durften Cannabis-haltige Mittel zwar in Ausnahmefällen zu medizinischen Zwecken genutzt werden, mussten aber selbst bezahlt werden. Künftig können Patienten Cannabis-Arzneimittel auf Rezept verschrieben bekommen - das hat im Jänner 2017 der deutsche Bundestag beschlossen. Das neue Gesetz ermöglicht es, Cannabis bei der Krebsbehandlung, in der Schmerztherapie und bei Patienten mit Multipler Sklerose zur Linderung der Beschwerden einzusetzen.

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Ein "Lust-Hormon" zeichnet sich ab

Kisspeptin heißt der neue Star auf der Bühne der Hormon-Forschung. Es entpuppte sich bereits als wichtiger Botenstoff im Rahmen der Pubertät - nun hat es eine weitere spannende Funktion offenbart: Kisspeptin verstärkt bei Männern offenbar sexuelle beziehungsweise emotionale Hirnfunktionen und hebt die Laune. Möglicherweise eignet sich diese Substanz deshalb zur Behandlung von sexuellen Funktionsstörungen und Gemütskrankheiten, sagen die Forscher.

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Sieben Erdzwillinge auf einen Streich

Auf der Suche nach Erdzwillingen im Weltall haben Astronomen einen spektakulären Erfolg erzielt: Sie haben um einen ganz in unserer Nähe liegenden Stern gleich sieben erdähnliche Planeten entdeckt. Der nur gut jupitergroße Stern TRAPPIST-1 liegt 39 Lichtjahre von uns entfernt und ist so lichtschwach, dass auf mindestens drei, vielleicht sogar sechs der ihn nah umkreisenden Planeten lebensfreundliche Bedingungen herrschen könnten. Für die Suche nach Erdzwillingen und Leben im All ist diese Entdeckung fast schon ein Hauptgewinn.

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