Jeden Sonntag predigen die Pfarrer in der Kirche über die im aktuellen Kirchenjahr vorgesehene Stelle in der Bibel. Sogar Menschen, die nie in die Kirche gehen, können diese Predigten in der Heiligen Kronenzeitung nachlesen, denn dort predigt Kardinal Schönborn eigenhändig. Auf der Homepage der Diözese Wien ist die Predigt ebenfalls zu finden.

Solche Sonntagspredigen reizen auch Atheisten. Zu den Bibeltexten fällt einem nämlich oft ganz was anderes ein als dem Herrn Schönborn. Darum wird auf ATHEISTEN-INFO fast immer auch ein anderes Wort zum Sonntag losgelassen. Die Sonntagsworte Nr. 1 bis 50, die Sonntagsworten Nr. 51 bis 100, die Sonntagsworte Nr. 101 bis 150, die Sonntagsworte Nr. 151 bis 200, die Sonntagsworte Nr. 201 bis 250, die Sonntagsworte Nr. 251 bis 300, die Sonntagsworte Nr. 301 bis 350, die Sonntagsworte Nr. 351 bis 400, die Sonntagsworte Nr. 401 bis 450, die Sonntagsworte Nr. 451 bis 500 die Sonntagsworte Nr. 501 bis 550, die Sonntagsworte Nr. 551 bis 600, können als PDF heruntergeladen werden.


775. WORT ZUM SONNTAG am 25.2.2024

Markus 9,2-10: In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihnen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien ihnen Elíja und mit ihm Mose und sie redeten mit Jesus. Petrus sag-te zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und überschattete sie und es erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemanden mehr bei sich außer Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot er ihnen, niemandem zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort beschäftigte sie und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen.

Zu dieser Bibelstelle hat meinereiner gerne das alte, schon lange nicht mehr existierende Waschmittel "Radion" erwähnt und dazu aus dem Internet eine alte, aus dem Jahre 1955 stammende Reklame eingebaut:

Der Jesus hat sich seinen Kittel wohl mit Gottes Hilfe auch mit Radion gewaschen! Aber schauen wir, was der Herr Bischof von Wien dazu verkündet: "Mit ist ein Wort meines Vaters unvergesslich. Er war an Krebs erkrankt. Wenige Tage vor seinen Tod (ich durfte bei ihm sein), sagte er zu mir: 'Ich habe ein Wort gelesen, das mich sehr beeindruckt hat: die Vorderseite vom Kreuz ist Leid, die Rückseite ist Freude.' Die Freude, die er in diesem Wort fand, kam wohl von Anderswoher, von 'Drüben'. Das Wort von den beiden Seiten des Kreuzes ist für mich wie ein Schlüssel, um in den düsteren Perspektiven des Jahres 2024 das Licht der Hoffnung zu finden. Wohin geht die Reise in diesem 'Weltkrieg auf Raten'? Was die drei auf dem hohen Berg mit Jesus erlebt haben, geschieht in vielen Formen auch heute. Nie fehlen die Zeichen der Hoffnung. Immer wieder öffnet sich der Himmel einen Moment lang und schenkt eine Ahnung, wohin die Reise geht."
Dazu kann man dem Schönborn nur mitteilen: Er wird keine Reise ins Jenseits machen können, weil es das Jenseits weder als Himmel noch als Hölle gibt, das ist nur eine alte Sage! Wenn wir tot sind, dann gibt es uns nicht mehr und wir wissen natürlich auch nicht, dass es uns einmal gegeben hat. Weil im Todeszustand sind wir wieder im Zustand wie vor der Geburt: wir existieren nicht!

Vor der Geburt noch nicht, nach dem Tod nicht mehr,
so einfach ist die reale Welt!


774. WORT ZUM SONNTAG am 18.2.2024

Markus 1,12-15: In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste. Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm. Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!

Heute schreibt der Herr Kardinal über Pflanzen, Tiere, Menschen und Engel. Die Menschen wären nach erzbischöflicher Weltsicht die Mitte zwischen Tier und Engel! Tiere gibt's, Menschen gibt's, Engel sind biblische Sagenfiguren, sie gehören zum himmlischen Gottesreich, es gibt sie also nicht! Der Schönborn glaubt natürlich auch an Engel, er fasst heute seine Predigt so zusammen: "Wie alle Tiere haben wir Hunger, Überlebenstrieb, Sexualität. Beim Tier ist das alles durch Instinkte geleitet. Wir Menschen müssen es selber steuern, menschlich gestalten, die triebhaften Kräfte positiv einsetzen. Zorn, Hass, Zügellosigkeit im Essen, in der Geschlechtlichkeit, im Umgang mit den Anderen, macht das 'Tier in uns' zur Gefahr für die anderen und für uns selber. Die Versuchungen, denen Jesus ausgesetzt war, kamen freilich nicht nur von der tierischen Seite. Sie sind fast noch gefährlicher von dem her, was uns mit den Engeln verbindet: die geistigen Irrwege! Tiere können nicht hochmütig sein, Engel schon. Der Versucher Jesu, Satan, war und ist ein Engel, ein gefallener Engel. Stolz, Einbildung, Neid, Eifersucht sind seelische Laster. Jesus ist der Mensch, in dem beides versöhnt ist, das Tier und der Engel in uns. Darum ist er der Weg zum wahren Menschsein."
Soweit der Herr Bischof. Ja, Menschen und Tiere gibt es, Engel gibt es jedoch genauso nicht wie Götter, sie existieren nur als Phantasiefiguren in religiös geschädigten Köpfen! Und klarerweise kann eine von Menschen ersonnene Fiktion wie der Jesus nicht der Weg zum wahren Menschen sein! Weil wahre Menschen haben keine Götter, sondern leben wahrhaft realistisch! Ja, so ist es! Aber ein Kardinal kann sowas nicht wissen, weil der ist religiös geschädigt und dadurch irrational!


773. WORT ZUM SONNTAG am 11.2.2024

Markus 1,40-45: In jener Zeit kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du mich rein machen. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein! Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg, wies ihn streng an und sagte zu ihm: Sieh, dass du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis. Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die Geschichte, sodass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.

Ja, wer hat da wohl den Aussatz erschaffen? War das der dreifaltige Christengott oder der christliche Höllenteufel? In den alten Zeiten hatten die Menschen ja viele Möglichkeiten zum Sterben, weil Impfungen gab es noch keine und auch kaum Gegenmittel für Krankheiten! Heute kann man sich im Internet die Lebenserwartung ausrechnen lassen, meinereiner hat das gemacht, geboren 1947 hätte meinereiner noch eine Lebenserwartung bis 2033, jetzt 77 und noch neun Restjahre! Mein Vater wurde nur 64, er starb allerdings bei einem Verkehrsunfall, meine Mutter starb im 87. Lebensjahr! Meinereiner ist schon längere Zeit herzkrank, leidet unter zu hohem Blutdruck, kümmert sich aber sehr darum, beobachtet seinen Körper genau, frisst eine Menge Medikamente und ist bisher noch kein einziges Mal daran gestorben! Aber Jesus hat mir keiner geholfen, Götter gibt es ja schließlich gar nicht!
Aber was predigt heute der Schönborn? Er fasst so zusammen: "Jesus hat den Aussätzigen mit einem einzigen Wort geheilt: 'Ich will – werde rein!' Die Heilung des seelischen Aussatzes ist eine Lebensaufgabe. Sie bedeutet, immer neu sich selber anzunehmen, an sich zu arbeiten, nicht aufzugeben. Nichts heilt dabei mehr als zu wissen, dass da Einer ist, der mich wirklich annimmt, ganz und gar." Meinereiner hat auch einen, der sich seiner wirklich annimmt, nämlich sich selber! Weil das hilft wirklich!


772. WORT ZUM SONNTAG am 4.2.2024

Markus 1,29-39: In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen. Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war. In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.

Was der Jesus alles kann! Heilt alle Leute und treibt die Dämonen aus. Dämonen gibt es natürlich keine, das sind alte Sagenfiguren. Meinereiner kann sich noch daran erinnern, wie wir in der dritten Klasse Volksschule im Religionsunterricht eine Art Kinderbibel verwendet haben, es standen kindgerecht bearbeitet wesentliche Bibeltexte in diesem Buch. Meinereiner hatte schon in den Ferien nach der ersten Klasse Volksschule in der örtlichen Leihbücherei angefangen, z.B.. Karl May zu lesen, da gingen mir die immer wieder eingebauten religiösen Texte auf die Nerven, meinereiner überblätterte dieses Gesumse dann alsbald. In der dritten Klasse gab es dann diese Kinderbibel, die hab ich ruckzuck zur Gänze gelesen und mir damit meinen Unglauben gefestigt. Die kindgerecht umgeformten Bibeltexte förderten meine Freiheit von Religion! Und der obige Text ist klarerweise ein Nichttext für meineneinen! Aber schauen wir gleich nach, was der Herr Kardinal Schönborn dazu meint, er schreibt einleitend: "Was macht das Wesentliche am Christentum aus? Seine Lehren? Seine Kultur? Seine Geschichte? Das ist alles wichtig. Aber das Wesentliche ist etwas anderes, genauer: jemand! Man hat zu Recht oft gesagt: Das Christentum besteht vor allem in der Nachfolge Jesu."
Ja, wie hier auf dieser Homepage ja schon oft geschrieben, wurde Europa durch das Römische Reich im Jahre 380 zwangschristianisiert und es dauerte Jahrhunderte bis es möglich wurde, die alte Religionsfreiheit vom vorchristlichen Römerreich wieder herzustellen! Heute muss man sonntags nimmer in die Kirche gehen und es gehen darum auch nur deutlich weniger als zehn Prozent der Kirchenmitglieder sonntags in die Sonntagsmesse, aber der Mitgliederbestand ist auch trotz der vielfältigen Austrittswellen immer noch hoch, siehe hier die Prozentanteile der katholischen Kirchenmitglieder in Österreich von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart:

Man sieht der katholische Anteil der Kirchenmitglieder ist seit 1951 bis 2022 von 89% auf 52% zurückgegangen, die Einwohnerzahl ist um mehr als zwei Millionen gestiegen, die Mitgliederzahl der katholischen Kirche um 1,437 Millionen gesunken! Das Christentum besteht laut Schönborn aus der Nachfolge Jesu – diese Nachfolge ist im Schrumpfzustand, die Mitgliederzahl schrumpft und die Zahl der aktiven Jesusnachfolger schrumpft noch mehr!

Und wie schließt der Schönborn heute seine Predigt? So machte er das: "Das christliche Leben ist ein Suchen nach Jesus, und immer wieder ein Finden. Jesus gehört nicht dem Simon und auch nicht uns. Er ist nicht Eigentum der Christen. Wir können ihn nicht festhalten. Es drängt ihn, weiterzugehen, nicht in Kapharnaum und nicht in unseren Kirchen sitzen zu bleiben: 'Lasst uns anderswohin gehen', von Dorf zu Dorf, und bald schon von Land zu Land. In Galiläa, nahe von Kapharnaum, wird Jesus nach seiner Auferstehung seine Apostel ausschicken: Geht hinaus in alle Welt! Aber er wird ihnen vorausgehen. Sie werden ihn finden, wo immer sie hinkommen. Er hat ihnen versprochen: 'Ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende der Zeit.' Das Christentum ist eine Beziehung, eine Weggemeinschaft, eine Freundschaft mit Jesus. Gott wird für uns auf Erden immer unsichtbar bleiben. Aber Jesus ist anschaulich, eine Einladung, ihm nachzufolgen."
Soweit der Schönborn! Ja, das macht der Schönborn hauptberuflich: dem Jesus nachfolgen! Und bestimmt glaubt er hauptberuflich fest daran, dass er nach seinem Tod dem Jesus in den Himmel folgen wird! Dass es keinen Himmel gibt, wird der tote Schönborn dann nie erfahren!
Weil Tote existieren nimmer und können daher auch nicht wissen, dass es keine ewigen Seelen gibt. Ein Toter ist im selben Zustand wie vor der Geburt! Vor der Geburt hat er noch nicht existiert, nach dem Tod existiert er nimmer. Aber es werden sich wohl einige Zeit Leute an ihn erinnern, er selber kann das klarerweise nicht!
Wer an die Bibel glaubt, ist selber daran schuld, meinereiner wird sich allerdings als Toter auch nicht mehr an sein Leben erinnern können! Darum haben die Menschen ja die Religionen erfunden, um sich damit ein ewiges Leben einbilden zu können!


771. WORT ZUM SONNTAG am 28.1.2024

Markus 1,21-28: In Kafárnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Da erschraken alle und einer fragte den andern: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.

Na, stell dir das vor, es gibt unreine Geister und die gehorchen dem Jesus! Und der Jesus wurde dadurch in ganz Galiläa berühmt! Zu dumm, dass es gar keine Geister gibt – außer in Gruselfilmen, wo z.B. Vampire, die Leute beißen und ihnen das Blut absaugen. Meinereiner hat in seiner Filmesammlung natürlich auch den Dracula und den Frankenstein und andere Horrorfilme, der Christopher Lee war z.B. ein guter Dracula-Schauspieler, aber meine Lieblingsschauspieler waren Stan Laurel und Oliver Hardy, deren Filme, die damals unter der Sammelbezeichnung "Dick und Doof" in den Kinos liefen, hab ich mir als Kind angeschaut und jetzt hab alle Filme von den beiden auf DVD oder BluRay, weil ich gerne lache! Übern Jesus könnte man ja auch des öfteren lachen!
Was predigt heute der Schönborn zum obigen Evangelium, er schließt seine Predigt heute so: "Wird hier der Teufel an die Wand gemalt? Gibt es ihn überhaupt? Steckt hinter all dem Bösen in der Welt der Böse? Die Macht des Bösen zu leugnen ist angesichts der täglichen Nachrichten wohl kaum möglich. Wie konnte bei uns mit dem Nationalsozialismus eine Weltanschauung an die Macht kommen, die nur eine Rasse, die arische, gelten ließ und alle anderen für minderwertig hielt? Millionen von Juden wurden ihr Opfer. Behinderte wurden als lebensunwert getötet, alles Schwache wurde verachtet, Krieg und Gewalt verherrlicht. Es war die Herrschaft des Dämonischen. Dämonisch kann der Hass sein, der Familien zerstört, Menschengruppen gegeneinander aufhetzt. Häufige Formen des Bösen sind Verleumdungen, bewusstes Verdrehen der Wahrheit. Sie können Menschenleben zerstören. Jesus nennt den Teufel den 'Vater der Lüge'. Er lässt keinen Zweifel daran, dass die böse Macht der Feind des Menschen ist. Umso klarer ist seine Botschaft und sein Weg der Liebe. Ihre Macht ist unvergleichlich größer als alle Macht des Bösen, auch wenn sie oft so ohnmächtig aussieht. Jede noch so kleine Tat der Liebe durchbricht den Teufelskreis des Bösen."
Ja, ein Kardinal muss natürlich nicht nur an seinen Gott, sondern auch an den Teufel glauben. Gott und Teufel haben aber grundsätzlich was gemeinsam. Es gibt sie beide nicht, Gott und Teufel wurden von Menschen erschaffen! Damit vermeinte man, die Welt besser erklären und verstehen zu können! Aber wie war das z.B. seinerzeit im Zeitalter der christlichen Hexenverfolgung? Hat da der Gott oder der Teufel diese Frauen auf den Scheiterhaufen gestellt? Diese Frage beantwortet sich atheistisch von selber, da es weder Götter noch Teufeln gibt, waren auch die Hexenverbrennungen klerikalfaschistisches christliches teufelsfreies Menschenwerk! Geister gibt es keine außerhalb von einschlägigen Menschenköpfen, die daran glauben, auch in Schönborns Kopf sitzt nicht nur der dreifaltige Christengott, sondern auch der Teufel. Aber das ist eben in beiden Fällen ein religiöser Kopfschaden und nichts Reales!


770. WORT ZUM SONNTAG am 21.1.2024

Markus 1,14-20: Nachdem Johannes der Täufer ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium! Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.

Ja, so ging das Christentum mit den Menschen um, sie werden gefischt, also gefangen und verkirchlicht! Das funktioniert aber heute nimmer! Weil wir haben keine Pflichtreligion mehr, die für alle gilt, sondern Religionsfreiheit, die auch die volle Freiheit von Religion beinhaltet! Vor rund zweitausend Jahren war also laut Bibel die Zeit erfüllt und das Reich Gottes nahe, institutialisiert wurde das dann allerdings erst durch das Dreikaiseredikt von 380, da wurde das ganze europäische Römerreich zwangschristianisiert und es dauerte Jahrhunderte bis es wieder Religionsfreiheit wie im alten Römerreich gab! In Österreich war die Religionsfreiheit eine Errungenschaft der Volkserhebung von 1848!
Aber schauen wir was heute der Herr Bischof Schönborn dazu zu sagen und zu schreiben hat! In seiner Abschlussaussage steht: "Es muss für Jesus so etwas wie das Startzeichen gewesen sein, seine Sendung zu beginnen. Doch auch das hat mir die eigene Erfahrung gezeigt: Gerade in solchen Momenten wird uns bewusst, was Jesus gesagt hat: "Das Reich Gottes ist nahe!" Das wird oft in kleinen, unscheinbaren Situationen deutlich, etwa wenn ich dem inneren Impuls folge: Sag das jetzt! Geh auf diese Person zu! Ich habe nie bereut, einen solchen guten Zeitpunkt ergriffen zu haben. Es hat mir stets leidgetan, wenn ich ihn versäumt habe."
Aha, und da war dann jeweils das Reich Gottes nahe? Wenn das berüchtigte Reich Gottes kommen soll, dann heißt das ja auch, dass unsere Welt dazu untergehen müsste! Da es glücklicherweise nie Götter gegeben hat, sondern diese in alten Zeiten von Menschen erdacht wurden, um sich damit die in alten Zeiten wissenschaftlich noch unerklärte Welt mittels des eingebildeten Schöpfergottes und anderer Geisterwesen (Blitz- und Donnergötter usw.) verständlicher zu machen, sind wir jetzt in der Zeit, wo es auf das sich ständig vermehrende Wissen ankommt und nicht auf irgendwelche überirdische Rübezahle! Amen, so ist es!


769. WORT ZUM SONNTAG am 14.1.2024

Johannes 1,35-42: In jener Zeit stand Johannes am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hör-ten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, sagte er zu ih-nen: Was sucht ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister - wo wohnst du? Er sagte zu ihnen: Kommt und seht! Da kamen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden – das heißt übersetzt: Christus – der Gesalbte. Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen, das bedeutet: Petrus, Fels.

Heute braucht die Bibelstelle zwischendurch einige Übersetzungen, der Jesus nennt den neuen Jünger "Kephas" und übersetzt das gleich in die kommende Kirchensprache, also auf das lateinische "Petrus"! Es dauerte bis 1970, im Zuge des II. Vatikanischen Konzils (1962 bis 1969) wurde damals die lateinische Kirchensprache durch die jeweiligen Landessprachen ersetzt, vorher beteten die Priester z.B. "Pater noster, qui es in caelis, sanctificetur nomen tuum. Adveniat regnum tuum. Fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra. Panem nostrum cotidianum da nobis hodie. Et dimitte nobis debita nostra, sicut et nos dimittimus debitoribus nostris. Et ne nos inducas in tentationem, sed libera nos a malo." Meinereiner hat seinerzeit in der Mittelschule das Vaterunser noch auf lateinisch aufsagen müssen und wenn wir zwangsweise zu Ostern klassenweise in die Kirche marschieren mussten, redete auch der Pfarrer mit den Kirchenbesuchern in seinen Grundformeln lateinisch! Geholfen hatte diese Reform zur Landessprache nichts, weil das Interesse an Religion ging damit wohl eher schneller als langsamer zurück! Aber schauen wir, was der Schönborn heute predigt, er resümiert heute so: "Johannes verweist seine Jünger auf Jesus: 'Seht, das Lamm Gottes!' Er will sie nicht an sich binden, sondern sie zu einer freien, bewussten Entscheidung hinführen. Und das geht nur, wenn er sie freigibt. So gehen sie seinem Wink nach und folgen Jesus. Als Jesus das bemerkt, wendet er sich um und stellt ihnen die schlichte Frage: 'Was sucht ihr?' Diese einfache Frage ist entscheidend für die Berufungsklärung. Es geht nicht nur um das Nachahmen von Vorbildern, so wertvoll es ist, solche vor Augen zu haben. Was suchst du selber? Worum geht es dir? Was ist dein ganz persönlicher Ruf? Die Antwort der beiden Johannesjünger ist ebenso schlicht wie die Frage Jesu. 'Meister, wo wohnst du?' Jesus sagt ihnen nicht: Werdet meine Jünger! Er lädt sie zu sich ein. Sie kommen mit ihm und sehen, wo er wohnt. Er lässt sie eine Erfahrung machen, wie und wer er ist. Von Berufung ist noch nicht die Rede. Doch die Begegnung mit Jesus hat etwas in ihnen bewirkt. Andreas trifft bald danach seinen Bruder Simon und sagt ihm: 'Wir haben den Messias gefunden!' Und er führt ihn zu Jesus. Wenn ich an meine Beru-fung denke, so war es sicher ein wichtiges Element, dass mich die Vorbilder beeindruckt haben. Doch entscheidend war etwas anderes: Ich habe Den gefunden, Dem ich mein Leben widmen möchte."
Ja, das gefiele der Kirche wohl auch heute, wenn heute mehr Leute dem Jesus ihr Leben widmen würden! Aber es werden immer weniger! Im Jahre 1951 waren 89 % der Österreicher katholische Kirchenmitglieder, 1961 waren es auch noch 89%, bis 1971 ein leichter Rückgang auf 87,4 %, bis 1981 auf 84,3 %, bis 1991 auf 78,0 %, bis 2001 auf 73,6 %, dann ging es mit Austritten richtig los, bis 2011 war ein Rückgang auf 64,3 %, bis 2021 sank der Katholikensatz auf 53,8 %, 2022 waren es dann nur noch 52%! Wir werden also demnächst weniger als der Hälfte der Einwohner als katholische Kirchenmitglieder haben. Die Religionsfreiheit wurde in Österreich mit den Artikeln 14 bis 16 im Staatsgrundgesetz von 1867 eingeführt! Jetzt wird sie immer realer! Und der Schönborn verschwendet sein Leben mit dem "Den", dem er es gewidmet hat! Weil Götter gibt es keine und es hat sie nur in Menschenköpfen gegeben, aber nie wirklich! Amen, so ist es!


768. WORT ZUM SONNTAG am 7.1.2024

Markus 1, 7–11: In jener Zeit trat Johannes in der Wüste auf und verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen. In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.

Heute haben wir einen seltsamen Sonntag! Weil gestern am Samstag der katholische Feiertag der Heiligen drei Könige war, wurde der sonntägliche Sonntag aus dem Kirchenprogramm gestrichen! Keine Kronenzeitung am Sonntag und keine sonntägliche Predigt vom Schönborn, die hat er schon für den Samstag gehalten. Meinereiner ist da fleißiger und predigt seinen Atheismus auch am Sonntag, den 7.1.2024!
Da muss der Gott aber viel zu tun gehabt haben. Denn es gibt ja nicht nur den Planeten Erde, es gibt im Universum Milliarden Galaxien mit jeweils Milliarden von Sternen, da wird es wohl auch Milliarden von Erden geben! Und Milliarden von Göttern, die von menschenartigen Wesen erschaffen wurden und dort ihr geistiges Unwesen treiben. Allein auf der Erde haben die Menschen im Lauf ihrer Geschichte in allen Völkern zusammen etwa 5.000 Götterhäuptlinge erschaffen, die als Erklärung für die eigene Existenz dienten und dienen. In Wikipedia sind als Schöpfungsgötter 102 eingetragen, das ist natürlich auch nur eine aktuelle Auswahl.
Geben tut es klarerweise überhaupt keine Götter. Der Text in der obigen Bibelstelle ist heute auch recht lustig, da sagt der Gottvater seinem Gottsohn, dass er dessen Wohlgefallen erregender Sohn ist. Seine Mutter wird heute nicht erwähnt, laut Bibel hat Gottvater seinen Sohn mittels der Jungfrau Maria erzeugt, er hat diese via Heiliger Geist dazu offenbar gevögelt! Das steht ja in der Bibel: Lk 1,35: "Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden". Für einen Gott wäre es aber doch wohl viel einfacher gewesen als fertiger Gottessohn vom Himmel auf die Erde herunter zu fallen. Dass der Jesus zu Weihnachten geboren wurde, hängt mit den alten Bräuchen zusammen, dass in dieser Jahreszeit schon in vorchristlichen Zeiten mit der Wintersonnenwende der Beginn des wieder Längerwerdens des Tageslichts gefeiert wurde, die elektrische Beleuchtung wurde ja erst viel später erfunden…


767. Wort zum Feiertag am 6. Jänner 2024

Heute ist der zweite Feiertag im jahre 2024, der ist allerdings ein kirchlicher Feiertag mit der Bezeichnung “Heilige Drei Könige“. Da ziehen wieder Kinder von Haus zu Haus, von Wohnung zu Wohnung und betteln um Spenden für die katholische Nächstenliebe. Meineneinen besuchen sie schon lange nimmer, seit ich ihnen sagte, bevor ich der katholischen Kirche Geld schenke, nehm ich das Geld lieber zum Arschwischen! Aber schauen wir einmal was heute der Herr Schönborn dazu predigt:
Als Bibelstelle ist heute folgendes Evangelium dran:
Matthäus 2,1-12: Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle. Sie antworteten ihm: in Betlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach dem Kind; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige! Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

-

Diese biblische Geschichte verursacht also auch heute noch das Umherziehen von Kindern und deren Betteleien, die Kirche organisiert das und die Leute spenden was – wenn sie religiös sind. Ein Atheist tut das selbstverständlich nicht! Der lacht darüber und schickt sie fort! Was schreibt heute der Schönborn dazu? Er schließt seine Predigt so: „Unsere Kenntnisse über das Universum sind gigantisch gewachsen. Wer ahnte damals, dass die Sterne, die man am Himmel sieht, nur ein winziger Bruchteil der Milliarden Sterne sind, die es in jeder der Milliarden Galaxien gibt? Hat uns das Wissen, das wir heute haben, ehrfürchtiger gemacht? Haben wir ein umso größeres Staunen über die Größe des Schöpfers? Oder nehmen wir das alles als selbstverständlich hin? Eines fällt an den Sterndeutern aus dem Osten auf: Als sie den Stern sahen, der sie bis zum Haus führte, in dem sie dann das Kind und seine Mutter Maria fanden, 'wurden sie von sehr großer Freude erfüllt'. Die Freude ist das untrügliche Zeichen dafür, dass wir uns vom Kompass des Herzens haben führen lassen. Wie funktioniert dieser Kompass? Wie finden wir, was er uns als Richtung anzeigt? Die Sterndeuter erhielten in Jerusalem klare Auskunft. Die Bibel, das Wort der Heiligen Schrift gab ihnen die Wegweisung. Sie tut es bis heute. Den Weg mussten sie selber gehen. Doch die Sehnsucht und die Kraft dazu kam von dem, den sie schließlich fanden und anbeteten.“
Der Schönborn hält natürlich seinen dreiteiligen Gott (Gott Vater & Gott Sohn & Gott Heiliger Geist) immer noch für den Schöpfer des Universums, dass das Universums gottfrei urgeknallt ist, darüber hat er wohl noch nie nachdacht, er braucht eine göttliche Ursache des Seins. Woher sein Gott gekommen sein soll, das ist ihm keine Frage, den hat es ja angeblich schon immer ursachlos gegeben. Die Ursache Gottes war allerdings, dass sich Menschen in uralten Zeiten Gedanken über die Ursachen ihres Dasein zu machen begannen und dafür Götter schufen. Es haben also nicht Götter die Welt, sondern die Menschen die Götter erschaffen! Sein Leben hauptberuflich mit solchem alten Aberglauben zu verbringen, ist allerdings eine gänzlich sinnlose Verschwendung von Lebenszeit. Meinereiner hat immerhin einen boshaften Spaß daran, regelmäßig gottfrei zu predigen, amen, so ist es!


766. Wort zum Feiertag am 1. Jänner 2024!

Lk 2, 16–21: In jener Zeit eilten die Hirten nach Betlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen,erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, bevor das Kind im Mutterleib empfangen war.

Der Schönborn predigt heute auf der Homepage der Diözese nichts, der 1. Jänner ist für ihn wohl kein kirchlicher, sondern ein staatlicher Feiertag und der geht ihn nix an! Da täuscht er sich aber, weil der heutige Tag hat auch eine kirchliche Benamigung, er heißt "Hochfest der Gottesmutter Maria". Noch vor dem 7. Jahrhundert war es in Rom üblich, am 1. Januar das Fest Natale sanctae Mariae zu feiern, einen allgemeinen Gedenktag am die kirchlich erfundene Gottesmutter. Später wurde daraus der Tag der Beschneidung des Jesus, also der Vorhautentfernung vom Zipfel, 1969 wurde der Festtag wieder zu einem Marienfest umgewandelt, eben zum Hochfest der Gottesmutter Maria. Das könnte ein Kardinal auch wissen, aber offenbar weiß machmal über kirchliche Tage ein Atheist mehr als ein Kardinal! Am 22.1.2024 wird Schönborn schon 79 (er ist gut zwei Jahre älter als meinereiner), wie üblich hatte er mit 75 dem Papst seinen Rücktritt angeboten, aber der Papst hat das ignoriert und den Wiener Kardinal weiterhin im Amt gelassen. Die sozialen Einrichtungen der Kirche sind fürs eigene Personal eher hochalterlich, das normale Pensionsalter liegt für Priester bei 75 Jahren, gewöhnliche Pfarrer müssen auch oft bis achtzig arbeiten, man hat ja schließlich zuwenig Priesternachwuchs! 2011 gab es 4.035 katholische Priester in Österreich, 2022 waren es 3.403, das ist ein Rückgang um gut 15%! Die Kirchbesucher gingen von 2011 bis 2022 aber um fast 50% zurück, der Gläubigenschwund ist somit weit größer als der Priestermangel! Und dagegen kann die katholische Kirche gar nix machen, weil politisch wird in Östertreich bestimmt kein neuer Dollfuß oder Schuschnigg auftauchen, die in den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts eine klerikalfaschistische Diktatur errichtetet hatten, die das damalige Massenelend zielsicher aufrecht hielten und darum der Einmarsch Hitlers 1938 vom Volk sehr bejubelt wurde.
Aber das nur nebenbei, die Säkularisierung ist in Österreich nimmer zu stoppen oder gar umzukehren! Auch der Schönborn wird in absehbarer Zeit wohl in den Ruhestand entweichen. Man kann dann ein bisschen gespannt sein, wer sein Nachfolger werden wird und ob sich dadurch in der katholischen Kirche in Österreich wahrnehmbar was ändert. Die aktuelle Aktion im Vatikan, die Zulassung der Segnung homosexueller Paare, kam überraschend! Aber man hat ja durch den Zölibat immer noch einen hohen Anteil von Homos unter den Priestern, weil sich diese leichter taten, mit den sexuellen Problemen der Heteros mit dem Zölibat fertig zu werden, vielleicht erhofft sich der Vatikan damit durch das freundlichere Verhalten zu Homos einen Rückgang des Missbrauchs. Gesegnete priesterliche Homo-Paare könnten sich ja gegenseitig sexuell aushelfen…


765. WORT ZUM SONNTAG am 31.12.2023

Lukas 2,16-21.22.39-40: In jener Zeit eilten die Hirten nach Betlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten wer-den sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, bevor das Kind im Mutterleib empfangen war. Als sich für die Eltern Jesu die Tage der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung erfüllt hatten, brachten sie das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn darzustellen. Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. Das Kind wuchs heran und wurde stark, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade ruhte auf ihm.

Zum besseren Verständnis der obigen Bibelstelle, der Text davor: "Lk 2,11-15 Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe / und auf Erden ist Friede / bei den Menschen seiner Gnade. Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ."
Der Jesus war also ein Gesandter des israelischen Gottes für das israelische Volk, der Jesus hat das ja auch mehrfach öffentlich verkündet, z.B. in Mt 10,5 bis 10,7 steht: "Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe." Ursprünglich war der Jesus also ein jüdischer Endzeitprediger, aber das Christentum wurde dann ja im Jahre 380 per römischer Staatsgewalt zur Pflichtreligion für alle im Römerreich gemacht, wenn das nicht passiert wäre, über den Jesus wüsste kaum mehr wer irgendwas und es gäbe vielleicht immer noch, dass jedes Volk seine eigene Religionstradition hätte, aber es wären dabei wohl auch nicht mehr Leute religiös engagiert wie sie es heute auf christliche Art in unseren Breiten sind, sonntags in die Kirche gehen in Österreich gemäß katholischer Zählungen etwa so um die acht Prozent der katholischen Kirchenmitglieder, Kirchenmitglied wird man nicht durch persönlichen Entschluss, sondern durch die immer noch bestehende Tradition der Babytaufe, die geht allerdings auch langsam zurück, 2003 waren es noch 54.492, 2022 nur noch 45.706, das ist in 20 Jahren ein Rückgang von 16%. Die sonntäglichen Kirchengeher sind nach kircheneigenen Zählungen von 2003 bis 2022 um knapp 60% zurückgegangen, der Mitgliederbestand ist von 2003 bis 2022 um 18% gesunken, tatsächlich religiös zu sein, ist in Österreich ein gesellschaftliches Nebengeräusch geworden!
Aber schauen wir was der Herr Kardinal in Wien heute resümiert, er schließt so: "An der Schwelle zum Neuen Jahr fügt es sich gut, über die Familie nachzudenken, die Familie Jesu und die eigene. Was hat das vergangene Jahr gebracht? Geburten und Sterbefälle, glückliche Momente und schwere Belastungen, Konflikte und hoffentlich Versöhnungen. Und immer auch das Mitgefühl mit anderen Familien, die es schwer haben. Es genügt, an das Los der vielen, zahllosen Familien zu denken, die durch politische, kriegerische, wirtschaftliche Umstände schwere Zeiten erleben. Soziologische Studien zeigen freilich etwas, was die Erfahrung bestätigt: In Krisenzeiten gibt es kein tragfähigeres Sicherheitsnetz als die Familie, trotz aller Konflikte und Spannungen, die es allzu oft gibt. So hilfreich er ist, der Sozialstaat kann nicht ersetzen, was der Zusammenhalt der Familie bedeutet. Wenn noch der gemeinsame Glaube dazukommt, ist das ein großer Segen für die Familie. Ich durfte es selber erleben. Wir wissen nicht, was das Neue Jahr bringt. Möge die kleine Heilige Familie, Jesus, Maria und Josef, die Hände segnend über uns alle halten!"
Ja, da hat der Herr Erzbischof eine unlösbare Lösung! Weil sich von der heiligen Familie Jesus, Maria und Josef segnen zu lassen, das wird bestimmt nichts bringen, die Familie Jesus, Maria und Josef ist nur eine alte Sagenfigur, die kann mangels realer Existenz nichts für die Menschheit tun, außer dass sich tiefgläubige Leute wie der Schönborn das einbilden.

Um die Probleme im Leben müssen wir uns selber kümmern!
Amen, so ist es!


764. WORT ZUM FEIERTAG am 26.12.2023

Matthäus 10, 17–22: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nehmt euch vor den Menschen in Acht! Denn sie werden euch an die Gerichte ausliefern und in ihren Synagogen auspeitschen. Ihr werdet um meinetwillen vor Statt-halter und Könige geführt werden, ihnen und den Heiden zum Zeugnis. Wenn sie euch aber ausliefern, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt. Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden. Der Bruder wird den Bruder dem Tod ausliefern und der Vater das Kind und Kinder werden sich gegen die Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.

Heute predigt der Schönborn nix, weil es am 26.12. keine Kronenzeitung gibt, in der Kirche wird er vermutlich auch heute predigen müssen, jedenfalls steht aber auch auf seiner Homepage heute am "Stefani-Tag", dem Feiertag des Märtyrers Stephanus, keine Predigt! Aber meinereiner ist wie gewohnt fleißiger, meinereiner predigt auch an kronenzeitungslosen und schönbornlosen christlichen Feiertagen seinen antireligiösen Atheismus! Aber was lässt sich zum heutigen Evangelium auf atheistisch sagen? Meinemeinen sagt ja kein Jesus was ein! Da es keine Götter gibt, darum gibt es auch keine Göttersöhne und Atheisten predigen sowieso gottfrei und damit gottlos! Meinereiner wird immer standhaft bleiben, aber trotzdem kein ewiges Leben haben, sondern dereinsten sterben und wie vor der Geburt nicht existieren, aus dem vorgeburtlichen "noch nicht" wird ein "nicht mehr"! Aber so machen das ja alle anderen Leute auch, sich ein ewiges Leben dagegen einzubilden, das hilft gar nix, der Jesus (wenn es den je als Prediger real gegeben haben sollte) war kein Gottessohn, weil Götter gibt es nur als Einbildung in Menschenköpfen, real haben sie nie existiert!
Soweit die atheistische Wahrheit, was der Schönborn dazu sagt, ist heute ganz einfach, er hat heute nicht landesweit in Krone und Internet gepredigt, er sagt also der Masse der Bevölkerung gar nix, amen, das passt, weil Götter gibt es eben gar nicht! Hauptberuflich sein Leben Göttern zu weihen, das ist eine Lebensverschwendung. Davon hat man nur was, wenn man das wirklich und zweifelsfrei glaubt und sich auf die Himmelfahrt nach dem Tode freut! Dass es keine Himmelfahrt gibt, wird auch der Schönborn als Toter nie erfahren! Meinereiner wird als Toter nicht wissen, dass er gelebt hat, dem Schönborn wird es genau so gehen. Amen, so ist es!


763. WORT ZUM FEIERTAG am 25.12.2023

Weihnachten - Hochfest der Geburt des Herrn
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
Lk 2, 1–14: Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augústus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirínius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.

Der Schönborn predigt heute nichts, weil er hat das heutige Evangelium schon gestern gepredigt. Da es gesterm eine Kronenzeitung gab und heute – weil dem Sonntag ein Feiertag folgt – keine gibt, darum gibt es auch keine Predigt vom Schönborn. Da ist meinereiner auch schnell fertig, zum 24.12. hatte der Herr Kardinal nichts gepredigt, er thematisierte am 24. den 25. Dezember! Und morgen ist noch ein Feiertag ohne Kronenzeitung! Wird da der Schönborn auf seiner Homepage was schreiben über den ersten christlichen Märtyrer, den Hl. Stephanus? Meinereiner wird morgen nachschauen!


762. WORT ZUM SONNTAG am 24.12.2023

Lk 1, 26–38
LK 2, 1-14: Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augústus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuer-listen einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirínius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.

Da geht es zu mit den Evangelien, am 24.12. steht eins im Messbuch (Lk 1, 26-28), der Schömborn verwendet aber LK 2, 1-14, am 25.12. wäre das Evangelium Joh 1, 1–5.9–14, "Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns ge-wohnt", Lk 1, 26–38 beinhaltet die Prophezeihung an die Jungfrau Maria, sie würde schwanger werden und einen Sohn gebären, der Sohn Gottes genannt werden wird. Da heute sowohl der vierte Adventsonntag als auch der "Heilige Abend" sein könnte, spießen sich die Evangelien offenbar! Im Internet sind auch die Angaben ungenau!
Aber das nur nebenbei, welche Pointe bietet heute der Herr Schönborn, der Oberherr der katholischen Kirche in Österreich? Er schließt seine heutige Verkündigung so: "Dieses Kind, in einem Stall geboren, 'weil in der Herberge kein Platz für sie war', soll Gottes Sohn und also Gott sein? In jungen Jahren, als ich mit dem Theologiestudium begann, geriet mein Kinderglauben arg ins Wackeln. Manche Professoren lehrten uns, dass die Idee eines Gottessohnes, der Mensch wird, in den Bereich des Mythos und des Märchens gehöre. Auch in anderen Religionen gebe es die Idee, dass Götter sich mit Menschen verbinden und so 'Göttersöhne' entstünden. Zu Hause habe ich meiner Mutter meine neuen 'Erkenntnisse' aufgetischt. Ihre Antwort werde ich nie vergessen: 'Wenn Jesus nicht der Sohn Gottes ist, dann ist doch unser Glauben leer.' Später, als ich Theologieprofessor wurde, habe ich viel über diese Frage studiert und die Studierenden gelehrt und auch Bücher geschrieben. Die schlichte Antwort meiner Mutter ist mir aber das Wichtigste geblieben. Immer deutlicher wurde mir, dass hinter dem Weihnachtsfest eine einfache Wahrheit steht: Nur die Liebe kann so etwas tun. Sie bewegte Gott, einer von uns zu werden."

Soweit der Schönborn, aber so einfach ist das nicht! Weil seinerzeit in alten Zeiten als die Menschen noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über diverse Naturerscheinungen hatten, also Gewitter zum Beispiel von Blitz- und Donnergöttern inszeniert wurden und nicht von elekrtischen Spannungen und Entladungen, da wurden weltweit alle unerklärlichen Erscheinungen mittels hochmächtiger Götter erklärt, da war zum Beispiel die Sonne ein Hochgott! Heute braucht man solche Götter nimmer, aber das seinerzeit mittels des römischen Dreikaiseredikts im ganzen europäischen Römerreich als Pflichtglaube für alle Einwohner verfügte Christentum spielt dummerweise immer noch eine gewisse gesellschaftliche Rolle. Zwar gehen heute in den entwickelten Staaten nur einige Restprozent am Sonntag in die Kirche und glauben tatsächlich noch an den dreiteiligen Gott Vater & Gott Sohn & Gott Heiliger Geist! Die Erkenntnis von Schönborns Mutter, dass der christliche Glaube an den Gottessohn Jesus ohne diesen Glaubenssatz vom Gottessohn leer wäre, stimmt sicherlich!
Aber der Glaube an Gottessöhne schwindet von Jahr zu Jahr und darum sind auch sonntags die Kirchen immer leerer! Amen, so ist es!
Schöne Feiertage! Am 25. und 26. 12. gibt es hier weitere Sonn- und Feiertagstexte!


761. WORT ZUM SONNTAG am 17.12.2023

Joh 1, 6–8.19–28: Ein Mensch trat auf, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du? Er bekannte und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Christus. Sie fragten ihn: Was dann? Bist du Elíja? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da sagten sie zu ihm: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Antwort geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme eines Rufers in der Wüste: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesája gesagt hat. Die Abgesandten gehörten zu den Pharisäern. Sie fragten Johannes und sagten zu ihm: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Christus bist, nicht Elíja und nicht der Prophet? Johannes antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt, der nach mir kommt; ich bin nicht würdig, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Dies geschah in Betánien, jenseits des Jordan, wo Johannes taufte.

Das Wort "Christus" kommt vom Altgriechischen "Christos" und bedeutet "der Gesalbte", ein Hoheitstitel, der Priestern und Fürsten zugesprochen wurde, "Jesus Christus" wurde zur kirchenamtlichen Bezeichnung für den vermeintlichen Begründer des Christentums. Das hatte zwar schon einige Zeit als kleine Sekte existiert, zur Weltkirche wurde es jedoch - wie hier schon deutlich mehr als 100x geschrieben - durch die zwangsweise Einführung der Christenreligion durch das Dreikaiseredikt für das gesamte europäische Römerreich vom Jahre 380! Vom Jesus gibt es keinerlei zeitgeschichtliche Quellen für seine tatsächliche historische Existenz! Anno 380 hätte er schon rund 350 Jahre tot sein müssen, die Bibeltexte des "Neues Testaments" wurden im vierten Jahrhundert zusammengestellt…
Das nur nebenbei! Der Name Johannes geht auf das hebräische Wort "jehohanan" zurück, das bedeutet "der Herr ist gnädig".
Aber schauen wir was heute der Herrn Kardinal Schönborn dazu schreibt: "Im jüdischen Volk gab es (und gibt es bis heute) diese Erwartung: Einmal wird einer kommen, durch den alles endlich gut und heil wird. Die Propheten sprachen oft von dem verheißenen, erhofften, ersehnten Messias, dem von Gott kommenden Befreier und Erlöser. Der Prophet Jesaja spricht von diesem 'Gesalbten' (auf hebräisch Messias, auf griechisch Christus) in bewegenden Worten. Sie werden heute im Gottesdienst vorlesen: 'Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir. Denn der Herr hat mich gesalbt; er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herzen zerbrochen sind, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung…'
Wer ist dieser Gesalbte? Ist es vielleicht der seltsame Mann, der seit einiger Zeit Scharen von Menschen anzieht, dieser Johannes, der in der Wüste lebt und dort Buße und Umkehr predigt und die Leute tauft? Damals war die Erwartung groß, dass bald der verheißene Messias kommen und das Land der Juden von der römischen Besatzung befreien werde. Die religiösen Leiter in Jerusalem wollen es wissen: 'Wer bist Du?' Johannes macht unmissverständlich klar: 'Ich bin nicht der Messias.' Sie fragen weiter: 'Bist du Elija?' Nach alter Erwartung soll der Prophet Elija wiederkommen, um dem Messias den Weg zu bereiten: 'Ich bin es nicht. 'Was sagst du über dich selbst?' Er sagte: 'Ich bin die Stimme eines Rufers in der Wüste: Ebnet den Weg für den Herrn!'
Wir wissen, wie es weiterging: Johannes sah in Jesus, seinem Verwandten, den Verheißenen, den Messias. Ist er die Antwort auf die uralten Fragen: Was erwarten wir? Was erwartet uns? Hat er die Befreiung gebracht? Hat sich die Welt durch ihn geändert? Es ist erst hundert Jahre her, dass ein Mann auftrat, der die Welt anders ändern wollte als es der Jude Jesus aus Nazareth versucht hat. Sein Name war Adolf Hitler. Ihm gelang es, die Macht zu ergreifen, Millionen zu begeistern. Sie sangen: 'Heute gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt.' 'Heil Hitler' wurde zum Gruß. Doch damit er sein 'Heil' bringen konnte, musste erst ein 'Hindernis' beseitigt werden: das jüdische Volk. Sechs Millionen Juden wurden auf sein Geheiß umgebracht, Zigmillionen verloren ihr Leben im Krieg, den er auslöste.
Bald wird wieder 'Stille Nacht' gesungen: 'Christus der Retter ist da', heißt es im berühmtesten Weihnachtslied. Stimmt das? Wenn ja, woran sieht man es? Ich kann es nicht beweisen. Ich glaube es. Dieser Glaube lässt mich hoffen, nimmt mir die Angst vor der Zukunft, auch wenn Schweres auf uns zukommen sollte. Das schenkt uns das Kind in der Krippe von Bethlehem. Das ist sein Weihnachtsgeschenk!"
So ein ausführliches Textzitat von Schönborn hat meinereiner bisher noch nie gebracht! Das wird heute eine lange atheistische Sonntagspredigt! Schönborn hat heute ein ehrliches Resümmee gezogen, er schreibt, dass er es nicht beweisen kann, dass Christus der Retter ist, wie alle gläubigen Christen ist er darauf angwiesen, es zu glauben! Er wird es klarerweise nie erfahren, ob der Christenglaube wahr ist, denn dazu müsste er nach seinem Tod in den Himmel kommen! Aber auch ein Kardinal ist nach dem Tode im selben Zustand wie vor der Geburt, vor der Geburt hat der Schönborn noch nicht existiert, nach dem Tode existiert er nicht mehr und kann daher nicht einmal wahrnehmen, dass er gelebt hat, das können wir nur solange wir leben! Und der Himmel, das ist das Firmament über uns, sonst nichts! Dorthin hat weder ein Jesus eine Himmelfahrt gemacht, noch wird der Kardinal eine machen! Amen, so ist es! Wenn meinereiner in Zeit sterben wird, gibt es meineneinen eben nimmer und auch meine Texte auf dieser Homepage hier werden keinen Zuwachs von meinemeinen mehr bekommen können!


760. WORT ZUM SONNTAG am 10.12.2023

Markus 1,1-8: Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, Gottes Sohn. Wie geschrieben steht beim Propheten Jesája – Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird. Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! – so trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig. Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

Über Johannes den Täufer steht in Wikipedia: "Johannes der Täufer, lateinisch Ioannes Baptista (geboren etwa 5 v. Chr.; gestorben um 30 bzw. vor 36 n. Chr.), war ein jüdischer Bußprediger, der um 28 n. Chr. in Galiläa und Judäa auftrat. Er wirkte im palästinischen Judentum und hatte auch in der jüdischen Diaspora Anhänger. Seine Historizität wurde teils auch bestritten, wird aber nach heute vorherrschender Ansicht durch den jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus bestätigt. Johannes wird im von Urchristen in griechischer Sprache verfassten Neuen Testament als Prophet der Endzeit mit eigener Anhängerschaft und Wegbereiter Jesu Christi dargestellt. Deswegen verehren ihn viele Kirchen als Heiligen. Die Mandäer führten ihre Religion auf ihn zurück und sehen ihn als ihren wichtigsten Reformator. Im Koran, der heiligen Schrift des Islam, ist Johannes bzw. Yahya der drittletzte Prophet vor Isa ibn Maryam (Jesus) und Mohammed (Sure 3,39)."

Soweit Wikipedia. Das Christentum war seinerzeit eine kleine Sekte, zur Weltreligion wurde es bekanntlich im Jahre 380 durch das römische Dreikaiseredikt, dass dem gesamten Römischen Reich europaweit das Christentum als Zwangsreligion auferlegte, die bis dahin im Römerreich herrschende Religionsfreiheit wurde abgeschafft. Religionen hatten sich seinerzeit rund um die Welt gebildet, weil die damals lebenden Menschen ja noch kein wissenschaftliches Wissen hatten und alles, das ihnen unverständlich und rätselhaft erschien, wurde irgendwelchen göttlichen Wesen zugeordnet. Götter hat es klarerweise real nie gegeben, die existierten nur in den Köpfen von Menschen als Erklärungsversuche für damals noch Unergründliches! Der österreichische Christenhäuptling Schönborn predigt jeden Sonntag auf seiner Homepage und in der Kronenzeitung, was verkündet er heute, hier die gewohnten Zitate, nämlich der Schlussabsatz: "Die Johannes-Haltung hat aber noch eine tiefere Dimension. Ihm geht es darum, dem Herrn den Weg zu bereiten. Deshalb ruft er die Menschen zur Umkehr. Seine Freude ist es, Menschen den Weg zu Gott zu bahnen. Das kann er nur, wenn sein eigenes Leben diesen Weg zeigt. Offensichtlich haben seine Lebensweise und sein Worte die Menschen stark berührt. Viel sind zu ihm gekommen, um sich von ihm im Jordan taufen zu lassen. Er hat sie aber nicht an sich gebunden, sondern sie auf den verwiesen, der nach ihm kommt, auf Jesus. Ich glaube, es gibt nichts Wichtigeres und Schöneres im Leben, als wenn Eltern ihren Kindern vorleben, dass sie nicht der Mittelpunkt von allem sind, sondern dass es Den gibt, dem sie selber alles verdanken und dem sie deshalb dankbar sind."
Soweit das Zitat. Ja, da liegt der Herr Schönborn heute weit neben der Realität. Dass Eltern ihren Kindern vorleben, dass sie dem Jesus alles verdanken und ihm dafür dankbar sein müssten, wird recht selten vorkommen! Wie meinereiner selber noch ein Kind war, da war das schon ein Sonderfall, wenn eine Familie so handelte, mein Vater schüttelte über solche Leute den Kopf und nannte sie "Verpfaffte"! Aber weil es damals praktisch noch eine Art Bürgerpflicht war, seine Kinder taufen zu lassen, wurde meinereiner auch getauft und damit bis knapp vor der Volljährlichkeit zum katholischen Kirchenmitglied. Mit der Volljährlichkeit hätte meinereiner dann den Kirchenbeitrag zahlen müssen, aber da kam rechtzeitig vorher noch der Kirchenaustritt! Meinereiner hatte zwölf Jahre lang Religionsunterricht, aber meinereiner hat nie was davon geglaubt! In der ersten Klasse Volksschule erteilte uns die Religionslehrerin in der ersten Religionsstunde den Befehl, ins Religionsheft auf die erste Seite ein großes rotes Herz zu malen, weil wir alle den Jesus so liebten! Meinereiner dachte sich als er das zu hören bekam: "Das Weib spinnt!"

Verpfafft war meinereiner also nie und er hat immer noch seinen Spaß daran, regelmäßig Artikel auf seiner Atheisten-Homepage zu schreiben!


759. WORT ZUM FEIERTAG am 8.12.2023

Genesis 3,9-15.20: Nachdem der Mensch vom Baum gegessen hatte, rief Gott, der Herr, ihm zu und sprach: Wo bist du? Er antwortete: Ich habe deine Schritte gehört im Garten; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich. Darauf fragte er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist?
Hast du von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, davon nicht zu essen? Der Mensch antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben.
So habe ich gegessen. Gott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt. So habe ich gegessen. Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch wirst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Le-bens. Und Feindschaft setze ich zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse. Der Mensch gab seiner Frau den Namen Eva, Leben, denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.

Das ist heute wieder einmal recht skurill! Im katholischen Messbuch steht nämlich heute folgendes Evangelium zur Verkündigung. "Lukas 1, 26–38". In der Kronenzeitung predigt der Bischof Schönborn allerdings Genesis 3,9-15.20, das ist laut Messbuch aber bloß die "Erste Lesung" und nicht das Evangelium! Der heutige Feiertag heißt allerdings "Maria Empfängnis" und im Evangelium steht wie der Jungfrau Maria verkündet wird, dass sie schwanger werden wird und sie einen Sohn gebären wird, der "Sohn des Höchsten" genannt werden wird! Mit der Nacktheit von Adam & Eva und der Frucht vom Baum der Erkenntnis hat das nichts zu tun! Aber das nur nebenbei, wie schließt heute der Schönborn seine Feiertagspredigt?
Er schreibt:
"Gott hat uns Menschen dazu die Zehn Gebote gegeben, damit wir einfache Leitlinien für diesen Kampf zur Hand haben. Sicherheitshalber hat Gott uns diesen Leitfaden nicht nur schriftlich gege-ben, sondern ihn gleich in das Herz jedes Menschen geschrieben. Ohne lesen zu können weiß schon das Kind, dass lü-gen oder stehlen nicht in Ordnung ist. Wie geht dieser Kampf aus? Siegt der böse Trieb? Wer die täglichen Nachrichten konsumiert, muss den Eindruck bekommen, dass das Gute hoffnungslos auf der Verliererspur ist. Es ist meine tiefste Überzeugung, dass das nicht stimmt. Ich glaube fest daran, dass das Gute bei weitem stärker ist als alles Wirken des bö-sen Triebs. Woher nehme ich diese Gewissheit? Aus der Erfahrung, denn das täglich zahllose Gute, das geschieht, macht keinen Lärm wie das Böse, doch hält es die Welt aufrecht. Und auch der Glaube sagt mir: Die Güte und die Lie-be sind die stärksten Mächte. Dafür ist Maria das leuchtende Zeichen. Ihr Herz hat für alle Platz, weil kein Schatten der Selbstsucht sie hindert. Nicht umsonst wird sie in aller Welt verehrt und geliebt."
Der Schönborn stellt sich natürlich auf der Seite des Guten, seinerzeit als die katholische Kirche noch eine Weltmacht war, da sorgte die Kirche für das Böse! Man brachte Ungläubige um und verbreitete die katholische Religion weltweit mit militärischer Gewalt. Und schließlich existiert die katholische Kirche ja deswegen weltweit, weil sie im Jahre 380 mit Gewalt per Dreikaiseredikt im ganzen damaligen europaweiten römischen Reich für alle Menschen zur Pflichtreligion gemacht wurde, nicht katholisch zu sein, stand unter Todesstrafe! Der angebliche Begründer der Christenreligion, nämlich die Figur des Jesus, hatte damit direkt gar nichts zu tun!
Und dem Schönborn sei wieder einmal gesagt, das Gute kam von der Aufklärung und der Arbeiterbewegung und nicht von der christlichen Religion, Amen, so ist es!


758. WORT ZUM SONNTAG am 3.12.2023

Mk 13, 33–37 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Gebt Acht und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug die Vollmacht seinen Knechten, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

In der Kronenzeitung steht die Sonntagspredigt vom Schönborn, auf der Homepage der Diözese steht heute um 11h20 Uhr immer noch die vom 26.11., hier der Screenshot davon:

Meinereiner hatte darum eine Zusatzarbeit, die Schönbornsche Predigt in der Kronenzeitung musste eingescannt und in einen Winwordtext umgewandelt werden! Aber das nur nebenbei!
Das heutige Evangelium gilt als Todeswarnung, wenn der HERRgott kommt, um seine Gläubgen abzuholen, sollen sie reisebereit sein! Von dieser Sage leben die Religionen, die Menschen leben auf Erden und wenn sie tot sind, leben sie im Jenseits ewig! Was klarerweise ein Blödsinn ist, aber für die Religionen der wichtigste Blödsinn, weil wenn alle von der Realität ausgingen, dass Verstorbene in derselben Lage wie vor der Geburt sind, da existieren wir noch nicht und nach dem Tod nicht mehr, gäbe es gar keine Religionen, dieser Sachverhalt ist jedoch die gottfreie Tatsache!
Was schreibt der Herr Schönborn dazu? Er schließt seine Predigt so:
"Die heutige Unruhe hängt bei vielen von uns am übermä-ßigen Gebrauch von Handy und Internet, auch wenn sie aus unserem Leben nicht mehr wegzuden ken sind. Es gibt ver-schiedene Techniken, durch die man leichter zu innerer. Ruhe und Aufmerksamkeit kommen kann. Sie mögen hilfreich sein. Doch christliche Spiritualität meint etwas anderes: Wichtiger als alle äußeren Maßnahmen, um zur Ruhe zu kom-men, ist die innere Ausrichtung des Herzens. Das Wichtigste am Dienst des Türstehers, des Portiers, ist das Warten auf den 'Hausherrn'. Wir sind im Advent. Es geht um das Kommen des Kindes im Stall von Bethlehem, um das Weih-nachtsfest, die Geburt Jesu. Wir kennen das Datum des Weihnachtsfestes. Wir wissen aber nicht die Stunde, wann 'der Hausherr' zu uns persönlich kommt. Denn jedem schlägt einmal die Stunde. Sie soll uns mit wachem Herzen antreffen. Es ist die wichtigste Stunde des Lebens."
Soweit der Schönborn. Ojeh, ein Oberchrist und seine letzte Stunde! Sie muss seine wichtigste Stunde sein, weil er nicht akzeptiert, dass es die letzte Stunde ist, auf die nichts mehr folgt und auch ein Kardinal nach seiner letzten Stunde nimmer wissen kann, dass es ihn gegeben hat! Wenn meinereiner gestorben sein wird, dann wird es im Internet keine atheistischen Sonntagspredigten von meinemeinen mehr geben, aber als zurzeit noch lebenden alten Mann, macht mir das immer noch Spaß, auf dieser Homepage was zu publizieren! Amen, so ist es!


757. WORT ZUM SONNTAG am 26.11.2023

Matthäus 25,31-46: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Dann wird er zu denen auf der Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder fremd oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und diese werden weggehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber zum ewigen Leben.

Ja, die berühmte hohe religiöse Botschaft, die Braven kommen in den wunderbaren ewigen Himmel, die Unbraven ins Feuer der ewigen Höllenverdammnis! Aber das ist ja völlig egal, weil es gibt für die Toten keinen Himmel und keine Hölle, wer tot ist, der existiert nicht mehr und weiß ja nicht einmal, dass es eine Existenz gegeben hatte! Was dichtet heute der Oberbischof von Österreich für die Kronenzeitung und fürs Internet? Schönborn fasst so zusammen: "Was zählt in dieser allumfassenden Bilanz des Weltgeschehens? Da ist nicht die Rede von berühmten Menschen, Kaisern und Herrschern, auch nicht von Religionen und ihren Unterschieden. Gefragt wird nicht nach Frömmigkeit und religiöser Praxis. Einzig und allein werden sechs Situationen genannt, die leider bis heute nur allzu häufig sind: Menschen, die hungrig und durstig sind, fremd, nackt, krank oder im Gefängnis. Und nur eines zählt: Wie haben wir uns ihnen gegenüber verhalten, wir als Einzelpersonen und als Gemeinschaft? Daran entscheidet sich alles, Himmel oder Hölle. Können so einfache Dinge des Alltags ein dermaßen entscheidendes Gewicht haben? Jesus hat auf diese Frage eine klare Antwort gegeben: 'Was ihr für eines meiner geringsten Geschwister getan habt, das habt ihr mir getan.' Es nicht getan zu haben, wiegt schwerer als alles andere. Das Jüngste Gericht entscheidet sich deshalb schon heute, an diesen scheinbar so kleinen Dingen."
So der Schönborn! Der große Nachteil liegt somit darin, dass es kein jüngstes Gericht und keine jenseitigen Löhne und Strafen gibt! Der Kreisky ist nicht in den Himmel gekommen, der Hitler nicht in die Hölle, sie existieren beide nimmer, aber es wird wohl der Kreisky eine viel bessere Nachrede haben als der Hitler…
Und über meineneinen kann meinereiner schreiben, dass meinereiner natürlich nicht alles richtig gemacht hat, aber er hat seine Sachen, die ihm gefallen und die er gerne hört, sieht, liest oder macht, getan und wenn meinereiner gestorben ist, wird ihm nichts abgehen, weil er weiß ja dann nicht einmal mehr, dass er überhaupt gelebt hat! So ist das bei allen Leuten, bei Kardinälen genauso wie bei von Gott Freien! Amen, so ist es!


756. WORT ZUM SONNTAG am 19.11.2023

Matthäus 25,14-30: In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der auf Reisen ging. Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort ging der Diener, der die fünf Talente erhalten hatte, hin, wirtschaftete mit ihnen und gewann noch fünf weitere dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei weitere dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr jener Diener zurück und hielt Abrechnung mit ihnen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn! Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn! Es kam aber auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mensch bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Sieh her, hier hast du das Deine. Sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Du hättest mein Geld auf die Bank bringen müssen, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Nehmt ihm also das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben werden und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.

Was ist ein Talent? Wikipeden wir das Wort! Ein Talent hatte im Altertum den Wert von 6.000 Drachmen, eine Drachme war lange Zeit der Tageslohn eines Arbeiters, das Kleingeld hieß Obolus, ein Talent hatte 36.000 Obolus, war also ein Haufen Geld! Der Jesus gibt somit dem Himmelreich einen hohen Preis! Und das passt auch als Grundsatz christlicher Politik! Denn in der Bibel steht ja auch: "Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat."
Was sagt der Herr Schönborn heute zu dieser Himmelsrechnerei? Er schließt seine Predigt so: "Dazu zwei Gedanken. Erstens richtet sich das Gleichnis immer auch an uns persönlich. Jeder Mensch hat 'Talente' mit auf den Weg bekommen. Alle haben wir Verantwortung, wie wir damit umgehen. Nicht nur mit unseren eigenen, sondern auch mit denen der anderen. Geben wir den anderen Raum und Chance, oder erdrücken wir ihre Begabungen durch unseren Egoismus?
Zweitens müssen wir uns fragen, warum der dritte Diener eine solche Angst vor seinem 'Chef' entwickeln konnte. Wie oft bin ich Menschen begegnet, denen ein angsterfülltes, lähmendes Gottesbild vermittelt worden ist. Es ist doch Gottes Herzenswunsch, einmal zu jedem von uns sagen zu können: 'Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn!' Vermitteln wir anderen diesen Herzenswunsch Gottes?"
Soweit der Schönborn, er schickt also den Diener, der das Talent nur aufgehoben hat, nicht in die Hölle, weil dort wird ja geheult und zähnegeknirscht! Aber sowas sagt ein Bischof heute nimmer, weil der böse rachsüchtige Gott ist heute nimmer zulässig! Wir haben das aber immer schon gewusst: denn es gibt gar kein Götter! Amen, so ist es! 


755. WORT ZUM SONNTAG am 12.11.2023

Matthäus 25,1-13: In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen mit ihren Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber erscholl der Ruf: Siehe, der Bräutigam! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus! Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es nicht für uns und für euch; geht lieber zu den Händlern und kauft es euch! Während sie noch unterwegs waren, um es zu kaufen, kam der Bräutigam. Die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen und sprach: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

Seltsames System! Zehn Jungfrauen warten auf einen Bräutigam! Will sich der einen Harem zulegen? Aber es geht natürlich nicht um den Bräutigam, der ist nur ein Himmelssymbol! Und wachsam soll man sein, weil man die Todesstunde nicht kennt! In den Himmel zieht man ja nur wohlvorbereitet ein! Das Schlimme für die Gläubigen ist es dabei, dass es weder einen Himmel, eine Hölle, noch irgendwelche Götter gibt, das sind menschliche Erfindungen aus der Frühzeit. Aber das hat meinereiner ja eh schon endlos oft festgestellt, schauen wir nach, was heute der Herr Oberkatholik von Österreich dazu meint, Schönborn fasst heute so zusammen: "Mir stellt sich bei diesem Gleichnis die Frage, ob heute der Tod als Tor zu einer unvorstellbaren Freude gesehen wird. Welches Bild vom Sterben herrscht in unserer Gesellschaft vor? Die törichten Jungfrauen verdrängen den Tod: Es wird immer noch Zeit sein, sich auf den Tod einzustellen, wenn er anklopft. Das Jedermann-Drama bringt das äußerst anschaulich zum Ausdruck. Die Alten wussten, wie wichtig es ist, nicht unvorbereitet zu sterben. Das Leben als Vorbereitung auf das Sterben? Ist das nicht allzu lebensfeindlich, freudlos und pessimistisch? Ist es vielleicht genau umgekehrt? Die Freude am Leben hier auf dieser Welt wird einem durch den Ausblick auf das ewige Leben nicht verdorben. Die Französin Gabrielle Bossis sagt: 'Betrachtest du den Tod wie ein Fest, das du selber schon vorbereiten willst? Mit welcher Sorgfalt bereitet man auf Erden die Empfänge vor! Erfordert die Begegnung im Jenseits nicht deine größte Sorgfalt?'
Ein Hindernis, sich auf das Gleichnis Jesu einzulassen, ist die scheinbare (oder wirkliche) Härte des Bräutigams, der die unklugen 'Kranzljungfern' einfach ausschließt: 'Ich kenne euch nicht!' Bleibt das Fest im Hochzeitssaal letztlich exklusiv für die tüchtigen Brautführerinnen? Haben im Himmel nur die Braven Platz? Ein Fest für die Frommen? Finde ich da noch Platz im großen Festsaal? Wenn deine Lampe mit dem Öl der Nächstenliebe brennt, dann wird sie sicher nicht ausgehen. Dann wartet auf dich der Himmel!"
Soweit der Schönborn. Ja, der "Jedermann", seinerzeit in der Schulzeit wurden wir vom Deutschprofessor dazu verdonnert, uns den 1961 gedrehten Film "Jedermann" anschauen zu müssen, für einen Atheisten war das eine Zumutung und für meineneinen ist das immer noch der blödeste Film, den meinereiner je gesehen hat! Und dem Herrn Erzbischof kann meinereiner versichern, mangels Gott & Himmel wird auch er nach dem Sterben bloß tot sein und dabei mangels Existenz nicht einmal wissen können, dass er je gelebt hat. Vor der Geburt haben wir nicht existiert, nach dem Tod existieren wir nicht mehr, so einfach ist das! Amen!


754. WORT ZUM SONNTAG am 5.11.2023

Matthäus 23,1-12: In jener Zeit sprach Jesus zum Volk und zu seinen Jüngern und sagte: Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und die Pharisäer. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach ihren Taten; denn sie reden nur, tun es aber nicht. Sie schnüren schwere und unerträgliche Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, selber aber wollen sie keinen Finger rühren, um die Lasten zu bewegen. Alles, was sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, sie lieben den Ehrenplatz bei den Gastmählern und die Ehrensitze in den Synagogen und wenn man sie auf den Marktplätzen grüßt und die Leute sie Rabbi – Meister – nennen. Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemanden auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

Als Heuchler beschimpft heute der Jesus seine zeitgenössischen Prediger! Und dass es nur einen Vater im Himmel gibt, das passt wohl nicht zur Evolution. Am Himmel gibt es Wolken, Sonne, Mond und Sterne, im Himmel gibt es gar nichts, weil es keine Götter und keine ewigen Seelen gibt! Das Universum entstand durch den Urknall und das Leben, einschließlich der Menschen, durch die Evolution. Die Götter wurden von den Menschein geschaffen, damit hat man sich in alten Zeiten die Welt erklärt. Unsere Väter haben wir hier auf Erden, am Himmel gibt’s Sonne, Mond und Sterne, im Himmel gibt es keinen Vater oder sonstwas!
Was schreibt heute der Herr Bischof Scghönborn?
Er resümiert so: "Die Beschreibung, die Jesus von den Pharisäern gibt, kommt mir so vor, als würde er mich im Stephansdom beo-bachten. Auch ich trage dort schöne lange Gewänder mit Quasten; auch ich sitze am Ehrenplatz. Von den Leuten werde ich zwar nicht Rabbi genannt, dafür aber ‘Eminenz’ und ‘Herr Kardinal’. Entspricht das alles dem Evangelium, in dem es heißt, ‘ihr sollte euch nicht Vater nennen’, während wir den Papst mit ‘Heiliger Vater’ ansprechen? Jesus erinnert uns energisch an das Wichtigste: ‘Ihr alle seid Brüder und Schwestern!’ Das Streben nach Titeln und Anerkennung ist nur allzu menschlich. Der Wunsch, gut dazustehen, steckt in uns allen. Jesus hat selber den einzigen Weg vorgelebt, der uns aus der Selbstbezogenheit befreit: ‘Der Größte von euch soll euer Diener sein.’ Wenn wir das leben, egal welche Titel und Gewänder wir tragen, dann stimmen unsere Worte und Taten zusammen.“
Da kann man sich wieder darüber freuen, Atheist zu sein! Unsereinen geht das obige Gesuder schließlich gar nichts an, wir leben auf der wirklichen Welt ein echtes sagen- und märchenfreies Leben! So ist es!

PS: Was wohl katholisch passiert, wenn sich ein Kardinal und Erzbischof selbst erniedrigt? Wozu wird er dann erhöht? Zum Papst?


753. WORT ZUM FEIERTAG am 1.11.2023

Matthäus 5,1-12: In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.

Heute listet der Jesus Leute auf, die himmlisch belohnt werden, den verfolgten Jesuianern verspricht er einen besonders großen himmlischen Lohn! Da müssten die Gläubigen sich also eigentlich um eine Märtyrerkarriere bemühen! Aber es ist und bleibt eben das entscheidene Problem: Es gibt keine Götter, keinen Himmel, keine Hölle und wer tot ist, existiert eben nimmer! Soweit die Wahrheiten, der Schönborn kommt natürlich der Wahrheit nicht in die Nähe, wie fasst er heute in seiner Predigt das Evangelium zusammen?
Er schließt so: “Manche sterben so, dass andere von ihnen den Eindruck haben, sie seien gleich ganz ins ewige Licht eingetaucht. Sie sind ’im Ruf der Heiligkeit’ gestor-ben. Nicht alle werden ausdrücklich als Heilige verehrt. Aber alle haben so gelebt, wie Jesus es im heutigen Evange-lium anspricht: Er nennt sie die Sanftmütigen, die Barmherzigen, die Friedensstifter. Es sind die, die vor Gott arm sind, lauteren Herzens, um ihres Glaubens willen verfolgt. Sie werden ’Heilige’ genannt. Deshalb dürfen wir sie um ihre Hilfe bitten, unkompliziert und direkt.“

Soweit heute der Wiener Bischof. Ja, dann tu das lieber Schönborn! Bitte die Heiligen um Hilfe! Fordere sie zum Beispiel auf, dass sie ihren Gott deutlich, heftig und nachdrücklich darum bitten, dass der dreifaltige Christengott sich besser um die katholische Kirche kümmern solle, die Kirchenaustritte einbremsen und das Kirchenvolk möglichst vollständig zum sonntäglichen Kirchgang motivieren solle! Da würde der Herr Kardinal dann selber sehen: Es ändert sich nichts, weil es eben keinen allmächtigen Gott gibt, der das veranlassen könnte, amen, so ist es!
Und angemerkt muss zum heutigen Feiertag "Allerheiligen" auch werden, dass die katholischen Heiligen als Ersatz für die - vor der Zwangseinführung der Christenlehre als Religion für ganz Europa erfundenen - Göttermassen in allen Völkern dienten, sie waren eine Art von Reservegottheiten! Geben tut es die Heiligen natürlich auch nicht, weil die müssen ja alle schon gestorben sein, ein Lebendiger wird ja nicht zum katholischen Heiligen ernannt! Dass das religiöse Interesse im Volke immer geringer wird, ist darum keine Überraschung!


752. WORT ZUM SONNTAG am 29.10.2023

Matthäus 22,34-40: In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie am selben Ort zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn versuchen und fragte ihn: Meis-ter, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit gan-zem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wich-tig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Ge-setz und die Propheten.

Na, heute geht es um die Christengesetze! Die zwei wichtigsten! Man muss seinen Gott lieben! Götter hat es allerdings in der Menschheitsgeschichte haufenweise gegeben, jede Völkerschaft hatte ihre Gottschaften! Klar, man brauchte Erklärungen für die Erscheinungen auf der Welt, die man sich nicht erklären konnte! In Urzeiten wusste man nicht das Geringste über Elektritität, elektrische Spannungen und Entladungen, darum brauchte man für Gewitter die Blitz- und Donnergötter, unseren seinerzeitigen Donnergott "Donnar" haben wir immer noch: am Donnerstag, aber anbeten tun wir jedoch in den heutigen Zeiten, wo man schon in der Volksschule über Elektrizität lernt, keine Blitz- und Donnergötter mehr! Und auch das Anbeten des uns seinerzeit mit Staatsgewalt aufgedrängten Christengottes hat schon längere Zeit ziemlich nachgelassen. Und dass jeder alle seine Nächsten liebt wie sich selbst, das wird im Menschendasein kaum jemals vorkommen! Weil man muss selber positiv zu sich eingestellt sein und mit seinen tatsächlichen Nächsten soll man gut auskommen!
Was sagt der Schönborn heute dazu? Sein letzter Absatz in seiner Predigt lautet heute so: "Am Hochzeitstag hört sich das wunderschön an. Hält es auch dem jahrelangen Alltag stand? Es ist intensive Arbeit, das alles in die Praxis um-zusetzen. Umso schöner, wenn bei der goldenen Hochzeit derselbe Text mit Freude wieder gelesen werden kann. Was ist das Geheimnis einer Liebe, die frisch bleibt? Ich liebe den Ausdruck, mit dem die Italiener einander sagen, dass sie sich lieben: 'Ti voglio bene!' Wörtlich übersetzt: 'Ich will dir gut!' Lieben heißt, dem anderen wohlgesonnen zu sein. Wohlwollen ist das Herz jeder Liebe. Gilt das auch mir selber gegenüber? Jesus sagt, ich soll meinen Nächsten lieben wie mich selber. Ich finde, das ist oft das Schwierigste: sich selber annehmen, ja lieben. Tiefe Wunden, oft schon seit der Kindheit, beschädigen das Selbstvertrauen. Vergleiche mit anderen führen dann dazu, an uns selber nichts Liebenswertes zu finden. Das kann bis zum Selbsthass gehen. Nur die Erfahrung, geliebt zu sein, kann hier Heilung bringen. Die tiefste Heilung ist das Vertrauen, dass Gott bedingungslos zu mir Ja sagt, weil er mich liebt. Aus dieser Quelle kommt die Fähigkeit zu lieben, Gott, sich selber und den Nächsten"
Soweit der Schönborn heute im Internet & Kronenzeitung!
Götter gibt es nur in gläubigen Menschenköpfen und auch dort wird es oft sein, dass man keine göttliche Liebe wahrnimmt, weil eben in jedem Dasein auch was schief geht und der eingebildete Gott im eigenen Kopf, der kann das klarerweise nicht verhindern! So einfach ist das!


751. WORT ZUM FEIERTAG am 26.10.2023

Feiertagspredigt am 26.10.2023
Das ist heute eine kirchenfreie Feiertagspredigt, der Schönborn predigt nicht an einem staatlichen Feiertag, wie am seinerzeitigen "Tag der Fahne“! Trotzdem hier Text aus der Bibel, der für heute zuständige wäre: "Lk 12, 49-53: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen! Ich muss mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist. Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung. Denn von nun an wird es so sein: Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter."

Der böse Jesus will heute die Welt spalten! Was für ihn Glück, dass es keine Götter und keine Söhne von Göttern gibt, dieser ganze Quargel kann uns völlig egal sein! Wir haben genug Probleme, uns um die irdischen Problematiken zu kümmern! Früher hat der heutigen Feiertag "Tag der Fahne" geheißen, seit 1965 heißt er "österreichischer Nationalfeiertag"! Befassen wir uns nicht mit Göttermärchen, heute ist Staatsfeiertag!
So, das genügt für heute, amen, so ist es!


750. WORT ZUM SONNTAG am 22.10.2023

Mt 22,15-21: Damals kamen die Pharisäer zusammen und beschlossen, Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen. Sie veranlassten ihre Jünger, zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm zu gehen und zu sagen: Meister, wir wissen, dass du die Wahrheit sagst und wahrhaftig den Weg Gottes lehrst und auf niemanden Rücksicht nimmst, denn du siehst nicht auf die Person. Sag uns also: Was meinst du? Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Jesus aber erkannte ihre böse Absicht und sagte: Ihr Heuchler, warum versucht ihr mich? Zeigt mir die Mün-ze, mit der ihr eure Steuern bezahlt! Da hielten sie ihm einen Denar hin. Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Darauf sagte er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört! Als sie das hörten, staunten sie, ließen ihn stehen und gingen weg.

Ja, so einfach war das damals, wessen Bild drauf war, dem gehört das Objekt! In der Nazi-Zeit war auf den Briefmarken des Dritten Reiches der Hitler abgebildet.
Gehörten damals die Briefmarken alle dem Führer und Reichskanzler und nicht der deutschen Reichspost?
Wohl kaum! Heute sind auf Geldscheinen und Münzen hierzulande Pflanzen und Gebäude und nur manchmal Personen abgebildet: Die acht Motive der österreichischen Euromünzen sind: 1 Cent: Enzian, 2 Cent: Edelweiß, 5 Cent: Alpenprimel, 10 Cent: Stephansdom, 20 Cent: Schloss Belvedere, 50 Cent: Wiener Secessionsgebäude, 1 Euro: Wolfgang Amadeus Mozart, 2 Euro: Bertha von Suttner, es käme klarerweise niemand auf die Idee, dass z.B. alle Zweieuromünzen in Österreich zum Nachlass der Frau Suttner gehörten! Die Kirchenbeiträge werden in Euro bezahlt, ohne dass jetzt die Einzahler dazu lauter 10-Cent-Münzen mit dem Stephansdom brauchen täten!
Aber das nur als kleine Scherzchen nebenbei, was schreibt heute der Herr Erzbischof von Wien in der Kronenzeitung und auf seiner Homepage? Er schließt seine Predigt so: "Wo stand Jesus? Eines ist sicher: Er hat sich keiner der Parteien angeschlossen. In seinen Kreis hat er trotzdem Personen aus allen Parteien aufgenommen. Das Reich, das er verkündete, ist, wie er selber vor Pilatus gesagt hat, ‘nicht von dieser Welt’. War Jesus also diese Welt egal? Ging es ihm nur um die andere Welt, das Jenseits, den Himmel? Sicher nicht! Denn dann hätte er nicht dreißig Jahre ein Leben in Familie und Beruf geführt. Dazu gehörte, dass er dem Kaiser, also dem Staat die Steuern gezahlt hat, wie auch die üblichen Abgaben für den Tempel. Die Begründung dafür gibt die Antwort, mit der er der Falle seiner Gegner begegnet. Sie ist sprichwörtlich geworden: ‘Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört.’ Bis heute bleibt dieses Wort zugleich klar und geheimnisvoll. Wir können es nicht oft genug bedenken. Für mich bedeutet es: Vermischen wir nicht Politik und Religion! Das hat unserem Land nicht gut getan. Politik soll vor allem das irdische Wohl der Menschen im Blick haben. Dazu gehören auch die Steuern, die es dem Staat ermöglichen, die gemeinsamen Bedürfnisse der Menschen abzudecken. Aber trennen wir nicht völlig die Politik von der Religion. Denn Politik ohne Werte, ohne Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben, ohne letzte Verantwortung vor Gott, ist schnell in Gefahr, sich gegen das Wohl der Menschen zu richten."
Soweit der Schönborn, er ist also dafür, Politik und Religion nicht zu vermischen! Er dachte dabei wohl an die seinerzeitige Dollfuß-Diktatur (1934-1938), wo es wieder die Christenpflicht für alle gab, Ausgetretene wurden wieder in die Kirche hineingetreten, gebracht hat das der Kirche nichts, man sah dann massenhaft den Adolf Hitler als Erlöser vom herrschenden Elend und vom Religionsdiktat! Die weltweite Verbreitung der christlichen Religion geschah seinerzeit auch mit christlicher Gewalt, es sei wieder einmal an die gewaltsame Verchristlichung Europas erinnert, mit dem römischen Dreikaiseredikt wurde die Christenreligion im Römerreich, das damals ja den Großteil Europas umfasste, ab dem Jahre 380 zur absoluten Pflicht für alle, die alte römische Religionsfreiheit wurde restlos beseitigt! Hier ein Zitat dazu: “Im Jahre 380 führte Kaiser Theodosius I. in Thessaloniki mit einer Unterschrift das Christentum als Staatsreligion ein. Die Unterschrift sorgte nicht nur für eine Sonderstellung des Christentums. Es gebot auch die Verfolgung – dieses Mal jedoch die der Nicht-Christen.“
Es hat dann das christliche Mittelalter gegeben, erst im Laufe der Neuzeit konnte die absolute christkatholische Zwangsherrschaft abgebaut werden! Und jetzt sind wir am Wege des Ausbaues der Religionsfreiheit! Am Sonntag gehen immer weniger katholische Kirchenmitglieder in die Kirche, die Kirchenaustritte nehmen zu, die Taufen nehmen ab. Jetzt wird es also langsam zur gelebten Wahrheit, dass Religion nicht von dieser Welt ist, denn Götter gibt es keine, die hausen nur immer noch in manchen Menschenköpfen! Seinerzeit waren Religionen weltweit verbreitet, alle Völker erklärten sich die Welt mittels selbst erschaffener Götterlehren, es gab rund um die Erde tausende Götter!  Hier ein Link zu dieser Götteransammlung: https://www.zadik-lamas.de/txt_Goetter.htm !
Weil alles, was man nicht verstand, wurde göttlichem Wirken zugeordnet! Inzwischen wissen wir viel mehr und verstehen die Welt immer mehr physikalisch und biologisch und immer weniger göttlich! Der Schönborn hat uns Atheisten sowieso nie was zu sagen gehabt, aber es macht meinemeinen Spaß, sich über Religionen lustig zu machen!

Darum schließt meinereiner seine heutige Sonntagspredigt mit Nr. 750 mit einem kräftigen Hahahahahahahahahahahahahahahaha!!!!!!!!!!!!


749. WORT ZUM SONNTAG am 15.10.2023

Mt 22, 1–14: In jener Zeit erzählte Jesus den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Siehe, mein Mahl ist fertig, meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um. Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren nicht würdig. Geht also an die Kreuzungen der Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein! Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen. Als der Kö-nig eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Menschen, der kein Hochzeitsgewand anhat-te. Er sagte zu ihm: Freund, wie bist du hier ohne Hochzeitsgewand hereingekommen? Der aber blieb stumm. Da be-fahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. Denn viele sind gerufen, wenige aber auserwählt.

Aha, heute haben wir wieder einmal ein biblisches Höllengleichnis! Wer sich nicht himmlisch kleidet, muß heulen und mit den Zähnen knirschen! Und wer nicht zum himmlischen Hochzeitsmahl gehen will und gar über die himmlischen Diener herfällt, der wurde umgebracht und ihre Städte in Schutt und Asche gelegt! Der himmlische Gottessohn akzeptiert nur hochzeitlich gekleidete Besucher! Dummerweise gibt es keinen Himmel und natürlich auch keine Hölle und ein ewiges Leben gibt’s natürlich auch nicht! Wir werden geboren, wir leben, wir sterben und der Zustand nach dem Sterben ist der gleiche wie der Zustand vor der Geburt: wir existieren nicht! Vor der Geburt noch nicht und nach dem Tod nicht mehr. Das ist die Realität, alles andere ist sinnloses Geschwafel!
Schauen wir nach, was der Herr Kardinal und Erzbischof Schhönborn heute auf seiner Homepage und in der Kronenzeitung schwafelt!
Er schließt seine heutige biblische Verkündigung so: "Die geladenen Ehrengäste entschuldigen sich beim König für Nichtkommen mit ganz fadenscheinigen Gründen: der eine geht auf seinen Acker, der andere in seinen Laden. Die Alltagsbeschäftigungen sind ihnen wichtiger als die große Ehre, beim Hochzeitsmahl des Königsohnes dabei zu sein. Wie oft bleibe ich in meiner täglichen Geschäftigkeit hängen, statt mir die kostbare Zeit für Gebet und die Begnung mit Gott zu nehmen! Gott lädt ein, aber er zwingt nicht zu kommen. Straft er, wenn seine Einladung nicht angenommen wird? Das Gleichnis von der Königshochzeit scheint das anzudeuten. Ich tue mir schwer mit dieser dunklen Seite des Gleichnisses Jesu. Ich versuche, es nicht zu verdrängen. Ich glaube, Jesus will uns damit deutlich machen, dass es etwas sehr ernstes ist, seiner großen Einladung mit Verachtung zu begegnen. Es ist mehr als eine Kränkung. Es ist ein Versäumnis, das uns selber am meisten schadet. Daher Jesu inständige Bitte: kommt zur Hochzeit. Alles ist bereit."
Soweit der Schönborn. Was ist eine "Begnung"? Schauen wir in der Krone nach, dort steht "Begegnung" – also ist eine "Begnung" ein Druckfehler, jetzt ist es 10:45, bisher hat man das seitens der Onlinesteller noch nicht gesehen. Der Schönborn hat also auch Probleme, sein Gott lädt ihn ein und er beschuldigt sich nun selber, dieser Einladung mit Verachtung zu begegnen. Da wäre er doch auf dem wahren Weg in die Realität! Es gibt keinen Jesus, der irgendwen irgendwohin einlädt, die Bibel ist ein Sagen- und Märchenbuch aus alten Zeiten! Und dass nichtexistierende Götter niemanden zu etwas zwingen können, ist ja wohl selbstverständlich! Religiöser Zwang ging und geht immer von Menschen aus! Die Religionsfreiheit ist allerdings ein Verfassungsrecht! Aber lassen wir das, Schluss mit der Sonntagspredigt!


748. WORT ZUM SONNTAG am 8.10.2023

Mt 21, 28–32: In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes: Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Kind, geh und arbeite heute im Weinberg! Er antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn und er ging hinaus.  Da wandte er sich an den zweiten und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ja, Herr – und ging nicht hin. Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt? Sie antworteten: Der erste. Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, ich sage euch: Die Zöllner und die Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr. Denn Johannes ist zu euch gekommen auf dem Weg der Gerechtigkeit und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt.

Ja, seinerzeit waren die Zöllner die amtlichen Sünder, über die geschimpft wurde und über die Dirnen, also die Prostituierten, sowieso. Zöllner & Dirnen haben heute dem Johannes geglaubt, die anderen nicht! Der Jesus will ja bekanntlich, dass sein Publikum den Willen seines Vaters erfüllt, aber das erfühlt ihn offenbar nicht wirklich. Was predigt daher der Herr Schönborn heute weiter? Er resümiert recht ausgiebig, nämlich so: "Der Kreuzestod Jesu ist für alle Christen ein so entscheidendes Ereignis, dass das Kreuzzeichen schlechthin das Symbol des Christentums ist. Zeichen des Heils für die einen, Zeichen des Widerspruchs für die anderen. Jesus gebraucht dafür ein anderes Bild aus der Bibel: 'Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden', also zum tragenden Fundament. Der Apostel Paulus, der zuerst ein entschiedener Gegner Jesu und seiner Anhänger war, hat nach seiner Bekehrung in Jesus den Schlussstein gesehen, der den ganzen Bau zusammenhält. Jesus Christus wurde für ihn das Ein und Alles, der Sinn seines Lebens und Glaubens. Und so ist es seither den Zahllosen ergangen, die im christlichen Glauben ihren Lebenssinn gefunden haben.
Was aber, wenn dieser Schlussstein, dieser tragende Eckstein, zum Stolperstein wird? Schon dem kleinen Kind Jesus wurde von Simeon vorausgesagt, er werde ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, bis heute! Woher kommt das? Auch darauf gibt das Gleichnis eine Antwort. Sie betrifft alle Menschen, egal welcher Religion oder Weltanschauung. Die Pächter töten die Knechte und schließlich sogar den Sohn, weil sie den Weinberg in Besitz nehmen wollen. Wir sind alle in Gefahr zu glauben, die Welt gehöre uns. Deshalb stören die Propheten und besonders Jesus, weil sie daran erinnern: Ihr seid Verwalter des euch anvertrauten Guts und nicht die Herren der Welt. Nur eine Haltung des Dienens ist ein tragendes Fundament. Jesus hat das vorgelebt, bis zum Letzten, dem Kreuz. Deshalb ist er der Schlussstein, der alles zusammenhält."

Muss da heute meinereiner auch wieder ausgiebig werden? Der Schönborn hatte 2020 mit 75 seinen Rücktritt angeboten, dieses Angebot wurde päpstlich ignoriert, in zwei Jahren wird Schönborn 80, vielleicht darf er dann in Rente gehen und auch die Sonntagspredigt für die Diözesanhomepage und die Kronenzeitung muss dann ein anderen Bischof schreiben. Stolpersteine gibt es in der katholischen Kirche ja viele! Man braucht nur an die Schotterhaufen zu erinnern, die sich durch die katholisch-kirchliche Ignorierung der Sexualität zwangsläufig gebildet haben! Andererseits muss meinereiner der kirchlichen Sexuallehre dankbar sein, sie hat meinemeinen nämlich das Leben ermöglicht. Denn mein Großvater mütterlicherseits war ein fanatischer Katholik und hat niemals versucht, Fortpflanzungen zu verhindern, er zeugte dadurch mit zwei Ehefrauen insgesamt achtzehn eheliche Kinder, das 18. dieser Kinder war meine Mutter! Diese Homepage hier gäbe es ohne diesem Großvater nicht, weil meinereiner ja ohne dem so eifrigen katholischen Großvater keine Mutter gehabt hätte! Der Großvater war sozusagen mein Eckstein! Amen, so war und so ist es! Und dass meinereiner dafür weniger Zeilen brauchte als der Schönborn, sieht man hier auch!


747. WORT ZUM SONNTAG am 1.10.2023

Mt 21, 28–32: In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes: Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Kind, geh und arbeite heute im Weinberg! Er antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn und er ging hinaus.  Da wandte er sich an den zweiten und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ja, Herr – und ging nicht hin. Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt? Sie antworteten: Der erste. Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, ich sage euch: Die Zöllner und die Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr. Denn Johannes ist zu euch gekommen auf dem Weg der Gerechtigkeit und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt.

Was sagt der Schönborn dazu: Er schreibt heute eine Menge dazu: "Man kann diesem kleinen Gleichnis Jesu die Zähne ziehen und es entschärfen, indem man in den beiden Söhnen die Juden und die Heiden sieht. So wurde es oft gedeutet. Die Juden haben in Worten Ja gesagt, haben aber Jesus nicht angenommen. Die Heiden wollten zuerst nichts von Jesus wissen, sind dann aber gläubige Christen geworden. Diese Deutung hat viel zur antijüdischen Haltung der Christen durch viele Jahrhunderte beigetragen, oft mit schlimmen Folgen für die Juden. Sie geht aber völlig an dem vorbei, was Jesus mit diesem Gleichnis sagt.
Es beginnt erst zu sprechen, wenn ich es in mein persönliches Leben hereinlasse und mich frage, welcher der beiden Söhne meinem eigenen Verhalten entspricht. Ich werde sehr bald feststellen, dass ich selber beides in mir trage, den Ja-Sager, der nicht tut, was er verspricht, und den Nein-Sager, den sein Nein reut und der dann doch tut, wozu er keine Lust hatte. In einfachsten Worten spricht Jesus mit diesem Gleichnis die bittere und beschämende Wahrheit aus, dass zwischen meinem wirklichen Verhalten und meinen schönen Worten eine Kluft besteht, die ich mein Leben lang nie ganz überbrücken kann. Gerade als ‘Frommer’ muss ich mir immer wieder sagen und sagen lassen: ‘Du predigst Wasser und trinkst Wein.
Muss ich mein Leben lang immer wieder bereuen, etwas Gutes nicht getan zu haben? Ja, es wird immer wieder vorkommen. Ich muss mich aber nicht damit abfinden. Ich kann mein Nein wieder gut machen, vielleicht nicht das, was ich zu tun verabsäumt habe, aber etwas anderes Gutes. Jesus gibt mit diesem kleinen Gleichnis ein großes Zeichen der Hoffnung: Es ist nie zu spät, umzukehren, zu bereuen und Gutes zu tun. Und eine weitere, entscheidende Einsicht schenkt das Gleichnis von den beiden Söhnen: Wenn es stimmt, dass sie zwei Seiten unserer Seele zeigen, dann muss ich sehr behutsam sein im Urteil über andere. Denn in jedem Nein-Sager steckt die Möglichkeit der Umkehr. Und: Halte dich nicht für besser, bloß weil du brav Ja sagst. Denn nur die Taten zählen, nicht die Worte."

Da muss meinereiner heute auch eine Menge schreiben! Recht lustig ist der obige Satz: "Die Juden haben in Worten Ja gesagt, haben aber Jesus nicht angenommen. Die Heiden wollten zuerst nichts von Jesus wissen, sind dann aber gläubige Christen geworden." Die Heiden sind nicht gläubige Christen geworden, sie wurden – wie hier schon so oft beschrieben – im Jahre 380 durch das römische Dreikaiseredikt dazu gezwungen, Christen sein zu müssen! Die damals bestehende römische Religionsfreiheit wurde aufgehoben, das Edikt "Cunctos populos" vom 28. Februar 380, verfasst in Thessaloniki von den römischen Kaisern Theodosius I., Gratian und Valentinian II. lautet so: "Alle Völker, über die wir ein mildes und maßvolles Regiment führen, sollen sich, so ist unser Wille, zu der Religion bekehren, die der göttliche Apostel Petrus den Römern überliefert hat, wie es der von ihm kundgemachte Glaube bis zum heutigen Tage dartut und zu dem sich der Pontifex Damasus klar bekennt wie auch Bischof Petrus von Alexandrien, ein Mann von apostolischer Heiligkeit; das bedeutet, dass wir gemäß apostolischer Weisung und evangelischer Lehre eine Gottheit des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes in gleicher Majestät und heiliger Dreifaltigkeit glauben. Nur diejenigen, die diesem Gesetz folgen, sollen, so gebieten wir, katholische Christen heißen dürfen; die übrigen, die wir für wahrhaft toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande ketzerischer Lehre zu tragen. Auch dürfen ihre Versammlungsstätten nicht als Kirchen bezeichnet werden. Endlich soll sie vorab die göttliche Vergeltung, dann aber auch unsere Strafgerechtigkeit ereilen, die uns durch himmlisches Urteil übertragen worden ist."
Was der Schönborn schreibt, ist also ein haarsträubender Unsinn und völlig unwahr! Die Heiden wurden nicht gläubige Christen, sie wurden dazu gezwungen, sich der Christenlehre zu unterwerfen! Darum folgte ja auf das Edikt von 380 das finstere Mittelalter, das dann durch die sich langsam von der Diktatur von 380 befreiende Neue Zeit beendet wurde, in Österreich erlangten wir die Religionsfreiheit erst durch den Artikel 14 des Staatsgrundgesetz von 1867 als Bestandteil der Bundesverfassung: "Die volle Glaubens- und Gewissensfreiheit ist jedermann gewährleistet. Der Genuß der bürgerlichen und politischen Rechte ist von dem Religionsbekenntnisse unabhängig; doch darf den staatsbürgerlichen Pflichten durch das Religionsbekenntnis kein Abbruch geschehen. Niemand kann zu einer kirchlichen Handlung oder zur Teilnahme an einer kirchlichen Feierlichkeit gezwungen werden, in sofern er nicht der nach dem Gesetze hiezu berechtigten Gewalt eines Anderen untersteht."
Ja, die Religionsfreiheit ermöglicht eben auch Homepages wie hier "atheisten-info", so ist das ganze Jahr über Religionskritik und auch jeden Sonntag ist ein anderes Wort zum Sonntag möglich!


746. WORT ZUM SONNTAG am 24.9.2023

Matthäus 20,1-16: In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen hinausging, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus und sah andere auf dem Markt stehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder hinaus und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal hinausging, traf er wieder einige, die dort standen. Er sagte zu ihnen: "Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig?" Sie antworteten: "Niemand hat uns angeworben."
Da sagte er zu ihnen: "Geht auch ihr in meinen Weinberg!" Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: "Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten!" Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. Als dann die Ersten kamen, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten einen Denar. Als sie ihn erhielten, murrten sie über den Gutsherrn und sagten: "Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet und du hast sie uns gleichgestellt. Wir aber haben die Last des Tages und die Hitze ertragen." Da erwiderte er einem von ihnen: "Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder ist dein Auge böse, weil ich gut bin? So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte."

Die Bibel vergleicht heute Gott mit einem Weinbauern. Weil Gott belohnt ja die in den Himmel Aufgenommenen alle gleich, egal, ob sie ein frommes Leben oder vor ihrem Tod nur fromme Minuten gelebt hatten! Für unsereinen ist das ja völlig egal, weil Götter samt ihren Himmeln und Höllen gibt‘s ja nur in Menschenköpfen und nicht in der Realität!
Der Schönborn glaubt als Kardinal natürlich öffentlich an seinen Gott, er fasst seine heutige Predigt so zusammen: "Es ist die Zeit der Weinlese. Vereinbart ist der Tageslohn von einem Denar, damals üblich. Mehrmals geht er auf den Marktplatz und heuert weitere Taglöhner an, die letzten eine Stunde vor Arbeitsschluss, um fünf Uhr Nachmittag. Am Abend wird der Tageslohn ausbezahlt, angefangen von den Letzten. Alle erhalten den vollen Tageslohn. Die den ganzen Tag gearbeitet haben, murren dagegen. Und nun das Entscheidende: Was bewegt den Gutsherrn, allen den gleichen Tageslohn zu zahlen? Hat er gerade eine Spendierlaune? 'Bist du böse, weil ich gut bin?' Könnte es nicht sein, dass der Gutsherr einfach sozial gedacht hat? Warum sollen die Familien der Taglöhner, die keine Arbeit gefunden haben, Hunger leiden? Der Gutsherr hat das getan, was wir heute für selbstverständlich halten: dass die, die krank oder arbeitslos werden, nicht in die Not abstürzen. Er hat es aus Mitgefühl getan. Aus diesem urmenschlichen Mitgefühl wurden unsere sozialen Einrichtungen entwickelt. Möge es nie verloren gehen!“
Ja, die Arbeiterbewegung hat gottfrei den Sozialstaat erkämpft, Arbeitslose erhalten dadurch das Arbeitslosengeld! Leute, die nur eine Stunde gearbeitet haben, bekommen klarerweise von keiner Firma den ganzen Tag bezahlt und auch von der Arbeitslosenversicherung nichts. Weil wir sind keine Taglöhner mehr! Die Aussage der obigen Bibelstelle richtet sich ja auf die biblische ewige Seligkeit, wer gottgläubig stirbt, der kommt auf ewig in  den Himmel! Zu schade für die Gläubigen, dass es keinen Himmel und keine Götter gibt! Die Gläubigen werden, wenn sie gestorben sind, genauso tot sein wie alle anderen Lebewesen!

Und keiner wird als Toter erfahren, dass er gelebt hat und nun nimmer lebt! Amen, so ist es!


745. WORT ZUM SONNTAG am 17.9.2023

Matthäus 18,21-35: In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Ich sage dir nicht: Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal. Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Knecht vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr des Knechtes hatte Mitleid, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Knecht hinausging, traf er einen Mitknecht, der ihm hundert Denáre schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und sagte: Bezahl, was du schuldig bist! Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe. Als die Mitknechte das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast. Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt.

Talent war ein Gewicht, der Tagesverdienst eines Arbeiters in den Jesuszeiten war etwa ein Denar, ein Talent Silber hatte den Wert von 6.000 Denaren, also war ein Talent etwa das Doppelte dessen, was ein Arbeiter in 10 Jahren verdiente, der Monatslohn lag somit bei 25 Denaren. 10.000 Talente waren somit eine ungeheure Summe. Der Jesus verspricht seinen Zuhörern, somit den Leuten, die nicht vergeben, die Strafe der Peinigung, also Schmerz und Qual. Was meint heute der Herr Schönborn dazu?, er schließt seine Predigt so: "Die Botschaft Jesu ist klar, aber anspruchsvoll. Warum sollen wir einander vergeben? Weil Gott uns unvergleichlich mehr vergeben hat! Hat er das wirklich? Habe ich Gott gegenüber Schuld? Jesus macht auch den Umkehrschluss: Wie kannst du erwarten, dass Gott mit dir barmherzig ist, wenn du deinem Nächsten gegenüber so unbarmherzig bist? Deshalb verknüpft Jesus für immer Gottes Vergebung mit unserer Bereitschaft zum Verzeihen. Er hat uns gelehrt, wie wir im ‘Vaterunser‘ beten sollen: ‘Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.‘ Wie anders sieht das Leben, ja die ganze Welt aus, wenn wir das im Kleinen täglich tun!"
Ja, da könnte der Herr Oberkirchenkommandant von Österreich ja veranlassen, dass zum Beispiel Kirchenmitgliedern, die den Kirchenbeitrag nicht bezahlt haben, diese Nichtzahlung vergeben wird! Und keine Klagen eingebracht werden!
Das würde sicherlich zu einer wunderbaren Vermehrung der Nichtzahler führen! Man könnte als Ausgleich dafür ja bei den Sonntagsmessen Eintrittsgelder kassieren, das würde den Priestermangel entschärfen, weil man dann mit noch weniger Kirchen und Sonntagsmessen auskommen täte! Das wäre doch auch barmherzig!


744. WORT ZUM SONNTAG am 10.9.2023

Matthäus 18,15-20: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht! Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei mit dir, damit die ganze Sache durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werde. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde! Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner. Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch: Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

In Wikipedia steht über das sogenannte "neue Testament", also den Bibelteil mit dem Jesus: "Die formale Kanonisierung des Neuen Testaments fand im vierten Jahrhundert statt." Da konnte also kein Zeitzeuge aus der Jesuszeit beteiligt gewesen sein! Im obigen Text werden die damaligen Untermenschen ausgegrenzt, die Heiden und die Zöllner! Über die Zöllner steht im Bibellexikon: "Die Verpflichtung, den Römern Steuern zu zahlen, war für die Juden ein großes Ärgernis. Solche, die mit dem Eintreiben der Steuern betraut waren, wurden jeder Anerkennung für unwürdig erachtet. Daher werden ‘Zöllner und Sünder‘ oft zusammengefasst."
Meinereiner war kein Heide, meinereiner wurde seinerzeit getauft, weil da war es im damaligen Mühlviertel noch undenkbar, Kinder nicht katholisch zu taufen. Meine Eltern glaubten selber nichts und meinereiner wurde religionsfrei erzogen, musste aber als Getaufter und damit als Kirchenmitglied zwölf lange Jahre den Religionsunterricht besuchen, der Kirchenaustritt erfolgte dann 14 Tage vor der Volljährigkeit (die gab es damals mit 21), die Kirche hat von meinemeinen nie einen Groschen oder Cent Kirchenbeitrag oder gar einen Gottglauben bekommen. Der Atheist in mir predigt klarerweise auch sonntags!
Schauen wir nach, wie der Herr Schönborn heute seinen Predigt zusammenfasst, er schreibt: "Wenn wir einander die Fehler sagen sollen, dann dürfen wir nie vergessen, dass wir dem anderen nicht nur Hilfe, sondern auch Last sind: ‘Ertragt einander!‘ Doch wie weit soll das gehen? Wer hat den Mut, dem Chef die unangenehmen Dinge zu sagen? Wie oft müssen Mitarbeiter die Fehler der Leitung ertragen, weil ein offenes, ehrliches Wort der Kritik unerwünscht ist oder gar bestraft wird! Zeigen wir einander Dankbarkeit, wenn uns jemand auf Fehler hinweist? Ermutigen wir uns gegenseitig, einander die Fehler ehrlich zu sagen? Jesus wünscht sich, dass unter uns diese Einmütigkeit herrscht. Wo sie gelebt wird, da verspricht er, mitten unter uns zu sein."
Soweit der Schönborn. Der Jesus ist klarerweise nur als Sagengestalt in manchen Köpfen unter uns! Und der österreichische Kirchenchef Schönborn wird wohl kaum auf Atheisten-Homepages die Wahrheit suchen, es gibt schließlich außerhalb von Menschenköpfen keine Götter, keinen Wotan, keinen Zeus, keinen Jupiter, keinen Manitou, keinen Gottvater, keinen Gottsohn und einen Heiligen Geist schon gar nicht, weil religiösen Leuten fehlt es speziell an denkendem Geist! Der Schönborn hat einen sehr fehlerhaften Beruf ergriffen und er hält jeden Sonntag fehlervolle Predigten. Götter gibt es in der Realität nicht, sondern nur in der Fantasie! Als meinereiner in den Ferien nach der ersten Volksschulklasse Karl May zu lesen begann, hat meinereiner zuerst geglaubt, die Abenteuer von Kara ben Nemsi und Old Shatterhand wären wahre Erlebnisse, dann hat meinereiner daran gezweifelt und angefangen, Krimis von Agatha Christie zu lesen, an Miss Marple und Hercule Poirot hat meinereiner dann nimmer geglaubt, aber diese beiden fiktiven Gestalten hatten einen weitaus höheren Unterhaltungswert als dieser Gottessohn Jesus, den es ja nur im Bibelbuch gegeben hat. So, das genügt für heute!


743. WORT ZUM SONNTAG am 3.9.2023

Matthäus 16,21-27: In jener Zeit begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären: Er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles erleiden, getötet und am dritten Tag auferweckt werden. Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen, und sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen. Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen und dann wird er jedem nach seinen Taten vergelten.

Heute kann man hier oben die mit ganzer Inbrunst verkündete Jesuslehre lesen! Der Jesus muss ja gekreuzigt werden, damit er dann auferstehen kann! Und der Vatergott ist schließlich sein Vater, das Kreuzzeichen wird ja vom Spruch “Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ begleitet! Der oberste Jesusjünger, der Petrus sieht das nicht so, darum wird er vom Jesus zum Ärgernis und Satan degradiert. Und die Christenpflichten werden festgelegt, Selbstverleugnung und Tauschhandel, wer sein Leben für den Jesus verliert, bekommt ein neues Leben, ein himmlischer Hacken daran ist allerdings, dass es keine Götter und Satane gibt, keinen Himmel und keine Hölle und kein ewiges Leben! Wir werden geboren und wir sterben, wir existieren nur von der Geburt bis zum Tod! So kann der Herr Erzbischof von Wien die Realität natürlich nicht sehen, er schließt seine heutige Sonntagspredigt darum so: "Für Petrus ist das Leiden ein Skandal. Es bleibt für uns das große Ärgernis: Warum so viel Leid auf der Welt? Für Jesus ist Petrus ein Ärgernis, weil er wie wir alle denkt. Doch Gottes Wege sind anders: ‘Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben (wörtlich: seine Seele) einbüßt?‘ Nüchtern sagt Jesus: Es gibt nur einen Weg, der das Leben gelingen lässt: täglich sein Kreuz auf sich nehmen! Petrus hat sich heftig dagegen gewehrt. Wir können ihn nur zu gut verstehen. Doch dann hat er ‘Ja‘ gesagt und ist Jesus nachgefolgt. Dort, wo heute der Petersdom steht, ist er gekreuzigt worden. Das Wort ‘du Satan!‘ steht zwar nicht im Petersdom. Der Dom selber bezeugt, dass Petrus sich bekehrt hat und Jesus gefolgt ist."
Soweit der Schönborn. Er glaubt natürlich an die Seele und die Ewigkeit, sein Pech und sein Glück wird es daher sein, dass er nie erfahren wird, dass es beides nicht gibt, weil ein Toter kann ja nichts mehr wahrnehmen und nichts mehr erfahren. Der Schönborn hat sein Leben letztlich sinnlos vergeudet, er hat an nicht Existierendes geglaubt und daran sein Leben weitgehend verschwendet...


742. WORT ZUM SONNTAG am 27.8.2023

Matthäus 16,13-20: In jener Zeit, als Jesus in das Gebiet von Cäsaréa Philíppi kam, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Menschen den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elíja, wieder andere für Jeremía oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus antwortete und sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjóna; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus – der Fels – und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein. Dann befahl er den Jüngern, niemandem zu sagen, dass er der Christus sei.

Dazu hat meinereiner im Internet nach der Erklärung für das Wort „Christus“ gesucht und dabei folgenden Text gefunden: „Der menschgewordene Gott wird Christus genannt und Christus ist das Fleisch, das durch Gottes Geist angezogen wird. Dieses Fleisch ist anders als jeder Mensch, der aus dem Fleisch ist. Der Unterschied liegt darin, dass Christus nicht aus Fleisch und Blut, sondern die Menschwerdung des Geistes ist. Er verfügt sowohl über eine normale Menschlichkeit als auch eine vollkommene Göttlichkeit. Kein Mensch besitzt Seine Göttlichkeit. Seine normale Menschlichkeit erhält alle Seine normalen Aktivitäten im Fleisch, während Seine Göttlichkeit das Werk Gottes Selbst vollzieht.“
In Wikipedia steht über das Wort „Christus“ das es „der Gesalbte“ bedeutet. Und weiter heißt es: „seine Anhänger identifizierten den historischen Jesus aus Nazareth mit dem erwarteten jüdischen Heilsbringer“.
Das griechische Wort für „Herr“ heißt „Kyrios“ und Jesus wird in der Bibel gerne als „Herr“ angeredet, was wohl als „kurios“ bezeichnet werden kann, weil Herr einer neuen Religion wurde er schließlich erst als anno 380 im Römerreich per Dreikaiseredikt das Christentum für alle Reichsbürger zur Pflichtreligion gemacht wurde!

Aber das wieder einmal nur nebenbei, was predigt heute der Schönborn über seinen Gott Jesus Christus? Er schließt seine Predigt so: „Die Kirche ist eine menschliche Einrichtung, aber nicht nur. Sie ist, wie Jesus selber sagt, auf Petrus, den Fels, gebaut. Deshalb ist sie auf Menschen gebaut, wird von Menschen gestaltet (und leider auch beschädigt). Doch ist sie nicht einfach Menschenwerk. Jesus selber baut sie. Ihm gehört sie, sie ist sein Werk. Sie wird heilig genannt, obwohl alle ihre Mitglieder sündige Menschen sind. Ich wäre nicht in ihr, wenn ich nicht schon früh in meinem Leben das Geschenk des Glaubens erhalten hätte. Das ist nicht mein Verdienst, sondern eine Gabe Gottes. In der Kirche geht es oft allzu menschlich zu. Und gleichzeitig lebt in ihr eine Kraft, die nicht von ihr allein kommt. Das hat Petrus selber erlebt. Bei Franziskus, seinem 266. Nachfolger, ist es nicht anders.“
Soweit der Schönborn. Der Gott hat also dem Schönborn seinen Glauben selber geschenkt! Da es keine Götter gibt, wird er in der Realität wohl in der Familie schon als kleines Kleinkind entsprechend religiös gehirngewaschen worden sein! Er ist gemäß der obigen Schilderung nie soweit gekommen, dass er als Erwachsender über die Religion kritisch nachgedacht hätte! Meinereiner wurde familiär erst kurz vor Beginn das Volksschulbesuches religiös informiert. Meine Eltern hatten mit der Kirche (einschließlich in ihrer Volksschulzeit mit einem kinderschändenden Priester) entsprechende Erfahrungen gemacht, sie wagten es damals im schwarzen Mühlviertel lebend allerdings weder ihre Kinder nicht taufen zu lassen, noch gar selber aus der Kirche auszutreten. Aber der Vater erklärte mir vor dem Antritt des Besuches der Volksschule, dort würde meinereiner auch einen Religionsunterricht bekommen, was man mir dort erzählen werde, sei lauter Unsinn, aber meinereiner sollte nicht dagegen reden, sondern dasselbe tun, was die anderen Schüler tun mussten. Das hat meinereiner getan, nie was von dem Quargel geglaubt, aber dann sogar in Religion maturiert, weil da die Prüfung weitaus billiger war als in Deutsch, Geschichte oder Philosophie! Viele Jahre später erfuhr dann meinereiner, dass der Priester, der uns in Religion unterrichtet hatte, seiner Mutter versprechen musste, Priester zu werden, damit sie in den Himmel kommt, er darum mit seiner Lebensgefährtin zusammenlebte und die Kirche ihm deswegen keine Pfarre gab, sondern den Posten als Religionslehrer. Dazu ein alter Ausspruch vom verstorbenen Linzer Weihbischof Alois Wagner: "I sog jo nix, woan a Pfoara a Freindin hod, owa muasas owei glei heiratn?" (hochdeutsch: "Ich sage ja nichts, wenn ein Pfarrer eine Freundin hat, aber muss er sie immer gleich heiraten?") - dazu sei angemerkt, heucheln und lügen ist ein wesentliches Element im Katholizismus. Wenn man den Scheißzölibat abschaffen täte, könnte man dort die Heuchelei und Lügerei deutlich reduzieren! Amen, das wäre es für heute!


741. WORT ZUM SONNTAG am 20.8.2023

Matthäus 15,21-28: In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Und siehe, eine kanaanäische Frau aus jener Gegend kam zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Schick sie fort, denn sie schreit hinter uns her! Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch sie kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den kleinen Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, Herr! Aber selbst die kleinen Hunde essen von den Brotkrumen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Es soll dir geschehen, wie du willst. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.

Dieser rassistische Text verursacht dem Schönborn Schwierigkeiten, eine Frau aus Kanaan will was vom Jesus und der deklariert seine Zuständigkeit nur für Israel! Zu schade, dass das dann weltgeschichtlich nicht funktioniert hat und im Jahre 380 das Christentum durch das Dreikaiseredikt mit aller Gewalt über alle Völkerschaften im Römerreich zwangsverbreitet wurde! Wenn die Figur des Jesus bei der Rolle als israelischer Reformer bleiben hätte müssen, wäre uns das ganze finstere Mittelalter erspart geblieben und vom Jesus wüsste heute wahrscheinlich überhaupt niemand irgendwas! Und die alten Völkergötter, also Jehova, Zeus, Jupiter, Wotan, Odin, Allah, Manitou usw. wären wohl durch die Entwicklung des menschlichen Wissens als Sagenfiguren in Sagenbüchern verblieben. Und meinereiner würde sonntags keine atheistischen Predigten schreiben, weil Religionsfreiheit als Freiheit von Religion weltumfassend wäre!
Aber das nur nebenbei, schauen wir was der Herr Kardinal in Wien heute per Homepage & Kronenzeitung verkündet!
Er leitet seinen Text damit ein, dass er den Antisemitismus zurückweist, aber dann folgende Frage stellt: "Sagt hier Jesus nicht unmissverständlich, dass er die Heiden mit den Hunden vergleicht, die Mitglieder seines eigenen, des jüdischen Volkes aber als Kinder, also als allein der Hilfe Gottes würdig? Heute könnte diese Frau gegen Jesus einen Ehrenbeleidigungsprozess anstrengen. Warum dieses schwer verständliche Verhalten Jesu?"
Und was antwortet Schönborn auf seine eigene Frage? Er schreibt das: "Es stimmt, das Brot ist zuerst für die Kinder. Aber die Brotkrumen, die vom Tisch ihrer Herren fallen, dürfen die Hunde essen! Der heilige Johannes Chrysostomus (344-407) sagt über diese Frau: ‘Jesus hat sie einen Hund genannt, und sie setzt hinzu, was ein Hund tut, so als wollte sie sagen: Und wenn ich ein Hund bin, so gehöre ich doch zu dir. Du nennst mich einen Hund, also füttere mich, so wie du deinen Hund fütterst; ich kann den Tisch meines Herrn nicht verlassen‘."

Ja, da könnte man auf einen anderen Hund kommen, nämlich auf den weit verbreitet gebrauchten “blöden Hund“! So, das reicht für heute!


740. WORT ZUM FEIERTAG am 15.8.2023

Lukas 1,39-56: In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet. Und es geschah: Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: "Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ." Da sagte Maria: "Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig." Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.

Heute haben wir keinen Sonntag, sondern einen katholischen Feiertag namens "Maria Himmelfahrt"! Als Feiertag festgelegt ist der 15.8. in Europa in Belgien, Frankreich, Italien, Kroatien, Polen, Portugal, Spanien und Österreich, sowie in einigen Kantonen in der Schweiz und in zwei deutschen Bundesländern (im Saarland und in Bayern in überwiegend katholischen Gemeinden). Dem Fest liegt der Glaube zugrunde, dass Maria, die Mutter Jesus, nach ihrer Bestattung in einem steinernen Grab von Christus in den Himmel gerufen worden sei – "mit Leib und Seele", wie es in dem im Jahre 1950 von Papst Pius XII. verkündeten Dogma wörtlich lautet. Meinemeinen war dieser Feiertag immer völlig egal, weil in meinen Jugendjahren war er ja in den Ferien und später als Religionsfreier sind mir alle kirchlichen Feiertage als freie Tage gegenüber getreten. Aber das nur nebenbei, was freut heute den Bischof Schönborn an der Sage von der marianischen Himmelfahrt? Er schließt seine Feiertagspredigt so: “Das Fest Mariä Himmelfahrt ist mit einem reichen Brauchtum umgeben: Am bekanntesten und beliebtesten ist die Kräutersegnung. Nach einer alten Überlieferung hätten sich die Apostel nach dem Heimgang Mariens alle um ihr Grab versammelt. Doch statt ihres Leichnams fanden sie den Sarg gefüllt mit duftenden Kräutern und Blumen. Ich finde, das ist ein schönes Bild für die Hoffnung, die das heutige Fest vermittelt. Maria, die Jesus geboren hat, die der Welt so viel Liebe geschenkt hat, konnte nicht im Tod bleiben. Diese große Frau wird nicht umsonst von so vielen Menschen verehrt und geliebt.“ Dazu müßte man heute in die Kirchen schauen!
Hier ein Screenshot eines Bildes im Internet:

Massen versammeln sich dort heute wohl eher nicht! Und die Kräutersegnung ist ein alter Brauch. Die gesegneten Kräuter werden wohl kaum Gesundheit stiften können. Unterhaltsam sind die Sprüche über den Gott, der die Reichen leer ausgehen lässt und die Hungernden beschenkt. Davon hat wohl in der Geschichte des Christentums niemand was wahrgenommen, um die Hungenden hat sich schließlich dann die Arbeiterbewegung gekümmert und den Sozialstaat geschaffen! Aber lassen wir das, unsereinem kann der 15.8. als Kirchenfeiertag heute ja egal sein. Und meinemeinen sind alle Feiertage egal, weil als Pensionist hat man ja pro Jahr 365 freie Tage...


739. WORT ZUM SONNTAG am 13.8.2023

Matthäus 14,22-33: Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten. Als es Abend wurde, war er allein dort. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen und sagte: "Habt Vertrauen, ich bin es, fürchtet euch nicht!" Petrus erwiderte ihm und sagte: "Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme!" Jesus sagte: "Komm!" Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus. Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst. Und als er begann unterzugehen, schrie er: "Herr, rette mich!" Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: "Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?" Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: "Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du."

Dem Schönborn gefällt die heutige Szene im Evangelium nicht so richtig, er leitet seine Predigt so ein: "Statt Rückenwind nur ein 'von den Wellen hin und hergeworfen’-Werden! Dazu das Gefühl, alleingelassen zu sein, eine kleine Schar, die sich vergeblich plagt. So kommt mir manchmal die Situation der Kirche von heute vor. Gab es schon damals, in ihrer Frühzeit, solche frustrierenden Erfahrungen?"
Ja, das ist aber eine schöne Erkenntnis! Die Kirche plagt sich also heute vergeblich! Ganz vergeblich zwar nicht, schließlich kriecht der Staat vor der katholischen Kirche immer noch auf dem Bauch, aber die Masse des Volkes kriecht da schon länger nimmer mit, wie hier schon oft geschrieben, gehen nur noch um die fünf Prozent der katholischen Kirchenmitglieder am Sonntag in die Kirche! Wie fasst Schönborn seine Ptredigt zusammen? Er schließt sie so: "Eine Frage bleibt für mich: Warum hilft er so spät? Erst in der vierten Nachtwache, beim Morgengrauen, kommt Jesus zu ihnen. Sie erkennen ihn nicht gleich. Wer kann schon über das Wasser gehen? Es packt sie panische Angst vor dem, den sie für ein Gespenst halten. Wie schwierig ist es oft, die Gegenwart Jesu zu erkennen, wenn alles uns Schrecken einflößt! Umso tröstlicher ist sein Zuspruch: 'Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!' Am bewegendsten ist für mich die Szene mit Petrus. Auf Jesu einfaches 'Komm!' hin wagt Petrus das Unmögliche und geht übers Wasser auf Jesus zu. Sein Hilferuf 'Herr, rette mich!' und Jesu Wort 'Du Kleingläubiger!' treffen mich persönlich. Was macht es, ob dieses Evangelium vor oder nach dem Jahr 70 niedergeschrieben wurde? Es sprach von Anfang an mitten ins Leben hinein. Doch das tut es nur deshalb, weil damals, in jener Zeit, wirklich geschehen ist, was das Evangelium getreu berichtet, so wirklich, wie auch heute erfahren wird, dass Jesus kommt und hilft."
Soweit der Herr Kardinal. Ja, für einen Bischof muss die Bibel natürlich die Wahrheit enthalten, niedergeschrieben wurde der Text allerdings erst Jahrzehnte nach seinem angeblichen Geschehen und da konnte man über den Jesus, der immer größer gemacht wurde, auch immer neue Geschichten erfinden. Angefangen hatte er als Reformprediger und im Laufe der Zeit wurd er dann zum Gottessohn befördert und zum ewigen Helfer. Wie lautet dazu das Wunderwort? "Wer’s glaubt wird selig!" Seinerzeit im alten Römerreich wurde lange Zeit nach dem angeblichen vom Jesus organisierten Geschehen das Christentum per Kaiseredikt zur Pflichtreligion für alle im Römischen Reich erhoben, durchs finstere Mittelalter war das Pflicht für alle, darum ist das Christentum auch eine noch heute existierende Religion, die allerdings zunehmend ständig an Bedeutung verliert, wir schreiten weiter in den Säkularismus, in die Verweltlichung...


738. WORT ZUM SONNTAG am 6.8.2023

Matthäus 17,1-9: In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elíja und redeten mit Jesus. Und Petrus antwortete und sagte zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja. Noch während er redete, siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. Als die Jünger das hörten, warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden und fürchteten sich sehr. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf und fürchtet euch nicht! Und als sie aufblickten, sahen sie niemanden außer Jesus allein. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist!

Der Elija war – wie der Moses - ein Prophet des alten Testamentes, die beiden haben eigentlich keine Funktion im obigen Evangelium, weil da freut sich ja der Gottvater selber über seinen Gottsohn Jesus, an dem er sein Wohlgefallen hat, gezeugt hat das dritte Drittel des dreifaltigen Christengottes, also der Heilige Geist, mit der heiligen Maria den irdischen Gottessohn und Religionsgründer Jesus, das ist ein wesentlicher Bestandteil des Christenmärchens! Die wesentlichen Auswirkungen davon wurden allerdings – wie hier schon so oft beschrieben – erst im Jahre 380 verursacht, als das Christentum mittels dem Dreikaiseredikt Cunctos populos zur Pflichtreligion für alle im Römischen Reich bestimmt wurde! Vorher gab es im Römischen Reich Religionsfreiheit, alle ins Römerreich eingegliederten Völkerschaften hatten ihre Religionen bis 380 behalten dürfen! Der mittelalterliche christliche Klerikalfaschismus hielt sich rigoros bis in die Neuzeit, da wurde dann die Religionsfreiheit in langen Kämpfen (Dreißigjähriger Krieg!) und Bemühungen langsam wieder ermöglicht! Ohne das Diktat von 380 wüsste man heute nix mehr von der Jesus-Sage!
Aber das nur einleitend, was schreibt heute der Herr Kardinal Schönborn über den auferweckten Jesus? Er schreibt zuerst über Nahtoderfahrungen und resümmiert dann so: “Die Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor zeigt, wie nahe mir der Himmel ist, wie sehr es mich im täglichen Leben stärkt, das zu wissen oder wenigstens zu ahnen. Jesus hat seinen drei Jüngern gezeigt, wohin die Reise geht, was uns am Ziel des Weges erwartet. Er hat nicht versprochen, dass der Weg leicht und bequem ist. Er selber ist der Weg und das Ziel."
Soweit der Schönborn. Das Jesusmärchen hat heute im Leben der Menschen in unseren Breiten nur noch geringe Bedeutung, zwar wird offiziell die Christenreligion staatlich immer noch forciert unterstützt, aber eine allgemeine Religionspflicht gibt es schon länger nimmer! In Österreich sind noch knapp etwas mehr als die Hälfte der Leute zahlende katholische Kirchenmitglieder, 1951 waren es noch knapp 90%!

Der Anteil der Leute, die diese Religion praktizieren, liegt nach kircheneigenen Zählungen bei den Sonntagsmessen bei etwas über fünf Prozent! (die neuesten Zahlen sind von 2021 auf katholisch.at, siehe Screenshot hier:)


Lustig dazu ist es, dass heute nur noch vom Himmel, aber von der Hölle überhaupt nicht mehr gepredigt wird, hier ein höllisches Zitat aus dem Matthäus-Evangelium, Mt 25,31ff: "Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie scheiden wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken (..) Dann wird er sich auch an die linke Seite wenden und ihnen sagen: 'Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist.' Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben."
Der Gottvater ist heute nimmer höllisch böse und der Gottsohn auch nicht! Aber es soll hier wieder einmal daran erinnert werden, wie es in alten Zeiten war, als es in den Sonntagspredigten noch Himmel und Hölle gab, der Schönborn ist nur noch dem Himmel nah, weil der Jesus Weg und Ziel ist.
Nutzen tut das aber nichts,
siehe obige Tabellen über Katholikenbestand und die heute übliche Sonntagsmessenfrequenz!


737. WORT ZUM SONNTAG am 30.7.2023

Matthäus 13,44-46: In jener Zeit sprach Jesus zu den Jüngern: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn und grub ihn wieder ein. Und in seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte sie.

Schönborn zitiert heute Viktor Frankl, von ihm stammt das Zitat “Werte kann man nicht lehren, sondern nur vorleben“, das zitiert der Schönborn nicht, er beruft sich auf dessen Lehre, es gäbe nichts Wichtigeres für die seelische Heilung als das Finden des Sinnes im Leben, ohne einen Sinn des Lebens würde man krank. Da hat der Frankl wohl recht, meinereiner hat sein Leben darum auch sinngebend gelebt, eine der Sachen davon ist mein gelebter Atheismus! Sowas kann der Schönborn klarerweise nicht verkünden, er zitiert dazu seinen Jesus und zusammenfassend schreibt er: "Jesus lehrt uns, täglich darum zu beten: 'Dein Reich komme!' Jesus hat nie gesagt, was er genau darunter versteht. Er hat in Bildern davon gesprochen. Heute fragt er uns: Was wäre für dich ein Fund wie der Schatz im Acker, die kostbare Perle? Wofür würdest du alles einsetzen? Wann könntest du sagen: Ich habe den Sinn meines Lebens gefunden?"

Meinereiner hat im Leben mehrere Sachen gefunden, die wichtig waren! In jungen Jahren wurde meinereiner zu einem Rock’n'roll-Fan, hab angefangen Schallplatten und später CDs mit dieser Musik zu kaufen und zu hören und höre diese Musik auch heute noch gerne. “One, two, three o'clock, four o'clock, rock, five, six, seven o'clock, eight o'clock, rock, nine, ten, eleven o'clock, twelve o'clock, rock, we're gonna rock around the clock tonight, we're gonna rock, rock, rock, 'til broad daylight, we're gonna rock, gonna rock, around the clock tonight!"

Meinereiner hatte zweimal die Freude Bill Haley and his Comets live sehen zu können, nach dem Tod von Haley (er starb 1981, 56jährig, an einem Gehirntumor) tourten seine Comets Johnny Grande, Franny Beecher, Joey D’Ambrosio, Dick Richards und Marshall Lytle, als Bill Haley’s Original Comets zusammen mit dem Engländer mit Haleys Stimme, Jacko Buddin bis 2012, meinereiner hatte die Ehre, die Comets auf ihren Welttourneen fünfmal live zu erleben! Und Little Richard, Jerry Lee lewis, Chuck Berry, Fats Domino u.a. hat meinereiner auch live gesehen und gehört! Nach dem Rock kam dann in den späteren Sechzigerjahren der Karl Marx, der mich zu einem politischen Engagement in der KPÖ (bis 1979) motivierte. Dann als gelernter Materialist, der im Elternhaus religionsfrei aufgewachsen war, folgte das antireligiöse Engagement, seit den Achtzigerjahren ist meinereiner ein öffentlich engagierter Atheist! Nach längeren entsprechnden Vereinstätigkeiten war es im Dezember 2009 so weit, dass meinereiner die Homepage Atheisten-Info gründete und dort nahezu täglich was schreibt! Und das macht meinereiner gerne! Auch am Sonntag! Weil in die Sonntagsmesse ist meinereiner ja niemals gegangen, da war ich wie über 90% der Österreicher! So, das wäre es für heute!


736. WORT ZUM SONNTAG am 23.7.2023

Matthäus 13,24-30: In jener Zeit erzählte Jesus der Menge folgendes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Menschen schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging weg. Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? Er antwortete: Das hat ein Feind getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen? Er entgegnete: Nein, damit ihr nicht zusammen mit dem Unkraut den Weizen ausreißt. Lasst beides wachsen bis zur Ernte und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune!

Das ist wieder einmal das christliche Gleichnis von Himmel & Hölle!
Wer jesusgläubig ist, der kommt in den Himmel, wer das nicht ist, kommt ins Höllenfeuer! Mit diesem Bedrohungssystem hielt man lange Zeit die Jesusglaubenspflicht aufrecht, heute ist das immer mehr Leuten wurscht, weil Götter, Himmel und Höllen gibt es ja nicht, wir werden geboren, vor unserer Geburt haben wir nicht existiert, dann sterben wir irgendwann und sind dadurch wieder so wie vor der Geburt: wir existieren nicht. Da Nichtexistierende ihre Nichtexistenz ja nicht wahrnehmen können, ist die Nichtexistenz was, das allen Betroffenen zwangsweise völlig egal sein muss! Man denke dazu auch an die Zeugung, ein Riesenstrom männlicher Samenfäden geht in die Richtung zum weiblichen Ei. Meist gelingt nur einem Samenfaden die Befruchtung, alle anderen haben überflüssig existiert. Und das schon seit allen Existenzen aller Vorfahren! Die Wahrscheinlichkeit selber als konkreter Mensch zu existieren liegt darum etwa bei minus unendlich plus eins.
Aber darüber macht man sich kirchlich keine Gedanken, was predigt heute der Herr Schönborn? Wahrscheinlich was übers Unkraut! Sein Schlußsatz lautet so: "Hass säen ist teuflisch. Andere verführen ist das Werk des Menschenfeindes. Gott hat Erbarmen mit den Verführten. Ihre Verführer müssen ihr Tun vor Gott verantworten! Jetzt lasst beides wachsen, den Weizen und das Unkraut! Jesus rät zum Vertrauen, dass am Ende der gute Weizen gewinnen wird."
Unsereiner kann über diesen Blödsinn nur lachen! Wie oben schon geschildert gibt es keinen Himmel für den Weizen. Und auch ein Bischof erlebt nichts anderes als ein Atheist: wer gestorben ist, existiert eben nimmer und das gilt für Atheisten genauso wie für Bischöfe. Schwerer haben es nur die Götter, sie existierten und existieren eben überhaupt nicht...


735. WORT ZUM SONNTAG am 16.7.2023

Matthäus 13,1-9: An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich. Und alle Menschen standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Gleichnissen. Er sagte: Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen es. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil aber fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre!

Und wer Augen hat, der lese den obigen Blödsinn! Das Reich Gottes ist wieder einmal nahe! Weil ein guter Boden da ist! Das Christendumm wurde seinerzeit im Jahre 380 im Römsichen Reich als Zwangsreligion eingeführt, das verursachte das finstere Mittelalter, in der danach organisierten Neuzeit konnte diese klerikalfaschistische Epoche gestoppt werden, aus der Christenpflicht entwickelte sich die Religionsfreiheit, die seit 1867 in unserer Verfassung (Staatsgrundgesetz Artikel 14) steht, hier die Artikel des Grundgesetzes:
Art. 1: Österreichische Staatsbürgerschaft für die Angehörigen Cisleithaniens
Art. 2: Gleichheit vor dem Gesetz
Art. 3: Gleiche Zugänglichkeit zu den öffentlichen Ämtern für alle Staatsbürger
Art. 4: Freizügigkeit der Person
Art. 5: Unverletzlichkeit des Eigentums
Art. 6: Aufenthaltsfreiheit
Art. 7: Aufhebung jedes Untertänigkeits- und Hörigkeitsverbandes und des geteilten Eigentums
Art. 8: Freiheit der Person
Art. 9: Hausrecht Art. 10: Briefgeheimnis
Art. 11: Petitionsrecht
Art. 12: Vereins- und Versammlungsfreiheit
Art. 13: Pressefreiheit
Art. 14: Glaubens- und Gewissensfreiheit
Art. 15: Öffentliche Religionsausübung für die gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften
Art. 16: Private Religionsausübung für Anhänger sonstiger Religionsbekenntnisse
Art. 17: Freiheit der Wissenschaft und ihrer Lehre
Art. 18: Freiheit der Berufswahl
Art. 19: Gleichberechtigung aller Volksstämme des Staates
Art. 20 gestattete die zeitweilige und örtliche Suspension der Artikel 8, 9, 10, 12 und 13 nach Maßgabe eines besonderen Gesetzes (das am 5. Mai 1869 erlassen wurde)

Die Artikel 14 bis 16 lauten vollständig so:
Artikel 14 - Die volle Glaubens- und Gewissensfreiheit ist Jedermann gewährleistet. Der Genuß der bürgerlichen und politischen Rechte ist von dem Religionsbekenntnisse unabhängig; doch darf den staatsbürgerlichen Pflichten durch das Religionsbekenntniß kein Abbruch geschehen. Niemand kann zu einer kirchlichen Handlung oder zur Theilnahme an einer kirchlichen Feierlichkeit gezwungen werden, in sofern er nicht der nach dem Gesetze hierzu berechtigten Gewalt eines Anderen untersteht.
Artikel 15 - Jede gesetzlich anerkannte Kirche und Religionsgesellschaft hat das Recht der gemeinsamen öffentlichen Religionsübung, ordnet und verwaltet ihre inneren Angelegenheiten selbständig, bleibt im Besitze und Genusse ihrer für Cultus-, Unterrichts- und Wohlthätigkeitszwecke bestimmten Anstalten, Stiftungen und Fonde, ist aber, wie jede Gesellschaft, den allgemeinen Staatsgesetzen unterworfen.
Artikel 16 - Den Anhängern eines gesetzlich nicht anerkannten Religionsbekenntnisses ist die häusliche Religionsübung gestattet, in sofern dieselbe weder rechtswidrig, noch sittenverletzend ist.
Hinweis: Artikel 16 Staatsgrundgesetz wurde inzwischen durch Artikel 63 Abs. 2 StV v St. Germain derogiert.
Nach diesem Gesetz steht jedem Bürger die Zugehörigkeit und Ausübung in einer Kirche oder Religionsgemeinschaft frei. Das heißt, sowohl Eintritt als auch Austritt sind frei von staatlichem Zwang. Es ist auch jedem unbenommen, keiner Religion anzugehören.

Es muss somit niemand an den Jesus oder an andere Götter glauben, dürfen darf man es. In heutigen Zeiten wird der Götterbedarf immer geringer. Nur rund fünf Prozent der katholischen Kirchenmitglieder gehen sonntags tatsächlich in die Kirche, der Schönborn predigt daher weit überwiegend an seine vermeintlich Gläubigen per Internet und per Kronenzeitung. Heute gibt er bekannt, dass sein Gott sich um die schlecht bestellte Welt kümmert und der Wille seines Gottes in Form von gutem Wirken geschieht.
In den Jesuszeiten habe dieser als seinerzeitiger göttlicher Sämann auf fruchtbaren Boden gesät und damit religiöse Früchte gewonnen.
Wie sieht das der Schönborn heute?  Er schreibt darüber, dass das Reich Gottes nahe sei! Seit rund 2000 Jahren warten angeblich die gläubigen Christen auf die Wiederkehr des Jesus. In der Realität verliert in unseren Breiten die Religion ständig an Bedeutung, was eine ganz einfache Ursache hat, Götter gibt es keine, diese wurden von Menschen erschaffen und existieren nur noch in sinkenden Anzahlen von Menschenköpfen. Und darüber freut man sich als Atheist jeden Sonntag!


734. WORT ZUM SONNTAG am 9.7.2023

Matthäus 11,25-30: In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

Was ist mit dem dreifaltigen Gott, den seit langer Zeit die katholische Kirche lehrt? Das Kreuzzeichen geht doch so: "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, amen!" Laut Bibel war der Heilige Geist derjenige, der die Gottesmutter Maria befruchtet hat, damit sie den Gottessohn Jesus als Menschen gebären konnte! Steht so in der Bibel! Siehe Lukas 1,35: "Der Heilige Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden." Interessant! Zu schade, dass es überhaupt keine Götter gibt!
Aber schauen wir uns an, was der Herr Oberkatholik Schönborn dazu auf seiner Site schreibt, dort steht: "Jesus bleibt nicht bei sich selber stehen. Nicht an ihm liegt es, ob er Erfolg hat oder nicht. Das liegt ganz in Gottes Händen. Weil Jesus davon überzeugt ist, kann er gelassen sein und sich dem Willen Gottes anvertrauen: ‘Ja, Vater, so hat es dir gefallen! ‘ So hat Jesus auch uns zu beten gelehrt: ‘Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.’ Weil Jesus so tiefes Vertrauen zu Gott hat, den er schlicht ‘Vater’ nennt, kann er trotz der Enttäuschungen die Freude bewahren. Zwar lehnen ihn die ‘G‘studierten’ ab, aber die ‘Unmündigen’, die einfachen, meist unbeachteten Menschen nehmen ihn an. Ihnen öffnet Gott das Herz. Jesus war nicht gegen die Gebildeten, aber die Eingebildeten konnte er nicht ertragen. Die vielen Menschen, die ein mühseliges Leben haben und die mit Sorgen beladen sind, lädt er ein: ‘Kommt alle zu mir!’ Er kann ohne Anmaßung sagen: ‘Lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.’ Viele haben die Erfahrung gemacht, dass das stimmt."
Soweit die Schlussbereiche der Schönborn-Predigt, hier die Schlusszeilen von meinemeinen: Da wird in der Bibel der Gottvater deswegen so genannt, weil er einen Sohn, den Jesus, hat, aber der Herr Erzbischof von Wien schreibt, der Jesus habe Gottvater aus Gottvertrauen "Vater" genannt. Der Jesus ist eine Sage, Götter existieren nur in manchen Menschenköpfen, aber meinereiner predigt immer noch jeden Sonntag auf seiner Atheisten-Homepage.

Irgendwie ist das inzwischen eigentlich eine sinnlose Zeitvergeudung, meinereiner sollte da eigentlich lieber andere Witze erzählen, der Schönborn tut das ja auch, allerdings bemerkt er es nicht, dass er keine Wahrheiten, sondern hölzerne Witze verbreitet...


733. WORT ZUM SONNTAG am 2.7.2023

MATTHÄUS 10,37-42 in jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert. Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist - Amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.

Den Jesus müssen alle mehr lieben als sonst irgendwen oder irgendwas! Da freut man sich als Atheist, dass man keinen solchen Kopfschaden hat und eine erfundene Gottesfigur mehr liebt als sonstwas! Und wegen dem Jesus das Leben verlieren? Das ist also wie in der Islamlehre, dort kommen auch alle ins Paradies, die im Kampf um die Allah-Herrschaft sterben! Blöderweise gibt es weder einen Allah, noch einen dreifaltigen Christengott oder sonst ein Überwesen! Uns Menschen gibt es hier auf der Erde und es wird wohl auch auf einer Menge anderer Planeten menschenartige Lebewesen geben. Wir kommen auf die Welt, leben unser Leben und dann sterben wir und sind wieder im Zustand wie vor unserer Zeugung und Geburt: wir existierten vor der Geburt nicht und nach dem Tod nicht mehr. Und dagegen helfen auch keine religiösen Sagen und Märchen!
Was schreibt heute der Herr Schönborn dazu, der ja wohl seine Christenlehre wirklich glauben könnte? Er befasst sich heute mit der Familie: "Ich habe viel über die Frage nachgedacht, welchen Platz Jesus der Familie zuschreibt. Ich habe persönlich meine Familie als glücklich und als schwierig erlebt. Durch die Trennung meiner Eltern habe ich früh gesehen, dass Familie nicht einfach gelingt. Ich durfte aber auch erfahren, dass trotz Scheidung die Familie viel Halt schenkt. Es gibt nicht die ideale Familie, wie es nicht die perfekten Eltern (und Kinder!) gibt. So kann ich im heutigen Evangelium eine Art ‘Gebrauchsanweisung’ für das Gelingen von Familie lesen. " Dann folgt er dem Jesus-Wort und schließt seine Predigt so: "Täglich sein Kreuz auf sich zu nehmen, ist die scheinbar harte Lebensregel Jesu. Unser ganzes Zusammenleben lebt davon, dass so viele Menschen in den vielen kleinen Dingen des Alltags die vielen kleinen Mühen auf sich nehmen, um das Leben der anderen zu erleichtern. Einander ertragen bedeutet oft: einander tragen. ‘Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen’, sagt Paulus. Trotz aller Schwierigkeiten ist in aller Welt die Familie der Ort, wo diese Regel am meisten gelebt wird. Und ist deshalb nach wie vor das sicherste Netzwerk des Lebens."
Und warum hat der Schönborn dann selber keine Familie? Er hat ja den Zölibat geheiratet - die Priester strafen sich also durch konkreten Familienentzug selber! Allerdings sind unter Priestern ja offensichtlich viele Homos und Päderasten, die aber praktisch gottlose Leben führen. Weil Priester wird man ja als Homo oder Päderast leichter als ein Hetero mit Frauenbedarf, weil Männer oder Knaben zu lieben, ist ja für Zölibatäre das Passende! Aber laut sagen darf das ein Bischof natürlich nicht! Amen, so ist es!


732. WORT ZUM SONNTAG am 25.6.2023

MATTHÄUS 10,26-33 In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Fürchtet euch nicht vor den Menschen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Ucht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern! Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch eher vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann! Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Va-ters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt, fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

Heute schaut die Homepage der Diözese Wien auf der Seite der Sonntagspredigt vom Schönborn um 10h40 so aus:

Da hat man offenbar darauf vergessen, Bild & Text vom 18.6. gegen Bild und Text vom 25.6. auszutauschen! Aber meinereiner hat ja technische Einrichtungen, das Bild oben ist ein Screenshot, der heutige Text wurde mittels "FineReader" und meinem Drucker aus der Kronenzeitung aufgeglaubt, Entschuldigung, natürlich aufgeklaubt!
Um 11h45 ist auf der Schönborn-Homepage immer noch die Predigt vom 18.6. zu sehen...
Der Jesus erklärt heute seinen Jüngern die Glaubensverpflichtung, wer Jesus verleugnet, der kommt in die Hölle! Sowas wird heutzutage nur noch ganz selten gepredigt, weil der seinerzeitige bösartige Verdammungsgott hat sich ja in unseren Zeiten anders zu benehmen wie seinerzeit im Mittelalter, wo die Leute mit der ewigen Verdammnis vor der Glaubenslosigkeit abgeschreckt wurden! Meineneinen hat das nie geschreckt, weil in meiner Jugendzeit war ja die Hölle noch ein ernstes Predigtthema, aber den Blödsinn hat meinereiner ja nie geglaubt und blieb bei der Überzeugung, vor der Geburt nicht existiert zu haben und nach dem Tod nimmer zu existieren, Himmel und Hölle gibt es nur in den Köpfen von wirklich Gläubigen, die es nie wagten, über diesen ewigen Unsinn nachzudenken!
Aber schauen wir nach, was heute der Herr Schönborn dazu schreibt! Seine beiden letzten Absätze lauten so:
"Wie oft höre ich den Spruch: Das Wichtigste ist die Gesundheit! Ich komme mir dann ein wenig wie ein Schullehrer vor, wenn ich erwidere: Die Gesundheit ist das Zweitwichtigste! Denn was nützt die beste Gesundheit des Leibes, wenn die Seele Schaden leidet? Es gibt Schwerkranke, die wunderbare Menschen sind. Und es gibt Kerngesunde, die un-menschlich und bösartig sind. Jesus hat dafür ein schockierend ernstes Wort: ’Fürchtet euch eher vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann!’ Es ist nicht modern, von der Hölle zu sprechen. Jesus tut es aber. Wer ist es, der uns in die Hölle stürzen kann? Ist das Gott? Müssen wir also Gott fürch-ten? Soll Höllenangst unser Leben vergiften? Ich sehe dieses Wort Jesu als eine ernste Warnung an mich selber. Wir sagen von jemandem, der auf fal-schen Lebenswegen geht: Er läuft in sein Verderben! Damit meinen wir nicht nur materielle Schäden. Es gibt die Gefahr, den Sinn und das Ziel des Lebens zu verfehlen. Das sollen wir fürchten. Also doch in ständiger Angst leben? Das wäre ui erträglich und lebensfeindlich.
Jesus warnt nicht nur vor den echte Gefahren. Er spricht vor allem vo einem großen, unerschütterlichen Vei trauen. Kein Spatz fällt zu Boden ohn Gottes Willen. 'Bei euch sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht!' Gott bewahrt uns nicht vor dem Fallen, auch nicht vo Krankheit, vor dem Verfall unsere Kräfte, vor dem Verlust der Gesundhei und letztlich vor dem Tod. Aber so wie kein Spatz zu Boden fällt ’ohne den Wil len eures Va-ters', so fallen auch wir nicht ins Nichts, sondern in seine guten Hände. Bei allem, was Angst bereitet und leider nur allzu oft berechtigterweise - stärker ist das: ’Fürchtet euch nicht'!"

Soweit der Schönborn. Glücklicherweise gibt es überhaupt keine Götter, die haben sich bloß Menschen ausgedacht, um sich in vorwissenschaftlichen Zeiten die Welt zu erklären, Götter wissen alles und können alles, aber geben tut sie es trotzdem nur in Menschenköpfen wie zum Beispiel im Schönbornkopf! Der vertut sein Erdenleben völlig sinnlos mit seiner Götterei und wenn er gestorben sein wird, dann ist er nicht im Himmel, sondern existiert schlichtweg nicht mehr! Seine heilige Einfalt kann ihn davor nicht bewahren. Meinemeinen wird es auch nicht anders gehen, wenn meinereiner gestorben ist, dann existiert er eben nimmer - mit Ausnahme der Erinnerungen in Köpfen von Leute, die meineneinen gekannt haben und noch leben...


731. WORT ZUM SONNTAG am 18.6.2023

Matthäus 9,36 – 10,8: In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die kei-nen Hirten haben. Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ern-te auszusenden! Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philíppus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskáriot, der ihn ausgeliefert hat. Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samaríter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel! Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe! Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.

Ja, der Jesus hat seine Apostel ausdrücklich nur zu den verlorenen Schafen Israels gesandt! Warum wurde dann im Römischen Reich im Jahre 380 das ganze Römerreich aufgrund eines Dreikaiseredikts verzwangschristianisiert? Wenn das nicht geschehen wäre, dann wäre dem Jesus seine Sekte doch schon längst vergessen und wir wären christenfrei! Aber das nur nebenbei, was meint heute der Herr Oberkatholik von Österreich dazu? Schönborn resümiert heute so: "Ich glaube, dass kein Zweifel daran möglich ist: Jesus wollte zuerst sein Volk erneuern. Wie die Propheten vor ihm sah er darin seinen Auftrag. Mit einem Unterschied: Er hat immer wieder deutlich gemacht, dass er zu Gott eine ganz eigene Beziehung hat. Er nannte Gott seinen Vater. Die Art, wie er von Gott sprach, war so anders als das, was die jüdischen Gesetzeslehrer sagten. Für ihn war Gott der barmherzige Vater, der auch uns zur Barmherzigkeit ermutigt, zur Vergebung und Versöhnung. Warum ist Jesus mit seinem Bemühen gescheitert? Warum kam es zum Drama seiner Kreuzigung? Schon als Jugendlicher hat mich diese Frage bewegt, auch im Blick auf meine eigenen jüdischen Vorfahren. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass nicht “den Juden“ der Tod Jesu angelastet werden darf. Es waren die damaligen religiösen Verantwortlichen, die mehrheitlich seinen Tod gefordert haben. Jesus hat sie dafür nicht verurteilt. Er hat ihnen vergeben und hat auch von allen, die sich auf ihn berufen, erwartet, dass sie ihren Gegnern verzeihen. Jesus hat nie die Liebe zu seinem Volk aufgekündigt. Er hat sie aber nie auf sein Volk beschränkt. Am Ende hat er seinen Aposteln den Auftrag gegeben, zu alle Völkern zu gehen und allen Menschen das einzige entscheidende Gebot zu lehren: Gott und den Nächsten zu lieben! Doch bleibt bis heute das Volk, dem Jesus entstammt, Gottes erste Liebe."
Der Jesus hat klarerweise nicht das Geringste dafür gekonnt, dass 380 ganz Europa und danach große Teile der Welt zwangschristianisiert wurden, er war ja - wenn er wirklich jemals existiert hat und nicht bloß eine Sagengestalt wie z.B. der Rübezahl war – nur ein jüdischer Sektenprediger gewesen! Die verordnete Pflicht, Gott und den Nächsten zu lieben, hat in den hochchristlichen Zeiten gottbezüglich eingehalten werden müssen, dass man dem Mitbürger zur Seite stehen soll, wurde erst von der Arbeiterbewegung eingeführt: mit der Einrichtung der Sozialgesetze für alle, die das brauchen! Heute ziehen jedenfalls keine Nachfolger der Apostel durch die Gegend und heilen Kranke und treiben Dämonen aus. Das haben die seinerzeitigen Apostel natürlich auch nicht gemacht, das sind bloß Elemente eines religiösen Märchens.. Diese Märchen wurden ja auch in unserer Zeit noch verbreitete, man erinnere sich z.B. der angeblichen Wunderheilungen im Lourdes, siehe dazu https://atheisten-info.at/downloads/Lourdes.pdf  ....


730. WORT ZUM SONNTAG am 11.6.2023

Matthäus 9,9-13: In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Und Matthäus stand auf und folgte ihm nach. Und als Jesus in seinem Haus bei Tisch war, siehe, viele Zöllner und Sünder kamen und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern. Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen? Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer! Denn ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.

In damaligen Zeiten waren Zöllner Bösewichte, sie waren schwere Sünder, Schönborn titelt seine heutige Predigt mit "Jesus in schlechter Gesellschaft" und schreibt über das damalige Zöllnersystem: "Die Zöllner hatten das Recht, Steuern und Abgaben zu kassieren, und das auf eigene Faust. Dem Landesherren hatten sie das Geld abzuliefern, dabei aber versuchten sie genug für ihre eigene Tasche zu behalten. Dieses Steuer- und Abgabensystem war weit davon entfernt, einer rechtlichen Kontrolle zu unterliegen. Besonders die Ärmeren litten unter der Wehrlosigkeit gegenüber der Willkür der Zöllner." Der Jesus wandte sich also speziell an Sünder, ganz barmherzig, denn es ging um die Befreiung vom Sündenleben.
Wie schließt der Schönborn seine sonntägliche Predigt? Er schreibt: "Die Antwort Jesu ist so einfach, dass sie alle Kritik an seinem Verhalten entwaffnet: 'Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken.’ Jesus hat nie die Geldgier und Grausamkeit der Zöllner gutgeheißen. Er nennt sie krank. Gerade deshalb wendet er sich ihnen besonders zu. Seine Arznei, die er anwendet, ist nicht die Verurteilung, die Ablehnung und der Hass, sondern die Barmherzigkeit. Das haben die Zöllner gespürt. Das hat ihr Herz geöffnet. Keine Frage: Jesus betrachtet sie als Sünder, denn sie sind es. Aber dazu ist Jesus gekommen, um sie zu sich zu rufen. An uns stellt er die Frage: Hältst du dich für so gerecht, dass du keiner Heilung bedarfst? Bist du nicht selber auch ein Sünder wie die Zöllner? Jesus scheut nicht die schlechte Gesellschaft. Wir alle sind ein Teil von ihr! Wir müssen es nur zugeben."
Meinereiner ist natürlich katholisch betrachtet speziell auch ein schwerer Sünder, meinereiner stiehlt zwar niemandem was, aber er hat keine Götter! Ganz einfach: nicht die Götter haben die Welt und die Menschen geschaffen, sondern schon in alten Zeiten haben Menschen Götter erschaffen, um sich damit die für sie existenziell unverständliche Welt zu erklären, zuerst war der Mensch und der erschuf sich zur vermeintlichen Welterklärung unerklärliche Götter! Aber das hat hier meinereiner ja schon so oft geschrieben! Blitz und Donner kam bei von meinemeinem so beliebten Beispiel für die Götterei auch nicht von elektrischen Spannungen und Entladungen, sondern von Blitz- und Donnergöttern, diese Göttersorte ist inzwischen weltweit erloschen, weil den elektrischen Strom und elektrische Spannungen und Entladungen kennt man inzwischen gottfrei überall! Aber auch alle anderen natürlichen Dinge sind gottlos entstanden!


729. WORT ZUM FEIERTAG "FRONLEICHNAM" am 8.6.2023

Johannes 6,51-58: In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabge-kommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

Heute erfindet der Jesus die Kommunion, weil das Stückchen Gebäck wird durch die vom Priester verabreichte Wandlung zum Leib Christi! Bei Lukas geht das laut Kapitel 22,19-20 so: "Und er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und reichte es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird." Bei der Messe ist die Formulierung so: "So spricht der Herr: Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm."
Was erzählt heute der Herr Schönborn? Seine abschließenden Zeilen lauten so: "Aber Jesus bleibt hartnäckig bei seinen anstößigen Worten: ’Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.’ Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass ich selber immer wieder gemischte Gefühle empfinde, wenn ich mit der Monstranz durch die Menschenmenge gehe. Ist das eine inzwischen doch eher überholte Tradition? Wer versteht, was wir da tun? Passt das in unsere heutige Zeit? Doch dann bewegt mich immer neu der einfache Gedanke: Und wenn es wahr ist, was Jesus gesagt hat? Wenn dieses kleine, weiße Brot wirklich sein Leib ist? Wenn Jesus also auf eine verborgene, aber wirkliche und wahre Weise hier mitten unter den Menschen gegenwärtig ist? Und ist es nicht so, dass ich das von ganzem Herzen selber glaube? Schon als Kind, als Jugendlicher habe ich das gespürt und ge-glaubt: Jesus ist da! Bis heute trägt mich dieses Vertrauen. Es ist mir Trost und Freude. Und dann bitte ich Jesus ganz schlicht: Segne alle die vielen Menschen! Tröste und stärke sie und sei bei ihnen! Ja, Fronleichnam ist wirklich mehr als nur Folklore!"

Soweit der Schönborn! Die Fronleichnam-Umzüge sind heute Aufmärsche von den Restkatholiken, die ihren Glauben wirklich noch praktizieren!

Der Schönborn äußert sogar Zweifel am Herrenleib! Und dann bekräftigt er seinen Glauben, er hat ja schon als Kind gespürt, dass der Jesus da ist! Da muss er ja immer noch da sein! Meineneinen hat der Jesus nie besucht, er hat mich seinerzeit im Religionsunterricht nur genervt, meinereiner musste ja auch mit den Mitschülern zur Kommunion gehen und dort den in ein Hostienscheibchen geschrumpften Jesus fressen, geschmeckt hat er mir nie, er hätte wohl besser in Salzstangeln eingebaut werden sollen oder in Wurstsemmeln! In dieser Form hätte mir der Jesus geschmeckt! Zum Saufen haben wir sein Blut nie bekommen, auch nicht als Cola oder Apfelsaft!
So das genügt!


728. WORT ZUM SONNTAG am 4.6.2023

Joh 3, 16–18: In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt,damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.

Ja, so einfach ist die Geschichte nicht, laut Bibel hat der Heilige Geist mit der Jungfrau Maria die dritte Falte des Christengottes den Sohn Jesus gezeugt, damit dieser als Gottessohn die Menschen göttlich belehren kann. Ob der Christengott immer schon dreifaltig war, das hat meinereiner weder in der Bibel, noch im Internet gefunden. Ein Zitat, das nix erklärt: "Wie der eine und einzige Gott in sich dreifaltig ist, bleibt dabei für den Menschen ein undurchdringliches Geheimnis, ein strenges Mysterium. Mit der menschlichen Vernunft ist die Dreifaltigkeit Gottes nicht zu erschließen."
Wozu eine Gottesfalte als geborener Mensch auf die Erde musste und nicht der Gott einfach aus der Macht seiner eigenen Allmächtigkeit sich unter die Leute mischen hätte können, wird nirgendwo erklärt. Ist aber auch wurscht, weil es gibt ja Götter nur in Menschenköpfen und nicht in der Realität!
Jedenfall stellt die obige Bibelstelle die christliche Religion ganz einfach dar: wer nicht an den Jesus glaubt, ist schon gerichtet, wer glaubt wird nicht gerichtet.
Weiter geht das obige Bibelzitat so: "Joh 3,19: Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse." Und damit ist das Urteil schon gesprochen, meinereiner käme also - allein schon wegen dieser Homepage hier - wenn die christliche Lehre nicht sinnloses Geschwafel wäre - sicherlich ins ewige Höllenfeuer.

Aber meinereiner wird am Ende des Lebens bloß tot sein, also nicht mehr existieren, so wie man eben auch vor der Geburt nicht existiert. Aber meinereiner hat - wie alle Menschen! - einen Riesenvorteil gegenüber Gott: Mich gibt's wirklich, Götter gibt es überhaupt keine!

So das war schon eine schöne Predigt, werfen wir noch einen Blick auf die Sonntagsworte vom österreichischen Chefkatholiken Schönborn, hier heute einmal ein Auszug aus der Predigtmitte: "Nikodemus interessierte sich für die Lehre Jesu, aber mehr noch für seine Person. Das spürt man aus den Worten, die er zu Jesus sagt: ’Rabbi, wir wissen, du bist ein Lehrer, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist. Wer bist du? Woher kommst du?’ Bis heute ist diese Frage der eigentliche Streitpunkt, um den es schon damals in Jerusalem ging. Er bewegt nach wie vor die Auseinandersetzungen um Jesus: Ist er der Messias? Ist er der Sohn Gottes? Nikodemus hat eine Antwort gefunden. Bis heute kann sie nur ganz persönlich gefunden werden. Um sie geht es im heutigen Abschnitt aus dem Nachtgespräch Jesu mit Nikodemus."

Ja, und darum hat auch der Schönborn seinen Gott! Aber wie schon oben geschrieben: Götter gibt es nur in Menschenköpfen, sonst nirgendwo. Meinereiner ist wie jeder Mensch glaubensfrei geboren worden, die Eltern haben ihre Kinder glaubensfrei gehalten, wir waren dann höchst erstaunt, was für einen Quatsch wir in den Religionsstunden vorgesudert bekamen, weil getauft waren wir geworden, wegen der damals gesellschaftlich noch praktisch klerikalfaschistischen Lage in den ländlichen Gebieten, der Religionsunterricht hat uns dann noch immuner gegen Religionen gemacht, meinereiner macht diese Homepage hier seit Dezember 2009 praktisch als Revanche gegen den von 1953 bis 1965 zwölf lange Jahre erlittenen Religionsunterricht!


727. WORT ZUM SONNTAG am 29.5.2023, Pfingstmontag

Joh 15, 26 – 16, 3.12–15: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen.  (27: Und auch ihr legt Zeugnis ab, weil ihr von Anfang an bei mir seid. Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten.)
Joh 3-12-15: Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben.  Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten.  Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird reden, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird.  Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

Es ist am Pfingstmontag genau wie am Ostermontag: katholischer Feiertag, aber Kronenzeitung gibt es an Montagsfeiertagen keine  und darum auch keine Schönbornpredigt auf der Homepage seiner Diözese! Schließlich hat die Kronenzeitung eine weitaus größere Leserschaft als die Homepage der katholischen Kirche! Darum sieht es der Schönborn wohl als überflüssige Zeitverschwendung, auf seiner Homepage zu predigen! Meinereiner predigt natürlich auch an Montagsfeiertagen! Also laut Bibel wird dem Jesus sein Vater, also der Gott Jehova, statt seinem Sohn Jesus, selber den Glauben verkünden. Aus Göttermangel hat er das natürlich nie gemacht und das Christentum hat die Erde als allgemeine Religion erst ab dem Jahr 380 heimgesucht, als es mit römischer Staatsgewalt zur Pflichtreligion im Römerreich gemacht wurde! Und alle hatten an den Jesus zu glauben!
Das daraus entstandene Mittelalter ist allerdings dann an der Neuzeit gescheitert, die Neuzeit hat im Laufe vieler Jahre die seinerzeitige im Römerreich übliche Religionsfreiheit wieder erweckt und eine Homepage wie die meine führt nimmer zum Tod am Scheiterhaufen! Und die tatsächlich noch gläubigen und praktizierenden katholischen Kirchenmitglieder werden immer weniger, in Österreich gehen nur mehr rund fünf Prozent davon sonn- und feiertags in die Kirche! Letztmalig herrschte in Österreich die Kirchendiktatur von 1934 bis 1938, Millionen Österreicher begrüßten dann den in Österreich geborenen deutschen Diktator Adolf Hitler im März 1938 als Befreier! Dessen Versuche einen Weltkrieg auszulösen, funktionierte, den Weltkrieg zu gewinnen, das funktionierte nicht, Österreich wurde 1945 wieder ein demokratischer Staat, der Artikel 14 des Staatsgrundgesetzes galt wieder: "Die volle Glaubens- und Gewissensfreiheit ist Jedermann gewährleistet. Der Genuß der bürgerlichen und politischen Rechte ist von dem Religionsbekenntnisse unabhängig; doch darf den staatsbürgerlichen Pflichten durch das Religionsbekenntnis kein Abbruch geschehen. Niemand kann zu einer kirchlichen Handlung oder zur Theilnahme an einer kirchlichen Feierlichkeit gezwungen werden, in sofern er nicht der nach dem Gesetze hiezu berechtigten Gewalt eines Anderen untersteht." Das heißt praktisch, nur Kinder unter 14 dürfen zur Religion gezwungen werden! Das hat in den aktuellen Zeiten zu einem starken Schwund der praktizierten Religion geführt, sonntags in die Kirche gehen nur noch etwa fünf Prozent der katholischen Kirchenmitglieder! Das ist eine Frohbotschaft! Amen, so ist es!


726. WORT ZUM SONNTAG am 28.5.2023
DAS KOMMEN DES HEILIGEN GEISTES

Apostelgeschichte 2, 1-11: Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber - wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Heute haben wir Sonntag, der Herr Schönborn predigt auf seiner Homepage und in der sonntäglichen Kronenzeitung, meinereiner ist gespannt, was er morgen am kirchlichen Feiertag Pfingstmontag machen wird: predigt er auch am montäglichen Feiertag oder nimmt er sich einen freien Feiertag? Morgen wird es im Internet zu sehen sein!
Aber das nur nebenbei, was predigt der Herr Erzbischof von Wien heute? Seine Eingangsparole lautet so: "Oft wird das Beten als das Atmen der Seele bezeichnet. Wenn die Seele nicht außer Atem gerät, sondern zur Ruhe kommt, dann zeigen sich die Früchte des heiligen Geistes. Sie beginnen das Leben zu prägen und zu verwandeln." Aha, die Feuerzunge vom Heiligen Geist, der dritten Falte der heiligen Dreifaltigkeit, befällt also die Köpfe der Leute nimmer! Und hat sie natürlich nie befallen, das ist das Einführungsmärchen für Falte Nummer drei! In den Bibeltexten ist die dritte Falte schon früher aufgetreten, da der Jesus ja in der Christenlehre als Sohn Gottes positioniert wurde, brauchte er einen göttlichen Vater, das war der Heilige Geist! Siehe: "Maria empfängt Jesus durch den Heiligen Geist" (Mt 1,18–20, Lk 1,35). Bei Mt 1,20 steht: "Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist." Bei Lukas 1,35 steht: "Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden." Man brauchte ja für den laut Christenlehre irdisch gewordenen Gottessohn auch die entsprechende Sage von der göttlichen Vaterschaft! Zu schade, dass der Heilige Geist keine irdischen Landungen mehr macht, warum hüpft er nicht bei den Firmungen den Gefirmten flämerisch auf den Kopf herum? Wieder die ganz klare einfache Antwort: Götter gibt es keine!
Hier der Predigtschluss vom Schönborn: "Warum atmen wir nicht mehr mit dem Atem Gottes? Warum fehlen die Früchte des Heiligen Geistes so oft? Ich brauche gar nicht die lange Liste zu zitieren, in der Paulus 'die Werke des Fleisches' aufzählt: Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Unzucht, Neid, Spaltungen, Parteiungen, maßloses Trinken und Essen. Sie machen nicht glücklich und sind doch viel zu häufig am Werk. Genau deshalb betet die Kirche um den Heiligen Geist. Darum gibt es das Sakrament der Firmung. Es soll firm und fest machen und mit dem starken Atem Gottes ausrüsten."
Und? Warum werden dann die Firmungen immer weniger? Hier offizielle katholische Zahlen: im Jahre 2003 gab es in Österreich noch 63.903 Firmungen. 2021 (die Zahlen von 2022 liegen noch nicht vor) waren es 45.537. Die Zahlen der Taufen sahen so aus: 2003: 54.492, davon Kleinkindtaufen: 50.075 und 2021: 45.541, davon Kleinkindtaufen: 11.171, die Zahl der Geburten, 2003: 76.944 und 2021: 86.078, 2003 wurden somit 65% der Neugeborenen katholisch getauft, 2021 waren es 13%. Allerdings wird 2021 die Corona-Pandemie dabei eine wesentliche Rolle gespielt haben...
Aber es ist ja für unsereinen egal, Götter gibt es keine, keine Vätergötter, keine Gottessöhne und keine heiligen Geister. Die Götter wurden alle von den Menschen erschaffen, die sich mittels allmächtiger Götter alles erklären wollten, was sie seinerzeit in den Urzeiten nicht verstanden, da brauchte man z.B. für Gewitter Blitz- und Donnergötter! So, das war es für heute und morgen kommt hier die nächste Predigt!


725. WORT ZUM SONNTAG am 21.5.2023

Johannes 17, 1-11a: In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist da. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht. Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war. Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir, und du hast sie mir gegeben, und sie haben an deinem Wort festgehalten. Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, gab ich ihnen, und sie haben sie angenommen. Sie haben wirklich erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast. Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt, und ich gehe zu dir.

Vorbemerkung: der Schönborn hat die 2. Zeile des Verses 11 weggelassen, sie lautet so: "Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir." Der Jesus verkündet also eine Art Zweifaltigkeit von Vater und Sohn, den Heiligen Geist hat er wohl erst später erfunden.
Aber das nur nebenbei. So einfach war die Wirkung des Jesus nicht! Das Christentum haben nicht er und sein göttlicher Vater erschaffen, sondern das erschufen drei römische Kaiser mit ihrem Edikt im Jahre 380! Hier der historische Text, das Dreikaiseredikt "Cunctos populos" vom 28. Februar 380, verfasst in Thessaloniki von den römischen Kaisern Theodosius I., Gratian und Valentinian II. lautete so "Alle Völker, über die wir ein mildes und maßvolles Regiment führen, sollen sich, so ist unser Wille, zu der Religion bekehren, die der göttliche Apostel Petrus den Römern überliefert hat, wie es der von ihm kundgemachte Glaube bis zum heutigen Tage dartut und zu dem sich der Pontifex Damasus klar bekennt wie auch Bischof Petrus von Alexandrien, ein Mann von apostolischer Heiligkeit; das bedeutet, dass wir gemäß apostolischer Weisung und evangelischer Lehre eine Gottheit des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes in gleicher Majestät und heiliger Dreifaltigkeit glauben. Nur diejenigen, die diesem Gesetz folgen, sollen, so gebieten wir, katholische Christen heißen dürfen; die übrigen, die wir für wahrhaft toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande ketzerischer Lehre zu tragen. Auch dürfen ihre Versammlungsstätten nicht als Kirchen bezeichnet werden. Endlich soll sie vorab die göttliche Vergeltung, dann aber auch unsere Strafgerechtigkeit ereilen, die uns durch himmlisches Urteil übertragen worden ist."
Aufgrund dieser Weisung wurde das Römerreich zwangschristianisiert, die Person Jesus hat damit persönlich nichts zu tun gehabt!
Welche Meinung hat der Herr Oberchrist Schönborn dazu? Er beendet seine heutige Predigt so: "Diese Verbundenheit ist ihm so wichtig, dass er seine Jünger gelehrt hat, Gott ebenso anzusprechen. Sie sollen beten: ‘Unser Vater im Himmel!’ Sie sollen zu Gott ein so großes Vertrauen haben wie er selber! Wie aber vertrauen, wenn dieser Gott so fern scheint, so wenig spürbar ist? Das ist ja die Not des Gebets, dass es so oft ins Leere zu gehen scheint. Wer kann die Gebete zählen, die nie erhört wurden? Jesus selber hat Gott inständig gebeten, dass seine Jünger eins seien. Wurde er nicht erhört? Die Christen sind weit davon entfernt, eins zu sein. Warum erspart Gott, wenn er ein gütiger Vater ist, seinen Kindern nicht das oft so schreckliche Leid? Jesus hat zu Gott gebetet, ihm die Qual des Kreuzes zu ersparen. Doch hat er hinzugefügt: ‘Nicht mein Wille geschehe, sondern der deine!’ Uns hat er gelehrt, ebenso zu beten: ‘Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden’. So zu beten, gerade in der Not, kann zum Segen werden. Beweisen kann ich es nicht. Aber die Erfahrung hat es oft bestätigt."
Ja, beweisen kann der Schönborn nichts! Dass das Beten hilft, kann man sich ja einbilden, wenn sich etwas zufällig oder zwangsläufig so entwickelt wie es gebetlich gewünscht worden war. "O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege!", das hat der Apostel Paulus im Kapitel 11, Vers 33 seines Römerbriefes geschrieben! Der Grund für diese Unergründlichkeit und Unerforschlichkeit liegt darin, dass Götter von Menschen erschaffene Phantasiefiguren sind. So einfach ist das! Amen!


724. WORT ZUM FEIERTAG "CHRISTI HIMMELFAHRT" am 18.5.2023

Matthäus 28, 16-20: In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder, einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Entschuldigung! Meinereiner hat als Pensionist ja 365 Feiertage im Jahr, da hat meinereiner vormittags gar nicht an den heutigen staatlich-kirchlichen Feiertag gedacht!
Hier das vormittags Nichtgedachte als nachgedachter Nachtrag:
Die seinerzeitigen Texte über den Jesus wurden ja zum Teil Jahrzehnte später verfasst, der Evangelist Matthäus galt lange Zeit als Zeitgenosse vom Jesus, heute wird das von den meisten der damit befassten Religionswissenschaftler ausgeschlosen, geschrieben soll der Text zwischen 80 und 90 worden sein, also mehr als 50 Jahre nach dem Jesus-Tod (ob es überhaupt je einen Jesus gegeben hat, dafür gibt es keine zivile historische Quelle), da kann doch wohl ein Schreiber von Bibeltexten keine wörtliche Zitate mehr im Kopf haben. Die obigen Zeilen enthalten den berühmt-berüchigten Jesus-Befehl, "geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe". Damit konnte man dann im Römischen Reich bei sonstiger Strafe der Vernichtung alle Einwohner ins Christentum zwingen! Das Christentum war eine klerikalfaschistische Urreligion, erschaffen ab dem Jahr 380! In Österreich war das von 1934 bis 1938 letztmalig so, aber durchs Mittelalter war das eine Selbstverändlichkeit gewesen! Jetzt haben wir Religionsfreiheit, die immer mehr zur Freiheit von Religion wird! Zu dumm für die noch tatsächlich gläubigen Christen, die sich nie nachdenklich mit ihrer Religion befasst haben!
Schauen wir gleich, was der Herr Schönborn heute dazu gedichtet hat, er schließt seine Predigt so: "Der Alltag mit seinen Sorgen und Freuden beansprucht fast alle unsere Kräfte. Umso wichtiger ist es, das Himmlische nicht völlig zu vergessen. Der Apostel Paulus sagt es nachdrücklich: 'Strebt nach dem was oben ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt! Richtet euren Sinn auf das, was oben ist, nicht auf das Irdische’. Christi Himmelfahrt erinnert daran, dass das Irdische nicht das letzte Ziel des Lebens ist. Der Sinn des Lebens kann nicht nur im Irdischen bestehen, das unweigerlich vergeht. Feiertage sind wie Fenster, die Ausblick auf die andere Wirklichkeit geben, die das Licht des Himmels ins Dunkel unserer Lebensräume leuchten lassen. Ich freue mich schon auf die Feier des Gottesdienstes im Stephansdom. Da sind Himmel und Erde einander besonders nahe."
Soweit der Herr Kardinal. Der Satz "Christi Himmelfahrt erinnert daran, dass das Irdische nicht das letzte Ziel des Lebens ist", erinnert an eine Sage oder besser an ein Märchen: Nämlich dass Tote nicht tot sind, sondern in Seelenform im himmlischen Paradies (oder in der teuflischen Hölle – aber von der redet die Kirche heute ja kaum noch) weiterleben. Darum hier wieder einmal die Realität: Vor unserer Geburt existieren wir noch nicht, nach unserem Tod existieren wir nicht mehr. Nichtexistierende können nichts über Existenzen wissen, wenn wir noch nicht auf der Welt oder schon von ihr wieder weg sind, dann gibt es uns nicht und Nichtexistente denken und wissen überhaupt nichts! Amen. So ist es!


723. WORT ZUM SONNTAG am 14.5.2023

Johannes 14, 15-21: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, ich komme zu euch. Nur noch kurze Zeit und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und auch ihr leben werdet. An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Heute geht es im Evangelium wieder einmal um die christliche Götterhierarchie, der Gottessohn Jesus muss seinen Vater um was bitten, weil der alte Gott ist der Chef, der alles kann, schließlich hat er ja die Welt erschaffen und seinen Sohn durch die Maria per Jungfrauengeburt in die Welt gesetzt. Die Maria wurde aber nicht vom Vatergott, sondern vom Heiligen Geist, also dem dritten christlichen Gott, befruchtet, siehe Mt 1,18: "Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt, noch bevor sie zusammen gekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes." Aber in der Götterwelt dürfen die Götter ja alles, weil sie haben in den Köpfen entsprechend religiöser Leute ja alles erschaffen, von der Welt, den Menschen bis zum Corona-Virus! Das Johannes-Evangeium soll nach aktuellen Forschungen zwischen 130 und 150 geschrieben worden sein, es ist somit recht seltsam, dass es wörtliche Jesus-Zitate enthält, weil da hat kein originaler Jesusjünger mehr gelebt...
Aber das nur nebenbei! Der Jesus verlangt heute, dass die Leute ihn alle zu lieben hätten, weil er in ihnen und sie in ihm wären! Das hat sich eigentlich nicht so recht durchgesetzt, meinemeinen ist noch nie ein Mensch begegnet, der das biblisch geschilderte Körperverhältnis mit dem Jesus verkündet hätte. Aber auch das nur nebenbei, was predigt heute der Kirchenkommandant Schönborn? Er resümiert seine Verkündigung so: "Immer wieder bin ich Menschen begegnet, die bestätigen, was Jesus damals versprochen hat. Sie machen die Erfahrung, dass es diesen inneren Helfer und Ratgeber, Tröster und Fürsprecher gibt, den wir den Heiligen Geist nennen. Er ist unsichtbar, aber wirksam. Er gibt innere Orientierung, Stärkung und Trost. Bald ist das Pfingstfest, das an die Erfahrung erinnert, die damals, 50 Tage nach Ostern, die junge Gemeinschaft der Christen gemacht hat: Der Abschied Jesu von dieser Welt war der Anfang seiner neuen Gegenwart. Er lebt und lässt uns nicht alleine zurück."
Der Schönborn muss natürlich den Jesus bestätigen, denn es wird in der Kirchengemeinschaft wohl hin und wieder Leute geben, die so eine innere Jesusverbundenheit vertreten, denn das steigert ja den eigenen Wert, diese Verbundenheit zu vertreten. In der Realität ist es klarerweise so, dass die Masse der Kirchenmitglieder keineswegs so ein Verhältnis zum Jesus hat, die meisten sind deswegen katholisch, weil sie als Babys katholisch getauft wurden und das meistens als eine Art gesellschaftlichen Normalzustand betrachten, auch wenn sie sonntags selten oder überhaupt nie in die Kirche gehen. Meine Eltern nannten seinerzeit die sonntäglichen Kirchgeher “Verpfaffte", das waren die katholisch Praktizierenden, heute sind das nach kircheneigenen Zählungen nur noch rund 5,5% der katholischen Kirchenmitglieder! Schönborn hat seine Predigt mit "Leben heißt Abschied nehmen" getitelt, im Abschiednehmen sind die katholischen Kirchenmitglieder recht tüchtig, von 1995 bis 2022 haben 1.415.511 Abschied genommen und sind ausgetreten, 1951 waren fast 90% der Einwohner Österreichs katholische Kirchenmitglieder, jetzt sind es etwa 52%!...


722. WORT ZUM SONNTAG am 7.5.2023

Johannes 12, 1-12: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe - den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus sagte zu ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, dann glaubt aufgrund eben dieser Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere als diese vollbringen, denn ich gehe zum Vater.

Der Jesus als Gottvatermonopolist! Er bringt die Leute zum Vatergott! Zu dumm, dass es überhaupt keine Götter gibt! Aber das bessert sich ja, die Leute glauben zunehmend weniger an Götter! Die sonntäglichen Kirchgänger sind allein von 2020 auf 2021 um ein gutes Drittel weniger geworden, von gut 395.000 auf knapp 252.000! Da spielt allerdings auch der Corona-Virus eine Rolle! Schauen wir was der Schönborn heute auf seiner Homepage und in der Krpnenzeitung dazu predigt, er schließt diesmal so: "Er verspricht ein Zuhause. Für jeden und für alle ist ein Platz vorgesehen. Mag noch so viel geschehen, niemandem ist eine Bleibe bei Gott verwehrt. Sein Vaterhaus wartet mit offenen Türen auf uns! Und dann sagt Jesus ein weiteres Trostwort: ‘Ich gehe, um euch einen Platz vorzubereiten’. Was jetzt mit ihm geschehen wird, ist nicht eine Katastrophe, sondern ein Weg, den er für uns alle geht. Sein Tod wird nicht das Ende sein: ‘Ich komme wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin’. Für mich persönlich sind diese Worte untrennbar verbunden mit einer tiefen Erinnerung. Ich war sechs Jahre alt, als unsere Wanderung als Flüchtlingsfamilie zu Ende war und die Mutter uns Kinder holen kam und uns in die erste eigene Wohnung führte: ein Zuhause! Ich weiß, jedes Zuhause müssen wir einmal verlassen. Aber dieses Urvertrauen, dass ich bei Gott Heimat habe, hat mich nie verlassen. Es löst nicht alle Probleme, aber es trägt durch diese wirre Zeit."
Ja, und dass nach dem Tod nix mehr kommt und wir – wie vor der Geburt - dann nimmer existieren, das glaubt der Herr Bischof von Wien nicht. Dummerweise wird er es nie erfahren, dass er falsch geglaubt hat, weil ein nimmer existierender Toter kann ja schließlich nix mehr wissen!


721. WORT ZUM FEIERTAG am 1.5.2023

Joh 10, 11-18: In jener Zeit sprach Jesus: Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht; und der Wolf reißt sie und jagt sie auseinander. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten. Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand entreißt es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin. Ich habe die Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.

Heute haben wir keinen kirchlichen, sondern einen säkularen Feiertag, den "Tag der Arbeit". Denn am 1. Mai hatte es schon im 19. Jahrhundert in diversen Ländern Demonstrationen und Streiks für den Achtstundentag gegeben. In Österreich gab es das am 1.5.1890, der Arbeiterfeiertag am 1.5. zog danach über die Kollektivverträge ins Leben der Arbeiter ein, als offizieller Feiertag wurde dieser Tag 1929 deklariert.
Aber das nur nebenbei, der Herr Schönborn predigt natürlich am 1.5. nicht, es gibt am heutigen Montag auch keine Kronenzeitung. Aber eine Bibelstelle gibt es ja für jeden Kalendertag, die heutige vom ersten Mai ist die Fortsetzung der gesterigen, der Jesus ist weiterhin der Hirte und die Menschen sind die dummen Schafe, die vom Hirten geführt werden müssen!
Das hat sich inzwischen auch im Alltag ziemlich rückentwickelt, es sind 1951 von 6.178.084 kirchlich-katholischen Mitgliedern nur 10.482 ausgetreten, das waren nicht einmal zwei Promille, 2022 waren es von den verbliebenen 4.827.683 immerhin 90.808. das sind fast zwei Prozent, also proportional rund das Zehnfache von 1951! Am Sonntag in die Kirche gingen 2021 (neuere Zahlen gibt es noch nicht) in Österreich nur noch rund fünf Prozent der Kirchenmitglieder!
Das passt auch genau zu den Austretern, die haben sich verzehnfacht, die Kirchgänger verzehntelt! Der Säkularismus wird immer mehr zur menschlichen Selbstverständlichkeit! Götter gibt es ja schließlich gar keine!


720. WORT ZUM SONNTAG am 30.4.2023

Johannes 10,1-10: In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus.
Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte. Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Heute deklariert der Jesus seine Jünger wieder einmal sehr zutreffend! Er nennt sie "Schafe"! Und er will sie nicht stehlen, nicht schlachten, nicht vernichten! Seine Nachfolger haben sich sogar oft daran gehalten, geschlachtet wurden speziell die Nichtgläubigen! Als meinereiner vor über 75 Jahren zur Welt kam, da hatten die Leute in vielen Gebieten noch katholisch zu sein, unkatholisch und gar überhaupt religionslos zu sein, war eine untolerierbare Aussätzigkeit! Darum ließen mich die Eltern katholisch taufen, erklärten mir aber gleichzeitig, dass Religion Quatsch sei, der Vater erklärte mir vor dem Antritt des Volksschulbesuches, was man mir in Religion erzähle sei lauter Unsinn, nichts davon bräuchte ich zu glauben, aber ich sollte auch nicht dagegen reden! Das hab ich zwölf Jahre lang gemacht und dann sogar in Religion maturiert, weil es in der Schule bekannt war, dass eine Matura bei unserem Religionslehrer weitaus billiger geliefert werde als eine in Deutsch, Geschichte oder Philosophie! Und so war es dann auch, der Religionsprofessor schickte mir fünf Fragen und zwei davon wurden mir bei der Prüfung gestellt, mein Sitznachbar maturierte in Deutsch und erhielt bei einer Fragebeantwortung vom Professor das Nachbegehren, vorzutragen, was wir dazu noch in Klammer aufgeschrieben hätten! Vom Religionslehrer wurde viele Jahre später, da war er schon länger verstorben, bekannt, dass er zwar geweihter Priester war, jedoch kein Priesteramt ausüben durfte, weil er eine Lebensgefährtin hatte. Seine Mutter hat ihn dazu gezwungen, Priester zu werden, weil damals war es noch so eine Art Undercover-Lehre in der katholischen Kirche, dass Priestermütter in den Himmel kämen! Diese Art der Priestergewinnung funktioniert natürlich schon länger nimmer, aber dass jemand in den katholischen Himmel kommt, hat ja sowieso nie funktioniert: dazu mangelt es an Himmeln und an Göttern!
Aber was schreibt heute der Herr Bischof Schönborn in der Kronenzeitung und auf seiner Homepage? Er schließt seine Predigt so: "Der Dieb und Räuber hat kein Interesse am Wohl der Schafe: ‘Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten’. Dazu fallen mir genügend Beispiele aus der täglichen Wirklichkeit ein, angefangen vom Drogendealer, der sein Geschäft mit meist jungen Menschen macht und ihr Leben zerstört. Viel grundsätzlicher geht es um mein Verhältnis zu den Anderen: Geht es mir dabei um mich, meinen Erfolg, meinen Profit, oder um die Anderen? Nütze ich sie für mich aus? Suche ich mich dabei selber oder interessiert mich das Wohl der Anderen? Gehe ich ehrlich und offen auf sie zu, durch die Türe, oder schleiche ich mich durch die Hintertüre an sie heran? So weit ist das Gleichnis Jesu allgemein verständlich und kann zu einer guten Gewissenserforschung dienen. Schwieriger wird es mit der Anwendung, die Jesus mit Ausschließlichkeit auf sich selber bezieht: ‘Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber.’ Ist Jesus der einzige Weg? Gibt es nicht viele Wege zu einem erfüllten Leben? Ein Journalist hat einmal Papst Benedikt XVI. gefragt: Wie viele Wege gibt es zu Gott? Seine Antwort: ‘So viele, wie es Menschen gibt!’ Für mich ist diese Antwort ganz entscheidend. Jeder Mensch ist einmalig. Wir teilen alle die eine, gemeinsame menschliche Natur und haben daher alle die gleiche Würde. Wir sind aber keine anonyme Masse. Gerade darin liegt für mich das Besondere an Jesus, das er im Gleichnis vom Guten Hirten zum Ausdruck bringt: ‘Er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus.’ Einzeln, nicht im Allgemeinen! Bei meinem Namen! Ich zähle für ihn. Er kennt mich. Es ist genau das Gegenteil von einer namenlosen Herde, in der ich untergehe, weniger bin als eine Zählnummer. Jesus will für jeden Menschen ganz persönlich, dass wir das Leben haben und es in Fülle haben. Genau das will der Gute Hirte!"

Soweit der Schönborn. Heute wird der Sonntagstext wieder lang! Muss ich mich kürzer halten! In Österreich haben wir ja einen Sozialstaat, die staatlichen Versicherungen und Einrichtungen gegen Krankheiten, Unfälle, Arbeitslosigkeit, für Sozialhilfe, für Pensionen! Die Zahl der Leute, die auf das seinerzeitige kirchliche Sozialwesen, die Almosen, angewiesen sind, ist ein kleiner Randbereich! Und wird dazu auch nicht mit Kirchengeldern finanziert, sondern mit öffentlichen Mitteln und Spenden!
Den Schönborn ruft der Jesus sogar beim Namen! Was er von ihm will und was der Schönborn dann fürs Gemeinwohl und für den Jesus tut, findet keine Erwähnung! Aber um diesen Bereich hat sich ja die Sozialdemokratie sehr ergiebig und erfolgreich gekümmert und die haben dazu keinen Jesus gebraucht und sind auch nicht illegal in einen Schafstall eingestiegen, sondern haben sich darum gekümmert, dass es Menschenrechte für alle gibt! So, das ist für heute schon lang genug!


719. WORT ZUM SONNTAG am 23.4.2023

Johannes 21,1-14: In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal, am See von Tibérias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Dídymus, Natánaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot – sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen – und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot liegen. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt! Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land.
Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.

Ja, die armen Jünger kannten den Kerl nimmer, der sich da als auferstandener Jesus aufspielte! Dieser Jesusersatzmann fütterte sie mit Fischen, die sie selber gefangen hatten.
Aber es ging ja darum, mittels der Auferstehungsgeschichte die Tätigkeit der neuen Sekte aufrecht zu erhalten! Und die Menschheit hatte dann das Pech, dass anno 380 diese Sekte mittels des Dreikaiseredikts zur Pflichtreligion für alle im römischen Reich gemacht wurde. Bis dahin hatte es im Römerreich Religionsfreiheit gegeben, alle im Römerreich existierenden Völkerschaften hatten bisher das Recht auf Religionsfreiheit gehabt, jede Völkerschaft hatte in Rom einen jeweiligen Tempel für die jeweilige Religion einzurichten gehabt, das wurde 380 abgeschafft und der Jesus blieb alleinig über!
Aber das nur nebenbei, was predigt heute der Herr Schönborn? Er schließt seine Predigt so ab: "Wir leben in zwei Welten, die aber nicht völlig getrennt sind, auch wenn sie sich unterscheiden. Da ist die Welt unseres Alltags, Beruf, Arbeit, Familie, Freunde, tägliche Sorgen, gelegentliche Freuden. Und da ist die andere Welt, die unsichtbare, aber nicht weniger wirkliche Welt der Seele, des Geistigen, des Glaubens. Es ist die jenseitige Welt Gottes, in der die leben, die durch das Tor des Todes gegangen sind. Manchmal spüren wir ganz deutlich, wie die andere Welt mitten in unserem Alltag da ist, trostvoll, helfend nahe. So wie Jesus damals, beim Frühstück am Seeufer. Deshalb liebe ich das heutige Evangelium so sehr."
Ja, der Schönborn glaubt natürlich wirklich, dass es eine jenseitige Gotteswelt gibt, in die er nach seinem Tode einkehren wird. Zu dumm, dass ein Toter nimmer existiert und darum auch nicht wahrnehmen kann, dass nach dem Tod eben nix mehr kommt! Wir alle sind dann wieder so wie vor unserer Geburt: es gibt uns nicht! Amen, so ist die Realität!


718. WORT ZUM SONNTAG am 16.4.2023

Joh. 20,19-31: Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten. Thomas, der Dídymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.

Der Jesus tritt also nicht den Volksmassen gegenüber in Erscheinung, sondern nur seinen Jüngern! Das hat natürlich den einzigen Grund, dass der zu Tode gekreuzigte Jesus nicht auferstanden ist, sondern dass sich seine Jünger diese Geschichte ausgedacht haben und damit ihre Sekte weiter in Betrieb hielten! Wie hier ja ständig zu lesen steht, wurde das Christentum aber nicht dadurch zur Weltreligion, sondern das geschah erst im Jahre 380, wo durch das Dreikaiseredikt im Römischen Reich die Religionsfreiheit aufgehoben und durch die Pflicht zur Christenreligion ersetzt wurde! Hier der Text des Edikts: "Cunctos populos" vom 28. Februar 380, verfasst in Thessaloniki von den römischen Kaisern Theodosius I., Gratian und Valentinian II.: "Alle Völker, über die wir ein mildes und maßvolles Regiment führen, sollen sich, so ist unser Wille, zu der Religion bekehren, die der göttliche Apostel Petrus den Römern überliefert hat, wie es der von ihm kundgemachte Glaube bis zum heutigen Tage dartut und zu dem sich der Pontifex Damasus klar bekennt wie auch Bischof Petrus von Alexandrien, ein Mann von apostolischer Heiligkeit; das bedeutet, dass wir gemäß apostolischer Weisung und evangelischer Lehre eine Gottheit des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes in gleicher Majestät und heiliger Dreifaltigkeit glauben. Nur diejenigen, die diesem Gesetz folgen, sollen, so gebieten wir, katholische Christen heißen dürfen; die übrigen, die wir für wahrhaft toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande ketzerischer Lehre zu tragen. Auch dürfen ihre Versammlungsstätten nicht als Kirchen bezeichnet werden. Endlich soll sie vorab die göttliche Vergeltung, dann aber auch unsere Strafgerechtigkeit ereilen, die uns durch himmlisches Urteil übertragen worden ist."
Von diesem Diktat lebte die katholische Kirche bis zur Reformation, kehrte mit der Gegenreformation dorthin zurück und versuchte es im 20. Jahrhundert noch einmal mittels Klerikalfaschismus. Jetzt geht das endgültig nicht mehr, jetzt hat der Jesus mit dem Christentum die aufgeklärte Welt der Meinungs- und Religionsfreiheit initiiert, bzw. zumindest fermentiert, also quasi zum Gären gebracht.

Was durchaus stimmt: die europäische Aufklärung, der Widerstand gegen die klerikal-feudale Herrschaft beruhte eben darauf, dass tausend Jahre die katholische Kirche eine erbarmungslose Diktatur errichtet hatte! Auf aktive Opposition gegen das Kirchendiktat stand gut 1000 Jahre lang die Todesstrafe!
Was schreibt heute der Schönborn, der österreichische Oberkatholik, dazu? Er schreibt zuerst über den katholischen Niedergang: "Wie steht es um den Glauben heute, bei uns in Österreich? Die Zahlen stimmen einen nachdenklich. Vor 60 Jahren waren fast 90 Prozent der Menschen in unserem Land katholisch. Heute sind es nur mehr 55 Prozent. Vor 60 Jahren war der Anteil der Personen ohne religiöses Bekenntnis minimal (3,8 Prozent). Heute liegt er bei 22,4 Prozent. In Wien sind die Zahlen noch viel deutlicher. Der Anteil der Katholiken ist schon geringer als der Anteil der Konfessionslosen (32 Prozent zu 34 Prozent). Steigend ist aber auch die Zahl der Andersgläubigen. Die orthodoxen Christen sind österreichweit etwa 500.000, die Muslime bei 700.000. Wird Österreich in Zukunft ungläubig oder andersgläubig? Sind alle, die einer Religion angehören, auch wirklich gläubig?"
Dazu kann man als Religionsfreier mit Sicherheit sagen: Die Zahl der wirklich gläubigen und ihren Glauben tatsächlich praktizierenden Katholiken liegt in Österreich deutlich unter zehn Prozent des Mitgliederbestandes, schließlich gehen sonntags ja nach kircheneigenen Zahlen nur etwa 5 bis 6 % in die Kirche, siehe unten die Tabellen im 717. WORT ZUM OSTERMONTAG! Der Schönborn verwaltet also einen Schrumpfbestand, seiner Kirche geht es wie den Gletschern in den Alpen...

Schönborn schließt seine Predigt so: Eines ist für mich sicher: Um zu glauben genügt nicht nur Tradition. Es braucht die ganz persönliche Erfahrung. Jeder Glaubensweg ist anders, aber alle haben eines gemeinsam: die Begegnung mit der Wirklichkeit der „anderen Welt“ Gottes. Nur so kann jemand dann wie Thomas glauben und bekennen: „Mein Herr und mein Gott!“
Soweit der Schluss der Schönborn-Predigt. Und? Wer trifft sich heutzutage in oder mit der Gotteswelt? Müsste sich das nicht an der aktiven Ausübung des Glaubens zeigen? Die paar Restbestände an praktizierenden Katholiken zeigen wohl keine guten Aussichten für die katholische Kirche!


717. WORT ZUM OSTERMONTAG am 10.4.2023

Heute gibt es im Messbuch zwei Evangelien für diesen Tag, hier keine Auswahl, sondern beide Texte:
Mt 28, 8–15: Nachdem die Frauen die Botschaft des Engels vernommen hatten, verließen sie sogleich das Grab voll Furcht und großer Freude und sie eilten zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. Und siehe, Jesus kam ihnen entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen, dort werden sie mich sehen. Noch während die Frauen unterwegs waren, siehe, da kamen einige von den Wächtern in die Stadt und berichteten den Hohepriestern alles, was geschehen war. Diese fassten gemeinsam mit den Ältesten den Beschluss, die Soldaten zu bestechen. Sie gaben ihnen viel Geld und sagten: Erzählt den Leuten:
Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. Falls der Statthalter davon hört, werden wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu befürchten habt. Die Soldaten nahmen das Geld und machten alles so, wie man es ihnen gesagt hatte. Und dieses Gerücht verbreitete sich bei den Juden bis heute.
Lk 24, 13–35: Sie erkannten ihn, als er das Brot brach - Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern Jesu auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus,das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah: Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen – er hieß Kléopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht. Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt! Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah: Als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete? Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Wie gewohnt predigt der Herr Schönborn auf seiner Homepage nichts, weil es heute am Ostermontag keine Kronenzeitung gibt und dort gibt es zwar sonntags eine Zeitung, aber an keinem darauf folgenden Montagsfeiertag! Also musste meinereiner heute schönbornfreie Überstunden machen! Den obigen Texten ist zu entnehmen, dass die Auferstehung des Jesus keine öffentliche Angelegenheit war, sondern eine, die nur unter seinen Jüngern Verbreitung fand. Klar, Auferstehungen von toten Gekreuzigten gibt es eben nicht! Und die Menschheit hatte dann das Pech, dass die Christenlehre so um die 350 Jahre später per Staatsgewalt im ganzen europäischen Römerreich zur römischen Staatsreligion gemacht wurde und das bis heute so geblieben ist! Zwar hatte durch die Reformation, die Neuzeit und die Aufklärung die vorher herrschende blutige religiöse Gewaltherrschaft - u.a. mit Hexenverbrennungen und der Hinrichtung von Glaubensfreien – schließlich ein Ende gefunden, aber in vielen Ländern dominiert trotzdem immer noch die katholische Kirche mit vielen Mitgliedern, weil die seinerzeit eingeführte Tradition der Säuglingstaufe immer noch sehr verbreitet ist!
Abgekommen ist allerdings die Pflicht, dass Kirchenmitglieder die Religion tatsächlich praktizieren müssten, hier wieder einmal die österreichische Hitparade über den sonntäglichen Kirchenbesuch im Jahre 2021:

An den beiden Zählsonntagen waren somit einmal etwas über fünf Prozent der Kirchenmitglieder in der Sonntagsmesse und einmal knapp sechs Prozent! Das ist doch eine schöne Entwicklung, machen wir noch einen Entwicklungsblick auf den schrumpfenden Mitgliederbestand:

Schaut doch recht gut aus der Weg in dn Säkularismus!


716. WORT ZUM OSTERSONNTAG am 9.4.2023

Joh. 20,1.11-18: Am ersten Tag der Woche kam Maria von Mágdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Diese sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast! Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbúni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. Maria von Mágdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.

Heute haben wir im Evangelium die Auferstehung vom Jesus. Meinereiner hat dazu schon oft geschrieben, die Auferstehung des gekreuzigten Jesus wäre ein von seinen Anhängern verbreitetes Gerücht gewesen, um ohne Jesus ihre neue Sekte weiter zu betreiben. Wenn der Jesus tatsächlich die zweite Falte eines dreifaltigen Gottes gewesen wäre, dann wäre er ja – wie sein Vater – auch allmächtig gewesen und hätte sich dem gesamten jüdischen Volk präsentieren können und nicht bloß einigen seiner Anhänger. Aber der berühmte Apostel Paulus hat seine Meinung zur Auferstehung schon so zusammengefasst: "Wenn Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos." Der Herr Kardinal Schönborn verwendet heute in seiner Predigt dieses Zitat auch und schlussfolgert dann weiter, für Paulus hänge alles am Glauben an die Jesus-Auferstehung, dem Paulus sei der Jesus auf dem Weg nach Damaskus erschienen und habe ihn angesprochen, in den Briefen des Paulus steht jedoch kein Wort davon!
Aber es gibt ja keine Götter, weder gekreuzigte, noch auferstandene! Und dass Menschen in vielen Ländern immer noch die katholische Religion haben, liegt nicht an der Auferstehung des Jesus, sondern an der im Jahre 380 per Dreikaiseredikt erfolgten gewaltsamen Christianisierung des gesamten Römischen Reiches! Deswegen kann der Schönborn jeden Sonntag auf seiner Homepage und in der Kronenzeitung biblisch predigen.
Da wir aber inzwischen im Staatsgrundegsetz Artikel 14 auch die Religionsfreiheit als Grundrecht haben, darf auch gottfrei-atheistisch gepredigt werden! Amen, so ist es und meinereiner hat seinen Spaß daran!


715. WORT ZUM SONNTAG am 2.4.2023

Matthäus 21,1-11: Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Bétfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger aus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen. Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist sanftmütig und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers. Die Jünger gingen und taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie und er setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm nachfolgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe! Als er in Jerusalem einzog, erbebte die ganze Stadt und man fragte: Wer ist dieser? Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

Das Lustige ist heute am obigen Bibeltext, dass es ja eigentlich um einen jüdischen Propheten ging und nicht um den Gründer einer Weltreligion! Der Jesus hat ja mehrfach gesagt, er predige für Judäa, die anderen Leute gingen ihn nix an! Es steht zwar bei Matthäus (28,19): "Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes", das ist natürlich eine spätere Einfügung in den Text, denn bei Matthäus 15,24 wird Jesus so zitiert: "Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt". Bekanntlich hat man dann aber im Römerreich im Jahre 380 die dort bisher übliche Religionsfreiheit abgeschafft und den Jesus zum Gott des Römerreiches befördert, das schuf das finstere Mittelalter, dann kam die neuzeitliche Aufklärung, Religionen haben aber gesellschaftlich immer noch große Bedeutung, weil das von den Herrschenden so vorgegeben wird!
Aber das nur nebenbei, schauen wir was der Schönborn heute für eine Predigtzusammenfassung verfasst hat: "Was wurde aus diesem königlichen Einzug Jesu? Was wurde aus der Verheißung des Propheten Sacharja? ’Ich vernichte die Streitwagen …, vernichtet wird der Kriegsbogen. Er verkündet Frieden den Nationen.’ Es kam ganz anders. In wenigen Tagen wird Jesus vom mächtigen römischen Prokurator Pontius Pilatus zur Kreuzigung verurteilt. Spöttisch sagt die Aufschrift am Kreuz: 'Jesus von Nazareth, König der Juden.’ Bis heute bleibt die große Frage stehen: Kann Jesus den Frieden bringen? Haben nicht nach wie vor die Mächte dieser Welt das Sagen: die Waffen und das Geld? Eines hat die Geschichte gelehrt: Jeder Krieg endet einmal! Frieden gibt es nur, wenn die Haltung Jesu siegt. Nur um diesen Preis kann er gelingen."
Soweit der Schönborn. Der Jesus wurde von der römischen Besatzung als "König der Juden" zur Kreuzigung verurteilt, wenn die drei Vollidioten Kaiser Theodosius I. plus seine Mitkaiser Gratian und Valentinian II. 380 für das Römerreich nicht das Christentum als Einheitsreligion eingeführt hätten, die Menschheit hätte sich viel schneller und besser entwickeln können, kein finsteres Mittelalter, sondern der Übergang des Altertums in die Neuzeit hätte geschehen können, niemand würde sich heute mit der Götterei abgeben oder abgeben müssen! Zwar sieht man in den entwickelten Sozialstaaten ständig, dass Religionen immer weniger Leute interessieren, bis dieser Aberglaube weg ist, wird es aber trotzdem noch länger dauern!


714. WORT ZUM SONNTAG am 26.3.2023

Johannes 11,3-7.17.20-27.34-36.38.39a.43-45: Daher sandten die Schwestern Jesus die Nachricht: Herr, sieh: Der, den du liebst, er ist krank. Als Jesus das hörte, sagte er: Diese Krankheit führt nicht zum Tod, sondern dient der Verherrlichung Gottes. Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden. Jesus liebte aber Marta, ihre Schwester und Lázarus. Als er hörte, dass Lázarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt. Danach sagte er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa gehen. Als Jesus ankam, fand er Lázarus schon vier Tage im Grab liegen. Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus sitzen. Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Jüngsten Tag. Jesus sagte zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? Marta sagte zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet? Sie sagten zu ihm: Herr, komm und sieh! Da weinte Jesus. Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte! Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt und er ging zum Grab.
Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war. Jesus sagte: Nehmt den Stein weg!Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lázarus, komm heraus! Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden und lasst ihn weggehen! Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.

Ja, so ein Gottessohn, der kann eben alles! Aber heutzutage wandert er nimmer auf der Erde herum und macht darum auch keine Wunderheilungen. Das hat er ja seinerzeit auch nicht gemacht, das waren bloß Gerüchte, die von seinen Anhängern unter den Leuten verbreitet wurden, schließlich gibt es ja keine Götter und darum auch keine Göttersöhne. Man hatte allerdings den Glauben an Wunderheilungen bis ins 20. Jahrhundert in der katholischen Kirche aufrecht gehalten, aber in der Gegenwart hat sich das aufgehört, auch im Wunderort Lourdes passieren z.B. heutzuztage keine Wunder mehr, weil heutzutage die medizinische Wissenschaft angebliche Wunder entwundern kann...
Aber das nur nebenbei, was dichtet heute der Kirchenfürst Schönborn dazu? Er schließt seine Predigt so: "Der Glaube an die Auferstehung tröstet, nimmt aber nicht den Schmerz über die Trennung des Todes. 'Lazarus, komm heraus!' Der laute Ruf Jesu vor der geöffneten Grabkammer muss einen gewaltigen Eindruck gemacht haben. 'Da kam der Verstorbene heraus', Hände, Füße und Gesicht verhüllt, lebend, auferstanden, dem Tod entrissen. Das Wunder ließ sich nicht leugnen. Es war ein überdeutliches Zeichen der göttlichen Kraft Jesu. Die Auferweckung des Lazarus wurde für die Gegner Jesu zum Signal, ihn zu töten. Sie sahen in ihm nur mehr die Gefahr, die unbedingt beseitigt werden musste. In einer Woche wird mit dem Palmsonntag das Drama auf seinen Höhepunkt zusteuern: Jesus wird verurteilt, stirbt am Kreuz und wird begraben. Jesus ist tot. Am Ende aber steht das leere Grab: die Auferstehung hat gesiegt!"
Soweit der Schönborn! Und was macht der auferstandene Jesus heute? Als allmächtiger Gottessohn müsste er doch auch heute noch Wunder vollbringen können! Aber die Leute sind heute in unseren Breiten ja krankenversichert und können sich behandeln lassen, sterben tun trotzdem alle Menschen und wenn sie tot sind, dann existieren sie eben nimmer. Es ist lustig, dass die katholische Kirche heute kaum noch von der Hölle predigt, dass Sünder und Ungläubige nach ihrem Tod ewig in der Hölle gefoltert werden, das ist in heutigen Zeiten kein Thema mehr, ein Gott, der das tut, wäre doch weitaus böser als der Hitler oder der Stalin! Die zwei haben zwar massenhaft ihre tatsächlichen oder vermeintlichen Feinde gequält und umbringen lassen, aber ewige Folterhöllen haben sie keine eingerichtet!
Wir haben vor unserer Geburt nicht gewusst, dass wir noch nicht existieren und nach dem Tod existieren wir nimmer, die Zeit dazwischen haben wir gelebt, was anderes passiert nicht! Und auf die Auferstehung braucht sich der Schönborn auch nicht freuen, das ist ein religiöses Märchen, ein toter Schönborn wird genauso tot sein wie alle anderen Menschen, also nimmer existieren! Aber die eigene Nichtexistenz kann ja nicht wahrgenommen werden! Weiterleben können wir in der Erinnerung der Hinterbliebenen, aber das hört sich auch auf, wenn niemand mehr lebt, der uns selber noch erlebt hat. Mein Großvater mütterlicherseits ist vor meiner Geburt gestorben, meine Mutter hat mir des öfteren was von ihm erzählt, aber meinereiner kann nichts über ihn erzählen, was meinereiner selber mit ihm erlebt hat. Aber lassen wir es gut sein, Leute wie der Schönborn glauben wahrscheinlich wirklich an die katholische Lehre und erwarten nach dem Tod die himmlische Fülle, deren Nichtexistenz sie klarerweise dann als Tote nicht wahrnehmen können werden...


713. WORT ZUM SONNTAG am 19.3.2023

Johannes 9,1.6-9.13-17.34-38: In jener Zeit sah Jesus unterwegs einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. Jesus spuckte auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schilóach! Das heißt übersetzt: der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen. Die Nachbarn und jene, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Einige sagten: Er ist es. Andere sagten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es. Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern. Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte. Die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Er antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen und ich wusch mich und jetzt sehe ich. Einige der Pharisäer sagten: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen. Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann sagte: Er ist ein Prophet. Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus. Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn? Da antwortete jener und sagte: Wer ist das, Herr, damit ich an ihn glaube? Jesus sagte zu ihm: Du hast ihn bereits gesehen; er, der mit dir redet, ist es. Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.

Ja, der Menschensohn Jesus! Laut Christenlehre ist er die zweite Falte des dreifaltigen Christengottes, er bräuchte sich darum nicht so merkwürdig anstellen, weil er müsste ja alles wissen und alles können! Einen Blinden sehend machen, das kann ein Gott eben! Dummerweise gibt es aber keine Götter, die Götter sind ja alle von Menschen erschaffen worden und darum nicht dreifaltig, sondern entsprechend einfältig.
Schauen wir einmal was der Schönborn heute dazu predigt!
Er schließt so: 'Die Pharisäer behaupten von sich, klar zu sehen. Sie messen alles am engen Maß ihrer Vorstellungen und richten und urteilen über die anderen. Wir sind nicht viel besser als sie. Wie oft urteile ich nach dem Aussehen, nach äußerlichen Eindrücken! Ich habe immer wieder eine schöne Erfahrung gemacht, wenn ich in Seniorenheimen Gottesdienst feiere. Ich blicke in viele alte Gesichter. Wenn ich 'mit dem Herzen' zu sehen versuche, wird oft in den Furchen des Gesichts eine ganze Lebensgeschichte sichtbar, Leid und Liebe, Schweres und Schönes. Manchmal habe ich dann den Eindruck, dass das Kindergesicht, die junge Frau durchscheinen. Noch stärker kann dieser Eindruck werden, wenn Menschen aus ihrem Leben erzählen. Ganz können wir nie in das Herz eines Anderen hineinsehen, aber unser Blick ändert sich, wenn wir mehr über die Geschichte des Anderen erfahren. Besonders eindrucksvoll erlebe ich das, wenn Menschen in der Beichte ihr Leben öffnen und ehrlich auf ihre Schuld, ihre Fehler schauen. Wie traurig, wenn wir für unsere eigenen Fehler blind sind und die der anderen haarscharf sehen und kritisieren! Wer nur beim Augenschein bleibt, ist eigentlich blind. Die Botschaft des heutigen Evangeliums ist einfach: Der Glaube macht sehend. Er öffnet das Herz für Gott und für die Anderen. Gut sehen kann man nur mit einem geöffneten Herzen'."

AHA, der Schönborn ist also auch eine Art Pharisäer, das ist ja ein altes christliches Schimpfwort, laut Internet mit den Bedeutungen 'hochmütiger, selbstgerechter Mensch, Heuchler'. Meinereiner hat nie einen Glauben gehabt, meine Eltern waren zwar katholisch erzogen worden, hatten sich aber dann kritisch damit auseinander gesetzt und die Religion aus ihrem Leben gestrichen, meinereiner wuchs darum religionslos auf, aber damals war ein Kirchenaustritt der Eltern nicht möglich gewesen, weil sie im damaligen Mühlviertel dadurch zu sündigen Untermenschen geworden wären, so hat meinereiner den ganzen Religionszirkus in der Schule mitmachen müssen und ist dann 14 Tage vor der Volljährigkeit (die lag damals bei 21 Jahren) aus der Kirche ausgetreten und macht immer noch diese Homepage, um damit dem Recht auf Religionsfreiheit Nachdruck zu geben!


712. WORT ZUM SONNTAG am 12.3.2023

Joh 4, 5–42: So kam er zu einem Ort in Samarien, der Sychar hieß und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte. Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. Da kam eine samaritische Frau, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! Seine Jünger waren nämlich in den Ort gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen. Die samaritische Frau sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um Wasser bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samaritern. Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben. Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß, und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden? Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt. Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierher kommen muss, um Wasser zu schöpfen. Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann und komm wieder her! Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann. Jesus sagte zu ihr: Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann. Denn fünf Männer hast du gehabt und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt. Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss. Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. Aber die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden.Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten. Die Frau sagte zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, das ist: der Gesalbte (Anmerkung, der Gesalbte ist Christus). Wenn er kommt, wird er uns alles verkünden. Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, ich, der mit dir spricht.
Die Aufnahme Jesu bei den Samaritern. Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen. Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach, aber keiner sagte: Was willst du?, oder: Was redest du mit ihr? Da ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen, eilte in den Ort und sagte zu den Leuten: Kommt her, seht, da ist ein Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Messias? Da liefen sie hinaus aus dem Ort und gingen zu Jesus. Währenddessen drängten ihn seine Jünger: Rabbi, iss! Er aber sagte zu ihnen: Ich lebe von einer Speise, die ihr nicht kennt. Da sagten die Jünger zueinander: Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht? Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu Ende zu führen. Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte? Ich aber sage euch: Blickt umher und seht, dass die Felder weiß sind, reif zur Ernte. Schon empfängt der Schnitter seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben, so dass sich der Sämann und der Schnitter gemeinsam freuen. Denn hier hat das Sprichwort recht: Einer sät und ein anderer erntet. Ich habe euch gesandt zu ernten, wofür ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet und ihr erntet die Frucht ihrer Arbeit. Viele Samariter aus jenem Ort kamen zum Glauben an Jesus auf das Wort der Frau hin, die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Als die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage. Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn aufgrund seiner eigenen Worte. Und zu der Frau sagten sie: Nicht mehr aufgrund deiner Aussage glauben wir, sondern weil wir ihn selbst gehört haben und nun wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt.

Heute haben wir aber ein langes Evangelium mit 38 Bibelversen! Das ist auf dieser Site vermutlich ein neuer Rekord! Aber schließlich ist es die Stelle, wo sich der bisher als jüdischer Prediger deklarierte Jesus zum Retter der Welt befördert. Damals wartete man nämlich in vielen Gegenden schon auf die Endlösung der Menschheit, also aufs Weltenende, Jesus soll das ja sogar konkret eingegrenzt haben, siehe Lukas 5. 31 bis 33: "31 Also auch, wenn ihr sehet, dass dieses geschieht, so merket ihr, dass das Reich Gottes nahe ist. 32 Wahrlich, ich sage euch, dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschehen sein wird. 33 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen."
Wie wir alle wissen, ist die Welt nicht in der Jesuszeit untergegangen, solche Weltuntergänge wurden von religiöser Seite ja danach auch immer wieder angekündigt, vielleicht schafft die Menschheit heutzutage die Selbstausrottung?
Aber schauen wir was der Schönborn heute zusammenfasst:
"Ich frage mich immer: Wie hat Jesus es geschafft, Menschen die oft harte und bittere Wahrheit über ihr Leben zu sagen, ohne sie zu verletzen. Wir scheuen uns ja oft, jemandem die Wahrheit zu sagen, weil wir nicht verletzen wollen oder weil wir uns nicht trauen, auszusprechen, was alle wissen, worüber alle tuscheln. Die Frau fühlt sich offenbar nicht von Jesu Direktheit verletzt. Im Gegenteil: Seine Worte müssen wie eine Befreiung gewirkt haben, denn sie eilt in den Ort und ruft die Leute zusammen: 'Da ist ein Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Messias, Christus?' Alles ist anders geworden! Sie war die Schande und das Getratsche des Ortes wegen ihrer Männergeschichten. Warum ging sie wohl in der Mittagshitze zum Brunnen? Weil da keine anderen Frauen waren, die sie verächtlich ansehen würden. Jetzt bringt sie den ganzen Ort zu Jesus. Jesus hat es geschafft, im Leben dieser Frau eine große Wende zu bewirken. Sie hat sich keinen Moment von ihm verachtet gefühlt. Die ganze Not ihrer vielen gescheiterten Beziehungen höre ich in ihrem Wort: 'Ich habe keinen Mann.' Jetzt hat sie den gefunden, von dem am Schluss das ganze Dorf sagt: 'Er ist wirklich der Retter der Welt'!"

Soweit der Schönborn. Ja, heute ist das doch ziemlich anders, die im Mittelalter errichtete christlich-katholische Diktatur konnte eingedämmt werden, immer weniger Leute betätigen sich religiös, an den Sonntagen sitzen nur Reste der Mitgliederbestände in den Kirchen, für die meisten Mitglieder der katholischen Kirche ist die Bezahlung des Kirchenbeitrages die kirchennaheste Betätigung! 1951 hatte Österreich 6.933.905 Einwohner, davon waren  6.170.084 katholische Kirchenmitglieder, das waren 89,0%, 2022 waren es von 9.079.444 Einwohnern nur noch 4.733.174 das sind 52,1%! Laut kirchlichen Zählungen gingen 2021 davon nur noch rund 265.000 sonntags in die Kirche, Und das Problem ist heute in der katholischen Kirche nimmer der Priestermangel, sondern der Mangel an sich tatsächlich katholisch betätigenden Mitgliedern, 2005 kamen auf einen Priester 176 Kirchgänger, 2012 waren es noch 154 und 2020 nur noch 111! Und daran wird sich wohl nicht mehr viel verbessern lassen, die Leute interessiert der weltrettende Jesus immer weniger! Schließlich ist ja irgendein göttliches Eingreifen nicht wahrnehmbar. Früher war das viel einfacher, da war jeder Blitz & Donner ein Gottessignal! Und den "Donnerstag", benannt nach dem Donnergott "Donnar" gibt es immer noch (im englischen Bereich nach dem dortigen Donnergott "Thor" benannt - Thursday). So, jetzt ist der Text von meinemeinen auch lang genug! Weil über Sähmänner und Schnitter braucht man heute nimmer viel reden, das wird von viel weniger Leuten maschinell gemacht. Sähmaschinen, Mähmaschinen, Dreschmaschinen hat uns der Jesus keine geschickt! Und digitale Technik auch nicht. Amen, so ist es!


711. WORT ZUM SONNTAG am 5.3.2023

Matthäus 17,1-9: In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elíja und redeten mit Jesus. Und Petrus antwortete und sagte zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja. Noch während er redete, siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. Als die Jünger das hörten, warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden und fürchteten sich sehr. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an
und sagte: Steht auf und fürchtet euch nicht! Und als sie aufblickten, sahen sie niemanden außer Jesus allein. Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist!

Heute trifft also der Jesus altjüdische Gestalten, den Moses und den Elija. Elija war ein angeblicher biblischer Prophet, der in der Zeit der Könige Ahab und Ahasja im zweiten Viertel des 9. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung im Nordreich Israel gewirkt hätte. Im heutigen Evangelium richtete wird eine Gottesbotschaft ausgerichtet: "Siehe, ich will euch senden den Propheten Elija, ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt. Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern, auf dass ich, der HERR, nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage." Der Moses hatte im alten Teil der Bibel als von Gott Beauftragter das Volk der Israeliten auf einer vierzig Jahre währenden Wanderung aus der ägyptischen Sklaverei in das kanaanäische Land geführt. Kanaan wurde im Altertum hauptsächlich als Bezeichnung der südwestlich-syrischen Region verwendet und ab Ende des 2. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung auf das Gebiet Palästina ausgeweitet, die römische Besatzung ersetzte "Kanaan" durch die Bezeichnung "Syria", dessen Grenzen weder mit der Ausdehnung des früheren Kanaan übereinstimmten noch mit den Grenzen des heutigen Syrien. Aber das ist ja egal, weil das Christentum wurde ja nicht von Elija, Moses oder Jesus verbreitet, sondern erst im Jahre 380 vom Römisches Reich zur zwangshaften Staatsreligion bestimmt!
Darüber predigt natürlich heute kein Kardinal, der Schönborn schließt seine Predigt heute so:
"Wenige Tage zuvor hatte Jesus seinen Jüngern gesagt, dass ihm schweres Leid bevorsteht, dass man ihn töten werde, dass er aber von den Toten auferweckt werde. Seine Jünger waren darüber entsetzt, aber Jesus sagt ihnen deutlich, dass Leid und Kreuz auch ihnen nicht erspart bleiben wird. Vielleicht hilft diese Vorgeschichte besser zu verstehen, was die drei Apostel dann auf dem Berg erleben durften. Dort oben in der Bergeinsamkeit wurde Jesus 'vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht'. Sie dürfen einen Blick in die andere Welt des Himmels tun. Mose und Elija, die beiden großen Gestalten des Alten Bundes, reden mit ihm, und eine Stimme bezeugt, dass Jesus Gottes geliebter Sohn ist, auf den sie hören sollen. Von all dem sind sie überwältigt. Es ist eine Mischung von großem Glücksgefühl und heiligem Schrecken. Als sie wieder zu sich kommen, sehen sie nur mehr Jesus, und alles ist wie zuvor. Sie steigen den Berg hinab, im Herzen die mit Worten nicht zu beschreibende Erfahrung.
Für sie hat der Himmel sich einige Augenblicke geöffnet. Wollte Jesus, dass sie für die kommende schwere Zeit Kraft und Trost erhalten? Dieselben drei, Petrus, Jakobus und Johannes, werden Jesus ganz anders erleben, als er mit der Todesangst ringt in der Nacht vor seiner Kreuzigung. Sie werden ihn wiedersehen als den Auferstandenen.
Aber so strahlend werden sie ihn erst sehen können, wenn sie selber 'drüben' sein dürfen, im Himmel, in den sie einen Moment lang einen Blick werfen durften. Manchmal tut sich der Himmel auf. Solche Momente sind selten, aber sie geben ein Leben lang Kraft und Trost."

Soweit der heutige Schönborn, der Jesus ist laut Christenlehre die zweite Falte des allmächtigen und allweisen dreifaltigen Christengottes, warum sollte sich der fürchten? Der müsste doch wohl allmächtig genug sein, solche Beschwernisse wegzubeißen! Der Schönborn freut sich über die Auferstehung vom Jesus. Da es aber keinerlei Götter gibt, ist auch das heutige Evangelium bloß der übliche christliche Schmonzes, es ist schade um jede Sekunde Zeit, sich damit überhaupt zu beschäftigen, over and out!


710. WORT ZUM SONNTAG am 26.2.2023

Matthäus 4,1-11: In jener Zeit wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel versucht werden. Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird. Er aber antwortete: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er um deinetwillen, und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt. Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen. Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest. Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen. Darauf ließ der Teufel von ihm ab und siehe, es kamen Engel und dienten ihm.

Na, schau dir das an, der Jesus lässt sich vom Teufel nicht versuchen! Für unsereinen ist das ja egal, weil unsereiner glaubt weder an Gott, noch an den Teufel, weil unsereiner lebt ja in der Realität! Götter & Teufel stellt unsereiner nicht auf die Probe, weil diese Wesen wurden seinerzeit ja von Menschen erschaffen, die sich damit das ihnen Unverständliche auf der Welt erklären wollten. Meinemeinen erscheint es vor allem als unverständlich, dass es auch in der heutigen Zeit immer noch einen Restbestand an Leuten gibt, die an Gott & Teufel glauben! Unsereiner glaubt nicht an mystische Wesen, sondern klaubt nur das auf, was ihm hinunterfällt...
Aber schauen wir was der Herr Bischof von Wien heute in der Krone und auf seiner Homepage predigt, er resümiert heute so: "Jesus hat vierzig Tage gefastet. Deshalb dauert unsere Fastenzeit ebenfalls vierzig Tage. Jesus hat wirklich gefastet. Daher hungert es ihn. Der Versucher sagt: Du brauchst nicht zu hungern! Du bist doch Gottes Sohn und daher mächtig! Mach diese Steine zu Brot! Jesus sagt, was so viele seither erfahren haben: Zum Leben brauchen wir nicht nur Brot. Ohne Gott und sein Wort hungert die Seele nach Sinn. Der Teufel versucht Jesus mit dem Wunsch nach Bewunderung: Alle Menschen werden dir folgen, wenn du ein Schauwunder wirkst. Es ist die Versuchung des Gierens nach Erfolg und Anerkennung um jeden Preis. Und schließlich die größte Versuchung: Statt Gott den Teufel anzubeten. Das mag das Geld sein, die Macht, das eigene Ich, alles, was in meinem Leben zum Götzen werden kann. Wer sich selber nüchtern prüft, wird ehrlich Gott bitten: Lass nicht zu, dass ich in Versuchung gerate! Alleine kann ich ihr nicht widerstehen!"

Ja, soweit der Schönborn, bei unsereinem ist das doch deutlich anders! Wir hungern nicht nach Unsinn, weil wir haben keine Seele, sondern ein Bewußtsein, unsereinem ist bewusst, dass unser Dasein kein ewiges ist, sondern dass wir nach dem Tode wieder so sind wie vor unserer Geburt: es gibt uns nicht! Dass es uns vor der Geburt nicht gegeben hat, war uns klarerweise wurscht und nach dem Tod ist das auch wurscht, weil Nichtexistierende haben ja kein Bewußtsein!
Das Menschenproblem mit dem Streben nach Anerkennung hat seinerzeit der Psychologe Alfred Adler (1870-1937) entsprechend analysiert, meinereiner hat Adlers Werke gelesen und schon 1989 darüber das Buch "Zwischen Allmacht und Ohnmacht" geschrieben, das kann hier downgeloaden werden, es erklärt unser Verhältnis zur Realität!


709. WORT ZUM SONNTAG am 19.2.2023

Matthäus 5,38-48: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin! Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel! Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm! Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab! Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!

Wieder einmal recht unfreiwillig lustig das heutige Evangelium! Weil: wann hat jemals die katholische Kirche die linke Wange für eine weitere Watsche hingehalten? Welche Feinde hat sie geliebt? Solange sie die gesellschaftliche Macht dazu hatte, hat sie ja die Watschen ausgeteilt! Sollte meinereiner einmal versuchen, unter Berufung auf die oben verlautbarte Feindesliebe, die Providerrechnung für diese Homepage hier zwecks Bezahlung an die Kirchenkasse weiterzuleiten?
Aber das nur nebenbei! Was meint der Herr Bischof Schönborn zur Feindesliebe? Wie heißen seine Feinde, die er liebt? Er sieht das ganze pragmatisch und schreibt einleitend: "Darauf bezieht sich Jesus: 'Ihr habt gehört, dass (von Mose) gesagt worden ist: Auge für Auge, und Zahn für Zahn.' Dieser Satz aus der Bibel wird meist missverstanden. Es geht gar nicht um die Erlaubnis, sich rächen zu dürfen. Im Gegenteil soll die Rachgier gezügelt werden. Denn sehr oft ist genau sie es, die die Konflikte eskalieren lässt. Die Vergeltung darf nicht größer sein als der Schaden, den du erlitten hast."
Und? Hat der Jesus nicht gesagt, wenn dir wer das Hemd wegnimmt, dann gib ihm auch noch den Mantel? Vollkommene Leute lassen sich abwatschen und lieben ihre Feinde! Hier das heutige Schönborn-Resümee: "Jesus verlangt nicht, dass ich meinen Feind gefühlsmäßig mögen muss. Lieben heißt zuerst: dem anderen Gutes wünschen. Um Wohlwollen, nicht um Sympathie geht es. Denn auch dein Feind ist ein Mensch. Mich berührt eine Weisung im Alten Testament: „Wenn du siehst, wie der Esel deines Feindes unter seiner Last zusammenbricht, dann lass ihn nicht im Stich, sondern leiste ihm Hilfe“ (Exodus 23,5). Jesu Lehre von der Feindesliebe ist alles eher als romantisch. Sie ist nüchtern und realistisch. 'Wir haben selbst das größte Interesse daran, dass wir durch den Hass der anderen nicht auch ins Hassen fallen', sagt der große Bibliker Adolf Schlatter. Wie anders soll es gelingen, zwischen uns Frieden zu stiften als auf dem Weg, den uns Jesus selber vorgelebt hat?"

Aber geh! Der Jesus hat seine Feinde geliebt? Warum hat er dann die Leute, die nicht an ihn glaubten mit dem brennenden Feuer in der ewigen Hölle gedroht? Er hat doch in seiner Predigt über das "Weltgericht" verkündet: "(Mt 25,31) Wenn der Menschensohn (=der Jesus) in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. (Mt 25,32) Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. (Mt 25,33) Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. (Mt 25,34) Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. (...) (Mt 25,41) Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!"

In der Realität schaut das natürlich anders aus! Auch meinereiner hat vor seiner Geburt noch nicht existiert und wird nach dem Ende des Lebens nicht mehr existieren! Und dass man noch nicht oder nicht mehr existiert, ist ja für uns alle klarerweise mangels Existenz nicht wahrnehmbar, so einfach ist die Sache erklärbar! Ein ewiges Leben in Himmel oder Hölle gibt es nicht, es gibt weder einen Himmel (außer dem Firmament, das blickmäßig die Erde einhüllt), noch eine Hölle, noch irgendwelche Götter. In alten Zeiten haben die Menschen Götter als Erklärung für Unverständliches erschaffen, da haben sich Sonne- und Mondgötter um die Erde gedreht, ein Blitz- und Donnergott hat die Gewitter verursacht, der Windgott hat manchmal heftig geblasen und ein Obergott hat die Erde erschaffen und sie mit der Sonne beleuchtet und bewärmt, den Menschen Pflanzen und Tiere, Wiesen und Wälder zur Verfüng gestellt usw.
Heute wissen wir, dass es dazu keiner Götter bedurfte, sondern dass nach dem Urknall sich die Naturgesetze aus den materiellen Bedingungen gebildet haben, die nicht nur Sonne, Mond und Sterne, sondern auch die Entwicklung von Lebewesen zuließen. Darum gibt es eben z.B. auch die Sonntagspredigt vom Schönborn in der Kronenzeitung, die Homepage atheisten-info.at und sonst noch alles! Amen, so ist es!


708. WORT ZUM SONNTAG am 12.2.2023

Matthäus 5,20-22a.27-28.33-34a.37: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein. Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht. Eure Rede sei: Ja ja, nein nein; was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen.

Der Vollständigkeit halber, hier die fehlenden Verse 22b bis 26: "und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein. Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe. Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen. Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast." – 29 bis 33: "Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt. Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt, muss ihr eine Scheidungsurkunde geben. Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus; und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast." und 34b und 35-36: "weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen."

Der Text wurde also derabiatisiert, einen rabiaten Gott, der das Augenausreißen befiehlt und Geschiedene verdammt, passt nimmer in die heutigen Zeiten! Was predigt heute der Schönborn? Zuerst kritisiert er den Umgang mit Konflikten und setzt sich für den Schutz der Partnerschaft und das Vertrauen zueinander ein. Kritisiert Morde und er resümiert abschließend so: "Jesu Worte erscheinen mir sehr einleuchtend. Sie sind eigentlich keine Überforderung. Das Leben bestätigt sie immer neu. Warum, so frage ich mich, fällt es mir dann so schwer, sie wirklich zu befolgen? Sie zeigen mir, wie sehr ich auf Seine Hilfe angewiesen bin, um sie zu leben. Alleine schaffe ich es nicht."
Soweit der Herr Kardinal - Er hat sozusagen ständig den Jesus als Hilfsmittel in der Hosentasche und der macht ja immer alles richtig, die Frage, ob der göttlich geschöpfte Mensch nicht eine recht fehlerhafte Schöpfung war, stellt er natürlich nicht. Schließlich gibt es ja keine Götter und die Menschen sind Naturprodukte, die sich nicht nach guten Göttern, sondern nach ihren konkreten persönlichen Anliegen richten und diese sind eben oft recht eigensüchtig und dadurch gemeinschaftsfeindlich...
Meinemeinen wurde seinerzeit das menschliche Wesen durch die Individualpsychologie Alfred Adlers erklärt, siehe dazu mein
Buch "Zwischen Allmacht und Ohnmacht", überarbeitete Version von 2011!


707. WORT ZUM SONNTAG am 5.2.2023

Matthäus 5,13-16 - Vom Salz der Erde und vom Licht der Welt
Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Also meinemeinen ist das noch nicht passiert, dass das Salz geschmacklos geworden wäre, auch wenn ein größerer Vorrat angelegt wird, bleibt das Salz salzig!
Dem Jesus seine Jünger sind im heutigen Bibeltext das Salz der Erde und das Licht der Welt.
Den Menschen wurde das Leben oft genug religiös versalzen, im aufgeklärten Europa hat sich das aufgehört, wir haben die Religionsfreiheit! Und die Freiheit zu salzen! Und das Licht der Welt sind Religionen ganz bestimmt nicht, sie sind oft als manifeste Finsternis zwangsausgebreitet worden und werden dies in manchen Bereichen auch heute noch!
Aber das nur nebenbei, was predigt heute der Herr Schönborn? Er fasst seine Predigt so zusammen: "Salz und Licht sind nicht Selbstzweck. Nur wenn sie dienen, sind sie nützlich. Darum die warnenden Worte Jesu. Salz kann seinen Geschmack verlieren. Dann kann man es nur wegwerfen. Jünger Jesu, die die Würze verloren haben, sind nicht nur nutzlos, sie werden zum Ärgernis. Ein solches Christentum 'taugt zu nichts mehr, außer weggeworfen und von den Leuten zertreten zu werden'. Leuchtkraft hat das Christentum immer dann gehabt, wenn es in der Spur Jesu geblieben ist. Wenn es sich nur mehr der Welt anpasst, wird es fad und uninteressant. Strahlkraft hat es nie durch bloße Worte gehabt, sondern durch gute Taten. Sie machen es überzeugend und anziehend. Nun hat aber Jesus immer deutlich gemacht, dass gute Taten nicht nur bei denen zu finden sind, die sich Christen nennen. In jedem Menschen steckt die Fähigkeit, 'Salz der Erde' und 'Licht der Welt' zu sein. Durch manche widrige Lebensumstände kann das Salz seinen Geschmack verlieren, das Licht nicht zum Leuchten kommen. Ist Jesus nicht genau dafür gekommen, in uns allen das zu wecken, was Gott in jeden von uns hineingelegt hat?"
"Leuchtkraft hat das Christentum immer dann gehabt, wenn es in der Spur Jesu geblieben ist"? Oh nein, so war das nicht! Denn frunktioniert hat das Christentum im Sinne der Kirchen nur wenn diese die Macht hatten, die Menschen bei Strafe des sonstigen irdischen Untergangs dazu zu zwingen. Als meinereiner auf die Welt kam, stand die Religionsfreiheit zwar in der Verfassung, aber stärker war die religiöse Tradition, damals Kinder im tiefschwarzen Mühlviertel nicht taufen zu lassen, war gesellschaftlich undenkbar! Darum wurde meinereiner getauft und musste zwölf Jahre lang den Religionsunterricht besuchen, ohne dabei von dem Quatsch irgendwann irgendwas zu glauben, davor haben meineneinen die ungläubigen Eltern bewahrt! Gesellschaftlich hatte meineneinem der Vater vor Schulbeginn vermittelt, im Religionsunterricht würde ich lauter Unsinn hören, den ich nicht zu glauben bräuchte, aber ich sollte den Mund dazu halten und dasselbe tun, was die anderen Schüler zu tun hatten. Das hat meinereiner die ganze Schulzeit gemacht, allerdings die schulisch verordnete Osterbeichte und Ostermesse wurde noch vor der Pubertät eingestellt und vorher wurde dem Pfarrer jeweils irgendein Quatsch erzählt, ich hätte gerauft, der Mutter nicht gefolgt, das Abendgebet vergessen usw.! Dafür gab es jeweils drei Vaterunser Gebetsstrafe, meinereiner stellt sich dazu irgendwo in der Kirche an die Wand, zählte mit gefalteten Händen langsam bis dreißig und ging dann heim! Ärgern tut sich meinereiner über diese Zwangsleistungen auch 70 Jahre später noch! Meine Kinder wurden nicht getauft, hatten mit Religion nichts zu tun und es ist ihnen deswegen nie was abgegangen! Historisch hat sich meinereiner ausgiebig mit der letzten Zeit der kirchlichen Herrschaft in Österreich befasst: von 1934 bis 1938 war Religionsfreiheit verboten und Kirchenaustreter wurden zum Wiedereintritt gezwungen! Jetzt gehört die Reliionsfreiheit zum Alltag, in Österreich waren nach dem Zweiten Weltkrieg noch um die 90% der Leute katholische Kirchenmitglieder, jetzt sind es nur ein bisschen über 50%, hier wieder die Tabelle dazu:

2022 waren von 9.079.444 Einwohnern noch 4.733.174 katholisch, das sind rund 52%, es werden in absehbarer Zeit weniger als 50 % sein! Praktizierend, also sonntags kirchgehend, waren 2022 laut kirchlicher Zählungen nur mehr rund 265.000, 2021 waren es noch fast 400.000 gewesen. Das spiegelt die Struktur der Mitgliederschaft, die Alten sterben, die Jungen gehen kaum noch in die Kirche. Und dagegen kann auch ein Schönborn nichts tun! Darüber freut sich meinereiner jeden Sonntag!

 


706. WORT ZUM SONNTAG am 29.1.2023

Matthäus 5,1-12a: In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.

Heute haben wir wieder einmal die Bibelstelle, die für die heutigen Zeiten umgedichtet wurde, im Original heißt es "selig die Armen im Geiste" und nicht "selig, die arm sind vor Gott", aber heute die wirklich Gläubigen als selige Dummköpfe einzustufen, das kann man nimmer machen, dabei war es doch wohl eine wirklich wichtige Eigenschaft, arm im Geiste zu sein und nicht über die Christenreligion nachzudenken!
Natürlich wird sich auch der Herr Schönborn heute nicht mit dem Originaltext auseinandersetzen, wie gewohnt bringt meinereiner darum den originalen Bibeltext (in lateinischer Umschrift) auf griechisch: "Makarioi hoi ptochoi to pneumati, hoti auton estin he basileia ton ouranon" und das heißt "Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich" und nicht "selig, die arm sind vor Gott...". Denn "makarioi" heißt "selig", "ptochoi" heißt "arm" und "to pneumati" heißt nicht "vor Gott" ("vor Gott" heißt "protoú theós"), sondern "im Geist".
Aber diese Bibelfälschung nur nebenbei, was erzählt der Herr Schömborn dazu? Natürlich nichts von der Umdichtung der "Armen im Geiste" in "Arme vor Gott". Er schreibt: "Jesus nennt acht Verhaltensweisen, die 'selig' machen, überaus glücklich. Er beginnt mit einer Haltung, die die Voraussetzung für alles Weitere ist, gewissermaßen die Grundhaltung, die 'selig' macht: 'Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.' Die eigene Armseligkeit wahrnehmen und anerkennen: Damit will Jesus den Menschen nicht klein machen, sondern ihn frei machen von der Täuschung, nichts und niemanden zu brauche". Ja, und der veränderte Bibeltext soll die Bibelgläubigen wohl davor bewahren, ihre Dummheit wahrzunehmen! Aber heute haben die Mehrheit der Leute ohnehin keine Bibelprobleme mehr: die Bibel ist der Mehrheit der Leute längst egal geworden, gemäß kirchlicher Zählung sitzen in Österreich ohnehin nur noch knapp sechs Prozent der Kirchenmitglieder sonntags in der Kirche, hier ein Screenshot der kirchlichen Zählstatistik:
...


705. WORT ZUM SONNTAG am 22.1.2023

Matthäus 4,12-23: Als Jesus hörte, dass Johannes ausgeliefert worden war, kehrte er nach Galiläa zurück. Er verließ Nazaret, um in Kafárnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sébulon und Náftali. Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesája gesagt worden ist: Das Land Sébulon und das Land Náftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa: Das Volk, das im Dunkel saß, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen. Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus nach. Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.

Ja, der Jesus war ein Wunderheiler, heute tut er das nimmer! Weil heute haben wir ja alle unsere Krankenversicherung! Allerdings waren die damaligen Wunderheilungen auch nur von den Jesusanhängern verbreitete Gerüchte, wenn es das wirklich gegeben hätte, dann gäbe es doch wohl über den Jesus historische Unterlagen, aber im außerbiblischen Bereiche ist über den gottessöhnlichen Prediger nirgendwo auch nur eine Silbe aufgezeichnet worden, das "Neue Testament" ist die einzige Jesusquelle und die haben die Jesusianer Jahrzehnte nach dem angeblichen Geschehen selber geschrieben.
Aber das nur nebenbei, was verkündet heute der Herr Bischof von Wien? Er fasst in der Kronenzeitung und auf seiner Homepage so zusammen: "Er (=der Jesus) beginnt, Menschen um sich zu sammeln, aktiv, direkt. Er spricht sie einfach an: 'Kommt her, folgt mir nach!' Zuerst waren es zwei, die beiden Brüder Simon und Andreas. Bald kamen zwei weitere dazu, ebenfalls Brüder, Jakobus und Johannes. Aus der kleinen Schar wurden bald viele, Männer und Frauen. Sie alle einte das Wort und die Person Jesu. Und so begann die lange Geschichte der 'Jesus-Bewegung', des Christentums. Sie hat viele Höhen und Tiefen erlebt, aber sie lebt und hört nicht auf, durch alle Krisen ihres Weges sich immer wieder zu erneuern. Ich bin selber ein winziger Teil dieser Bewegung, heute genau seit 78 Jahren. Für mich ist es ein Anlass zu tiefer Dankbarkeit. Die einsame Entscheidung des Jesus von Nazareth, Menschen um sich zu sammeln, hat auch mein Leben für immer geprägt. Ich bin leider nicht in allem ein vorbildlicher Jünger Jesu. Aber es tröstet mich, dass er von Anfang an nicht 'Musterschüler' um sich gesammelt hat, sondern Menschen 'wie du und ich'. Aufrecht bleibt freilich durch alle Jahrhunderte sein Ruf: 'Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.' Diese stete Einladung gibt seiner 'Bewegung' eine Lebendigkeit, die sie trotz der Jahre nie alt werden lässt. Das Evangelium, das Jesus in die Welt gebracht hat, bleibt eine unerschöpfliche Quelle der Erneuerung. Und immer noch schließen sich viele, viele Menschen Jesus an."

Soweit der Schönborn, er ist am 22. Jänner 1945 geboren, heute somit 78 Jahre alt, er meint nun, dass er schon als neugeborenes Baby ein winziger Teil der Jesusbewegung gewesen wäre. Meinereiner war 2022 75 und damit 75 Jahre gottfrei, das aber wirklich! Jeder Mensch wird gottfrei geboren, meinereiner wurde zwar damals getauft,weil im damaligen Mühlviertel wäre ein nichtgetauftes Kind ein Aussätziger gewesen. Meinereiner hatte danach zwölf Jahre lang den Religionsunterricht zu besuchen, diese Götterei war eine lästige Belästerung! Deswegen gibt es diese Homepage hier! Zu Jesuszeiten war also das Himmelreich nahe, was heißt, dass damals der "Jüngste Tag", also das Weltenende, erwartet wurde, heute sagt man sowas nimmer. Aber der Schönborn bildet sich immer noch ein, dass sich "sich viele, viele Menschen" dem Jesus anschließen, in Österreich schließen sich immer mehr Menschen dem Säkularismus an, seit der Schönborn der oberste österreichische Bischof ist, sind 1.429.030 Kirchenmitglieder aus der katholischen Kirche ausgetreten! Das ist doch eine reife Leistung! Amen, so ist es!


704. WORT ZUM SONNTAG am 15.1.2023

Johannes 1,29-34: In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, damit er Israel offenbart wird. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist der Sohn Gottes.

Das ist wieder einmal lustig! Es gibt keinen einzigen zeitgenössischen historischen Beleg dafür, dass es den Prediger Jeschua (lateinisch "Jesus") wirklich gegeben hat! Die biblischen Jesusgeschichten wurden Jahrzehnte nach seiner angeblichen Existenz formuliert, das sogenannte "Neue Testamnent" als Fortsetzung der alten jüdischen religiösen Schriften wurde erstmals mit allen 27 Schriften im Jahre 367 als verbindlich aufgezählt, die Synoden von Hippo 393 und Karthago 397 anerkannten diesen Textkorpus. Niedergeschrieben wurden die Texte Jahrzehnte nach der Jesuszeit, derJohannestext entstand im 2. Jahrhundert! Da es keine Götter gibt, gibt es auch keine Göttersöhne, sondern nur den damals entwickelten Glauben, der anno 380 als alleiniger römischer Reichsglaube den Leuten diktatorisch aufgezwungen wurde. Götter gibt es in Menschenköpfen auch heute noch, woanders hat es sie nie gegeben.
Aber das nur nebenbei, wie resümiert heute der Herr Kardinal in Wien? Er schreibt zuerst über Straftaten und schließt dann wie gewohnt seine Predigt sehr gläubig: "Wie kann jemand solches tun? Und innerlich schwingt der Gedanken mit: Gott sei Dank bin ich nicht so! Immer wieder beschleicht mich dann der Gedanken: Ein Unschuldslamm bist du deswegen noch nicht! Ja, auch in mir ist mancher Unrat. Ich habe zwar niemanden umgebracht. Aber ein reines Herz, eine lautere Gesinnung habe ich nicht immer. Gibt es überhaupt einen Menschen, in dem das Böse keinen Platz hat? Schmerzlich müssen wir zugeben, dass es rundherum 'menschelt', manchmal allzusehr! Da klingt das rätselhafte Wort vom Lamm Gottes, das Johannes ausspricht, wie eine große Verheißung. Einer ist gekommen, der diese Riesenlast, die ganze 'Sünde der Welt' auf sich genommen hat, unschuldig wie ein Lamm. Und so hat er sie 'hinweggenommen'. Mozart muss das tief gespürt haben. Darum endet sein 'Agnus Dei' mit einem so siegesgewissen 'dona nobis pacem' - gib uns deinen Frieden!"
Soweit der Schönborn. Und? Der Jesus als "Lamm Gottes" nimmt die Sünden der Welt hinweg? Bisher hat er das nicht gemacht und er wird es klarerweise nie tun, weil es eben keine Götter und keine Göttersöhne gibt, real gibt es bloß Kleriker, die darüber predigen. Und die Leute, die das glauben werden von Jahr zu jahr weniger, es treten mehr aus der Kirche aus, es gehen weniger sonntags in die Kirche, der Säkularismus wird dadurch immer mehr zur gesellschaftlichen Selbstverständlichkeit, amen, so ist es und so wird es immer mehr werden!


703. WORT ZUM SONNTAG am 8.1.2023

Matthäus 3,13-17. In jener Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von dir getauft werden und du kommst zu mir? Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn so können wir die Gerechtigkeit ganz erfüllen. Da gab Johannes nach. Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf.
Und siehe, da öffnete sich der Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.

Na sowas, da freut sich der dreifaltige göttliche Weltenschöpfer über seinen Sohn, den er mittels des Heiligen Geistes mit der Jungfrau Maria gezeugt hat, denn der Heilige Geist, die dritte Falte des dreifaltigen Gottes, hat laut Bibel die Maria befruchtet, volkstümlich gesprochen: gevögelt! Siehe dazu Matthäus 1,16: "Jakob zeugte den Joseph, den Mann der Maria, von welcher Jesus geboren ist, der Christus genannt wird" und Matthäus 1,18: "Die Geburt Jesu Christi aber geschah auf diese Weise: Als nämlich seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, noch ehe sie zusammen gekommen waren, erwies es sich, daß sie vom Heiligen Geist schwanger geworden war." Laut Christenlehre gab es aber den dreifaltigen Christengott schon seit ewigen Zeiten, da hätte doch wohl die zweite Falte, der Jeschua, lateinisch Jesus, auch ohne Schwangerscvhaft der Maria auf die Erde hernieder steigen können, nach seiner Auferstehung ist er ja auch in den Himmel zurückgeflogen. Diese Geschichte war wohl erfunden worden, weil die angebliche Auferstehung vom Jesus ja einen echten Jesus als Beweis gebraucht hätte, die diesbezüglichen Märchenerzählungen seiner Jünger waren ja kein Beweis.
Aber das nur nebenbei, was schreibt heute der Herr Schönborn? Er schließt seine Predigt so: "Gibt das dem Johannes und uns eine Antwort, warum Jesus unbedingt getauft werden wollte? Welche Reinigung hat er gebraucht? Warum wollte er so 'die Gerechtigkeit ganz erfüllen'?  Ich sehe nur eine Antwort auf diese Frage, die schon Johannes gestellt hat: Jesus hat die Taufe nicht für sich verlangt, sondern für uns. Später wird Jesus selber seinen bevorstehenden Tod als Taufe bezeichnen, die er bald bekommen werde. Nicht seine, sondern unsere Schuld abzuwaschen war der Sinn seiner Taufe. Dazu ist er gekommen, deshalb nennt ihn Gott seinen geliebten Sohn. Weil wir es nie schaffen, alle unsere Schuld durch ein positives Vorzeichen zu ersetzen, hat er alle unsere Schuld auf sich genommen. Wenn das so ist, warum brauchen wir dann noch die Taufe? Warum dann gar Kinder taufen, die noch keine Schuld begangen haben? Weil Gott selber vor jedes Menschenleben ein positives Vorzeichen setzen will: 'Du bist mein geliebtes Kind'!"
Soweit Schönborn, laut dem Text des "AltenTestamentes", also des Bibelteils, der aus der jüdischen Religionstradition stammt, hat der christliche Vatergott die Menschen weniger freundlich behandelt, siehe die Massenhinrichtungen laut Sintflut und Sodom & Gomorra, aber sowas predigt ja heute niemand mehr, man findet beim Schönborn das ganze Jahr auch keine Höllendrohungen, das war früher das christlich-ideologische Hauptargument, wer nicht glaubt, wird in die ewige Verdammnis geworfen. Siehe Mt25,31ff: "Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie scheiden wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken (..) Dann wird er sich auch an die linke Seite wenden und ihnen sagen: 'Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist.' Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben."
Da haben wir aber das Glück, dass wir vor unserer Geburt noch nicht und nach unserem Tod nicht mehr existieren, die Christenlehre kann uns also völlig egal sein! Amen, so ist es!


702. WORT ZUM FEIERTAG am 6.1.2023

Matthäus 2,1-12: Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle. Sie antworteten ihm: in Betlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach dem Kind; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige! Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

Heute am 6. Jänner ist ein Feiertag, der den "Heiligen Drei Königen" gewidmet ist, obwohl im Bibeltext von "Sterndeutern" die Rede ist, also von einem alten, masslos dummen Aberglauben, der heute noch intensiv in Form von "Horoskopen" gepflegt wird. Dass Sterne "erscheinen" war auch ein damaliger Aberglaube, weil man wusste ja nichts darüber, dass die Sterne Sonnen waren. Der Jesus wird gemäß Schriften jüdischer Propheten als "Hirt" für Israel dargestellt – das ist dann auch nicht passiert, der Jesus bekehrte nicht Israel, sondern das dann als Pflichtreligion für das Römerreich und ihre beherrschten Gebiete diktatorisch eingerichtete Christentum schuf das finstere Mittelalter, die Errungenschaften des Altertums wurden getilgt und bis tief in die Neuzeit war Europa unter einer Art klerikalfaschistischer Kirchendiktatur! Aber das spielt natürlcih im heutigen Kirchenleben keine Rolle, heute gehen Jugendliche von Haus zu Haus und sammeln Almosen. Wir haben zwar inzwischen schon längere Zeit den gegen kirchlichen Widerstand eingeführten Sozialstaat, der das Betteln um Almosen weitgehend überflüssig gemacht hat, aber es gibt immer noch Bereiche, wo der Sozialstaat keine Kompetenzen hat. Sammelaktionen wie "Licht ins Dunkel" bringen ein paar Millionen – die österreichischen staatlichen Sozialausgaben betrugen 2021 rund 132 Milliarden Euro, das Sozialversicherunsgwesen finanziert sich durch Pflichtbeiträge und daraus folgen festgelegte Rechte! Die Heiligen-Drei-König-Bettelei ist überflüssig!

Aber was meint der Herr Schönborn dazu, er schließt heute seine Predigt so: "Heuchlerisch und scheinheilig ist Herodes, wenn er vorgibt, das Königskind verehren zu wollen, wo er doch bereits seine Ermordung im Sinn hat. In jedem Menschenherzen gibt es die Versuchung zur Heuchelei. Wie anders ist die Geradheit und Ehrlichkeit der Sterndeuter! Als sie von Herodes weggehen, sehen sie den Stern wieder, der sie bisher geleitet hatte. 'Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.' Es ist für mich der schönste Satz dieses Evangeliums. Wer sich mit aufrichtigem Herzen auf die Suche macht, ohne falsche Winkelzüge, ohne selbstbezogene Ängste, der kann die Freude erleben, die die Sterndeuter geschenkt bekamen: Sie fanden schließlich das göttliche Königskind, vom guten Stern geleitet."

Lieber Herr Bischof, Sterne werden nicht geleitet, die stehen am Sternenhimmel und sind Sonnen, die sich sicherlich nicht als Signalgeber für die Erde betätigen können! Der Sozialstaat sichert unser Dasein, nicht die Kirche und ihre Almosensammlerei, erinnert Euch daran wie das Leben bei uns aussah als es noch keine Arbeiterbewegung gab! Das waren elendige Zeiten und die Kirche hatte große Macht und damit auch große Mitverantwortung für das damalige Elend!


701. WORT  ZUM JAHRESBEGINN 2023

Lukas 2,16-21: In jener Zeit eilten die Hirten nach Betlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, bevor das Kind im Mutterleib empfangen war.

Warum sind Hirten nach Bethlehem geeilt? Ein Blick deswegen in die biblische Sagensammlung! Lk 2,8-14: "In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach:"Verherrlicht ist Gott in der Höhe / und auf Erden ist Friede / bei den Menschen seiner Gnade."
Zu diesen Geschichten über den Jeschua ("Jesus" ist ja nur die lateinisierte Form des Namens) gehört auch die Erklärung seines Namens: jahwe = Name Gottes, jascha = helfen, der Jesus hieß also "Gotteshelfer", die Funktion "Gottessohn" wurde erst später erfunden.
Aber das nur nebenbei, was schreibt der Herr Bischof von Wien zum heutigen Religionsmärchen? Er schließt seine Predigt so: "Drei Worte, so scheint es mir, weisen den Weg. Zuerst das Staunen: 'Alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde.' Wir sollten uns die Fähigkeit zum Staunen bewahren, wie Kinder sie haben, und wie Liebende, die sich überraschen lassen. Das zweite Wort ist das Bewahren: 'Maria aber bewahrte alle diese Worte.' Wie wir alle wusste sie nicht, was auf sie zukommen würde. Aber sie behielt in ihrem Gedächtnis, was sie als Zusage über ihr Kind gesagt bekam. Das dritte Wort ist das Erwägen, Nachdenken, Bedenken: Maria 'erwog diese Worte in ihrem Herzen'. Niemand kann heute, am ersten Tag des Jahres, große Versprechungen machen. Aber auf Gottes Zusage vertrauen, die er in Jesus, dem Kind von Bethlehem, gegeben hat, das dürfen wir."

Soweit der Schönborn, ja, ein Bischof muss natürlich an die Sagen und Märchen in seinen religiösen Schriften glauben, über den realen Jesus sind ja keine historischen Berichte erhalten, das "neue Testament" mit den Jesusgeschichten wurde erst Jahrzehnte nach dessen Lebzeiten (wenn es die tatsächlich gegeben hat) niedergeschrieben, erhalten sind davon nur Abschriften von Abschriften, erst im Jahre 367 wurden die 27 Schriften (also die vier Evangelien und diverse Briefsammlungen) des Neuen Testaments als für die Kirche verbindlich einstuft
Götter gibt es nur in Menschenköpfen, wenn es wirklich einen Gottvater im Himmel und einen Gottessohn Jesus auf Erden gegeben hätte, dann müsste sich der Gottessohn doch wohl - wenn es notwendig ist – auch später als wundertätiger göttlicher Mensch den Menschen zeigen können!
Das Christentum ist als Weltreligion bekanntlich nicht durch den Jesus gestaltet worden, sondern im Jahre 380 durch das römische Dreikaiseredikt, das den Jesus zum Pflichtgott für alle machte, Verweigerer dieser Anordnung wurden umgebracht, Karl der Große war von 768 bis 814 König des Fränkischen Reichs und zwangschristianisierte von 772 bis 804 die Sachsen. Auf ähnliche Art wurde Südamerika christianisiert:

Das finstere Mittelalter war die Folge der Christianisierung, die Aufklärung war dann die Gegentherapie, die uns das Grundrecht auf Religionsfreiheit – einschließlich der Freiheit von Religion – brachte.
Meinereiner wünscht daher der katholischen Kirche auch 2023 die Fortsetzung des Niedergangs, wünschen nutzt natürlich nichts, aber die gesellschaftlichen Verhältnisse in unseren Breiten gewährleisten seit einiger Zeit das Schrumpfen der Religion! Hier dazu wieder einmal die katholische Statistik von Österreich:


Den Religionsfreien wünscht meinereiner ein gutes Neues Jahr, wenn auch das Wünschen nichts nutzt, aber Neujahrswünsche sind ein alter Brauch!
Schönborn letzter Satz "auf Gottes Zusage vertrauen, die er in Jesus, dem Kind von Bethlehem, gegeben hat, das dürfen wir", ist aus Göttermangel ein sinnloser Satz, wir müssen selber mit uns und der Welt fertig werden!


Wegen der Länge der Dateien werden diese regelmäßig geteilt

Die Sonntagsworte
von Juli 2010 bis Juni 2011 sind auf
sonntag1_30.html,
von Juli 2011 bis Februar 2012 auf
sonntag31_60.html,
von Februar bis September 2012 auf
sonntag61_90.html,
von September 2012 bis März 2013 auf
sonntag91_120.html,
von März bis Oktober 2013 auf
sonntag121_150.html,
von Oktober 2013 bis Mai 2014 auf
sonntag151_180.html,
von Mai bis November 2014 auf
sonntag181_210.html,
von Ende November 2014 bis Mai 2015 auf
sonntag211_240.html,
von Mai bis Dezember 2015 auf
sonntag241_270.html,
von Dezember 2015 bis Ende Mai 2016 auf
sonntag271_300.html,
von Ende Mai bis Anfang Dezember 2016 auf
sonntag301_330.html
von Anfang Dezember 2016 bis Ende Mai 2017 auf
sonntag331_360.html
von Ende Mai 2017 bis Ende November 2017 auf
sonntag361_390.html
von Anfang Dezember 2017 bis Ende Mai 2018 auf
sonntag391_420.html.
von Anfang Juni 2018 bis Anfang Dezember 2018 auf
sonntag421_450.html
von Dezember 2018 bis zweite Maihälfte 2019 auf
sonntag451_480.html.
von der 2. Maihälfte bis Mitte November 2019 auf
sonntag481_510.html.
von Mitte November 2019 bis Anfang Mai 2020 auf
sonntag511_540.html
von Anfang Mai 2020 bis Anfang November 2020
sonntag541_570.html
von Mitte November 2020 bis Anfang Mai 2021
sonntag571_600.html
von Mai 2021 bis November 2021
sonntag601 630.htm
von Ende November 2021 bis Ende Mai 2022 sonntag631 665.html
von Juni 2022 bis Ende 2022:
sonntag666 700.html

Nach oben