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Jeden Sonntag predigen die Pfarrer in der Kirche über die im aktuellen Kirchenjahr vorgesehene Stelle in der Bibel. Sogar Menschen, die nie in die Kirche gehen, können diese Predigten in der Heiligen Kronenzeitung nachlesen, denn dort predigt Kardinal Schönborn eigenhändig. Auf der Homepage der Diözese Wien ist die Predigt ebenfalls zu finden.

Solche Sonntagspredigen reizen auch Atheisten. Zu den Bibeltexten fällt einem nämlich oft ganz was anderes ein als dem Herrn Schönborn. Darum wird auf ATHEISTEN-INFO fast immer auch ein Wort zum Sonntag losgelaßen. Die Sonntagsworte Nr. 1 bis 50, die Sonntagsworten Nr. 51 bis 100, die Sonntagsworte Nr. 101 bis 150, die Sonntagsworte Nr. 151 bis 200, die Sonntagsworte Nr. 201 bis 250, die Sonntagsworte Nr. 251 bis 300, die Sonntagsworte Nr. 301 bis 350, die Sonntagsworte Nr. 351 bis 400, die Sonntagsworte Nr. 401 bis 450, die Sonntagsworte Nr. 451 bis 500 die Sonntagsworte Nr. 501 bis 550, die Sonntagsworte Nr. 551 bis 600, können als PDF heruntergeladen werden.


664. WORT ZUM SONNTAG am 22.5.2022

Joh 14, 23-29: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen. Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. Ihr habt gehört, dass ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt.

Heute göttert der anscheinend recht kleine Jesus recht heftig herum, sein Vater ist größer als er, weil der ist ja ein Beutegott aus dem Judentum, allerdings hatte sich dieser seinerzeit nach den alten Schriften zuerst nur als Gott der Juden eingestuft, In der Bibel ist Jehowa der gnädige Befreier und gerechte Bundespartner des erwählten Volkes Israel und zugleich der Schöpfer, Bewahrer, Richter und Erlöser der ganzen Welt. Das Christentum wurde 380 im römischen Reich als Pflichtreligion für alle eingeführt und der Jesus dadurch zum großen Gott gemacht.

Da es jedoch überhaupt keine Götter außerhalb der Köpfe von religiös schwer Infizierten gibt, ist das eben bloß eine der Arten des Aberglaubens, zum Aberglauben steht in Wikipedia: "Aberglaube bezeichnet einen als irrig angesehenen Glauben an die Wirksamkeit übernatürlicher Kräfte in bestimmten Menschen und Dinge". Ob man nun an Horoskope oder Götter glaubt, macht dazu keine Unterschiede.

Aber schauen wir jetzt wie der Herr Erzbuíschof von Wien seine Schlüsse formuliert hat, sein letzter Absatz lautet so: "Wenn wir an alle diese Konflikte denken, die weltweiten und die persönlichen, könnte man an der Möglichkeit des Friedens in diesem Leben verzweifeln. Vielleicht gibt es erst im Jenseits, nach diesem mühevollen Erdenleben, einen echten, himmlischen Frieden? Aber Jesus hat seinen Frieden schon auf Erden hinterlassen, ihn gegeben. Und tatsächlich wird der Friede Christi immer wieder von Menschen erlebt und gelebt. Jesus ermutigt dazu, wenn er sagt: 'Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.' Bei Klaus Berger (1940-2020), dem deutschen Bibelwissenschaftler, habe ich den schönen Satz gelesen: 'Der Friede braucht eine Heimat, und die kann nach christlicher Auffassung letztlich nur das Herz sein.' Ich glaube, das entspricht einer Erfahrung, die viele Menschen kennen. 'Ich habe meinen Frieden gefunden', kann man dann hören. Aber dieser Frieden im Herzen wird nicht als eigene Leistung erlebt, sondern als Geschenk des Himmels, eine Gabe Gottes, für die wir nur danken können. Jesus sagt es im heutigen Evangelium: Wer auf Gott, auf Jesus vertraut, darf erfahren, dass Gott selbst in unser Herz kommt, um darin zu wohnen und seinen Frieden zu schenken."

Soweit Schönborn. Das Herz pumpt unser Blut durch den Körper, meinereiner hat seit etlichen Jahren Herzprobleme und muss diese mit neun verschiedenen Medikamenten behandeln, in meinem Herzen hat daher der Friede keinen Platz und auch bei den anderen Menschen sitzen Friede oder Unfriede nicht im Herzen, sondern im Gehirn!

Aber das versteht ein Kleriker natürlich nicht, weil der glaubt ans Herz und nicht an die Realität! Man müsste solche Kleriker fragen: Wie ist das dann bei einem Herzinfarkt? Ist das dann nicht der ewige Friede ohne schlagendes Herz?


663. WORT ZUM SONNTAG am 15.5.2022

JOHANNES 13,31-33A.34-35: Als Judas vom Mahl hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen. Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch, ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid:  wenn ihr einander liebt.

Heute hat nach langer Zeit meinereiner wieder einmal eine Zusatzarbeit gehabt, weil man bei der Diözese in Wien vergessen hat, dem Schönborn seine Sonntagspredigt online zu stellen, darum musste mein Finereader den Text aus der Kronenzeitung einscannen und lesefertig machen.
Nachbemerkung am 16.5.: Inzwischen hat man es bemerkt, am 16.5. steht die Schönbornpredigt vom 15. online!
Die drei anderen Evangelien von Matthäus, Markus und Lukas sind untereinander kompatibel, sie gehen wohl auf einen alten nicht überlieferten früheren Text zurück, der Johannes schrieb wohl erst im 2. Jahrhundert abgehoben davon seinen eigenen Text. Der Johannes verordnet heute die Liebe unter den Jüngern!
Damit wird der Johannes aber wohl eher nicht gemeint haben, dass sich Priester und Jugendliche sexuell lieben sollen. Aber schauen wir nach, was der Schönorn heute dazu zu schreiben geruht hat! Er meint z.B. dazu: "Nichts stößt Menschen so sehr von der Kirche ab wie die Lieblosigkeit. Und nichts spricht deutlicher von Jesus und seinem Anliegen, als wenn echte Liebe gelebt wird. Denn eines ist klar: Wenn es etwas gibt, das Jesus mehr als alles andere am Herzen lag, dann ist es die Liebe zu Gott und zum Nächsten."
Ja, aber wie soll das gehen, wenn jeder alle Menschen lieben muss? Im wirklichen Leben haben wir eben unsere Beziehungen zu anderen Menschen, die durchaus unterschiedlich sind, mit manchen sind wir befreundet, andere kennen wir zuwenig, um überhaupt einen Status zu ihnen zu haben, wieder andere sind uns schlichtweg egal und schließlich kennt jeder von uns Leute, die er nicht mag.
Alle Mitmenschen, die man trifft, zu lieben, ist einfach ein sinnloser Quatsch! Dazu bräuchte man auch eine Definition was das ist, "der Nächste". Schauen wir einmal im etymologischen Wörtebuch nach! Die Wortwurzel vom "Nächsten" ist "nahe", nahe ist man, wenn man nur in geringer Entfernung ist, "Nächster" ist ein substantivierter Superlativ, nahe, näher, am nächsten! Es ist somit völliger Blödsinn, jedem Menschen aufzuerlegen, er hätte 7.984.523.251 Nächste (Weltbevölkerungsuhr am 15.5.2022, 11:47)! Jeder von uns hat Menschen, die ihm nahestehen, aber die hat er sich eben im Leben ausgesucht oder die Nähe hat sich durch das Lebensgeschehen entwickelt!
Schauen wir jetzt auf das Resümee vom Schönborn, sein letzter Absatz: "Eros ist die Form der Liebe, an die wir meistens denken, wenn wir von Liebe sprechen. Sie ist die Kraft der gegenseitigen Anziehung, das Verlangen nach Nähe, körperlicher und seelischer Vereinigung. In allen Liebesliedern wird sie besungen, sie sehnt sich nach Treue, Dauer, Gelingen, und erfährt doch so oft Enttäuschung. Gefühle kommen und gehen, sind stürmisch und flauen ab. Was wirklich hält, was alle Krisen überdauert, ist die Agape, die Liebe, die dem anderen das Gute will und nicht zuerst an sich selber denkt. 'Liebt einander!' Jesu 'neues Gebot' ist die große Einladung, die alle Formen der Liebe gelingen lässt. Gottes Zuneigung zu uns, seine Freundschaft mit uns, seine Leidenschaft für uns: Daraus lebt die Liebe!"
Na, schaut Euch das an, der zölibatäre Schönborn schreibt über Eros und körperliche Vereinigung! Und Gott ist leidenschaftlich für uns! Aber wenn Menschen nicht an Gott glauben, dann liebt sie Gott gemäß Christenlehre nicht, sondern hasst sie abgrundtief, siehe z.B. wie Jesus gemäß Mt 25: 41-42 sagt: "Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben." Meinereiner ist schon eher ein alter Mann und hat nimmer so viele Jahre vor sich und wenn meinereiner stirbt, dann kommt er nicht ewig in die Hölle, sondern existiert einfach nimmer. Meinereiner hat wie jeder Mensch vor seiner Geburt nicht existiert und es war ihm egal und meinereiner existiert nach seinem Tod nimmer und das ist ihm auch egal. Weil Nichtexistente wissen ja nichts über die Existenz! Seine Lebenszeit mit Religion und für Religion zu verscheißen, ist völlig sinnlos, atheistisch gegen Religion zu sein, das ist wenigstens für unsereinen unterhaltsam: Amen, so ist es!


662. WORT ZUM SONNTAG am 8.5.2022

Jh 10,27-30: Jesus sprach: Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.

Heute erklärt der Jesus, was für eine Art Menschen er für seine Kirche braucht. Er braucht Schafe! Dazu gibt es das Schimpfwort "schafsdumm", die schafsdummen Schafe bekommen also ein ewiges Leben! Mehr braucht man dazu nicht sagen.
Der Schönborn sagt natürlcih weit mehr, er schreibt sieben Absätze, hier der sechste Absatz (der 7. handelt vom Muttertag): "Die Worte Jesu strahlen vor allem ein tiefes Vertrauen aus. Wer zu den Schafen dieses guten Hirten gehört, bekommt eine feste Zusage: 'Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen.' Gilt dieses Versprechen nur den 'frommen Schafen'? Nicht den entlaufenen, verirrten? Jesus hat darauf eine starke Antwort gegeben mit dem Gleichnis vom verlorenen Schaf, dem der Hirte nachgeht, bis er es findet. Dem guten Hirten ist keines egal, er schreibt keines ab."
Soweit der Herr Kardinal. Ja, von der vom Jesus verkündeten ewigen höllischen Verdammnis für Sünder und Ungläubige ist in katholischen Predigten schon länger keine Rede mehr, weil dass man ewig gefoltert wird, wenn man dem Hirten Jesus nicht als folgsames Schaf folgt, das ist so bösartig, dass es wohl keine noch bösartigere Aussagen gibt. Natürlich ist die Geschichte von der ewigen Höllenstrafe ein religiöser Blödsinn, den man seinerzeit verwendete, um Menschen zum Glauben zu zwingen. Jetzt ist der Jesus ein guter Hirte, der jedem verlorenen Schaf nachläuft. Da hätte er in den aktuellen Zeiten, wo die praktizierenden Katholiken immer weniger werden und der Mitgliederbestand stark schrumpft, sehr viel zu laufen!
Aber es gibt zum Glück keine Götter, diese wurden von Menschen erschaffen, auf unserer Erde haben die Menschen weltweit Götter erschaffen, die alten Germanen hatten gut 30 Götter, die alten Griechen um die 40, die Kelten hatten auch soviele, die alten Ägypter nur gut 20, bei den Indianern in Nordamerika gab es um die 60 und so weiter rund um die Welt. Das "ewige Leben im Paradies" war seinerzeit die Belohnung für die Mühseligen und Beladenen nach einem elenden Erdenleben. So, das war es für heute!


661. WORT ZUM SONNTAG am 1.5.2022

Johannes 21,1-14: Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal, am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot liegen. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt! Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.

Also der auferstandene Jesus wird fortlaufend von seinen Jüngern nicht wiedererkannt, er muss sich jeweils als Jesus deklarieren! Warum? Hatte man dazu einen nicht sehr ähnlichen Doppelgänger verwendet? Der Schönborn erklärt sich das mittels dem unerwarteten doch-noch Fischfang nach der erfolglosen Nachtfischerei so:
"In dieser Nacht fingen sie nichts. So haben sie auch nichts anzubieten, als sie müde vom vergeblichen nächtlichen Arbeiten frühmorgens am Ufer einen Mann stehen sehen, der sie nach Fisch fragt. Der Unbekannte gibt den Rat, es nochmals zu probieren. Das völlig Unerwartete geschieht: das Fischernetz ist randvoll. Mich bewegt der Ausruf des Johannes: 'Es ist der Herr!' Johannes hat als erster erfasst: Der Fremde am Ufer ist Jesus selbst, aber nicht so, wie sie ihn erlebt hatten, als er noch bei ihnen war. Er grüßt sie gewissermaßen vom anderen Ufer her, aus der Welt, in die er durch Tod und Auferstehung heimgekehrt ist." Und darum erkennen sie ihren Jesus nimmer? Der Schlussatz oben teilt mit, dass dies schon das dritte Mal passierte! Und dabei hieß der vorige Satz, "Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war." Wozu muss sich der Jesus dann noch als Jesus offenbaren?
Aber schauen wir auf den Schlussabsatz vom Schönborn: "Erzählt hier Johannes eine einmalige Erinnerung? Oder grüßt der Herr auch heute noch vom anderen Ufer her? Ich glaube, dass es ähnliche Erfahrungen durch alle Zeiten gibt. Er schenkt Zeichen seiner Gegenwart, in ganz unerwarteten Momenten, als Trost, als Stärkung, als Hilfe in mühsamen Tagen. Damals hat Jesus zum morgendlichen Mahl eingeladen. Er tut es bis heute in der Feier der Messe, in der er Brot und Wein reicht, die durch sein Wort er selber geworden sind, sein Leib und sein Blut. Es bleibt geheimnisvoll, wie damals am Seeufer. Aber es ist wohl sein stärkster Gruß an uns, vom anderen Ufer her."

Ja, der Jesus ist natürlich dem Schönborn nahe, das kann sich ein so ranghoher Geistlicher ja zur Selbstbestätigung und Selbsterhöhung leicht einbilden. Meinereiner als alter Rock'n'roll-Fan kann sich ja auch dem seit 1977 toten Elvis Presley nahe fühlen, wenn er sich den Jailhouse Rock oder King Creole anhört! Vom Jesus gibt es allerdings keine Platten oder CDs und gefilmt hat ihn auch nie wer. Existieren tut er darum nur in der religiösen Einbildung...


660. WORT ZUM SONNTAG am 24.4.2022

Jh. 20,19-31: Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.
Thomas, der Didymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.

Der Jesus war ja selber Jude, fürchten musste er sich wohl deswegen, weil er gegen die jüdische Religion predigte und den jüdischen Religionsfunktionären das klarerweise nicht passte, den Römern passte das auch nicht und darum wurde der Jesus der damals üblichen Todesstrafe, der Kreuzigung, zugeführt. Seine Anhänger verbreiteten dann das Gerücht von der Auferstehung, der Thomas glaubte das nicht, aber mit vereinten Kräften brachte man ihn dazu, dabei mitzumachen das Auferstehungsgerücht zu verbreiten. Aus dem Sektenprediger wurde nun der Gottessohn! Das mussten dann in Europa alle Leute glauben, die im römischen Reich lebten und im Jahre 380 das Christentum zur verpflichtenden Staatsreligion bestimmt wurde. Damit begann das katholische Mittelalter, das die Menschen weit hinter die Verhältnisse im vorchristlichen Altertum zurück warf. Aber sowas beschäftigt einen Schönborn natürlich niemals, ihm geht es um den Glauben, der Jesus soll dazu gesagt haben, "selig sind, die nicht sehen und doch glauben"! Wie hier ja schon oft geschrieben, das verbreitete Gerücht von der Auferstehung konnte natürlich nicht durch die Vorführung eines lebendigen Jesus vor größeren Menschengruppen bewiesen werden, darum ließ man den Jesus dann bald rasch in den Himmel auffahren und konnte ihn darum nimmer herzeigen - was man ja nach der Kreuzigung auch nie gekonnt hatte. Wäre das Christentum nicht mittels staatlicher Gewalt zur römischen Staatsreligion emporgehoben worden, kein Mensch würde heute was über diesen Jesus wissen! Und der Menschheit wäre das finstere Mittelalter erspart geblieben!
Aber das nur nebenbei, schauen wir was dem Herrn Bischof vob Wien heute am Evangelium gefällt, es ist speziell der Gruß "Friede sei mit euch"!
Hier der letzte Absatz der Predigt vom Schönborn: "Es ist tröstlich, dass es unter den Aposteln den Zweifler Thomas gab. Er ist ein Vorbild für alle, die es sich mit dem Glauben nicht zu leicht machen, die Fragen stellen, zu verstehen versuchen, die wissen wollen, ob es sinnvoll ist, an Jesus und seine Auferstehung zu glauben. Thomas steht für sie alle und zeigt ihnen, dass auch sie in der Kirche Platz haben. Jesus verlangt keinen blinden Glauben. Oft sind es die Suchenden und Zweifelnden, die dann, wie Thomas, zu tief gläubigen Menschen werden, wenn sie eine lebendige Glaubenserfahrung machen dürfen. Wie Thomas können sie dann aus ehrlichem Herzen sagen: 'Mein Herr und mein Gott.' Weil sie oft lange gesucht und gerungen haben, sind sie umso glaubwürdiger. All den vielen Suchenden wünsche ich ein herzliches 'Shalom', 'der Friede sei mit euch'!"

Soweit der Schönborn. Die wirklich gläubigen, die tatsächlich die katholische Religion praktizierenden Kirchenmitglieder werden immer weniger! Die im Net erreichbaren katholischen Jahresstatistiken gehen von 2003 bis 2020, hier ein Screenshot einer Excel-Tabelle dazu:

Von 2003 bis 2020 sind somit die Mitglieder um knapp 15% weniger geworden, die Zahl der Sonntagsmessbesucher gemäß der kirchlichen Zählungen sank um mehr als die Hälfte, die Taufen um 40%, die kirchlichen Ehelichungen hatten die größten Verluste, mehr als Zweidrittel weniger, die Firmungen gingen knapp um 60% zurück, nur die Begräbnisse verloren nicht sehr. Die Kirchenaustritte stiegen fast um die Hälfte! Das Geschäft mit diesem Jesus wird von Jahr zu Jahr immer mehr ein Schrumpfgeschäft. Die Zahl der Diözesanpriester sank von 2005 (2003 sind diese Zahlen nicht angeführt) bis 2020 nur von 2.407 auf 1.932, das sind bloß 20 %! Der Priestermangel liegt somit deutlich unter dem Gläubigenmangel!


659. WORT ZUM FEIERTAG am Ostermontag, den 18.4.2022

Der Herr Kardinal Schönborn hält sich heute davon fern, am Ostermontag zu predigen. Kronenzeitung gibt es heute keine und auf der Homepage der Diözese Wien predigt der Schönborn auch nicht! Da ist meinereiner, ein unbezahlter Atheist eifriger als der Herr Erzbischof!
Was es heute zu bepredigen gibt, findet man im Messbuch online:
Als Eröffnungsvers der Feiertagsmette wird vorgeschlagen: "Der Herr ist vom Tod auferstanden, wie er gesagt hat. Freut euch und frohlockt, denn er herrscht in Ewigkeit. Halleluja."
Der Herr Jesus herrscht nicht mehr, dem Großteil der Leute ist Religion inzwischen egal, sie beten nicht, sie gehen nicht in die Kirche, die Kirche und ihren Jesus wird es klarerweise nicht in Ewigkeit geben
Zwar liegt der Mitgliederbestand der katholischen Kirche in Österreich immer noch über 50 %, aber früher waren es um die 90%:

Wenn das so weiter geht wie in den letzten dreißig Jahren, liegt der katholische Mitgliederbestand 2031 bei 42% und 2041 bei 33%! Aber es muss wohl damit gerechnet werden, dass es diesbezüglich kein gerade Linie, sondern eine sich schärfende Abstiegskurve geben wird.
Aber das nur nebenbei, wie lautet der heute Text des Evangeliums?
Im Messbuch steht:
Lk 24, 13-35: Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern Jesu auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah: Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen - er hieß Kléopas - antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht. Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt! Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah: Als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete? Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Also das ist eine geschickt gestrickte Geschichte über das Erscheinen des nicht mehr vorhandenen Jesus! Er war schließlich kein unsterblicher Gottessohn und keine Falte eines allmächtigen dreifaltigen Gottes, sondern ein jüdischer Sekten- oder Reformprediger, der dem religiösen Apparat in Israel lästig geworden war und darum mit Hilfe der römischen Besatzungsmacht, die ihn auch nicht mochte, beseitigt worden war. Seine Anhänger hatten beschlossen, ihn auferstehen zu lassen und die neue Sekte auf diese Weise weiter existieren zu lassen. In der obigen Bibelstelle verschwindet der Jesus als ihn seine Anhänger doch noch erkannt hätten. Einen toten Jesus den Menschenmassen vorzuführen, war ja schließlich nicht möglich! Er hätte außerdem nur Israel erlösen sollen, eine neue Weltreligion haben daraus ja dann erst im Jahre 380 die Römer gemacht, denen es wohl günstig erschien, in einer Sklavengesellschaft eine Religion zu verkünden, die den Mühseligen und Beladenen für das Elend im Leben ein wunderbares Himmelreich verkündete.
Hier das Dreikaiseredikt mit dem das Christentum als Zwangsreligion für alle im Römerreich eingeführt wurde: "Alle Völker, über die wir ein mildes und maßvolles Regiment führen, sollen sich, so ist unser Wille, zu der Religion bekehren, die der göttliche Apostel Petrus den Römern überliefert hat, wie es der von ihm kundgemachte Glaube bis zum heutigen Tage dartut und zu dem sich der Pontifex Damasus klar bekennt wie auch Bischof Petrus von Alexandrien, ein Mann von apostolischer Heiligkeit; das bedeutet, dass wir gemäß apostolischer Weisung und evangelischer Lehre eine Gottheit des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes in gleicher Majestät und heiliger Dreifaltigkeit glauben. Nur diejenigen, die diesem Gesetz folgen, sollen, so gebieten wir, katholische Christen heißen dürfen; die übrigen, die wir für wahrhaft toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande ketzerischer Lehre zu tragen. Auch dürfen ihre Versammlungsstätten nicht als Kirchen bezeichnet werden. Endlich soll sie vorab die göttliche Vergeltung, dann aber auch unsere Strafgerechtigkeit ereilen, die uns durch himmlisches Urteil übertragen worden ist."

Bis zur Reformation blieb das so. Und jetzt haben wir schon lange die Religionsfreiheit in unseren Breiten, darum wurde und wird der Alltag von Jahr zu Jahr unkatholischer und darum besser! Amen, so ist es und so soll es weiterhin sein und werden!


658. WORT ZUM SONNTAG am 17.4.2022

Jh. 20,1-18: Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging jedoch nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse. Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück. Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Diese sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast! Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.

Am Karfreitag hat sich meinereiner die Predigt gespart, schließlich ist der Karfreitag in Österreich kein Feiertag. Der Schönborn hat seine Predigt am 15.4. so eingeleitet: "Kein Zeichen bezeichnet das Christentum besser als das Kreuz. Für das Judentum steht der Davidstern, für den Islam der Halbmond, für das Christentum das Kreuz. Den Grund dafür liefert das Geschehen, das heute im Mittelpunkt aller christlichen Feiern steht: die Kreuzigung Jesu. Um sie geht es am Karfreitag. Bei jeder Kreuzwegandacht heißt es: 'Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.' Wie wurde aus der unvorstellbar grausamen Todesart, die man Jesus angetan hat, ein anbetungswürdiges Geschehen, das in höchsten Tönen verehrt wird?"
Ja, mit dem Kreuz war es lange Zeit ein Kreuz, die Menschen mussten bei uns katholisch sein. Inzwischen ist das besser geworden, die Kirche kann nimmer diktieren, sie verliert im Volke zunehmend an Einfluss und Bedeutung und das Kreuz mit dem Kreuz wird dadurch auch kleiner.
Aber das nur nebenbei, heute geht es in der Bibel um den Jesus seine Auferstehung, das war die Mär, die seinerzeit seine Anhänger verbreiteten, um der Jesus-Sekte damit eine bleibende Bedeutung zuzuordnen. Das ist leider gelungen! Zwar blieben die Christen noch etliche Zeit eine kleine Randgruppe im religionsfreien Römerreich, damals durften dort alle glauben, was ihnen beliebte.
Aber dann wurde im Jahre 380 per Dreikaiseredikt verfügt, der Christenglaube sei die allgemeine Staatsreligion und alle im Römerreiche hatten an den Jesus zu glauben! Eine der heftigsten katholischen Maßnahmen war es damals, die Babytaufe umfassend durchzusetzen, denn jedes getaufte Kind war unwiderruflich katholisch, das gilt kirchenrechtlich bis heute! Aus der Kirche auszutreten, das geht darum nur staatlich! Das Staatsgrundgesetz von 1867 brachte im Artikel 14 nach der jahrhundertelangen katholischen Religionsdiktatur die 380 abgeschaffte Religionsfreiheit wieder! Heute sind schon weniger als die Hälfte der Leute in Österreich katholische Kirchenmitglieder, 1951 waren es noch rund 90% gewesen, wirklich den Glauben praktizierende Katholiken sind nur noch um die zehn Prozent der Kirchenmitglieder.
Heute geht es um die Auferstehung, die leitenden Jesusanhänger erfanden die Geschichte von der Auferstehung, allerdings konnten sie ja keinen auferstandenen Jesus herzeigen, man verbreitete nur die Behauptung und eine Reihe von Leuten gab sich dafür her, zu behaupten, sie hätten den Jesus gesehen. Und bevor eine vermehrte Nachfrage nach dem Jesus entstehen konnte, ließ man ihn in den Himmel auffahren, 40 Tage wäre er im engen Kreis seiner Hauptjünger gewesen, dann sei er gemäß Lukas 24,50-51 davongeflogen: "Er führte sie hinaus in die Nähe von Betanien, dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und es geschah, während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben." Jetzt konnte niemand mehr verlangen, den Jesus zu sehen.
Heute wird das hier ja furchtbar lang, was predigt der Schönbron am 17.4.2022 dazu? Er schließt heute seine Predigt so: "Ostern feiern im Wissen um so viel Leid und Tod, wie soll das gelingen? Wie kann da echte, ehrliche Osterfreude aufkommen? Mir hilft dazu das Osterevangelium. Jesu Sieg über den Tod, seine Auferstehung aus dem Grab und damit die Botschaft von Ostern, erreicht uns nicht über Fernsehkanäle und Weltnachrichten. Sie kommt zu uns über die einfache Begegnung liebevoller Aufmerksamkeit. Jesus spricht die trauernde Maria von Magdala mit ihrem Namen an, und da erkennt sie ihn und weiß, dass er lebt und bei ihr ist. Ostern in diesem Jahr neu erfahren, das kann Wirklichkeit werden, wenn wir nicht wegschauen von den Tränen der Trauernden. Dann können wir einander wirklich den Ostergruß zusprechen: Christus ist wahrhaft auferstanden!"
Der Schönborn muss natürlich als Kirchenfürst und Prediger im Stephansom, auf seiner Homepage und in der Kronenzeitung seinen Glauben an die Auferstehung des toten Jesus mit Vehemenz vortragen, die Leute sollen ihm ja glauben! Dass sich der Jesus wegen Erlösung der Menschheit kreuzigen hat lassen, ist beim Herrn Kardinal kein Thema, weil erlöst wurde ja auf Erden niemand - bis heute nicht! Es gibt nur die religiöse Sage vom ewigen Leben nach dem Tod, die Guten kommen ewig in den Himmel, die Bösen ewig in die Hölle, von Höllenteil der Christenlehre wird aber kaum noch geredet, hier wieder einmal die diesbezüglichen Jesusworte: "Mt 25,32 Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Mt 25,33 Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. (...) Mt 25,41 Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!"
Da haben wir in der Realität aber Glück, dass mit dem Tod unsere Existenz endet, Himmel und Hölle gibt es nicht, ein Toter ist wieder in derselben Lage wie vor seiner Geburt: da hat es ihn noch nicht gegeben und als Toter gibt's ihn nimmer. Und den auferstandenen und in den Himmel aufgefahrenen Gottessohn Jesus hat es überhaupt nie gegeben...
So, jetzt haben wir eine Sonntagspredigt in der Länge von 65 Zentimeter!


657. WORT ZUM SONNTAG am 10.4.2022

Lukas 19,28-40: Nach dieser Rede zog Jesus voran und ging nach Jerusalem hinauf. Und es geschah: Er kam in die Nähe von Betfage und Betanien, an den Berg, der Ölberg heißt, da schickte er zwei seiner Jünger aus und sagte: Geht in das Dorf, das vor uns liegt! Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr dort ein Fohlen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet es los und bringt es her! Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann antwortet: Der Herr braucht es.
Die Ausgesandten machten sich auf den Weg und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte. Als sie das Fohlen losbanden, sagten die Leute, denen es gehörte: Warum bindet ihr das Fohlen los? Sie antworteten: Weil der Herr es braucht. Dann führten sie es zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Fohlen und halfen Jesus hinauf.
Während er dahinritt, breiteten die Jünger ihre Kleider auf dem Weg aus. Als er sich schon dem Abhang des Ölbergs näherte, begann die Schar der Jünger freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Machttaten, die sie gesehen hatten. Sie riefen: Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Ehre in der Höhe! Da riefen ihm einige Pharisäer aus der Menge zu: Meister, weise deine Jünger zurecht! Er erwiderte: Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien.

Nächste Woche ist der Ostersonntag. Meinereiner hat den Ostersonntag als Kind recht gemocht, weil am Ostersonntag kam der Osterhase und brachte Ostereier, Naschereien und Spielsachen. In der Schule gab es dann den Jesus und seine Kreuzigung und Auferstehung. Für die Sohnesfalte des dreifaltigen allmächtigen Gottes war das ja wohl keine begeisternde Leistung. Wenn es diesen Gott gäbe, dann müsste er doch in der Lage sein, das nicht bloß einmal, sondern jährlich vorzuführen, dann würde die Menschheit inbrünstig an diesen Gott glauben. Die Leute glauben aber immer weniger daran, schließlich ist das ja bloß eine alte Göttersage.
Apropos Sage: Was sagt heute der Schönborn dazu? Kreuzigung und Auferstehung sind ja die Schlüsselfeste des Christentums, also der Leute, die das wirklich glauben! Der Herr Kardinal fasst heute so zusammen: "Heute feiern alle christlichen Gemeinden den Einzug Jesu in Jerusalem. Welche Hoffnungen verbinden sich damit? Ich stelle mir selber diese Frage, wenn ich heute bei der Dreifaltigkeitssäule am Graben die Palmzweige segne und an die Kinder verteile. Damals in Jerusalem riefen die Jünger Jesu: 'Im Himmel Friede und Ehre in der Höhe.' Werden wir aber auch auf Erden Frieden haben? Hier und jetzt brauchen wir ihn! Der nüchterne Blick in die Geschichte zeigt: Kriege hat es immer gegeben. Immer wären sie vermeidbar gewesen, wenn es weniger Ungerechtigkeit, Machtstreben, gegenseitigen Hass gegeben hätte. Jesus hat über Jerusalem geweint, weil er das Unglück kommen sah. Es ist zum Weinen, wenn wir heute das unsägliche Leid sehen, das der Krieg in der Ukraine auslöst. Doch heute in einer Woche ist Ostersonntag. Jesus wurde ohnmächtig ans Kreuz geschlagen, wie so viele heute unter dem Krieg Leidende. Aber Christus ist vom Tod auferstanden. Das Leben hat den Tod besiegt. Diese Hoffnung ist und bleibt stärker als alle Kriege."
Achja, das Leben hat den Tod besiegt? In der Realität ist es genau umgekehrt, der Tod besiegt schließlich jedes Leben, alle Lebewesen - Menschen, Tiere und Pflanzen - müssen sich fortpflanzen, wenn dies aus irgendwelchen Gründen nimmer funktioniert, dann sterben die betroffenen Wesen eben aus. Darum haben wir z.B. heute keine Saurier mehr. Aber so darf ein Priester die Welt natürlich nicht sehen. Dass der Schönborn den aktuellen russischen Krieg gegen die Ukraine bepredigt, ist natürlich klar, weil da kann der Schönborn schön vom Frieden reden und auf ein Kriegsende hoffen. Warum ruft er seine Christen nicht dazu auf, dass sie zu ihrem Gott beten, er möge den aktuellen Krieg beenden, für einen allmächtigen Gott wäre das ja nur ein Klacks, eine Kleinigkeit! Aber Gott würde das nicht tun, wenn auch sehr viele Menschen ihn darum betend bitten würden! Weil Götter gibt's eben nicht, auch keinen auferstandenen Jesus, alles nur Schimären, die nicht die Welt und die Menschen erschaffen haben, sondern die von den Menschen erschaffen wurden! Weil damit erklärte man sich in alten Zeiten das Unbekannte und vorallem das, was als übermächtig wahrgenommen wurde, da gab es eben zum Beispiel fürs Gewitter den Blitz- und Donnergott, den wir heute noch als Donnerstag tradiert haben.
Aber schließlich gab es den Gott Donnar ebenso nie wie den dreiteiligen Gottvater, Gottsohn und Gott heiliger Geist! Amen, so ist es!


656. WORT ZUM SONNTAG am 3.4.2022

Johannes 8,1-11: Jesus aber ging zum Ölberg. Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es. Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? Mit diesen Worten wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie das gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!

Aha, der Jesus wirft auch keinen Stein! Ist er auch nicht ohne Sünde? Schauen wir gleich was der Herr Oberbischof von Österreich dazu auf der Diözesan-Homepage und in der Kronenzeitung predigt! Er schließt seine Predigt so: "Muss ich mich nach diesem Evangelium jedes moralischen Urteilens enthalten, nur weil ich auch selber ein sündiger Mensch bin? Dazu zwei Bemerkungen: Erstens hat Jesus nicht behauptet, Ehebruch sei egal. Der Frau sagt er, was er jedem von uns sagt: 'Ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr.' Er nennt die Sünde beim Namen. Aber er verurteilt den Sünder nicht. Er warnt nur vor der Heuchelei derer, die sich zu Richtern über die anderen erheben. Das zeigt die zweite Bemerkung: Diese Männer haben die Frau beim Ehebruch ertappt. Doch wo ist der Mann geblieben, mit dem sie Ehebruch begangen hat? Zum Ehebruch gehören immer zwei. Haben diese Moraleiferer ein Auge zugedrückt und den Mann laufen lassen? Nach dem strengen Gesetz des Mose müssten beide gesteinigt werden. So erweist sich die 'Moral' der Ankläger als heuchlerisch. Nichts ist Jesus mehr zuwider als scheinheilige Heuchelei. Lassen wir doch die Steine fallen, die wir auf andere werfen wollen!"

Soweit der Schönborn. Beim Moses kommt der Ehebruch und seine Bestrafung zweimal vor: 3. Buch Moses, 20:10: "Ein Mann, der mit der Frau seines Nächsten die Ehe bricht, wird mit dem Tod bestraft, der Ehebrecher samt der Ehebrecherin.." 5. Buch Moses 22:22: "Wenn ein Mann dabei ertappt wird, wie er bei einer verheirateten Frau liegt, dann sollen beide sterben, der Mann, der bei der Frau gelegen hat, und die Frau. Du sollst das Böse aus Israel wegschaffen."
In Österreich war Ehebruch im Mittelalter durch die Todesstrafe mittels Pfählung bedroht, da galt noch das Gottesgesetz! In der Wende vom 18. aufs 19. Jahrhundert war das dann schon weniger dramatisch und 1852 stand im § 502: "Ehebruch. Strafe. Eine verheiratete Person, die einen Ehebruch begeht, wie auch eine unverheiratete, mit welcher ein Ehebruch begangen wird, ist einer Übertretung schuldig, und mit Arrest von einem bis zu sechs Monaten, die Frau aber alsdann strenger zu bestrafen, wenn durch den begangenen Ehebruch über die Rechtmäßigkeit der nachfolgenden Geburt ein Zweifel entstehen kann." 1997 wurde in Österreich die Strafbarkeit des Ehebruchs aufgehoben, vorher stand im Strafgesetzbuch: "§ 194. (1) Wer seine oder eine fremde Ehe bricht, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen. (2) Der Täter ist nur auf Verlangen des verletzten Ehegatten zu verfolgen. Dieser ist zu einem solchen Verlangen nicht berechtigt, wenn er dem Ehebruch zugestimmt oder ihn absichtlich ermöglicht oder erleichtert hat oder wenn die eheliche Gemeinschaft zur Zeit der Tat seit einem Jahr aufgehoben war. Eine Verzeihung beseitigt das Verfolgungsrecht des Verletzten nur gegenüber dem Beteiligten, dem der Ehebruch verziehen worden ist. (3) Die Strafe ist gegen den Ehegatten nicht zu vollstrecken, wenn der verletzte Ehegatte erklärt, weiter mit ihm leben zu wollen."

In streng islamischen Bereichen gibt es für Frauen immer noch die Auspeitschung oder gar als Todesstrafe die Steinigung. Schönborn nennt die Männer im heutigen Bibeltext Heuchler, weil damals ja auch der Mann zu steinigen gewesen wäre. Der Jesus treibt ihnen aber das Heucheln aus, weil Steinewerfer nach seiner Meinung sündenfrei zu sein hätten. Und schließlich hat ja dem Jesus sein Vater die steinige Todesstrafe für Ehebruch verhängt gehabt! Aber seien wir froh, dass heute Ehebruch maximal bei Scheidungen noch eine rechtliche Bedeutung hat, der Ehebruch ist ja auch weiterhin eine schwere Eheverfehlung!
So, das genügt, Entschuldigung, das ist zuviel Text, der ist ja sogar ein bisschen länger als der vom Schönborn!


655. WORT ZUM SONNTAG am 27.3.2022

Lk 15, 1-3.11-32: In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen. Da erzählte er ihnen dieses Gleichnis und sagte: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht! Da teilte der Vater das Vermögen unter sie auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er begann Not zu leiden. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner! Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von Weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn zu ihm: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt einen Ring an seine Hand und gebt ihm Sandalen an die Füße! Bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn dieser, mein Sohn, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein Fest zu feiern. Sein älterer Sohn aber war auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete ihm: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte seinem Vater: Siehe, so viele Jahre schon diene ich dir und nie habe ich dein Gebot übertreten; mir aber hast du nie einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber man muss doch ein Fest feiern und sich freuen; denn dieser, dein Bruder, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.

Das heutige Evangelium ist verdammt lang! Darum war der Text auf Schönborns Diözesanhomepage gar nicht zu finden, für soviel Text hat er dort nicht Platz! Meinereiner musste den Text aus der Bibel kopieren! Es geht gleichnismäßig heute um Leute, die den Glauben verlieren und ihn dann wieder finden!
Heute verlieren regelmäßig Leute den religiösen Glauben, sie treten aus der Kirche aus oder gehen zumindest am Sonntag nimmer in die Kirche
. Die große Mehrheit der heutigen katholischen Kirchenmitglieder tut Letzteres! Nach den katholischen Statistikzahlen von 2020 hat die katholische Kirche in Österreich 4.905.316 Mitglieder, aber sonntags nur 395.530 Messbesucher! Man kann also sagen, rund 4,5 Millionen Kirchenmitglieder sind verloren gegangen und müssten wieder gefunden werden. Wie sieht der österreichische katholische Kirchenhäuptling Schönborn die Lage? Er erzählt, dass seine Mutter im Februar 2022 im 102. Lebensjahr verstorben ist, er schreibt dazu, "77 Jahre lang war ich es gewohnt, dass ich immer nach Hause kommen kann. Sie ist da, und ich bin willkommen. Was für ein Geschenk, ein Zuhause zu haben, zu wissen, dass ich dort erwartet und willkommen bin! Jetzt, da sie gestorben ist, wartet niemand mehr zu Hause. Gewiss, ich glaube, dass sie bei Gott ist und uns daher nahe bleibt. Aber in all den Veränderungen des Lebens gab es immer den Fixpunkt: das Zuhause. Jetzt fehlt er."
Und das Resümmee des Herrn Kardinal lautet heute so: "Wenn ich heute das Evangelium vom verlorenen Sohn lese, muss ich an die vielen tausenden Flüchtlinge aus der Ukraine denken, die alles verlassen mussten, um ihr Leben zu retten. Werden sie jemals wieder nach Hause heimkehren können? Als meine Mutter 1945 mit ihren damals zwei Kindern flüchten musste, konnte sie nicht ahnen, dass sie ihren Kindern ein neues Zuhause bereiten würde. Doch auch dieses Zuhause müssen wir verlassen. Jesus aber sagt mit seinem wunderbaren Gleichnis: Im Haus meines Vaters bist du immer willkommen! Mag dein Leben noch so schwierig gewesen sein, der Vater kommt dir mit offenen Armen entgegen: Mein Kind, jetzt bist du ganz zu Hause!"

Freut sich der Schönborn aufs Sterben? Liest sich so, weil dann ist er ja bei seinem Gott im Himmel! Und dort wäre er ganz zu Hause! Zu dumm, dass es weder seinen Gott gibt, noch ein ewiges Zuhause nach dem Tode! Nach dem Tode existieren wir nimmer und als Nichtmehrexistente wissen wir nichts über was! Aber als Nichtexistente ist uns das ja zwangsläufig egal, uns war ja auch die Millardenjahre lange Nichtexistenz vor unserer Geburt egal! Und wenn der Schönborn kein Geistlicher geworden wäre, sondern ein normaler Mensch mit Familie, dann hätte er nach dem Tode seiner Mutter auch jetzt noch ein Zuhause, wo er hingehört!
Und der Schönborn wird sicherlich vergebens darauf hoffen, dass seine verloren gegangen katholischen Schafe wieder im sonntagsmesslichen Stall auftauchen...


654. WORT ZUM SONNTAG am 20.3.2022

Lk 13,1-9: Zur gleichen Zeit kamen einige Leute und berichteten Jesus von den Galiläern, deren Blut Pilatus mit dem ihrer Opfertiere vermischt hatte. Und er antwortete ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder waren als alle anderen Galiläer, weil das mit ihnen geschehen ist? Nein, sage ich euch, vielmehr werdet ihr alle genauso umkommen, wenn ihr nicht umkehrt. Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms am Schiloach erschlagen wurden - meint ihr, dass sie größere Schuld auf sich geladen hatten als alle anderen Einwohner von Jerusalem? Nein, sage ich euch, vielmehr werdet ihr alle ebenso umkommen, wenn ihr nicht umkehrt. Und er erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum gepflanzt; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine. Da sagte er zu seinem Winzer: Siehe, jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen? Der Winzer erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er in Zukunft Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen.

Auweiauwei, überall lauter Sünder! Und alle müsen umkommen! Aber das ist ja direkt eine gemässigte Bibelstelle, weil sonst werden die Sünder ja ins ewige Höllenfeuer geworfen! Und das mit dem Umkommen stimmt ja, wir müssen alle sterben und mit dem Sterben endet unsere Existenz! Das religiöse Märchen vom ewigen Himmelreich wird heute im Evangelium nicht erwähnt!
Schauen wir gleich, ob der Schönborn das auch nicht macht! Der schreibt natürlich über das Umkehren, weil Umkehrer werden nicht umgehauen!
Der Herr Erzbischof von Wien fast heute so zusammen: "Jedes Unglück, von dem wir hören, ist Anlass zur Besinnung. Das biblische Wort "Umkehr" hat auch die Bedeutung "Umdenken", "Ändern der eigenen Einstellung". Es ist ein nüchterner und vernünftiger Vorgang, er kann auch sehr emotional sein: die Einsicht, dass dieses Unglück jederzeit mir widerfahren könnte. "Umkehr" bedeutet einfach das Wissen, dass nichts selbstverständlich ist, weder meine Gesundheit noch mein Wohlergehen, auch nicht der Frieden und die geordneten Verhältnisse. Wer diese Einsicht im Herzen trägt, wird vor allem eine Haltung der Dankbarkeit erleben und mit ihr verbunden das Mitgefühl mit denen, die Unglück erleben.
Jesus liebt die Gleichnisse. Was für ihn Umkehr bedeutet, sagt er im Gleichnis vom Feigenbaum im Weingarten. Wenn dieser schon drei Jahre keine Früchte trägt, ist es besser, ihn umzuhauen. Der Winzer bittet den Besitzer des Weinbergs um Geduld. Ein Jahr noch! Mit Dünger wird er vielleicht doch noch Früchte tragen. Das ist, bei allem Ernst der Warnung Jesu, der Hoffnungsschimmer. Jesus glaubt, dass wir Menschen umkehren können. Er vertraut, dass Herz und Vernunft stark genug sind, umzudenken und den Weg zu wenden. Aber sein Vertrauen hat viel zu tun mit seiner großen, liebevollen Geduld, dass wir endlich doch zur Einsicht kommen und wirklich umkehren."

Soweit der Schönborn. In Wikipedia steht dazu: "Innere Umkehr in der Religion - Eine besondere Bedeutung hat die Umkehr in der Religion und Ethik. Hierzu gehören die Begriffe der Reue und der Buße. Die innere Umkehr lässt sich in drei Schritte gliedern: die Einsicht, einen falschen Weg eingeschlagen zu haben, die Umkehr bis zu einem bekannten Punkt, den Aufbruch in eine neue Richtung".
Unsereinen plagt sowas natürlich nicht, unsereiner sieht die Welt schließlich real und darum richtig und nicht falsch. Religiöse Leute sehen die Welt irreal, dafür wird sie im Jenseits niemand strafen, weil es ja sowas wie ein Jenseits nicht gibt. Und dass nach dem Tod nichts mehr geschieht, das werden diese Leute mangels Existenz als Tote ja auch nicht wahrnehmen können. Zusammenfassend kann unsereiner wieder einmal feststellen, Feigenbäume mit religiösen Früchten gibt es auch nicht, wir leben von Geburt bis zum Tod und weiter geht es nicht! Sich gläubig mit Religion zu befassen, ist sinnlose Vergeudung von Lebenszeit! Amen!


653. WORT ZUM SONNTAG am 13.3.2022

Lk 9,28-36: Es geschah aber: Etwa acht Tage nach diesen Worten*) nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus mit sich und stieg auf einen Berg, um zu beten. Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein Gewand wurde leuchtend weiß. Und siehe, es redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija; sie erschienen in Herrlichkeit und sprachen von seinem Ende, das er in Jerusalem erfüllen sollte. Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen. Und es geschah, als diese sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste aber nicht, was er sagte. Während er noch redete, kam eine Wolke und überschattete sie. Sie aber fürchteten sich, als sie in die Wolke hineingerieten. Da erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Während die Stimme erscholl, fanden sie Jesus allein. Und sie schwiegen und erzählten in jenen Tagen niemandem von dem, was sie gesehen hatten.

*) Diese Worte waren: "Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn schämen, wenn er in seiner Hoheit kommt und in der Hoheit des Vaters und der heiligen Engel. Wahrhaftig, das sage ich euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie das Reich Gottes gesehen haben." Da hätte das "Reich Gottes" also bald kommen müssen, jetzt um die 2000 Jahre später warten die gläubigen Katholiken immer noch auf dieses Reich, es ist eben das Glaubensproblem: Der Glaube an Götter schafft keine Götter und in der Realität gibt es eben keine Götter. Amen.
Aber das nur nebenbei, was predigt heute der Herr Erzbischof von Wien in der Kronenzeitung und auf seiner Diözesan-Homepage? Er erinnert sich einleitend an ein Gebet zusammen mit Papst Johannes Paul II., das war nach Jahrhunderten der erste nichtitalienische, sondern der polnische Papst Karol Józef Wojtyla, genannt Papst Johannes Paul II, er übte diese Tätigkeit von 1978 bis 2005 aus und wurde nach seinem Tod selig (2011) und heilig (2014) gesprochen, der Schönborn hat beim gemeinsamen Gebet laut seiner Predigt die Nähe Gottes gespürt. Unsereinem passiert sowas nie, unsereiner müsste nach katholischer Lehre eigentlich zeitweise den Teufel spüren, aber den gibt's ja auch nicht! Schauen wir zum heutigen schönbornschen Resümee: "Man sagt: Not lehrt beten. Das stimmt. Aber wie gut tut es, Gott zu danken, wenn wir nicht in Not sind! In den Bergen ist es leichter, den Schöpfer zu loben. Loben, Danken, Bitten erleichtern das Herz und verändern das Leben. Wie alles im Leben braucht auch das Beten regelmäßige Übung. Nur so kann es zu einer Grundhaltung werden, die uns zum Guten verändert. Beten, wie macht man das? Diese Frage haben die JüngerJesus gestellt und ihn gebeten: 'Lehre uns beten!' Er hat sie das 'Vaterunser' gelehrt. Es ist bis heute das Gebet, das alle Bitten zusammenfasst. Das Wichtigste ist und bleibt das schlichte Vertrauen auf Gott. So hat Jesus gebetet. Sein Gesicht hat dieses Vertrauen ausgestrahlt."

Ja, das ist wohl ein Problem! Da das Beten mangels der Gottesexistenz höchstens zufällig scheinbar hilft, wenn sich irgendwas im Beterleben für ihn wie ersehnt entwickelt, ist ja auch für Tiefgläubige auf Gott wenig Verlass. Unsereiner betet nicht und es passiert doch immer wieder was, das ein Beter für Gotteshilfe halten würde. Aber darüber kann unsereiner nur lachen, es ist hilfreich, wenn man sich um sein gelebtes Leben selber entsprechend kümmert, meinereiner ist schon ziemlich alt und chronisch krank und kann schon irgendwie absehen, dass das Leben ein Ende haben wird. Aber meinereiner hat vom Urknall bis zur Geburt nicht existiert und das war egal, da wird es nach dem Tod genauso sein, denn die persönliche Nichtexistenz ist ja mangels Existenz gar nicht wahrnehmbar. So ist es! Und auch Kardinälen geht es nicht anders! Ein Kardinal wird es allerdings nie erfahren, dass er sein ganzes Leben sinnlos für eine Fantasy-Illusion verschlissen hat...


652. WORT ZUM SONNTAG am 6.3.2022

Lk 4, 1-13: In jener Zeit kehrte Jesus, erfüllt vom Heiligen Geist, vom Jordan zurück. Er wurde vom Geist in der Wüste umhergeführt, vierzig Tage lang, und er wurde vom Teufel versucht. In jenen Tagen aß er nichts; als sie aber vorüber waren, hungerte ihn. Da sagte der Teufel zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl diesem Stein, zu Brot zu werden. Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Da führte ihn der Teufel hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises. Und er sagte zu ihm: All die Macht und Herrlichkeit dieser Reiche will ich dir geben; denn sie sind mir überlassen und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest, wird dir alles gehören. Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen. Darauf führte ihn der Teufel nach Jerusalem, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich von hier hinab; denn es steht geschrieben: Seinen Engeln befiehlt er deinetwegen, dich zu behüten; und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt. Da antwortete ihm Jesus: Es ist gesagt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen. Nach diesen Versuchungen ließ der Teufel bis zur bestimmten Zeit von ihm ab.

Interessant! Laut Bibel füllt die dritte Falte des dreifaltigen Christengottes die zweite Fall mit sich selber. Hatte die zweite Falte, also der Gottessohn Jesus, selber zuwenig Geist? Sicherlich! Dazu braucht man ja nur die christlichen Bibeltexte zu lesen, um diesen hohen Geistmangel wahrzunehmen! Was sich heute besonders gut zeigt! Der Teufel versucht den allmächtigen und allwissenden Gottessohn! Aber das geht ja gar nicht, weil gesagt ist, dass man das nicht tun darf.
Aber schauen wir wie der Herr Schönborn diesen Schmonzes behandelt! Er schreibt einleitend über die Versuchung, die uns ein Leben lang begleitet. Er muss das ja kennen, als frauenlosen Zölibatär wird ihn ja auch durch die Jahrzehnte der Sexualtrieb versucht haben. Da ihm aber nie was Missbräuchliches vorgeworfen wurde, hat er den Sexualtrieb wohl zumindest regelmäßig unter der Hand verschleudert. Aber darüber schreibt er nichts, er befasst sich mit der Fastenzeit und der Versuchung nicht zu fasten. Meinereiner hat früher sein Übergewicht durch eine jeweils einmal im Jahr strikt eingehaltene dreiwöchige Fastenzeit reduziert, bin zwar immer noch etwas übergewichtig, fress aber jetzt schon einige Jahre das ganze Jahr weniger als früher und halte mein Gewicht auch ohne zusätzliche Fastenzeiten.
Nun schauen wir das schöbornsche Resümee an: "Fasten, das betrifft zuerst das Essen und Trinken. Wer kennt nicht den täglichen Kampf gegen die Kalorien? Zumindest bei uns, denn wo Hunger herrscht, braucht nicht gefastet zu werden. Dort fehlt es am Nötigsten. Schwieriger ist der Kampf gegen die Süchte, die unwiderstehliche Abhängigkeit von Alkohol, Nikotin, Internet, Pornographie, Spielsucht. Nicht umsonst sprechen wir vom Teufelskreis der Sucht. Und wie groß ist es, wenn jemand mit Jesu Hilfe echte Befreiung erlebt.
Die zweite große Versuchung ist die der Macht. Jesus ist ihr wie kein anderer Mensch ausgesetzt gewesen, denn er hatte die volle Macht Gottes zu seiner Verfügung. Sein ganzes Leben ist aber ein großes Zeugnis dafür, dass die Macht nur dann richtig gebraucht wird, wenn sie sich ganz in den Dienst der anderen stellt. Wir alle haben Macht, größere oder kleinere, und immer ist die Herausforderung die, in der Jesus gesiegt hat: Echtes Herrschen heißt dienen.
Die dritte Versuchung, der Jesus, wie wir alle, ausgesetzt war, ist die der Ehre, des Erfolgs, der Anerkennung. Es ist schön und gut, anerkannt zu sein und Erfolg zu haben. Traurig, ja peinlich ist es, wenn wir danach gieren und ehrsüchtig werden.
Hat Jesus keine sexuellen Versuchungen gekannt? Er war doch ein Mensch. Oft gelten sie als die stärksten. Eines ist sicher: Diese Versuchungen können nur durch echte Liebe besiegt werden. Die liebende Zuwendung zu den Menschen hat Jesus so tief gelebt wie keiner. Darum geht es letztlich in der Fastenzeit!"

So das war der Schönborn und jetzt kommt meinereiner wieder dran! Meinereiner hat sich ganz ohne Jesus in den 90er-Jahren von der Rauchsucht befreit, eine Arbeitskollegin starb an Lungenkrebs und das war sehr motivierend, nimmer zu rauchen! Mit der Macht hat meinereiner keine Probleme gehabt, weil da war in der Regel die Vernunft mächtiger. Die Sache mit dem Erfolg und der Anerkennung hat seinerzeit Alfred Adler, der Begründer der Individualpsycholgie sehr ausgiebig behandelt, meinereiner hat vor vielen Jahren darüber ein Buch geschrieben, "Zwischen Allmacht und Ohnmacht" - das kann hier downgeloaden werden! Es erklärt diese Aspekte gottfrei!
Zum Jesus und den sexuellen Versuchungen. Verheiratet war der Jesus laut Bibel nicht und über Sexprobleme steht dort auch nichts. Die Sexprobleme in der katholischen Kirche hat man dort selber durch den Zölibat erschaffen, man bräuchte also nur den Zölibat abschaffen, um damit in den zukünftigen Priestergenerationen damit fertig zu werden. Denn wie hier schon so oft geschrieben: der Sexualtrieb lässt sich nicht unterdrücken. Und wenn die Gegebenheiten in der Auswahl der Priesterkandidaten Homos und Päderasten einen leichteren Zugang geben als Heteros, dann hat man eben diese Probleme!


651. WORT ZUM SONNTAG am 27.2.2022

Lk 6,39-45: Er sprach aber auch in Gleichnissen zu ihnen: Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen? Ein Jünger steht nicht über dem Meister; jeder aber, der alles gelernt hat, wird wie sein Meister sein. Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen, während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du zusehen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen. Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Früchte bringt. Denn jeden Baum erkennt man an seinen Früchten: Von den Disteln pflückt man keine Feigen und vom Dornstrauch erntet man keine Trauben. Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens dasGute hervor und der böse Mensch bringt aus dem bösen das Böse hervor. Denn wovon das Herz überfließt, davon spricht sein Mund.

Dass auch auf einem guten Baum manche schlechte Früchte wachsen können, hat wohl jeder schon erlebt! Und das Umgekehrte auch! Sachen, die ein schlechtes Gewissen machen können, als Splitter oder Balken im Auge zu benennen, ist auch kein besonders kluger Einfall! Was hat das Auge mit dem Gewissen zu tun! Das obige Gleichnis ist einfach Unsinn, weil man kann oder muss ja Fehler anderer nicht direkt sehen, man kann sie erleben oder davon hören, vom ins Aug schauen wird man sie nicht entdecken! Aber das nur nebenbei, schauen wir gleich wie der Herr Bischof Schönborn in seiner Sonntagspredigt resümiert! Er schließt heute so: "Wir sind Meister im genauen Beobachten der Fehler der anderen. Wir sind schnell zur Hand mit unserer Kritik. Die eigenen Fehler mit der gleichen Schärfe wahrzunehmen, fällt uns schon sehr viel schwerer. Deshalb gebraucht Jesus das drastische Bild vom Balken im eigenen Auge. Solange ich nicht zuerst selbstkritisch auf meine eigenen Fehler schaue, kann ich gar nicht die der anderen klar sehen. Fang bei dir selber an! Entferne den Balken aus deinem Auge! Dann magst du auch den anderen kritisieren. Du wirst die Fehler des anderen sehen können, wie sie sind: meist kleiner, als du angenommen hast. Das vierte Bildwort geht aufs Ganze: Nur ein guter Baum bringt gute Früchte. Den Baum erkennt man an seinen Früchten. 'Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor.' Eine Frage drängt sich mir auf: Welcher Mensch ist ganz gut? Und welcher ganz böse? Teilt Jesus hier uns Menschen zu sehr in zwei Gruppen? Ist nicht in jedem von uns beides da, Gutes wie Böses? Findet ein liebendes, wohlwollendes Herz nicht in jedem Menschen etwas Gutes, selbst in den sogenannten Bösen? Oder geht es Jesus in allen diesen Worten nur um das eine: das liebende Herz?"

Na klar, der Jesus wird nur das liebende Herz popularisiert haben. Im obigen Text wird die wohl in diesem Bereich häufigst vorkommende Diskrepanz gar nicht erwähnt: Dass die Einzelpersonen meist von sich selber überzeugt sind und von anderen Leuten oft nicht! Wenn man gar nicht das Gefühl hat, selber falsch platziert zu sein, dann kann man wohl auch schwerlich was dagegen tun!
Und außerdem werden solche Sachen ja in der Regel sehr subjektiv wahrgenommen, andere stinken, selber riecht man gut oder so. Und darum kann man oft gar keinen persönlichen Druck spüren, selber was falsch zu machen! Und der liebe Jesus ist schließlich nur eine Sagengestalt, getroffen hat ihn in unserer Zeit niemand. Und für jeden von uns ist es immer noch das Einfachste, sich an das alte gottfreie Sprichwort zu halten: "Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu"! Amen!


650. WORT ZUM SONNTAG am 20.2.2022

Lk 6,27-38: Euch aber, die ihr zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen! Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch beschimpfen! Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd! Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand das Deine wegnimmt, verlang es nicht zurück! Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut auch ihr ihnen!
Wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden. Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welchen Dank erwartet ihr dafür? Das tun auch die Sünder. Und wenn ihr denen Geld leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern, um das Gleiche zurückzubekommen. Doch ihr sollt eure Feinde lieben und Gutes tun und leihen, wo ihr nichts zurückerhoffen könnt. Dann wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden! Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden! Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden! Gebt, dann wird auch euch gegeben werden! Ein gutes, volles, gehäuftes, überfließendes Maß wird man euch in den Schoß legen; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt, wird auch euch zugemessen werden

Heute haben wir die berühmte Parole, "Liebet Eure Feinde"! Meinemeinen fällt dazu immer sogleich diese Frage ein: wann und wo hat die katholische Kirche ihre Feinde geliebt? Am Scheiterhaufen wenn sie schön gebrannt haben? Die Regeln fürs Abwatsch‘n und Ausplündern sind auch sehr göttlich, der Gott ist wohl der Gott der Panzerknackerbande! Aber in den Himmel kommen dürfen alle, die tatsächlich so deppert sind wie oben beschrieben! Und wenn Ihr nicht richtet und verurteilt, dann richtet und verurteilt Euch auch der himmlische Gott nicht! Zu schade, dass es keine Götter gibt!
Aber schauen wir, welche Gedanken sich der Herr Kardinal Schönborn dazu macht! Er sieht die Realität und schreibt im ersten Absatz seiner Predigt, "Liebt eure Feinde! Ist das nicht widernatürlich? Unsere Natur funktioniert doch ganz anders. Allen Lebewesen ist der Selbsterhaltungstrieb angeboren. Was immer mich bedroht, löst Angst und Abwehr aus. So ist es in der Tierwelt, selbst in der Welt der Pflanzen. Umso mehr beim Menschen. 'Tut Gutes denen, die euch hassen! Segnet die, die euch verfluchen!' Fordert Jesus hier zu Unmöglichem auf?" Auch die anderen Zeilen sieht Schönbrn vorerst so, wie sie ein normaler Mensch sieht, er fragt, ob solche Regeln nicht völlig am realen Leben vorbei gehen. Dann nimmt er aber, was er die goldene Regel nennt: "Wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut auch ihr ihnen." Besser würde das alte Sprichwort passen, "was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu". Dieses Sprichwort steht nicht in der Bibel, wohl weil es gottfrei vernünftig ist!
Und wie bringt der Schönborn seinen Jesus auf die Gerade? Er resümiert so: "Letztlich lernen wir die Haltung Jesu nur, wenn wir an Gott selber Maß nehmen: 'Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.' Und Jesus zieht daraus die ganz praktische, aber auch schwere Folgerung: Richtet nicht! Verurteilt nicht! Vergebt einander! Tut es wie Gott! 'Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!' Ist das naiv und blauäugig? Wie anders sähe die Welt aus, wenn wir auch nur annähernd so zu leben versuchten, wie Jesus es unsnahelegt! Das Erstaunliche: es funktioniert! Täglich, in vielen kleinen Schritten! Sie machen unser Leben glücklich."
Muster dafür führt der Schöborn kein einziges an. Und er redet von "kleinen Schritten", also von Belanglosigkeiten! Wie oft er die andere Wange mit der Bitte um eine weitere Ohrfeige hingehalten hat, zählt er nicht auf! Aber es ist immerhin lustig, dass Christen zum Beispiel ihre Feinde, die Atheisten, lieben müssten! Darum meine Schlussbotschaft: Gläubige Christen, Ihr könnt mich so sehr lieben, das Ihr mich sogar am Arsch lecken dürft!


649. WORT ZUM SONNTAG am 13.2.2022

Lk 6,17.20-26: Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon waren gekommen. (18/19: Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden. Auch die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt. Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.) Er richtete seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet gesättigt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch ausstoßen und schmähen und euren Namen in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jauchzt an jenem Tag; denn siehe, euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht. Doch weh euch, ihr Reichen; denn ihr habt euren Trost schon empfangen. Wehe euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Wehe, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. Wehe, wenn euch alle Menschen loben. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.

Heute wurden wieder zwei Verse weggelassen, 18 und 19 wurden oben eingefügt, der Jesus betrieb also eine Wunderheilerordination. Als allmächtiger Gottessohn hätte er ja auch die Schöpfungsmurksereien seines Vaters beheben, z.B. alle Viren vernichten können und so weiter! Er erzählt den Leuten aber dann nur vom Himmelreich, dort werden alle satt sein und lachen etc. und die Reichen werden klagen und weinen.
Die Christenlehre war ein wunderbares Herrscherinstrument, der Klassenkampf wurde mittels Himmel und Hölle ins Jenseits verlagert, die Mühseligen und Beladenen mussten weiterhin mühselig und beladen bleiben, im Jenseits wurden sie dann entmühseligt und entladen, darum machten die damals Herrschenden mittels dem Dreikaiseredikt von 380 das Christentum zur verpflichtenden Staatsreligion, "Christentum" sollte man deswegen wohl besser "Christendumm" nennen. Hier wieder einmal das Dreikaiseredikt: "Alle Völker, über die wir ein mildes und maßvolles Regiment führen, sollen sich, so ist unser Wille, zu der Religion bekehren, die der göttliche Apostel Petrus den Römern überliefert hat, wie es der von ihm kundgemachte Glaube bis zum heutigen Tage dartut und zu dem sich der Pontifex Damasus klar bekennt wie auch Bischof Petrus von Alexandrien, ein Mann von apostolischer Heiligkeit; das bedeutet, dass wir gemäß apostolischer Weisung und evangelischer Lehre eine Gottheit des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes in gleicher Majestät und heiliger Dreifaltigkeit glauben. Nur diejenigen, die diesem Gesetz folgen, sollen, so gebieten wir, katholische Christen heißen dürfen; die übrigen, die wir für wahrhaft toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande ketzerischer Lehre zu tragen. Auch dürfen ihre Versammlungsstätten nicht als Kirchen bezeichnet werden. Endlich soll sie vorab die göttliche Vergeltung, dann aber auch unsere Strafgerechtigkeit ereilen, die uns durch himmlisches Urteil übertragen worden ist."
Nichtchristen wurden also unter Strafe gestellt. Aber das nur nebenbei als historische Wahrheit, was predigt heute der Schönborn zum obigen Evangelium?
Er schreibt zuerst über die Begegnung mit einem armen Muslim: "Beim heutigen Evangelium sehe ich immer einen Mann vor mir, den ich in dem Jahr kennenlernen durfte, das ich 1990-91 in Rom verbracht habe. (..) An einer Straßenkreuzung am Weg zum Bahnhof traf ich oft einen älteren Mann, der Papiertaschentücher und Feuerzeuge und einige andere Kleinigkeiten zu verkaufen suchte. Er erzählte mir, dass er aus Marokko stammte, zu Hause fünf Töchter hatte, denen er das wenige Geld, das er verdiente, zum Lebensunterhalt schickte. Leider habe ich seinen Namen vergessen, nicht aber sein strahlendes Lächeln. Ich fragte ihn immer, wie es ihm geht, und immer war die Antwort herzlich und ehrlich: sehr gut! Und er, der gläubige Moslem, zeigte dann zum Himmel."
Dann schließt Schönborn seine Predigt so: "Selig ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Das ist nicht eine Vertröstung, sondern eine Erfahrung. Und ebenso ist es keine Drohung mit Strafe nach dem Tod, wenn Jesus sagt: 'Weh euch, ihr Reichen, denn ihr habt euren Trost schon empfangen.' Jesus will uns vor der Täuschung warnen, dass viel Geld und Spaß und Luxus schon glücklich machen. Der arme Moslem am Straßenrand in Rom hat mir mit seinem Lächeln und seinem Gottvertrauen etwas erschlossen, was ich hoffentlich nie vergessen werde. Er hat mir eine Quelle des Glücks und der Freude gezeigt, die jetzt schon zugänglich ist. Wenn ich an ihn und sein weiß Gott nicht bequemes Leben denke, dann vergeht mir das Jammern über manche Mühsal meines Alltags. Ich bin sicher, dass er ein Liebling Gottes ist, für den im Himmel ein Platz bereitet ist. Jesus will uns für solche Menschen die Augen öffnen."
Ja, das Dumme daran ist jedoch, dass wir alle nach unserem Tode wieder im selben Zustand wie vor unserer Geburt sein werden, im Zustand der Nichtexistenz. Dieser Zustand tut nicht weh, erfüllt uns aber auch nicht mit Freude, weil Nichtexistierende eben nicht existieren und darum auch nichts wahrnehmen können. Das Märchen vom Himmelreich ist und bleibt ein Märchen, wer daran glaubt, der ist selber dran schuld und sollte darum lieber versuchen, der dazu passenden Empfehlung von Immanuel Kant zu folgen:
"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus selbstverschuldeter Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"

Amen, so sollte es sein!


648. WORT ZUM SONNTAG am 6.2.2022

Lk 5,1-11: Es geschah aber: Als die Volksmenge Jesus bedrängte und das Wort Gottes hören wollte, da stand er am See Gennesaret und sah zwei Boote am See liegen. Die Fischer waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in eines der Boote, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren.
Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch auf dein Wort hin werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie und sie fingen eine große Menge Fische; ihre Netze aber drohten zu reißen. Und sie gaben ihren Gefährten im anderen Boot ein Zeichen, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen und füllten beide Boote, sodaß sie fast versanken.
Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Geh weg von mir; denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr! Denn Schrecken hatte ihn und alle seine Begleiter ergriffen über den Fang der Fische, den sie gemacht hatten; ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, verließen alles und folgten ihm nach.

Heute liefert der Jesus eine Variante zu den sonstigen Darstellungen der Glaubenswerbung, da waren üblicherweise die Prediger die Hirten und die Bepredigten die Schafe, heute sind die Prediger die Fischer und die Bepredigten die Fische. In heutigen Zeiten ist das schon schwieriger geworden, Schafe und Fische religiös einzufangen geht deswegen nimnmer so richtig, weil die Kirchen es heute mit Menschen zu tun haben, die deutlich mehr Hirn haben als Schafe und Fische. Ob das der Schönborn auch schon bemerkt hat? Schauen wir einmal nach!
Er schreibt einleitend über das Vertrauen, denn ohne Vertrauen würde "das Leben trostlos, eigentlich unlebbar, denn im Alltag geht es nicht ohne eine Art Grundvertrauen. (...) Unser ganzes Leben baut auf Vertrauen auf, und dennoch gehört es zu einer vernünftigen Lebensgestaltung, ein gesundes Maß an Kontrolle und überprüfung anzuwenden, um nicht betrogen oder getäuscht zu werden."

Ja, trauen und vertrauen sollte man nur den Menschen, die man gut kennt und dadurch weiß, ob man ihnen trauen kann. Gegenüber Predigern ist jedenfalls immer Mißtrauen angebracht!
Bischof Schönborn schließt seine Predigt so:
"Simon spürt die göttliche Kraft, die in Jesus wirkt. Erschüttert empfindet er seine Unwürdigkeit: "Ich bin ein sündiger Mensch!" Aber Jesus macht ihm Mut: 'Fürchte dich nicht. Von jetzt an wirst du Menschen fangen.'
Das Vertrauen in Jesus hat ihr Leben verändert. Sie werden seine Jünger für den Rest ihres Lebens. Von jetzt an sollen sie Menschenfischer werden. Sie haben Jesus vertraut, und jetzt vertraut er ihnen und macht sie zu seinen engsten Mitarbeitern. Gute Zusammenarbeit gelingt nur, wenn zwischen allen ein echtes Vertrauensverhältnis besteht. Aber wie entsteht es? Was stärkt es? Es ist kein Zufall, daß wir vom Vertrauen-Schenken sprechen. Vertrauen kann man nicht kaufen, sondern nur geschenkt bekommen und selber schenken.
'Menschenfischer' wurden die Apostel, weil Jesus ihnen vertraut. Wenn Eltern ihren Kindern Vertrauen schenken, können sie sich entfalten. Das setzt aber voraus, daß die Kinder in ihrem Vertrauen den Eltern gegenüber nicht immer wieder enttäuscht werden. Wer hier viel verletzt worden ist, kann nur durch viele Vertrauenserweise geheilt werden. Das Vertrauen ist wie ein Wunderkraut. Menschen blühen auf, werden heil und stark, wenn sie, trotz aller Fehler, immer wieder Vertrauen geschenkt bekommen. So zieht Jesus bis heute Menschen an und heilt sie."

Der Jesus lässt also Menschen fangen, das hat man seinerzeit - als im Jahre 380 das Christentum durch das Dreikaiser-Edikt im Römerreich zur alleinigen Staatsreligion wurde - auch gemacht, alle wurden gefangen und mussten Christen werden, mit Vertrauen hatte das nicht das Geringste zu tun! Das blieb das ganze Mittelalter so, die Menschen mussten Christen sein, auf öffentlich geäußerten Glaubensabfall stand die Todesstrafe, vollzogen meistens am Scheiterhaufen! Mit Vertrauen hatte die Christianisierung des Römerreiches nicht das Geringste zu tun!
Die Aufklärung leitete dann die Befreiung ein, heute muß an sich niemand mehr christlich sein, allerdings herrscht auch jetzt noch in katholischen Ländern eine Art vermeintliche gesellschaftliche Verpflichtung, Kinder taufen zu lassen, aber auch das lässt nach! Richtig lustig ist Schönborns letzter Satz, "Jesus zieht bis heute Menschen an und heilt sie". Katholisch wird man nicht durch die Anziehung des Jesus, sondern durch die ungefragt erlittene Taufe!
Und wovon heilt der Jesus? Sogar die Märchen von den Wunderheilungen im Pilgerort Lourdes haben aufgehört!
Religionen zu vertrauen bedarf des kindlichen Urvertrauens, also der Zustand in der Kindheit wo Kinder alles glauben, was man ihnen erzählt, an den Osterhasen, den Nikolaus, das Christkund, den Jesus. Bei manchen Leuten bleiben dann die in der Zeit des Urvertrauens erhaltene religiösen Informationen erhalten und sie glauben weiter, gehen am Sonntag in die Kirche etc., wer religiös abgerichtet wurde und nie zu zweifeln beginnt, der bleibt eben abgerichtet!

Mit Vertrauen hat das nichts zu tun...


647. WORT ZUM SONNTAG am 30.1.2022

Lk 4,21-30: Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Alle stimmten ihm zu; sie staunten über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen, und sagten: Ist das nicht Josefs Sohn? Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat! Und er setzte hinzu: Amen, ich sage euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschloßen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon. Und viele Außätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman. Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch sie hindurch und ging weg.

Heute geht also weiter, was letzten Sonntag angefangen hat, der Jesus sagt den Leuten, er sei der vom jüdischen Volk erwartete Meßias, aber heute tätigt er keine Wunder und darum glauben ihm die Leute das nicht. Daß der Prophet in seiner Heimat weniger Anklang finden kann als anderswo, ergibt sich daraus, daß man den Betreffenden eben kennt und ihm sowas eben nicht zutraut. In der obigen Geschichte betätigt sich dann der Jesus nicht als Wunderheiler. Warum er das gemacht haben soll, wird nicht erklärt, praktisch kann man das so sehen, daß seine Wunderheilungsgeschichten klarerweise bloße Reklame waren.
Aber das nur nebenbei, was predigt heute der Schönborn dazu?
Er resümiert heute so:
"Jesus beansprucht also vor den Leuten, unter denen er als einfacher Handwerker aufgewachsen ist, er sei ein Prophet. Mehr noch: Er stellt sich in eine Reihe mit den großen Propheten des Alten Bundes, Elija und Elischa. Und er erinnert seine Landsleute daran, daß diese beiden Propheten nicht für die eigenen Leute Wunder gewirkt haben, sondern für Heiden, Fremde. Das alles war zu viel. Die Wut auf Jesus entlädt sich. Doch er geht souverän mitten durch die Menge. Er ist nie mehr nach Nazareth zurückgekehrt. Hat Jesus die Seinen überfordert? überfordert er nicht immer noch? Denn bis heute geht es um die eine Frage: Ist er der Meßias, der Sohn Gottesß An ihm scheiden sich die Geister. Geht er auch von uns weg? Ich bete oft: 'Herr, bleibe bei uns'."

Ja, da ist die Antwort für einen Atheisten recht einfach: da es keine Götter gibt, gibt es auch keine Göttersöhne! Das sind lauter Sagenfiguren - wie z.B. die römische Liebesgöttin Venus und der römische Gott der Künste Apollo, beide waren seinerzeit Kinder vom Obergott Zeus. Daß es die Götter Zeus, Venus, Apollo usw. nicht gibt, das ist heute allen klar, beim Jesus ist das noch nicht so, da gibt's eben Leute, die glauben das noch, der Schönborn glaubt das sogar hauptberuflich. Aber er bekennt immerhin, daß es die Frage gibt, ob es einen Gotteßohn namens Jesus gibt.'
Meinereiner kann sich darum heute kurz halten: Gotteßohn gibt's keinen, weil es auch keinen Gottvater gibt! Und die Beterei vom Schönborn, "Herr, bleibe bei uns", kann auch nichts bewirken, weil der Herr Jesus war nie bei uns, er ist auch nur eine Göttersage! Amen, so ist es!


646. WORT ZUM SONNTAG am 23.1.2022

Lk 1,1-4; 4,14-21: Schon viele haben es unternommen, eine Erzählung über die Ereigniße abzufaßen, die sich unter uns erfüllt haben. Dabei hielten sie sich an die überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. Nun habe auch ich mich entschloßen, nachdem ich allem von Beginn an sorgfältig nachgegangen bin, es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. So kannst du dich von der Zuverläßigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest. (...) Jesus kehrte, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen. So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um vorzulesen, reichte man ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja. Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geistdes Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlaßung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloß er die Buchrolle, gab sie dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.

Heute haben wir also die Story wie der Lukas das Lukas-Evangelium zu schreiben beginnt. Lukas war ja - wie er oben selber schreibt - kein Augenzeuge gewesen, niedergeschrieben wurde der Text laut Wikipedia entweder in den Jahren 60-65 oder 80-85. Der Jesus selber kommt nirgendwo in einer zeitgenößischen säkularen Schrift vor, es kann daher angenommen werden, daß die Jesusgeschichten vielleicht überlieferte Gerüchte waren, die aus einem Wanderprediger oder aus Geschichten über einen solchen einen Gotteßohn und Welterlöser machten.
Aber das nur nebenbei, was predigt heute dazu der Herr Erzbischof Schönborn? Er vermutet, daß der Lukas durch den Apostel Paulus zum Christentum kam, im Wikipedia-Artrikel über Lukas wird das ausgeschloßen, der Paulus habe zwar einen Begleiter namens Lukas gehabt, aber das wäre eine andere Person gewesen. Aber auch das nur nebenbei, wie resümiert der Schönborn heute? Er schreibt abschließend: "Jesus liest einen Abschnitt aus dem Propheten Jesaja. Hat er die Stelle eigens ausgesucht? Oder ist er eher zufällig darauf gestoßen? Auf jeden Fall ist es ein gewichtiges Wort, das in Ich-Form von einem großen Auftrag Gottes spricht: 'Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe...' Verständlich, daß nach diesen Worten 'die Augen aller in der Synagoge auf ihn gerichtet waren'. Zu deutlich sprechen diese Worte des Propheten vom verheißenen Meßias, von dem, der da kommen soll, um als der große Befreier zu wirken. Noch mehr steigt die Spannung, als Jesus seinen Landsleuten schlicht und direkt erklärt: 'Heute hat sich dieses Schriftwort erfüllt!' Warum die Stimmung schlagartig kippen konnte und zur totalen Ablehnung Jesu führte, wird die Fortsetzung des Evangeliums am kommenden Sonntag zeigen."

Im weiteren Bibeltext steht dann nämlich die berühmte Stelle, daß kein Prophet in seiner Heimat anerkannt wird. Das gibt es ja immer noch, auch heute erleben esoterische Verkünder in ihrem Herkunftsumkreis eher kein zustimmendes Echo. Der Jesus wird in der heutigen Bibelstelle von ihm selber zum Meßias, zum Erlöser deklariert. Meßias bedeutet "Gesalbter" (auf griechisch heißt Meßias "Christos"), gesalbt waren die jüdischen Könige, es wurde jedoch immer noch ein Meßias erwartet, der alle Juden zusammen führen, von Fremdherrschaft befreien und ein Reich der Gerechtigkeit und Freiheit herbeiführen werde. Von einem christlichen Weltreich war diesbezüglich nirgendwo eine Rede. Aber das christliche Weltreich ist ja im Zeitalter des Säkularismus längst zu einer Randerscheinung ohne tragende Macht geworden, es ist nur noch lästig, aber diktieren kann man dort schon länger nichts mehr. Das genügt für heute, für nächsten Sonntag hat der Schönborn ja eine Fortsetzung angekündigt...


645. WORT ZUM SONNTAG am 16.1.2022

Joh 2,1-11: Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Waßerkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder faßte ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Waßer! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm. Er kostete das Waßer, das zu Wein geworden war. Er wußte nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Waßer geschöpft hatten, wußten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn.

Was so ein allmächtiger Gotteßohn alles kann! Er macht Wein aus Waßer! Es soll aber sogar noch heute Leute geben, die das auch tun, auf Wikipedia war dazu z.B. folgender Text zu finden: "Als Glykolwein-Skandal wurden im Jahr 1985 Weinverfälschungen in der öffentlichkeit bekannt. Damals üblich und auch heute noch erlaubt war der Versatz mit Zucker, um den Alkoholgehalt durch diese künstliche Zugabe von Zucker zum gärenden Traubensaft um ein bis zwei Prozent zu steigern (Chaptalisation). Aufzuckern kam nicht nur bei zu wenigen Sonnentagen in Frage, sondern wurde generell angewandt, um die frühzeitigere Lese auszugleichen. Nahezu unreife Trauben wurden aus Angst vor kommenden Ernteausfällen durch Schädlingsbefall oder Stare abgelesen und der Mangel an Süße durch Zucker ausgeglichen." Wie weit sowas heute noch gemacht wird, war nicht zu ergoogeln.
Aber das nur nebenbei, was predigt heute der Herr Bischof Schhönborn zum vom Jesus getanen Weinwunder? Er schließt so: "Zur Hochzeit von Kana gehört ganz entscheidend die Mutter Jesu. Sie ist da mit ihrer ganzen Aufmerksamkeit für die anderen. Sie macht Jesus diskret auf die peinliche Situation aufmerksam. Jesus versteht, was sie sagt, sieht es aber noch nicht als seine Aufgabe, jetzt helfend einzugreifen. Maria drängt ihn nicht weiter. Sie läßt ihm freie Hand. Aber sie sagt voraußchauend den Dienern, sie mögen einfach tun, was Jesus ihnen eventuell sagen würde: 'Was er euch sagt, das tut!' Von Maria sind nur wenige Worte überliefert. Dieses ist eines der schönsten. Seit damals hört Maria nicht auf, uns Menschen zu bitten, das zu tun, was Jesus uns sagt. Sie bittet ganz schlicht und unaufdringlich, denn sie weiß, daß es keinen beßeren Weg gibt als den, auf dem Jesus uns führen will. Dann kann Jesus das Waßer unseres Alltags verwandeln in den guten Wein der Freude."
Der Schönborn sagt schon sein ganzes Berufsleben daßelbe zu den Leuten, sie sollen das tun, was der Jesus will. Er ist Jahrgang 1945 und wird am 22.1. schon 77, vor zwei Jahren hat er den Papst um die Ruhestandsversetzung ersucht. Priester wurde er vor 52, Bischof vor 33, Erzbischof vor 27 und Kardinal vor 26 Jahren. Genutzt hat die Sagerei über die Jesusfolgerei in österreich offensichtlcih nichts, denn als Schönborn 1970 mit der Priesterei begann, waren in österreich noch rund 87 % der Einwohner Mitglieder der katholischen Kirche, 2021 waren es nur noch etwas über 53 %, als Schönborn Kardinal wurde lagen die Prozente noch knapp bei 76 %, der Verlust seither betrug also rund 30 %! Vielleicht hätte er den Jesus um mehr Wunder ersuchen sollen, denn die Herrlichkeit vom Jesus spielt heute eine ständig schrumpfende Rolle in unserer Gesellschaft...


644. WORT ZUM SONNTAG am 9.1.2022

Lk 3,15-16.21-22: Das Volk war voll Erwartung und alle überlegten im Herzen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Christus sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch mit Waßer. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. (Lk 3,17 Schon hält er die Schaufel in der Hand, um die Spreu vom Weizen zu trennen und den Weizen in seine Scheune zu bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen. Lk 3,18 Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk in seiner Predigt. Lk 3,19 Johannes tadelte auch den Tetrarchen Herodes wegen (der Sache mit) Herodias, der Frau seines Bruders, und wegen all der anderen Schandtaten, die er verübt hatte. Lk 3,20 Deshalb ließ Herodes Johannes ins Gefängnis werfen und lud so noch mehr Schuld auf sich. ) Es geschah aber, daß sich zusammen mit dem ganzen Volk auch Jesus taufen ließ. Und während er betete, öffnete sich der Himmel und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.

Die oben in Klammer angeführten Verse 17 bis 20 wurden im heutigen Evangelium nicht verwendet, vom ewigen Höllenfeuer redet man ja heute nimmer und die Tetrachen des Herodes waren Mitherrscher im damals einige Zeit bestehenden Vier-Kaiser-System. Aber das nur nebenbei. Heute ist wieder einmal von der feurigen Taufe durch den heiligen Geist die die Rede, da hüpfen dann züngelnde Flammen auf den Getauften, im praktischen Christentum konnte sowas mangels Heiligem-Geist-Gott natürlich nicht vorkommen. Der Rest der Geschichte ist auch unfreiwillig komisch, die dritte Falte des dreifaltigen Christengottes kommt als Taube hernieder und der Obergott namens Gottvater, der alles gsechaffen haben soll, hat Wohlgefallen an seinem Sohn, den er mittels Mithilfe des Heiligen Geistes und der Gottesmutter Maria hergestellt haben soll. Aber was geht das unsereinen an! Wie resümiert heute der Schönborn? Er predigt: "Nie hat Jesus für sich eine abgehobene Stellung beansprucht, obwohl es niemanden je gegeben hat, der mehr Anspruch darauf gehabt hätte. Immerhin ist Jesus der Sohn Gottes. Immer wieder versuche ich, mir diese Szene vor Augen zu halten. Sie zeigt wie im Vergrößerungsglas den ganzen Sinn des Lebens Jesu: mitten unter den Menschen zu sein, einer von uns, ohne Hervorhebung. Obwohl er ohne Sünde war, stellt er sich in eine Reihe mit uns Sündern. Als er schließlich drankommt, um sich von Johannes taufen zu laßen, "öffnet sich der Himmel" über ihm, zeigt sich das Herabkommen des Heiligen Geistes "in Gestalt einer Taube", und Gottes Stimme wird hörbar: "Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden." Wie schön ist es, wenn wir von unseren hohen Podesten heruntersteigen und uns, wie der Sohn Gottes selbst, als Menschen unter die Menschen einreihen. Dann hat Gott Freude an uns. Dann sind wir einfach alle miteinander Kinder Gottes."
Ja, da freut sich der Herr Kardinal über religiöse Märchen und darüber, daß auch er ein Gotteskind ist. Und wir alle sollen Gotteskinder sein! Also meine Eltern haben meineneinen ganz gottfrei hergestellt, so wie es eben in der Natur seit Anbeginn des Lebens üblich war, man pflanzt sich fort! Der Schönborn tut das nicht, Priester dürfen sich nicht fortpflanzen, pflanzt er dafür uns? Direkt wohl nicht, aber indirekt, weil er an das ganze biblische Zeug anscheinend wirklich glaubt! Dazu kann unsereiner nur den Kopf schütteln, denn unsereiner kann ja bibelfrei selber denken!


643. WORT ZUM FEIERTAG am 6.1.2022

Mt. 2,1-12 Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Meßias geboren werden solle. Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; undwenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige. Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

Heute war man wieder einmal schlampig bei der Homepageverwaltung der Diözese Wien, die Feiertagspredigt vom Schönborn wurde nicht online gestellt, meinereiner hat dadurch wieder mehr Arbeit! Heute ist der Jesus wieder einmal bloß König der Juden, die Welt hatte das Pech, daß die Juden dem Prediger Jesus nicht nachliefen! Es liefen zwar seinerzeit auch andere Leute dem Jesus nicht in Maßen nach, aber eine kleine Gruppe seiner Anhänger blieb aktiv und wie hier schon so oft geschrieben, hatte die Welt das schreckliche Unglück, daß die römischen Herrscher im Jahre 380 die dort bestehende Religionsfreiheit abschafften und der Jesus zum neuen Gott gemacht wurde. Die Religion wurde gewaltsam ausgebreitet, es folgte darum das finstere Mittelalter, die Menschheit fiel dadurch hinter die Zeiten des Altertums zurück und man mußte im Zeitalter der Aufklärung auch wieder die Errungeschaften des Altertuns neu erarbeiten!
So, die Geschichte von den heiligen drei Königen, die mittels Sternensignal dem frischgeborenen Jesus nachliefen, ist ein altes Märchen, das heute noch Tradition hat, indem Sternsinger von Haus zu Haus gehen und Geld sammeln für irgendwelche katholische Projekte. Meineneinen suchen sie schon lämger nimmer auf, meinereiner hatte ihnen einst gesagt, daß er bevor er der katholischen Kirche Geld gäbe, dieses lieber ins Scheißhaus schmeißen würde.
Was meint der Schönborn dazu, er katholisiert so zu Ende: "Für mich ist es jedes Jahr eine besondere Freude, mit einer der vielen Sternsingergruppen mitzugehen. Immer neu wird die Geschichte der Weisen aus dem fernen Land gegenwärtig. Die Geburt Jesu in der Armut des Stalles wird lebendig, und die Gaben, die die Kinder empfangen, erinnern an die vielen Kinder in Not, für die Gott selber sein Leben gegeben hat in Jesus, dem Heiland aller Menschen."
Ja, da hat der Jesus sein Leben für die armen Kinder gegeben und trotzdem gibt es immer noch Kinder in Not? In unseren Breiten hat die Arbeiterbewegung den Sozialstaat erkämpft und damit das erreicht, worüber die katholische Kirche nur warme Jesusluft verströmen läßt.
Die katholische Kirche ist die weltweit reichste Organisation, mildtätig sind nur manche praktiziernde Kirchenmitglieder und die Bedeutung dieser Almoserei ist in unseren Breiten ein banales Nebengeräusch.


642. WORT ZUM SONNTAG am 2.1.2022

Joh 1, 1-14 Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfaßt. Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.

Der Schönborn predigt ohne Kronenzeitung nicht, gestern am Samstag, den 1.1.2022 war ein Feiertag mit Kronenzeitung und Schönborns Predigt, die auch im Internet platziert ist, heute gibt es keine Krone und eine Schönbornpredigt nicht einmal auf der Diözesan-Homepage, also müßte heute der fleißige Erwin wieder einmal alleine predigen!
Zum Glauben zu kommen haben die Leute durch die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit! Das Pech dabei ist der Mangel an Wahrheit, weil Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist existieren nur in den Köpfen von Leuten, die das tatsächlich glauben! Und die werden ständig weniger! Wie hier ja schon häufig beschrieben wurde! Die Kirchenaustritte von 2021 und die noch vorhandenen religiösen Aktivitäten von 2020 werden demnächst im Internet zu finden sein!
Am 25.12. war dieselbe Bibelstelle das Evangelium, dort hat der Schönborn gepredigt, also der Einfachheit halber: lest dort weiter!


641. WORT ZUM FEIERTAG am 1.1.2022

Lk 2,16 -21: So eilten die Hirten hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, bevor das Kind im Mutterleib empfangen war.

Der 1. Jänner müßte eigentlich einen Bischof nix angehen, das ist nämlich einer der drei staatlichen Feiertage im Jahr: 1. Jänner, 1. Mai und 26. Oktober! Aber der Jesus soll ja am 25.12. geboren sein und acht Tage später soll sein Vorhaut weggeschnipselt worden sein, wie es bei einigen Völkern bis heute der Brauch ist. Wann der Jesus (wenn überhaupt!) geboren wurde, weiß natürlich niemand, aber der 25. Dezember war wegen der Wintersonnenwende ein alter römischer Feiertag, die Sonnenwende war zwar schon am 21.12., aber so genau hat man das ja in den alten uhrlosen Zeiten nicht meßen können, bei flach positionierten Sonnenuhren änderte sich die Schattenlänge. Als 380 die römische Religionsdiktatur errichtet wurde, nahm man den Sonnenfeiertag in die neue Religion als Jesusgeburtstag mit.
Aber das nur nebenbei, was predigt der Herr Bischof Schönborn? Er stellt fest, daß die Beschneidung ein jüdisches Ritual ist, Jesus also Jude gewesen war. Er stellt konkret fest: "Viele Jahrhunderte lang wurde der 1. Jänner als Fest der Beschneidung des Herrn gefeiert. Erst in neuerer Zeit hat sich der Akzent auf die Mutterschaft Mariens verlagert. Heute fordern nicht wenige Theologen, das Fest der Beschneidung Jesu wieder zu Ehren zu bringen. Es erinnert so deutlich daran, daß Jesus Jude ist und als Jude gelebt hat. Und damit geht es auch um die Wurzeln des Christentums. Ohne den Ursprung aus dem Judentum ist das Christentum gar nicht zu verstehen."
Das sog. "Alte Testament" sind religiöse Texte aus dem Judentum, aber daraus ist ja nicht das Christentum herausgewachsen, sondern das war maximal ein Sekte, die dann von den Herrschern höchstwahrscheinlich als prima Herrschaftsideologie gesehen und verwendet wurde, weil das ewige Himmelreich als eine sehr nützliche Zukunftshoffnung für all die Mühseligen und Beladenen Verwendung finden konnte. Heute ist diese Herrschaftswirkung weitgehend verschwunden und darum sinkt auch die gesellschaftliche Bedeutung des Christentums zunehmend ab. Und das ist gut!

Allen Sitebesuchern ein gutes neues Jahr!


640. WORT ZUM SONN- und FEIERTAG am 26.12.2021

Lk 2, 41-52: Sie fanden Jesus im Tempel; er saß mitten unter den Lehrern. Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem. Als er zwölf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach. Nachdem die Festtage zu Ende waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der Knabe Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne daß seine Eltern es merkten. Sie meinten, er sei in der Pilgergruppe, und reisten eine Tageßtrecke weit; dann suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten. Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten nach ihm. Da geschah es, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen. Alle, die ihn hörten, waren erstaunt über sein Verständnis und über seine Antworten. Als seine Eltern ihn sahen, waren sie voll Staunen und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, warum hast duuns das angetanß Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesuchtß Wußtet ihr nicht, daß ich in dem sein muß, was meinem Vater gehörtß Doch sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen gesagt hatte. Dann kehrte er mit ihnen nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam. Seine Mutter bewahrte all die Worte in ihrem Herzen. Jesus aber wuchs heran und seine Weisheit nahm zu und er fand Gefallen bei Gott und den Menschen.

Heute kann ergänzt werden: Der Schönborn hat am 24.12. doch gepredigt, aber das wurde erst mit Verspätung online gestellt. Am 26.12., dem Stefanitag, predigt er jedenfalls wieder nicht, wohl weil es heute keine Kronenzeitung gibt, aber auf Homepage der Diözese Wien ist nur seine Predigt vom 25.12., siehe unten! Geboren wurde Schönborn im Jänner 1945, er hat also 2020 um seine Pensionierung ansuchen dürfen bzw. müßen, jetzt wird er 77 und muß immer noch arbeiten, obwohl er seinen Amtsverzicht mit 75 angeboten hatte.
Aber das nur nebenbei, heute handelt das Evangelium vom davongelaufenen Jesus. Lustig ist, daß er auf seinen göttlichen Vater verweist und seine Mutter versteht das nicht, obwohl ihr gemäß Bibel dem Jesus sein Vatergott das verkündet hatte, siehe Lk 1, Vers 35: "Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden". Weiters ist an den obigen Zeilen noch der letzte Satz lustig, der Jesus ist laut Christenlehre die zweite Falte im allmächtigen und allwißenden dreifaltigen Christengott, aber seine Weisheit mußte erst heranwachsen und sein Gottvater fand daran Gefallen. Bei den Menschen wurde der Gefallen am Jesus dann erst im Jahre 380 - wie hier auf dieser Site schon 142mal erwähnt - allgemeine Menschenpflicht im Römerreich! Das hat bis ins Zeitalter der Aufklärung angehalten und beendet wurde diese Pflicht bis heute gesellschaftlich immer noch nicht vollständig, aber rechtlich hat das sein Ende mit der Wiedereinführung der schon zur Römerzeit bestehenden Religionsfreiheit, inklusive der Freiheit von Religion, in österreich geschah das 1867 durch den Artikel 14 im Staatsgrundgesetz!
So, das genügt zum heutigen Evangelium! Warum am Stefanitag der heilige Stefan keine Erwähnung findet, ist irgendwie üblich, meinereiner hat darum ein bißchen dazu gesucht: gemäß der Apostelgeschichte war der Stefan ein christlicher Diakon, er wurde von Juden wegen "Reden wider die heiligen Stätten und das Gesetz" angeklagt, speziell auch weil er den universellen Anspruch des Christentums verkündet hätte, er wurde deshalb wegen Gotteslästerung gesteinigt. Wen die ganze Stefani-Geschichte intereßiert, der kann sie im Neuen Testament im Kapitel 7 der Apostelgeschichte nachlesen, siehe https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/apg7.html ! - Warum diese Bibelstelle heute nicht als Evangelium verwendet wird, dazu kann vermutet werden, daß diese Geschichte inzwischen als antisemitsch gilt und darum nimmer verkündet wird. Oder so. Offiziell ist der heutige Sonntag der Tag der Familie, der Stefan wurde darum wohl entsorgt!


639. WORT ZUM FEIERTAG am 25.12.2021

Joh. 1, 1-14: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfaßt. Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.

Also das ist aber viel Wißenslosigkeit! Am Anfang war also das Wort und nicht der Urknall! So stellten sich Leute in den alten Zeiten der Wißenslosigkeit den Anbeginn der Welt vor, sie hatten keine Ahnung und darum mußte eine hohe Macht das gemacht haben, woher die Götter gekommen sein sollten, danach fragte man nicht, die waren einfach da! Allerdings nur in ihren Köpfen und nicht in der Realität.
Denn alles ist ohne Wort geworden und das Wort gab es auf Erden erst Milliarden Jahre nach dem Urknall. Vor ein paar tausend Jahren erfanden Menschen die Götter zur Erklärung der Welt und als Herrschaftßystem. Und am 25.12. ist der Geburtstag vom Sohn Gottes, der per heiligengeistlichen Zeugung mit einer Jungfrau, geboren von einer Jungfrau auf die Welt kam. Darum hatte man bei der Einführung des Christentums als alleinige Staatsreligion durch das Dreikaiseredikt im Jahre 380, den römischen religiösen Feiertag der Sonne, die in diesen Dezembertage wieder längere Sonnenlichttage brachte, gefladert!
Aber das nur nebenbei, was predigt heute der Schönborn? Er faßt so zusammen: "Am Anfang steht nicht das Chaos, sondern der Logos. Das griechische Wort bedeutet nicht nur Wort, sondern auch Sinn, Vernunft. Alles in der Schöpfung hat seinen Sinn, seine Ordnung, ist von Gottes Vernunft geprägt. Mit dem Licht unserer Vernunft können wir es (nicht ohne Mühe) erkennen. (...)
Das ist die dramatische Situation, in der wir uns befinden, wenn wir den wahren Eigentümer der Welt, ihren Schöpfer, vergeßen oder gar verleugnen. Mich bewegt immer mehr der einfache Gedanke, daß wir alles, wirklich alles, dem Schöpfer verdanken. Das ändert grundlegend die Lebenseinstellung. Eine tiefe Dankbarkeit, ein fast ständiges Staunen ist die Folge. Ich glaube, das hat mit dem Weihnachtsgeheimnis zu tun, das Johannes in das kurze, aber gewaltige Wort faßt: 'Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit geschaut'. Im Kind von Bethlehem ist Gott Mensch geworden. Wer die Welt in diesem Licht zu sehen versucht, wird, trotz aller Finsternis, überall die Spuren Seiner Gegenwart erahnen."

Der Schönborn glaubt also tatsächlich an einen schöpfenden Gott und nicht an physikalisches Geschehen! Die Naturgesetze haben die Entwicklung der Welt ermöglicht und deshalb gibt es die Welt und uns! Götter gibt es außerhalb von religiösen Köpfen keine: das ganze Jahr nicht und auch nicht zu Weihnachten. Mehr braucht dazu nicht gesagt zu werden! AMEN, SO IST ES!


638. WORT ZUM 24.12.2021

Lk 1, 67-79: Sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt und begann prophetisch zu reden: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen; er hat uns einen starken Retter erweckt im Hause seines Knechtes David. So hat er verheißen von alters her durch den Mund seiner heiligen Propheten. Er hat uns errettet vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns haßen; er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet und an seinen heiligen Bund gedacht, an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat; er hat uns geschenkt, daß wir, aus Feindeshand befreit, ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinem Angesicht all unsre Tage. Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereiten. Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken in der Vergebung der Sünden. Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Der Schönborn predigt heute nix, weil der sog. "Heilige Abend" ist ja kein Feiertag, das ist der Abend, an welchem Weihnachtsgeschenke verteilt werden und das ist ein uralter Brauch, den es schon in vorchristlichen Zeiten gab, weil man z.B. im Römischen Reich am nächsten Tag das Fest der unbesiegbaren Sonne ("Sol Invictus") feierte, weil die Tage wieder länger zu werden begonnen hatten. "Stonehenge" ist ein urgeschichtlicher Kalender dazu, siehe wieder einmal diesen Video-Clip:

Daß am Tag vor dem 25. Weihnachten gefeiert wird, liegt daran, daß es in alten Zeiten manchenorts üblich war, den neuen Tag mit dem Sonnenuntergang am Abend des Vortages beginnen zu laßen.
Die heutige Bibelstelle ist wieder einmal unfreiwillig recht komisch, weil dort ist der Jesus kein Schöpfer einer Weltreligion, sondern der Erlöser des jüdischen Volkes! Der Jesus war ja ein jüdischer Prediger, der erst viel später danach zu einem gemacht wurde, der bei allen Völkern zu predigen befahl! Weil im jüdischen Reich kam der Jesus ja gar nicht an, er wurde römisch gekreuzigt und begraben, seine Jünger erfanden dann die Sage von der Auferstehung und im Jahre 380 machten bekanntlich drei römische Kaiser das Christentum zur Pflichtreligion im gesamten Reich, in Wikipedia steht darüber: "Das Dreikaiseredikt Cunctos populos wurde am 28. Februar 380 in Theßaloniki von den römischen Kaisern Theodosius I., Gratian und Valentinian II. verabschiedet. Es beendete die nominelle Religionsfreiheit des4. Jahrhunderts und gilt als ein wesentlicher Schritt, um das Christentum zur Staatsreligion zu machen".

Es dauerte bis in unsere Zeiten, daß wir die Religionsfreiheit des alten Römerreiches wieder zurückerhalten haben! Die Zeit, wo alle vollständig christlich zu sein hatten, nennt man das finstere Mittelalter. Dank der Aufklärung ging diese schreckliche Zeit vorbei, aber das Christentum geht immer noch um!


637. WORT ZUM SONNTAG, DEN 19.12.2021

Lk. 1,39-45: In diesen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Und es geschah, als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommtß Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

Ja, da hupft ein ungeborenes Kind im Mutterleib voller Freude über den Jesus im Marienleib! Meineneinen hat der katholische Geist nie belästigt, mir fällt dazu die hier schom mehrfach verwendete Anekdote aus meinem Volkßchulleben ein, wo in der ersten Religionßtunde die Katechetin befahl, wir müßten auf die erste Seite des Religionsheftes ein großes rotes Herz zeichnen, weil wir alle den Jesus so lieben täten. Meinereiner dachte sich dazu: "Das Weib spinnt! Warum soll ich diesen Jesus liebenß" Zwölf Jahre lang wurde meinereiner dann jede Schulwoche zwei Stunden lang mit diesem Jesus belästigt, mußte dazu auch noch die Hände falten und ansonsten die Goschen halten. Hab mir dann den Spaß gemacht, mündlich in Religion zu maturieren, weil das viel leichter war als in Deutsch oder Geschichte, der als Religionslehrer tätige Priester war darüber recht verblüfft, viele Jahre späetr waren dann die ehemaligen Schüler verblüfft, als sie erfuhern, daß dieser in einer Partnerschaft gelebt und sein ganzes Leben das Ende des Zölibats herbeigesehnt hatte.
Aber das nur nebenbei, schauen wir was der Schönborn heute predigt, er beruft sich auf einen Priester und alten Freund namens Peter Mathei, der zum 4. Adventsonntag schreibt: "Sich auf den Weg machen ... Jeder von uns macht sich ein Leben lang auf den Weg. Jahrelang jeden Morgen zur Arbeit, Tausende Male im Leben. Hausfrauen machen sich auf den Weg zum Einkaufen ... Man macht sich auf den Weg zu einem Besuch, ähnlich wie Maria. Man macht sich auf den Weg zur Kirche ... In einem letzten Sinn macht man sich auf den Weg, wenn es zum Sterben kommt. In einem Sterbegebet der Kirche heißt es: Mache dich auf den Weg, Bruder, Schwester in Christus!" (...) Elisabeth ruft Maria zu: 'Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.' In jedem 'Gegrüßet seist du, Maria' wird dieser Gruß der Elisabeth wiederholt, in der sprachlich älteren Form: 'Gebenedeit bist du ... und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes.' Benedeien kommt vom lateinischen 'benedicere', segnen. Im Rosenkranzgebet werden diese Worte unermüdlich wiederholt. Peter Mathei kennt die Kritik am Rosenkranz: Er sei ein monotones, geistloses Geplapper. Dem hält er entgegen: 'Die tieferen Dinge in unserem Leben muß man selber erfahren ... oder zumindest denen glauben, die dieser Erfahrungen machen und es beßer wißen als ich'."
Soweit der Peter Mathei. "Benedicere" heißt allerdings nicht "segnen", sondern wörtlich bene dicere, "gut sprechen", die neue Bedeutung ist eine christliche Erfindung. Aber das ist ja eh wurscht, sollen die Babys in den biblischen Sagensammlungen eben hüpfen in den Bäuchen.
Aber hier die Schlußworte vom Schönborn: "Peter Mathei kennt die Kritik am Rosenkranz: Er sei ein monotones, geistloses Geplapper. Dem hält er entgegen: 'Die tieferen Dinge in unserem Leben muß man selber erfahren ... oder zumindest denen glauben, die dieser Erfahrungen machen und es beßer wißen als ich.' Hineinhorchen in die Erfahrungen, von denen das Evangelium spricht: Ich danke meinem Schulkollegen und Freund, dem Pfarrer Peter, daß er ein solcher Horchender ist, der für viele das Evangelium zum Klingen bringt."
Dazu hier der Rosenkranz zum Downloaden. Probiert den einmal aus! Dabei sieht man dann wieder einmal religiösen Unsinn in seiner ganzen Pracht! Amen! Das genügt jetzt!


636. WORT ZUM SONNTAG, DEN 12.12.2021

Lk 3,10-18: Da fragten ihn die Scharen: Was sollen wir also tunß Er antwortete ihnen: Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu eßen hat, der handle ebenso! Es kamen auch Zöllner, um sich taufen zu laßen, und fragten ihn: Meister, was sollen wir tunß Er sagte zu ihnen: Verlangt nicht mehr, als festgesetzt ist! Auch Soldaten fragten ihn: Was sollen denn wir tunß Und er sagte zu ihnen: Mißhandelt niemanden, erpreßt niemanden, begnügt euch mit eurem Sold! Das Volk war voll Erwartung und alle überlegten im Herzen, ob Johannes nicht vielleicht selbst der Christus sei. Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort: Ich taufe euch mit Waßer. Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in der Hand, um seine Tenne zu reinigen und den Weizen in seine Scheune zu sammeln; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen. Mit diesen und vielen anderen Worten ermahnte er das Volk und verkündete die frohe Botschaft.

Heute ist die Hauptperson des Evangeliums Johannes der Täufer! In der Jesuszeit herrschte die Sklavenwirtschaft, die Sklaven hatten zu arbeiten, die Sklavenbesitzer ließen es sich gut gehen. Aber es gab damals natürlich auch eine Schicht zwischen den Slavenbesitzern und den Sklaven, also Leute die zwar frei waren, aber keine Sklaven besaßen und denen ging es natürlich auch nicht immer gut! Welcher Meinung hatte der Jesus zur Sklaverei, schauen wird in der Bibel nach! Der Jesus sagt nix dazu, die Bibel spricht nirgendwo ein Verbot der Sklaverei aus. Der Johannes jubelt im obigen Text den Jesus an, der Jesus tauft nicht mit Waßer, sondern mit Feuer, menschliche Spreu kommt ins Höllenfeuer!
Was sagt heute der Schönborn dazuß Er schließt seine Predigt so: "Zwei Lehren gibt Johannes der Täufer für heute: Wir sollen nicht glauben, daß wir dem 'Zorngericht' der Krise entkommen. Sie trifft uns alle. Das Virus ist sehr demokratisch. Es macht keinen Unterschied. Aber es macht einen Unterschied, ob wir in der Haltung 'die anderen sind schuld' bleiben oder ob wir die Herausforderung annehmen und das tun, was wir können. Aus einer Krise kommt man nicht heraus, indem man sich gegenseitig zerfleischt. Und die Freudeß Woher soll sie in Zeiten wie diesen kommenß Es gibt so viel Wut, Anklage, leider auch Verzweiflung und Not. Da kann es kaum eine billige Freude sein, die hilfreich wäre. Frieden und Freude bringt das Spüren, das Vertrauen, daß der Herr nahe ist, daß Weihnachten kommt."
Er sagt dazu also gar nix dazu und freut sich auf Weihnachten, weil er spürt, daß da der Herr nahe ist. Aber das "Zorngericht" des Corona-Virus verwendet er auch, das trifft uns alle, weil der Virus keinen Unterschied macht. Oderß Es sind doch die Ungeimpften, die der Virus liebt! Und darum sollen die Leute jetzt auf die Impfung vertrauen und nicht auf den Jesus und die vorsätzlich Ungeimpften! Siehe dazu die Info "Die geplante Impfpflicht ruft zunehmend Kritik hervor"! Amen!


635. WORT ZUM teilweisen FEIERTAG AM 8.12.2021

Der 8. Dezember war früher ein allgemeiner Feiertag, wegen der Weihnachtsgeschäfte wurde er vor einigen Jahren auf den Nichthandelsbereich reduziert! Heuer haben wir auch noch den geschäftezusperrenden Lockdown! Meinereiner kauft in der Regel einmal in der Woche ein, meist wenn ihm das Brot ausgeht. In den Morgennachrichten hörte meinereiner dann, daß heute die Lebensmittelgeschäfte auch überwiegend zu bleiben, der Einkauf führte darum in eine offene Hoferfiliale und brachte das Futter für die nächsten Tage! Deswegen hatte ich auf den Text für die Sonn- und Feiertagskolumne vergeßen, hier der Nachtrag von 16Uhr!

Die Diözese Wien hat heute auch vergeßen, daß der Schönborn einen Feiertagspredigttag hat. meinereiner fand darum seinen Text nur in der Kronenzeitung!
Aber hier zuerst die heutige Bibelstelle, die handelt allerdings nicht von der unbefleckten Empfängnis der katholischen Gottesmutter Maria, weil davon steht ja keine Silbe in der Bibel, die hat erst Papst Pius IX. im Jahre 1854 erfunden und seine Erfindung zu einem verpflichtenden Glaubensdogma befördert, gläubige Katholiken müßen das glauben und feiertags die Meße besuchen!
Als Evangelium wird heute Genesis 3,9-15.20 gepredigt, meinereiner hat auch die Verse 16 bis 19 inkludiert: "Gott, der Herr, rief Adam zu und sprach: Wo bist duß Er antwortete: Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich. Darauf fragte er: Wer hat dir gesagt, daß du nackt bistß Hast du von dem Baum gegeßen, von dem zu eßen ich dir verboten habeß Adam antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben und so habe ich gegeßen. Gott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du da getanß Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt und so habe ich gegeßen. Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht / unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. / Auf dem Bauch sollst du kriechen / und Staub freßen alle Tage deines Lebens. Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, / zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. / Er trifft dich am Kopf / und du triffst ihn an der Ferse. Zur Frau sprach er: Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. / Unter Schmerzen gebierst du Kinder. / Du hast Verlangen nach deinem Mann; / er aber wird über dich herrschen. Zu Adam sprach er: Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegeßen hast, von dem zu eßen ich dir verboten hatte: So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. / Unter Mühsal wirst du von ihm eßen / alle Tage deines Lebens. Dornen und Disteln läßt er dir wachsen / und die Pflanzen des Feldes mußt du eßen. Im Schweiße deines Angesichts / sollst du dein Brot eßen, / bis du zurückkehrst zum Ackerboden; / von ihm bist du ja genommen. / Denn Staub bist du, zum Staub mußt du zurück. Adam nannte seine Frau Eva (Leben), denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen."

Es hat für unsereinen immer einen guten Unterhaltungswert, so einen haarsträubenden Blödsinn zu lesen! Die Menschen stammen somit nicht aus der Evolution, sondern von einem von Gott aus Lehm geformten Mann und seiner aus einer seiner Rippen gebauten Frau ab! Aber die Leute, die seinerzeit die Bibeltexte verfaßt haben, waren ja gänzlcih wißenlos, sie haben einfach Märchen zur Erklärung der unverständlichen Wirklichkeit geschrieben! Die katholische Kirche müßte es ja inzwischen beßer wißen, es haben ja auch alle Geistlichen mittlerweile staatliche Schulbildung! Aber lest Euch den obigen Blödsinn durch! Wißen ist ungöttlich, Frauen sind das von Männern beherrschte Geschlecht, beide Geschlechter haben nun kein ewiges Leben im irdischen Paradies, sondern werden wieder zum Staub, aus dem der Herr Gott den Adam mittels Waßerbeifügung geformt hat! Und eine Gewerkschaft gab's natürlich damals auch nicht, die sich um Schweißvermeidungen gekümmert hätte, es war eben alles teuflisch göttlich! Aber genug zu diesem biblischen Quatsch, schauen wir nach, was der Schönborn zu diesen Trotteleien zu sagen hat! Er meint einleitend, daß Leuten heute Begriffe wie "Erbsünde, unbefleckte Empfängnis, Jungfrau und Gottesmutter Maria" unverständlich sind. Dann wundert er sich über die Verehrung, die der Maria zukommt und es deswegen überall auf der Erde Marienwallfahrtsorte gebe.
Ja, unsereinen ist das ja egal, welche religiöse Sektierereien Leute in die Köpfe spuken, schauen wir lieber nach, wie der Herr Bischof zusammenfaßt: "Warum sie diese ganz besondere Frau ist, versucht die Kirche mit der Lehre von der 'Umbefleckten Empfängnis' zu sagen, die Papst Pius IX. 1854 als Dogma verkündet hat. Sie sei von ihren Eltern 'ohne den Makel der Erbsünde' empfangen worden. Mit einfachen Worten: Maria hat von Anfang an nicht die so schwer zu überwindende Selbstbezogenheit, mit der wir alle ein Leben lang zu kämpfen haben. Deshalb ist sie ganz offen für alle Menschen. Deshalb bitten so viele Menschen vertrauensvoll: 'Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib!'"
Ja, es gibt eben noch Leute, denen die Religion fest ins Hirn hineingesetzt wurde und die den ganzen Schmonzes wirklich glauben! Aber woher kommt dann die Hilfe der Mariaß Es paßiert allerdings auch uns Gottfreien, daß wir sozusagen hin und wieder Glück haben und etwas Unangenehmes nicht seine volle Wirkung erreicht, sondern ganz oder leidlich gut vorübergeht! Wir haben dann allerdings keine Maria, der wir danken müßen, wir wißen, daß unser Leben nicht durchgeplant ist und sowas eben paßiert! Aber einen Marienfeiertag brauchen wir am 8.12. deswegen nicht! Diesen Feiertag "Maria Empfägnis" gibt es eh nur in österreich, Liechtenstein, den katholischen Kantonen der Schweiz, in Italien, Spanien, Portugal, Malta und Argentinien! Man sollte diesen Tag beßer einem religionsfreien Thema als Feiertag zuordnen, weg mit dem katholischen Feiertag am 8. Dezember und her mit einem weltlichen Feiertag am 12. Februar.
Am 12.2.1934 hat sich die österreichische Arbeiterbewegung mit der Waffe in der Hand gegen die damalige klerikalfaschistische Diktatur erhoben.

Amen!


634. WORT ZUM SONNTAG, DEN 5.12.2021

Lk 3,1-6: Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa, Herodes Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und der Trachonitis, Lysanias Tetrarch von Abilene; Hohepriester waren Hannas und Kajaphas. Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias. Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündete dort überall die Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden, wie im Buch der Reden des Propheten Jesaja geschrieben steht: Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! Jede Schlucht soll aufgefüllt und jeder Berg und Hügel abgetragen werden. Was krumm ist, soll gerade, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.

Der Jesus will also eine völlig ebene Erde! Warum hat sein Vater die Erde nicht gleich so geschaffenß Weil dann das Meereswaßer überall herumgeronnen wäreß
Hier ein Google-Earth-Screenshot vom Alpenland:

schaut doch recht gut aus!
Und hier zwar leicht gewelltes, aber berg- und talloses Wüstengelände:

Gebiet für den Rufer in der Wüste, nicht sehr beeindruckend!

Aber schauen wir, was der Herr Schönborn heute dazu zu schreiben hatte, er schließt so: "Die Stimme dieses Rufers in der Wüste dürfte Jesus gezeigt haben, daß seine Stunde gekommen war. Noch einmal: Was dabei im Herzen Jesu vor sich ging, bleibt sein Geheimnis. Aber für die uns alle betreffende Frage, wie wir den rechten Zeitpunkt erkennen können, ist Jesu Weg das große Vorbild. Dafür gibt es innere und äußere Wegweiser. Das Wichtigste ist das Hören auf die innere Stimme. Das Gespür für sie kann sich entwickeln, es kann auch verkümmern. "Folge deinem Herzen!" Doch was sagt mir wirklich mein Herzß Was sind nur meine Phantasienß Was ist bloß das Echo auf die Mode, den Zeitgeist, die Trends, die uns beeinflußenß Deshalb brauchen wir auch die äußeren Wegweiser, allen voran das, was die Weisheit der Bibel, des Wortes Gottes uns sagen kann. Hoffentlich finden wir im Advent die Zeit für ein solches Hören. Orientierung braucht es heute mehr denn je."
Was soll im Herzen der zweiten Falte eines allwißenden und allmächtigen dreifaltigen Gottes vorgehenß Er weiß alles, er kann alles und keine Stimme in der Wüste muß ihm sagen, daß seine Zeit gekommen wäre! Das einzige Problem, das dieser allmächtige Gott wirklich hat, ist, daß es ihn nicht gibt! Historisch gesehen ist die Zeit des Jesus erst viel später über die Menschheit gekommen, nämlich als im großen Römischen Reich im Jahre 380 die Religionsfreiheit abgeschafft und für Leute die Jesusreligion als Pflicht eingeführt wurde, da hat man niemanden gefragt, ob die Leute das wollen oder nicht, da hatte jeder die Goschen zu halten und diesen Quargel zu glauben! Meinereiner hat die Folgen davon noch fast voll erlebt, zwölf Jahre lang mußte meinereiner in der Schule jede Woche zwei Stunden lang die Hände falten und die Goschen halten und im Religionsunterricht diesen Quargel über sich ergehen laßen! Inzwischen haben wir nicht nur die Religionsfreiheit, die in der Verfaßung steht, sondern die Religionsfreiheit, die wirklich gelebt werden kann! Der Bevölkerungsanteil der Mitglieder der katholischen Kirche ist in den letzten 70 Jahren von 89% auf 55%, also rund um 40% gesunken, seit 2001 war der Rückgang 25%!
Und der Herr Erzbischof von Wien soll doch nicht immer noch glauben, daß die Maße der Menschen heute noch katholische Orientierungen braucht und/oder sucht! Die orientieren sich doch weit überwiegend an der Realität und nicht an der Bibel! Weil sonst gingen doch sonntags mehr als 10% der katholischen Kirchenmitglieder in die Kirche! Die meisten von den Kirchenmitgliedern sind noch in der Kirche, weil sie das als eine Art Traditionspflicht empfinden und nicht, weil sie sich wirklich mit dem katholischen Glauben befaßen. Amen, so ist es!


633. WORT ZUM SONNTAG, DEN 28.11.2021

Lukas 21,25-28.34-36: Jesus sagte: Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit. (hier fehlen die Verse 29-33: Und er gebrauchte einen Vergleich und sagte: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an: Sobald ihr merkt, daß sie Blätter treiben, wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, daß das Reich Gottes nahe ist. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.) 34 - 36: Wenn dies beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe. Nehmt euch in Acht, daß Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren und daß jener Tag euch nicht plötzlich überrascht wie eine Falle; denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt!

Daß die Welt noch während der damals lebenden Generation untergeht, das hat der Schönborn weggelaßen, weil dazu müßte entweder die Jesusgeneration heute noch leben oder die Welt eben untergegangen sein! Wie man aus vorliegenden Texten im 4. Jahrhundert die Bibel zusammengestellt hat, hätte man solchen Blödsinn weglaßen müßen, aber der Jesus war für seine ersten Anhänger eben ein Endzeitprediger gewesen und man hatte auf den baldigen Einzug ins Himmelreich gewartet und das auch in späteren Zeiten getan! Religiös nennt man das Weltende das "Jüngste Gericht", den "Jüngsten Tag" und der wird durch steigende Sonnenstrahlung ("Roter Riese") nach diversen Schätzungen in 900 Millionen bis vier Milliarden Jahre paßieren. In Wikipedia steht über das religiöse Weltenende: "Die Vorstellung vom Jüngsten Gericht spielte im mittelalterlichen Europa eine große Rolle. Da zu dieser Zeit die Menschen ständig in dem Glauben waren, es stehe als konkretes, historisches Ereignis kurz bevor, bemühten sie sich ihr Bestes zu tun, um Gott ihren Glauben zu zeigen und so in den Himmel zu gelangen."
Aber das nur nebenbei, was predigt heute der Herr Bischof von Wienß Er schreibt zuerst über den Beginn der Adventzeit, also die Wartezeit auf die Jesusgeburt zu Weihnachten, der datumsmäßig mit dem 25.12. auf den alten römischen Feiertag der Sonne gelegt wurde, weil nach der Wintersonnenwende die Tage wieder länger werden. Schönborn wundert sich dann über das heutige Evangelium, das nichts mit der bevorstehenden Jesusgeburt zu tun hat, sondern eben mit dem "Jüngsten Tag".
Schönborn bringt in der Kronenzeitung und auf der Diözesanhomepage folgendes Resümee: "Ich gestehe, daß ich im Advent an die Weihnachtspost denke, an die Predigtvorbereitung für die Festtage, an Besuche, und sicher auch an die Besinnung auf das Geheimnis der Weihnacht, auf Gottes Menschwerdung. Und natürlich habe ich Freude an den Adventliedern. In ihnen kommt die große Sehnsucht zum Ausdruck, die schon die alten Propheten bewegte, die Hoffnung auf einen Retter, der diese Welt aus ihrer Not befreien wird. 'Komm du Heiland aller Welt!' Sollen wir also wie die frühen Christen auf eine baldige Wiederkehr Christi hoffen und damit auf ein Ende dieser Welt und Zeit, auf die neue Schöpfung, in der Leid und Tod ein Ende haben werdenß Die Antwort auf diese große Frage bietet wiederum der Advent. Denn es gibt noch einen anderen Advent, ein Kommen Jesu, das weder bloß in der Vergangenheit, noch in einer ungewißen fernen Zukunft liegt. Schön kommt dieser Advent im Tischgebet zur Sprache, an das ich seit Kindheit gewohnt bin: 'Komm, Herr Jesus, und sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast.' Heute, mitten in unserem Alltag, kann das Kommen Jesu aufleuchten. Noch ist die Welt so, wie sie ist, mit Freud und Leid, Geburt und Tod. Zu Weihnachten ahnen viele Menschen, daß mit Jesu Geburt Licht ins Dunkel der Welt gekommen ist. Damals, im Stall von Bethlehem, und ebenso heute. Immer kann es Advent werden."
Schönborn erwartet also nicht den biblischen Weltuntergang, wo alle vor den Jesus hintreten müßten, sondern sieht den Jesus als den - religiös gesehen - die angeblich von ihm bescherten menschlichen Güter segnenden Gast. Das ist ihm offenbar deutlich lieber als ein bevorstehender "Jüngster Tag", aber der ist ja weder zu den Zeiten der Jesusgeneration gekommen und wird auch in vielen Millionen Jahren nicht kommen, außer der Menschheit gelingt es durch entsprechende Tätigkeiten selber die Erde zu ruinieren...


632. WORT ZUM SONNTAG, DEN 21.11.2021

Joh. 18,33-37: Da ging Pilatus wieder in das Prätorium hinein, ließ Jesus rufen und fragte ihn: Bist du der König der Judenß Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus oder haben es dir andere über mich gesagtß Pilatus entgegnete: Bin ich denn ein Judeß Dein Volk und die Hohepriester haben dich an mich ausgeliefert. Was hast du getanß Jesus antwortete: Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn mein Königtum von dieser Welt wäre, würden meine Leute kämpfen, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Königtum nicht von hier. Da sagte Pilatus zu ihm: Also bist du doch ein Königß Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, daß ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.

Heute ist der "Christkönigßonntag", darum nimmt man eine Bibelstelle vom Spätevangelisten Johannes, weil der besonders salbungsvoll schreiben konnte, er schrieb seine Texte Jahrzehnte nach den Jesusgeschichten der anderen Evangelisten.
Was soll das heißen: "Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme"ß Es steht wirklich so in der offiziellen Bibel! Man würde vermuten, es hieße "jeder, der auf die Wahrheit aus ist..." Der griechische Originalbibeltext ließ sich per Internetübersetzer nicht transferieren, hier die lateinische Variante: "qui est ex veritate audit meam vocem", das heißt (soviel Latein kann meinereiner noch), "wer von der Wahrheit ist, hört meine Stimme", es ist also derselbe Unsinn. Nicht von, sondern für die Wahrheit ist natürlich meinereiner! Und darum predigt ja meinereiner ständig gegen die Religionen! Schauen wir nach, zu welchen Schlüßen heute der Herr Erzbischof Schönborn kommt, er schließt seine Predigt so: "Vom Königtum Jesu heißt es heute in der Liturgie, es sei 'das Reich der Wahrheit und des Lebens, das Reich der Heiligkeit und der Gnade, das Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens.' Wo gibt es auf dieser Welt ein solches Reichß Wird es das jemals gebenß Hat es Jesus geschafft, ein solches Rech auf Erden zu errichtenß Ich war mit 16 Jahren das erste Mal in Aßisi. Der Eindruck ist mir unvergeßlich, auch sechzig Jahre später. Ich hatte das Gefühl, die Gegenwart des heiligen Franziskus zu spüren. Sein Geist war immer noch lebendig: Frieden, Einfachheit, Schönheit. Heute kann ich sagen: Etwas vom Reich Jesu war hier greifbar. Und diese Erfahrung habe ich seither oft und oft gemacht, an vielen Orten, mit vielen Menschen. Das Reich Jesu ist nicht von dieser Welt, aber es zeigt sich in dieser Welt. Wo Güte und Geduld, Mitgefühl und Mitleid, Gerechtigkeit und Ehrlichkeit herrschen, da ist Jesus gegenwärtig, der König am Kreuz."

Soweit Schönborn. Wo war dann der Jesus als 380 die Christenreligion im damaligen großen Römerreich allen beherrschten Völkern gewaltsam aufgezwungen wurdeß Achja, damals haben ja "Güte und Geduld, Mitgefühl und Mitleid, Gerechtigkeit und Ehrlichkeit" nirgendwo geherrscht, da war nicht der Jesus gegenwärtig, sondern nur der Zwang an ihn glauben zu müßen! Ganz klar! Der Jesus ist ja nie gegenwärtig, weil es schließlich gar keine Götter gibt! In den wahrhaft katholischen Zeiten gab es selten Güte und Geduld, sondern in der Regel Zwang, Mitgefühl und Mitleid erschöpften sich in geringfügigen Almosen, das Recht auf soziale Einrichtungen schuf der Kampf der Arbeiterbewegung gänzlich ohne Jesus! Gerechtigkeit gibt es meistens im Rechtßtaat und nicht in der Religion und über die katholische Ehrlichkeit haben wir ja in den Jahren der Aufdeckung der priesterlichen Sexualverbrechen genug erfahren!
So, das war es für heute!


631. WORT ZUM SONNTAG, DEN 14.11.2021

Mk 13,24-32: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Und er wird die Engel außenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, daß das Ende vor der Tür steht. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nichtdie Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.

Da hat der Christengott die Erde geschaffen, sie steht im Zentrum des Universums, wird von Sonne und Mond umkreist und nachts leuchten Sterne als Hilfsleuchtkörper. So sahen zu Jesuszeiten die Menschen die Welt! Einen gottlosen Urknall gab's damals klarerweise auch noch nicht! In der weiteren Geschichte der Menschheit schufen römische Kaiser mit dem Dreikaiseredikt die katholische Kirche als Pflichtreligion für alle im römischen Reich lebenden Menschen, später wurde diese Religion mit gewohnter Gewalt auch noch auf andere Länder ausgebreitet. Es gab dann doch Widerstand gegen diese religiöse Diktatur, die Protestanten spalteten sich ab, diese konnten nicht einmal mittels des Dreißigjährigen Krieges ausgerottet werden, schlimmer noch, vernünftige Menschen schufen die Aufklärung, deren Unterdrückung und Beseitigung ebenfalls nicht gelang!
Schließlich kehrte durch entsprechende gesellschaftliche Entwicklungen die im alten römischen Reich schon bestehende Religionsfreiheit zurück, in österreich steht sie seit 1867 im Artikel 14 des Staatsgrundgesetzes
. Die Religionsfreiheit gilt allerdings nicht nur für die Freiheit von Religion, sondern auch für die Freiheit der anerkannten Religionsgemeinschaften, die immer noch ihren Mitgliederbestand nicht durch Anwerbung erwachsener Menschen, sondern mittels der traditionellen Babytaufe zwangsweise aufrecht erhalten. Trotzdem wächst die Religionsfreiheit, die katholischen Kirchenmitglieder werden jedes Jahr durch Austritte und Sterbeüberschüße weniger!

Aber das heutige Thema ist ja das Weltenende, nicht das Ende der katholischen Kirche, Bischof Schönborn fragt auf der Diözesan-Homepage und in der Kronenzeitung danach, wann das Weltenende kommt, weil der böse christliche Schöpfergott hat ja als Jesus auf der Erde wandelnd auch den Weltuntergang angekündigt! Er hatte natürlich als allmächtige und allwißende Falte des dreifaltigen Gottes nicht die geringste Ahnung davon, daß die Sterne keine kleinen Lichtlein sind, sondern Sonnen, die bestimmt nie maßenhaft auf die Erde stürzen können werden, weil das ist ja physikalisch gar nicht möglich!
Und der Jesus kündigt dieses Erdenende auch noch für die damals lebende Generation an! Und ein derartiger dummer Quatsch wird sonntags immer noch in der Kirche gepredigt!
Wie redet sich heute der Schönborn aus dem unglaublichen Jesus-Unsinn herausß Er schreibt vom Weltklimagipfel in Glasgow und meint dann, "Jesus spricht von dramatischen Ereignißen, die auf das Ende der Welt hinweisen, von Kriegen, Erdbeben, Seuchen und Hungersnöten. Aber all das sei erst der Anfang der 'Wehen', noch nicht das gewaltige Ende. Dieses werde in kosmischen Katastrophen über die Erde hereinbrechen. Doch dann werde Christus 'mit großer Kraft und Herrlichkeit' erscheinen. Das Ende der Welt werde der Anfang einer neuen Schöpfung sein." Dazu, daß der Jesus sagt, nur sein Vater wüßte, wann die Welt untergeht und das würde noch geschehen, bevor die damalige Generation vergeht, schreibt er gar, "diese unsere Welt, unser Heimatplanet Erde, hat ein Ablaufdatum, wenn auch erst in Milliarden Jahren."! Dabei müßte er sich ja doch darüber wundern, warum die Welt nicht schon zurzeit der Jesusgeneration vor knapp 2000 Jahren untergegangen ist.
Er schließt dann so: "Weltuntergang, das erleben wir oft sehr dramatisch und schmerzlich, wenn eine Lebenswelt untergeht, eine Epoche zu Ende geht. Krieg, Vertreibung, Flucht bedeuten seit eh und je für die Betroffenen das Ende ihrer vertrauten Welt. Das Schicksal der vielen Flüchtlinge erinnert uns daran, daß die uns vertraute Welt keine Bestandsgarantie besitzt. Sie kann von heute auf morgen zu Ende sein. Persönliche Schicksalßchläge bedeuten oft so etwas wie einen Weltuntergang im Kleinen. Jesus bittet uns, wachsam auf die Zeichen zu achten, die die Natur uns gibt: 'Lernt vom Feigenbaum.' Sobald er austreibt, erkennt ihr, daß der Sommer nahe ist. Lehrt uns nicht die Natur, daß Werden und Vergehen der Kreislauf der Schöpfung sindß Wir wißen nicht, wann es unsere Stunde sein wird. Alles wird vergehen. Jesus und sein Wort werden bleiben. Und seine Verheißung des ewigen Lebens."

Schade, daß es der Schönborn nach seinem Tode mangels realer Existenz nicht mehr erleben kann, daß nach dem Tode nichts mehr existiert, der Mensch nicht und keine seiner Erinnerungen, wir sind dann wieder so, wie vor unserer Geburt: Uns gibt es nicht, zuerst noch nicht und dann nicht mehr!
Und die schönbornschen Götter sind noch schlechter dran, es hat sie ja nie gegeben!


630. WORT ZUM SONNTAG, DEN 7.11.2021

Mk 12, 38-44: In jener Zeit lehrte Jesus eine große Menschenmenge und sagte: Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Marktplätzen grüßt, und sie wollen in der Synagoge die Ehrensitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben. Sie freßen die Häuser der Witwen auf und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Umso härter wird das Urteil sein, das sie erwartet. Als Jesus einmal dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel. Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein. Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem überfluß hineingeworfen; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles hergegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt.

Was lernen wir heute vom Jesusß Deppert mußt sein, wenn du eh praktisch nix hast, dann gib her, damit du noch nixer hast! Heute haben wir in unserer Welt in vielen Staaten sozialstaatliche Einrichtungen, das Almosengeben ist zu einer völligen Nebensache geschrumpft, weil wenn wer Hilfe braucht, so steht ihm weitgehend das Recht auf Hilfe zur Seite! Das wurde katholischerseits die längeste Zeit scharf abgelehnt, jetzt kann man das nimmer machen, man tut also so, als wären Almosen immer noch von Bedeutung und eine moralische Pflicht. Wir müßen heute alle geben: Wir zahlen in die Sozialversicherungen ein! Und wir bekommen von dort Geld, wenn wir es brauchen! Zum Beispiel bekommen alte Leute ihre Renten und Pensionen und keine Einweisung ins Armenhaus!
Was sagt heute der Herr Kardinal Schönborn zur obigen jesuischen Almosenpredigtß Er geht auf die Hauptsache gar nicht ein, er schreibt über Heuchelei: "Weltliches Wichtigtun hat immer auch etwas Lächerliches an sich. Widerlich ist religiöses Scheingehabe. Die Menschen spüren es und wenden sich ab. Jesu Urteil über religiöse Heuchelei ist unerbittlich scharf." über soziale Einrichtungen, die heute das oben beschriebene bilische Verhalten überflüßig gemacht haben, sagt der Herr Bischof gar nichts, er schließt seine Predigt vorbei am Thema so: "Ein kleiner Test: Bedanke ich mich beim Kellner, der mich bedientß Habe ich Hochachtung vor den Männern der Müllabfuhr, die unseren Mist entsorgenß Blicke ich den Schaffner im Zug an, wenn er meine Fahrkarte kontrolliertß Habe ich ein Danke für die Kaßiererin im Supermarkt bereitß Das Geheimnis Jesu: Die Wertschätzung gerade für die Unbeachteten! Jesus, der Sohn Gottes, hoch über uns allen, ist ganz Mensch geworden. Darum mag er die Menschen, ohne Wenn und Aber. Seine Haltung verändert unser Leben grundlegend. Es wird um vieles glücklicher."

Lebt der Kellner vom Bedankenß Die Müllabfuhr von dagebrachter Hochachtungß Der Schaffner vom Anblickenß Die Kaßierin vom Dankß Oder leben alle von ihrer Arbeitß Der Schönborn lebt jedenfalls von der Kirchensteuer, das geht sich wohl noch einige Zeit aus, auch wenn deren Zahler jedes Jahr weniger werden und dadurch auch diese Einnahmen zurückgehen werden, 2010 waren es noch knapp 499 Millionen gewesen, 2019 nur noch 481...


629. WORT ZUM ALLERHEILIGENFEIERTAG AM 1.11.2021

Mt 5,1-12a: Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. Selig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die rein sind im Herzen, denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen, denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.

Heutewerden die Seligen aufgezählt. Allerdings in der korrigierten Faßung, denn die sehr sachliche biblische Feststellung "selig sind die Armen im Geiste", die früher am Anfang dieser Zeilen stand, wurde ja aus der Bibel wegzensiert, weil als führende Eigenschaft für die Seligkeit die Dummheit anzuführen, das traut sich die katholische Kirche in den heutigen Zeiten nimmer! Obwohl das eine recht reale Erkenntnis war! Weil bei den Armen im Geiste ist es ja ziemlich sicher, daß sie nicht dem Immanuel Kant folgen und sich des eigenen Verstandes bedienen! Dadurch bleibt dann ein anerzogener Glaube leichter erhalten!
Mit diesem Aspekt befaßt sich der Schönborn in der Kronenzeitung vom 31.10.2021 natürlich nicht, er schreibt über die Heiligen, weil ja zu Allerheiligen alle Heiligen vorkommen, überraschend sachlich: "Am 1. November werden sie alle gemeinsam gefeiert, alle die zahllosen Heiligen. Doch vergeßen wir nicht: Die Heiligenverehrung ist höchst umstritten. Viele christliche Kirchen und Gemeinschaften lehnen den Kult um die Heiligen entschieden ab. Sie sehen darin eher eine Fehlform des christlichen Glaubens, eine Anleihe am heidnischen Götterkult. Bei der Christianisierung der heidnischen Völker habe man die vielen Götter einfach durch christliche Heilige ersetzt, um dem Volk den übergang vom Heidentum zum Christentum zu erleichtern. Die christlichen Heiligen hätten, so die Kritik, die Rolle und Zuständigkeiten der alten Götter übernommen. So wird es wohl in manchen Fällen wirklich gewesen sein."
Ja, klar genauso war es! Und es haben zum Beispiel auch wundertätige Feen und hilfreiche gute Kobolde des alten Aberglaubens einen Ausgleich in der neuen Religion gebraucht, darum helfen Heilige! Schauen wir einmal im Heiligenlexikon nach! Der heilige Florian ist zum Beispiel der Schutzpatron von Oberösterreich, der Feuerwehr, der Töpfer, Böttcher, Hafner, Schmiede, Kaminfeger, Seifensieder, Weinbauern und Bierbrauer - hilft bei Dürre, Unfruchtbarkeit der Felder, Brandwunden, gegen Feuer- und Waßergefahr, Sturm usw. - Der heilige Christophorus ist Patron des Verkehrs, der Furten und Bergstraßen, der Fuhrleute, Schiffer, Flößer, Fährleute, Brückenbauer, Seeleute, Soldaten, Pilger, Reisenden, Kraftfahrer, Chauffeure, Luftschiffer, Straßenwärter, Lastenträger, Bergleute, Zimmerleute, Hutmacher, Färber, Buchbinder, Goldschmiede, Schatzgräber, Obsthändler, Gärtner, Athleten, der ärzte, von Bergstraßen, Festungen, der Kinder und hilft gegen Krankheit, Pest, Seuchen, Epilepsie, unerwarteten Tod, Hagel, Augenleiden, Blindheit, Zahnweh, Wunden, gegen Feuer- und Waßergefahren, Dürre, Sturm, Unwetter. Der heilige Johannes hilft u.a. Schriftstellern, Schreibern, Beamten, Notaren, Theologen, Winzern, Metzgern, Sattlern, Glasern, Spiegelmachern, Graveuren, Kerzenziehern und Korbmachern! Usw.

Und wir haben ja auch im Alltag noch weitere alte Götter, zum Beispiel in den Wochentagen:

Auch diese blieben, um die Menschen nicht zu sehr allein auf die neuen drei Götter hintrimmen zu müßen!

Was predigt der Herr Kardinal von Wien dazuß Schönborn schließt so: "Eindrucksvolle Christen gibt es in allen Kirchen, auch wenn sie nicht als Heilige verehrt werden. Und Menschen, die aus dem Geist Jesu leben, gibt es in allen Religionen und Kulturen. Es sind Menschen, die das leben, was Jesus seligpreist: Menschen, die arm sind vor Gott, weil sie um ihre eigene Armut wißen; die mit den Trauernden zu trauern vermögen; die sanftmütig sind statt anderen Unrecht zu tun; die mit ganzem Einsatz für Gerechtigkeit eintreten; die barmherzig sind, weil sie selber Barmherzigkeit erfahren haben; die ein reines, gerades Herz haben; die Frieden stiften und dafür auch Verfolgung zu tragen bereit sind... Solche Menschen sind keine Götter. Sie sind echte Menschen. Ich darf sie wertschätzen und (warum nichtß) auch verehren."
Undß Warum hat es dann der Arbeiterbewegung bedurft, daß Sozialstaaten eingerichtet worden sind, in denen Hilfsbedürftige keine Almosen erhielten, sondern soziale Rechteß Die katholische Kirche hat keine Kranken- und Pensionsversicherungen erfunden, kein Arbeitslosengeld, keine Invaldenrenten usw.! Als sie noch die gesellschaftliche Macht hatte, da gab es maximal Armenhäuser, in denen Bedürftige unter elenden Bedingungen hausen mußten! Und Papst Pius XI. verkündete in seiner Enzyklika Quadragesimo anno von 1931: "Der Sozialismus, gleichviel ob als Lehre, als geschichtliche Erscheinung oder als Bewegung, auch nachdem er in den genannten Stücken der Wahrheit und Gerechtigkeit Raum gibt, bleibt mit der Lehre der katholischen Kirche immer unvereinbar. Er müßte denn aufhören, Sozialismus zu sein: der Gegensatz zwischen sozialistischer und christlicher Gesellschaftsauffaßung ist unüberbrückbar." Aufgehoben wurde diese menschenfeindliche Auffaßung in der Folge nicht!

Das gilt offenbar auch für Schönborn immer noch, er ist bloß für die heute überwiegend belanglos gewordene Barmherzigkeit und nicht für Sozialrechte!


628. WORT ZUM SONNTAG, DEN 31.10.2021

Mk 12,28b-34: Welches Gebot ist das erste von allenß Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer. Jesus sah, daß er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

Heute am Sonntag den 31.10. haben wir weder einen Weltspartag (der war heuer schon am 29.10.) noch eine Sonntagspredigt vom Schönborn, der predigt heute schon für den 1.11., meinereiner ist als säkularer Religionskritiker fleißiger, er schreibt auch heute was zur heutigen Bibelstelle! Aber aus Faulheit wurde ein Text im Archiv gesucht, dort steht: Einen Gott mit ganzem Herzen und ganzer Seele zu lieben, wer macht dasß Einige religiöse Fanatiker vielleicht, aber die gewöhnlichen Leute haben damit nichts mehr im Sinn. Und seinen Nächsten wie sich selbst zu liebenß Warum sollte man das tunß Dazu bräuchte es erstmals eine vernünftige Definition, wer dieser "Nächste" sein soll und dann stellt sich die Frage, warum der Nächste geliebt werden sollß Wir alle haben unterschiedliche Beziehungen zu anderen Menschen, es gibt welche, die wir mögen, es gibt welche, die wir nicht mögen und die meisten werden uns egal sein, weil wir ja nicht jeden kennen können. Also sind diese Gebote real gesehen ein Unsinn. Morgen geht es hier dannweiter mit dem Schönborn und seiner Allerheiligenpredigt!


627. WORT ZUM SONNTAG, DEN 24.10.2021

Mk 10,46-52: Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß am Weg ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, daß es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! Viele befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. Und Jesus fragte ihn: Was willst du, daß ich dir tueß Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dich gerettet. Im gleichen Augenblick konnte er sehen und er folgte Jesus auf seinem Weg nach.

Heute tut der Jesus keine Wunder mehr, obwohl er laut Christenlehre als zweite Falte des dreifaltigen allmächtigen Christengottes im Himmel sitzt. Aber dort sitzt er laut christlichem Glaubensbekenntnis ja nur, "zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten". Er verteilt also nur zwischen Himmel, Fegefeuer und Hölle, das auch nur bei den Leuten, die sowas wirklich glauben!
Aber das nur nebenbei, wie faßt der Herr Kardinal Schönborn heute seine Sonntagspredigt zusammenß Er schließt so: "Ich versuche nachzuempfinden, was es heißt, als Bettler am Straßenrand zu sitzen. Ganz wird es mir nicht gelingen, denn ich habe noch nie eine solche Not hautnah selber durchlebt. Aber als Menschen haben wir die Gabe der Einfühlung, und das Betrachten des Evangeliums hilft uns, diese Gabe zu pflegen und zu entwickeln. Es ist eine Schule der Mitmenschlichkeit.
Noch persönlicher wird meine Betrachtung des Evangeliums, wenn ich mit Bartimäus bitte: "Ich möchte wieder sehen können." Was verstellt mir den Blick auf mich selbst, auf die anderen, die Wirklichkeitß Wo sind meine blinden Fleckenß Wo habe ich verlernt, die Augen aufzumachenß Bin ich blind für die Schönheit der Schöpfungß Und für das Gute in den Menschenß Habe ich schon Gott gedankt für das Geschenk des Augenlichtsß
So hilft mir das Evangelium von Bartimäus, meine innersten Bitten an Gott zu erspüren. Jesus hat sich selber als das Licht der Welt bezeichnet. Er will uns nicht in unserer Blindheit belaßen. Bartimäus ist mit Jesus von Jericho nach Jerusalem mitgegangen. Ich versuche, mir sein Glück und seine Freude vorzustellen. Und wünsche sie auch mir."

Ja, da hätte er früher leben müßen, der Schönborn, vor knapp 2000 Jahren hätte er dann mitgehen können mit dem Jesus, falls es den Jesus wirklich gegeben haben sollte, aber mehr als ein Wanderprediger wäre der ja auch nicht gewesen, weil die Kronenzeitung und das Internet hat ja nicht Gott erfunden, das machten die Menschen gut 1900 Jahre später, der erste Vorläufer des Internets entstand Ende der 1960er-Jahre. In alten Zeiten mußte man auf den Marktplatz gehen oder von Tür zu Tür, um was zu verkünden.
Wie hier schon oft geschrieben, das Christentum entstand durch das Dreikaiseredikt von 380, es wurden damals die im römischen Reich bestehende Religionsfreiheit und alle anderen Religionen abgeschafft und das Christentum zwangsweise eingeführt. Dadurch bildete sich eine bis heute anhaltende Tradition, mittels Taufe von Babys, die ja noch keine eigene Meinung dazu haben können, wird für Nachwuchs gesorgt. Was sich allerdings auch aufweicht, heutzutage werden in österreich knapp 45.000 katholisch getauft, aber über 51.000 katholisch begraben, dazu kommen noch die gegen 70.000 tendierenden Kirchenaustritte, der Minusweg ist unumkehrbar! Der Schönborn fühlt sich sogar als Bischof trotz Augenlicht manchmal blind. Damit hat er recht, Glaubensfreien geht es da beßer, wir haben die Parole, "glauben heißt nichts wißen"...


626. WORT ZUM SONNTAG, DEN 17.10.2021

Mk 10, 35-45: In jener Zeit traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu Jesus und sagten: Meister, wir möchten, daß du uns eine Bitte erfüllst. Er antwortete: Was soll ich für euch tunß Sie sagten zu ihm: Laß in deiner Herrlichkeit einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen! Jesus erwiderte: Ihr wißt nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werdeß Sie antworteten: Wir können es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde.Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die es bestimmt ist. Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wißt, daß die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und ihre Großen ihre Macht gegen sie gebrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu laßen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

Auch schon was, wenn ein unsterblicher allmächtiger Gotteßohn, zweite Falte eines dreifaltigen Gottes, sein Leben für viele hingebt! Der dreifaltige Schöpfergott hätte ja gleich was Vernünftiges schöpfen können, das den Menchen ein leidfreies Dasein gewährt! Das Dumme daran ist, daß es überhaupt keine Götter gibt, weder allmächtige, noch ohnmächtige! Gebeßert gegenüber den biblischen Zeiten hat sich allerdings die Unterdrückung der Völker durch ihre Herrscher, das ist schon länger nimmer Standard! Um das wegzubringen, mußten allerdings die Ersten nicht die Sklaven aller sein, der Kampf um Menschenrechte wurde von der katholischen Kirche abgelehnt, Papst Pius IX. verbot z.B. in Italien 1874 den Katholiken die Teilnahme an Wahlen. Der Antimoderdnismus wurde seinerzeit vom Papst Pius IX. (im Amt 1846 bis 1878) erfunden, in seiner Enzyklika Syllabus Errorum ("Verzeichnis der Irrtümer"), veröffentlichte er eine Liste von 80 Thesen, die von Papst Pius IX. als "falsch" verurteilt wurden. Wer es genau wißen will, kann das hier nachlesen!
Aber das nur nebenbei, was resümiert heute der Herr Schönborn zum Evangeliumß Er schreibt zuerst über seinen Besuch in Syrien und schließt so: "Die 'Ehrenplätze' neben Jesus bedeuten vor allem die Bereitschaft, an seinem Geschick teilzunehmen, also auch an seinem Leiden. Die anderen zehn Jünger sind verärgert über das Vordrängen und Wichtigtun der beiden Zebedäußöhne. Neid, Rivalitäten, Eifersucht: Alles das findet man von Anfang an unter denen, die einmal die Säulen der Kirche sein sollen. Jesus hat ganz normale Menschen um sich gesammelt. Was Wunder, daß es bis heute nicht anderes ist. Aber es sollte trotzdem anders sein, nicht so wie bei den Großen dieser Welt und ihren Machtspielen. Und Jesus erinnert uns daran, wer die wirklich Großen sind: die, die sich zu Dienern der anderen machen! Sie sind die eigentlichen Hoffnungsträger, überall, besonders in der Not. In Syrien habe ich nicht nur Hoffnungslosigkeit erlebt. Es gibt so viele Zeichen echter Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Ich wünsche den jungen und älteren Menschen in diesem schönen und leidgeprüften Land den ersehnten Frieden und eine gute, beßere Zukunft für ihre Heimat."

Auf die Idee zu kommen, daß die Menschen sich nicht als Herren und Sklaven gegenüberstehen müßen, sondern daß es um gleiche Rechte und Pflichten für alle geht, das ist einem Kardinal wohl zu unkatholisch! Schließlich hat das der Jesus ja nie gepredigt!


625. WORT ZUM SONNTAG, DEN 10.10.2021

Mk 10, 17-27: In jener Zeit lief ein Mann auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muß ich tun, um das ewige Leben zu erbenß Jesus antwortete: Warum nennst du mich gutß Niemand ist gut außer der eine Gott. Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch außagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter! Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. Da sah ihn Jesus an, umarmte ihn und sagte: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib es den Armen und du wirst einen Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen. Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Die Jüngerwaren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Sie aber gerieten über alle Maßen außer sich vor Schrecken und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werdenß Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich.

Aha, der Gotteßohn Jesus ist also nicht gut! Das hat sich meinereiner auch schon öfters gedacht, aber heute ist der Jesus selber geständig! Und der angeblich dreifaltige Christengott ist dann darum doch nur einfaltig. Jedenfalls ist das alles einfältig! Zum obigen Text muß man fragen, warum das nicht in den 10 Geboten steht, daß man alles herschenken muß, um den Schatz im Himmel zu bekommen, dort heißt es nur, man dürfe keinen Fremdbesitz begehren (Gebot 9 & 10): "Du sollst nicht begehren deinesNächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat."
Schauen wir darum, nach wie der Herr Bischof Schönborn das erklärt, er summiert seine Ansicht dazu so: "Hat da Jesus zu viel verlangtß Wie ist die Einstellung Jesu zum Reichtumß Ist ihm jeder Besitz ein Dorn im Augeß Oder spricht hier Jesus eine Erfahrung an, die sich täglich neu bestätigt, daß nämlich im Reichtum große Gefahren lauernß Wer hat, ist in Versuchung, immer noch mehr haben zu wollen. Besitz kann überheblich machen. Die Gier nach Geld ist unersättlich. Das Glück wird im Lottotreffer gesucht. Auf all das hin hat Jesus sein sprichwörtlich gewordenes Wort geprägt: 'Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.' Kein Wunder, daß die Jünger Jesu darüber entsetzt sind. Sie sind so ehrlich, zuzugeben, daß wir alle an irdischen Gütern hängen und sie nicht verlieren wollen. Wer von uns möchte freiwillig in die 'Gruft' gehenß Wenn in den Himmel nur der kommen kann, der alles Gut und Haben hergibt, 'wer kann dann noch gerettet werdenß' Oft frage ich mich, ob die Antwort Jesu auf das Erschrecken der Jünger wirklich bei mir ganz angekommen ist: Für Menschen ist es unmöglich, daß sie sich selber retten. Bei Gott ist aber alles möglich. Ich hänge doch sehr am Leben. Habe ich wirklich im Herzen angenommen, daß ich einmal alles loslaßen muß, mein Hab und Gut und selbst mein Lebenß Ich sehe nur einen Weg, wie ich dieses Loslaßen einüben kann: die tägliche Dankbarkeit. Nichts ist selbstverständlich. Meint Jesus das, wenn er die selig nennt, die 'arm sind im Geist'ß"

Dazu muß man dem Schönborn erst einmal die Bibel erklären: Die Bibelstelle Matthäus 5,1-12, wo der Jesus sagt, selig wären die Armen im Geiste, wurde schon vor längerer Zeit aus der Bibel entfernt, jetzt steht dort, es ginge um die, die arm sind vor Gott! Und nimmer "Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich". Siehe info1658.html. Man wollte wohl die wirklich Gläubigen in den heutigen Zeiten mit angestiegener Volksbildung nimmer als "arm im Geiste", also als hinig im Schädl definieren.
Aber unsereiner kann ja die Gläubigen beruhigen! Wenn Menschen tot sind, dan existieren sie nimmer, sie wißen darum auch nimmer, daß sie exisiert haben, weil ein Toter kann ja nichts mehr wißen. Kein Himmel, kein Fegefeuer, keine Hölle, ein Toter ist im selben Zustand wie ein noch nicht Geborener, es gibt ihn nicht! Existieren tun wir eben nur begrenzte Zeit und darum sollten wir diese Zeit vernünftig gebrauchen, was von uns bleibt, ist nur ein bißchen Errinnerung unter den Leuten, die uns gekannt haben, amen, so ist es!

Achja, das berühmte Kamel, das nicht durch ein Nadelöhr geht, muß auch noch erklärt werden, ein Nadelöhr ist nämlich nicht nur die Stelle, wo man den Faden durchzieht, sondern war auch eine sarkastische historische Bezeichnung für enge Fußgängereingänge an Stadtmauern! Ein Kamel paßte da nicht hinein...


624. WORT ZUM SONNTAG, DEN 3.10.2021

Mk 10,2-16: Da kamen Pharisäer zu ihm und fragten: Ist es einem Mann erlaubt, seine Frau aus der Ehe zu entlaßenß Damit wollten sie ihn versuchen. Er antwortete ihnen: Was hat euch Mose vorgeschriebenß Sie sagten: Mose hat gestattet, eine Scheidungsurkunde auszustellen und die Frau aus der Ehe zu entlaßen. Jesus entgegnete ihnen: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben. Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie männlich und weiblich erschaffen. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlaßen und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber. Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entläßt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch. Und wenn sie ihren Mann aus der Ehe entläßt und einen anderen heiratet, begeht sie Ehebruch. Da brachte man Kinder zu ihm, damit er sie berühre. Die Jünger aber wiesen die Leute zurecht. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Laßt die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn solchen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.

Der Jesus ist also gegen den Moses, den sein Vater - gemäß der biblischen Sagensammlungen - dereinsten als Propheten und Anführer zum jüdschen Volk entsandt hätte, der Gott Jehova war ja schließlich der jüdische Stammesgott und nicht der Gott einer Weltreligion, diesen Status erhielt die griechische Sekte mit jüdischem Ursprung erst 380 durch die von Römischen Reich verfügte Verwendung als römische Staatsreligion mit angeordneter weltweiter Verbreitung. Zum vorletzten obigen Satz ist klarerweise noch anzumerken, daß nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder nicht ins Reich Gottes kommen, das existiert ja nur als Sage!
Aber das nur nebenbei! Was predigt der Herr Erzbischof Schönborn heute zusammefaßendß Er schließt so: "Die zwei werden ein Fleisch sein, eine neue gemeinsame Wirklichkeit. Sie gehören zusammen, und diese Einheit ist mehr als ein Vertrag auf einem Stück Papier: 'Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.' Und wenn es doch nicht klapptß Wenn beide das Scheitern ihrer Beziehung erlebenß Zwei Dinge habe ich gelernt, auch durch die Scheidung meiner Eltern: Ein Urteil steht mir nicht zu über die Paare, deren Ehe gescheitert ist. Und: Die dringende Bitte an alle Eltern, die einen Ehekonflikt und eine Trennung erleben - in den Worten von Papst Franziskus: 'Ihr dürft das Kind nie, nie, nie als Geisel nehmen! ... Die Kinder dürfen nicht die Last dieser Trennung tragen, sie dürfen nicht als Geisel gegen den anderen Ehepartner benutzt werden.' Ihr habt euch getrennt. Bemüht euch, den anderen vor euren Kindern nicht schlecht zu machen. Sie werden es euch für immer danken!"
Der Herr Schönborn mißachtet also die göttliche Anordnung, "was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen". In der mosaischen Jehova-Zeit hat es diese Anordnung noch nicht gegeben, wo steht geschrieben, daß Gott die Eheleute verbindetß Es steht bei Mt 19,3-6: "Da kamen Pharisäer zu ihm, die ihm eine Falle stellen wollten, und fragten: Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlaßenß Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat und daß er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlaßen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch seinß Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen."
Eine seltsamen Feststellung! Auch Ehepaare sind eben ein Paar, also zwei Leute und kein zusammengewachsenes Eins! Das Wort "Paar" bedeutet laut dem Etymologischen Wörterbuch "zwei zusammengehörige Dinge von gleicher oder ähnlicher Beschaffenheit", "paar" bedeutet einige, wenige Dinge einer Gattung, also ein paar Cent oder ein paar äpfel z.B., ein Paar Schuhe sind natürlich wieder nur zwei Stück!. In österreich gab es die letzten zehn Jahre etwa 16.000 Scheidungen im Jahreßchnitt, Verehelichungen gab es um die 40.000, die Scheidungen sind also etwa 40% der Verehelichungen. Kirchlich-katholische Eheschließungen gibt es pro Jahr nur so um die 11.000, also gut ein Viertel aller Verehelichungen. Das hängt natürlich auch mit dem katholischen Scheidungsverbot zusammen, geschiedene Katholiken heiraten dann eben standesamtlich und auch Ersteheschließer laßen vermehrt die katholische Form sausen, wichtig sind religiöse Vorschriften den Leuten ja schon längst nicht mehr!
Der Schönborn ist heute eher realistisch als katholisch, er weiß, daß untrennbare Ehen trennbar sind und wendet sich darum den betroffenen Kindern zu. Daß die untrennbare katholische Ehe genauso ein haarsträubender Blödsinn ist wie der Zölibat, sowas sagt er natürlich nicht!


623. WORT ZUM SONNTAG, DEN 26.9.2021

Mk 9,38-43.45.47-48: Da sagte Johannes zu ihm: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen eine Machttat vollbringt, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. Wer euch auch nur einen Becher Waßer zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört - Amen, ich sage euch: Er wird gewiß nicht um seinen Lohn kommen. Wer einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, ärgernis gibt, für den wäre es beßer, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde. Wenn dir deine Hand ärgernis gibt, dann hau sie ab; es ist beßer für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das nie erlöschende Feuer*). Und wenn dir dein Fuß ärgernis gibt, dann hau ihn ab; es ist beßer für dich, lahm in das Leben zu gelangen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden*). Und wenn dir dein Auge ärgernis gibt, dann reiß es aus; es ist beßer für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.

Schauen wir uns zuerst *) die weggelaßenen Verse im heutigen Evangelium an: 44: "da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlöscht", im Vers 46 steht daßelbe, also ungefähr das Gleiche wie im Schlußvers, damit sollten die Höllenfolterungen verschärft dargestellt werden. Heute ist der Jesus wieder voller Menschenhaß statt Menschenliebe, er droht, die Leute, die ihm nicht folgen, ewig in der Hölle zu foltern, ist also deutlich bösartiger als der Hitler oder der Stalin, die beiden haben maßenhaft Menschen umgebracht, aber niemanden ewig foltern laßen, denn das können nur allmächtige Götter. Allerdings auch nur in Sammlungen von religiösen Sagen und Sagern. Aber schauen wir, was heute der Herr Erzbischof und Kardinal zu seinem lieben Jesus und seinen ewigen Folterungen zu sagen hat!
Er fragt einleitend, ob das mit dem ewigen Feuer in der Hölle wirklich der Originalton vom Jesus sei und wo die Frohbotschaft heute bleibt! Dann sudert er sich drei Absätze lang aus dem Bibeltext hinaus und schließt seine Predigt so: "Unseren eigenen Fehlern gegenüber neigen wir zur Toleranz, während wir die der anderen gerne kritisieren. Die drei harten Bildworte Jesu vom Ausreißen der Hand, des Fußes, des Auges sagen überdeutlich, daß es manchmal nur durch einen radikalen Schnitt möglich ist, von einem übel loszukommen. Das gilt von jeder Art von Sucht, die das Leben zur Hölle machen kann. Heute warnen uns die Zeichen des Klimawandels davor, daß ohne tiefgreifende änderungen unseres Lebens es nicht möglich sein wird, den Katastrophen zu entgehen. Das heutige Evangelium hilft mir auszuloten, wo Toleranz geboten ist und wo sie Grenzen hat."
Er ignoriert also die ewigen Höllendrohungen völlig und meint, es handle sich um einen Text über die Grenzen der Toleranz. Süchte sind die Hölle und der Klimawandel eine Katastrophe, zur ewigen Verdammnis aller, die sich keine sündigen Hände, Füße und Augen ausreißen, sagt er gar nix...


622. WORT ZUM SONNTAG, DEN 19.9.2021

Mk 9, 30-37: In jener Zeit zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa. Jesus wollte aber nicht, daß jemand davon erfuhr; denn er belehrte seine Jünger und sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird in die Hände von Menschen ausgeliefert und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen. Aber sie verstanden das Wort nicht, fürchteten sich jedoch, ihn zu fragen. Sie kamen nach Kafarnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr auf dem Weg gesprochenß Sie schwiegen, denn sie hatten auf dem Weg miteinander darüber gesprochen, wer der Größte sei. Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein. Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

Ja, die Größten sind natürlich der Jesus selber und sein Vater im Himmel! Weil bekanntlich alle guten Dinge nicht zwei oder vier sind, sondern drei, hat der christliche Gott noch einen dritten Bestandteil, den Heiligen Geist, aber das ist eher ein Statist im dreifaltigen Gott. Die heutige Lehre vom Jesus ist die Kleinmachung der sich groß Machenden, groß sind die Mißionare, die dem Jesus Anhänger zutreiben. Heutzutage ist das ziemlich schwierig geworden, weil man eher alte Anhänger verliert als neue gewinnt. Wo natürlich zumerken ist, daß das Mitgliedersystem ja keine Anhänger gewinnt, sondern durch die Babytaufe ungefragte Mitglieder. Wenn die Leute erst ab der Zeit der Selbstständigkeit im Leben in die Kirche eintreten dürften, könnte sich z.B. meinereiner seine Atheistenhomepage sparen, weil dann wären Religionen mitgliedermäßig eine Randerscheinung, aber so muß meinereiner weiterhin die großen Götter klein machen! Was heißt kleinß Es gibt ja gar keine Götter, meinereiner macht sie weg!
Aber das nur nebenbei, schauen wir was der Herr Kardinal Schönborn heute predigt, er resümiert so:
"Bis heute ist es das oft so beschämende Schauspiel, das wir Christen der Welt darbieten: unsere Uneinigkeit, unsere Wichtigtuerei, die zudem oft von oben herab über die anderen urteilt und die doch selbst um keinen Deut beßer ist. Auf all das hat Jesus eine bestürzend einfache Antwort: Er stellt ein Kind in ihre Mitte! Wie entwaffnend! Was sind alle unsere Streitereien vor diesem Kindß Ich habe in meinem Leben viele Sitzungen erlebt. Oft waren sie geprägt von Spannungen, Schaukämpfen, Rivalitäten oder einfach von Versuchen, die eigene Meinung durchzusetzen. Mir hat es dann oft geholfen, einen Trick anzuwenden: Ich blicke in die Runde und versuche mir vorzustellen, wie wir alle einmal als Kinder waren. Es war für mich hilfreich, in den anderen nicht Gegner oder mühsame Personen zu sehen, sondern Kinder, von Gott geliebte Kinder, genauso bedürftig wir es alle als Kinder waren. 'Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder...', hat Jesus gesagt."
Ja, als kleine Kinder im Alter des Urvertrauens da haben wir noch alles geglaubt, den Nikolo, das Christkind und den Osterhasen zum Beispiel! Und vielleicht auch den Rübezahl und später dann Winnetou und Old Shatterhand! Aber jetzt sind wir doch schon länger keine Kinder mehr! Die Kirchen haben das schon länger als Problem, daß die Gruppe der religiös tatsächlich Agierenden in unseren Breiten immer kleiner wird! In den letzten 15 Jahren (bis 2019, neuere Zahlen liegen nicht vor) gingen in österreich die Taufen um 17% zurück, die Firmungen um 33 %, die Traungen um 20 %, die Zahl der Kirchenmitglieder sank in den letzten 20 Jahren um rund eine Million, der Bevölkerungsanteil um fast ein Drittel, immer mehr Menschen wird der Jesus egal. Und nicht per Taufe, sondern aus überzeugung treten ja nur wenige Leute der katholischen Kirche bei, 2019 gab es 540 Taufen von über 14jährigen, also von religiös Eigenberechtigten!

Aber das auch nur nebenbei, heute wird die atheistische Predigt recht lang, zum Schönborn gibt's ja doch noch was zu schreiben! Aber meinereiner macht das heute kurz: Schönborn diskutiert also mit Kindern, indem er Gegner oder mühsame Personen verkindlicht! Ob da nicht er selber der Kindskopf istß


621. WORT ZUM SONNTAG, DEN 12.9.2021

Mk. 8, 27-35: In jener Zeit ging Jesus mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Auf dem Weg fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschenß Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten. Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr michß Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Christus! Doch er gebot ihnen, niemandem etwas über ihn zu sagen. Dann begann er, sie darüber zu belehren: Der Menschensohn muß vieles erleiden und von den ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muß getötet werden und nach drei Tagen auferstehen. Und er redete mit Freimut darüber. Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen. Jesus aber wandte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Tritt hinter mich, du Satan! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen. Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.

Also das ewige Leben gibt's vom Jesus! Das hat offenbar der Petrus nicht einmal gewußt! über den steht in Wikipedia auch, " Simon Petrus (..) einer der ersten Juden, die Jesus Christus in seine Nachfolge berief. Er wird dort als Sprecher der Jünger bzw. Apostel, erster Bekenner, aber auch Verleugner Jesu Christi (..) dargestellt." Und mit der Sage von der Auferstehung des Jesus gab es damals ja auch Probleme, so schrieb der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief im Kapitel 15, Vers 12-14: "Wenn aber verkündigt wird, daß Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nichtß Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos."
Aber das über den sinnlosen Glauben nur nebenbei! Schönborn fragt heute, ob Leiden einen Sinn hat, schauen wir uns seine Zusammenfaßung an. "Für Jesus war offensichtlich das Leiden, das ihn erwartete, etwas Sinnvolles. Er hat es bewußt angenommen, ja darin sogar seinen Auftrag gesehen. Petrus ist davor zurückgeschreckt. So geht es wohl jedem von uns. Wir wünschen niemandem das Leiden, weder den anderen noch uns selbst. Aber Petrus hat etwas Entscheidendes überhört. Jesus hat nicht nur von seinem bevorstehenden Leid, ja seiner Tötung gesprochen, sondern auch von seiner Auferstehung. Für Jesus ist das Leid nicht die Endstation, das tragische Ende eines mühevollen Lebens. Es ist das Tor zum Leben, zu einem Glück, das kein Leid mehr kennt und keine Tränen. Ohne diese Hoffnung ist das Leid eine sinnlose Qual. (..) Jesus sagt, daß jeder sein Kreuz auf sich nehmen und so ihm nachfolgen soll. Wir müßen alles uns Mögliche tun, um Leid zu lindern. Ganz verhindern können wir es nicht. Wir können es aber mittragen. Das tut Gott selbst. Denn Jesus steht auf der Seite der Leidenden."
Und die Leidenden kommen dann in den Himmel, speziell die, die wegen dem Jesus das Leben verloren haben. Das paßiert heute nimmer sehr oft und früher haben lange Zeit Leute das Leben verloren, weil sie nicht geglaubt haben, die kamen als Tote dann auch noch in die Hölle. Von der Hölle reden die Prediger schon längere Zeit nimmer, aber heute wird zumindest wieder einmal vorgeschlagen, das Leben fürn Jesus zwecks ewiger Seligkeit zu verlieren. Und mit dem Kreuz hinter dem Jesus hergehen, müßten alle. Oderß Und wieviele tun das heute nochß Wer nimmt am Sonntag noch das Kreuz auf sich, die Sonntagsmeße zu besuchenß Von den knapp fünf Millionen katholischen Kirchenmitgliedern in österreich gehen etwa eine halbe Million sonntags in die Kirche, die große Mehrheit kümmert die Religion im Lebensalltag kaum noch, die haben lieber Freude am Leben!


620. WORT ZUM SONNTAG, DEN 5.9.2021

Mk 7,31-37: Jesus verließ das Gebiet von Tyrus wieder und kam über Sidon an den See von Galiläa, mitten in das Gebiet der Dekapolis. Da brachten sie zu ihm einen, der taub war und stammelte, und baten ihn, er möge ihm die Hand auflegen. Er nahm ihn beiseite, von der Menge weg, legte ihm die Finger in die Ohren und berührte dann die Zunge des Mannes mit Speichel; danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte zu ihm: Effata!, das heißt: öffne dich! Sogleich öffneten sich seine Ohren, seine Zunge wurde von ihrer Feßel befreit und er konnte richtig reden. Jesus verbot ihnen, jemandem davon zu erzählen. Doch je mehr er es ihnen verbot, desto mehr verkündeten sie es. Sie staunten über alle Maßen und sagten: Er hat alles gut gemacht; er macht, daß die Tauben hören und die Stummen sprechen.

Schönborn stellt heute gleich fest, daß es keine Taubstumme gibt, weil stumm sind sie ja nicht, sie haben das Reden wegen der Taubheit nie gelernt, aber heute gibt es ja die Gebärdensprache. Ja, nachdem kein Jesus mehr herumgeht und die Taubheit wegwundert, bleiben Taube weiterhin behindert und müßen deuten statt reden. Warum der Jesus das Weitererzählen über die getane Wunderheilung verbietet, erklärt Schönborn so: "Warum aber verbietet Jesus, davon irgendjemandem zu erzählenß Es kann doch nicht verborgen bleiben, daß hier ein echtes Wunder geschehen ist. Und tatsächlich verbreitet sich die Nachricht überall hin. Jesus geht es nicht um die Sensation. Heilung ist etwas zu Kostbares, um es sofort der öffentlichen Neugierde preiszugeben." Warum Heilung was Kostbares ist, das man der Neugierde nicht preisgeben soll, erklärt der Herr Bischof allerdings nicht. Jeder der geheilt wird, wird davon reden!
Aber schauen wir zum letzten Schönbornabsatz, was er heute zusammenfaßend verkündet: "Heilung der Taubheit! Wie dringend ist sie auch heute! Eine Frau schreibt mir: 'Ich habe meinen Mann verloren. Er kennt nur mehr seinen Computer. Er spricht kaum mit mir. Er ist wie taub.' Schmerzlicher Verlust des Zuhörens! Wir haben zwei Ohren und einen Mund. Also sollten wir doppelt so viel zuhören als wir reden. Wie gut tut es, jemanden zu haben, der sich Zeit nimmt zum Gespräch. 'Effata! öffne dich!' Das Wunder Jesu geschieht auch heute, wo wir die Ohren und das Herz füreinander öffnen. Das ist echt heilsam."
Ja, der Mann am Computer, der redet wohl damit per Email mit anderen Leuten als seiner Frau, taub ist er deswegen nicht. Daß wir zwei Augen und zwei Ohren haben, das hat sich evolutionär entwickelt, weil man mit zwei Augen räumlich sehen kann und mit zwei Ohren räumlich hören! Daß wir keine zwei Münder haben, ist deswegen wohl auch klar, das brächte evolutionär Nachteile statt Vorteile!
Doppelt soviel hören als reden, das geht wohl nicht, weil wenn das alle machen, gibt es wenig zu hören! Von Herzöffnungen redet der Jesus nicht, da gibt ihm der Schönborn Nachhilfe, sich gegenseitig zu helfen, war und ist allerdings ein wichtiges Element in der Evolution!


619. WORT ZUM SONNTAG, DEN 29.8.2021

Mk 7, 1-8.14-15.21-23: Die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, versammelten sich bei Jesus. Sie sahen, daß einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen. Die Pharisäer eßen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Waßer die Hände gewaschen haben; so halten sie an der überlieferung der Alten fest. Auch wenn sie vom Markt kommen, eßen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Keßeln. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die überlieferung der Alten, sondern eßen ihr Brot mit unreinen Händenß Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte Recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte, wie geschrieben steht: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Vergeblich verehren sie mich; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen. Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die überlieferung der Menschen. Dann rief er die Leute wieder zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage! Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Außchweifung, Neid, Lästerung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.

Heute haben wir wieder einmal ein verkürztes Evangelium, die Verse 9-13 und 16-20 wurden weggelaßen, da schaut meinereiner wieder nach, was fehlt. In 9-13 schimpft der Jesus mit seinen Jüngern, daß sie das Gebot Gottes außer Kraft setzten und sich an ihre eigenen überlieferungen hielten, in 16-20 schimpft er, daß sie irgendwas nicht verstanden hätten, der Vers 20 lautet, "was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein", vielleicht hat er über Scheiße gepredigt. Aber das nur nebenbei, der obige Text verlangt jedenfalls eine Distanzierung von den überlieferungen, der Predigtschluß lautet so: "Jesus hat sich als Jude an die Reinigungsvorschriften seiner Religion gehalten. Aber er konnte energisch, ja zornig werden, wenn man aus ihnen die Hauptsache machte. (...) Alles entscheidet sich an dem, was wir im Herzen tragen. Denn 'von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken'. Jesus nennt nicht weniger als zwölf Gedanken, die unser Herz vergiften können, auch wenn wir noch so viele äußere Hygienemaßnahmen einhalten. Gedanken sind noch keine Taten, aber sie drängen dazu, es zu werden. Daher ist es eine zentrale Botschaft Jesu, über alle diese Gedanken zu wachen. Sie können in jedem Herzen auftauchen. Wem ist noch nie ein Gedanke des Neides gekommenß Und der Habgierß Und des Ehebruchsß Und ein 'Ich könnte dich umbringen'ß Wir brauchen davor nicht zu erschrecken. Unser Herz ist ein Abgrund. Aber Gott ist größer als unser Herz. Nur seine Hilfe kann uns vor dem Bösen bewahren."
Der Jesustext erinnert an die Science-Fiction-Satire "1984" von George Orwell, die dieser 1948 als Sozialist als Kritik am Stalinismus verfaßt hatte, wo der unsichtbare "Große Bruder" das Volk überwacht. Nun, ein allwißender Gott ist natürlich noch viel größer als der Große Bruder! Schönborn hält sich in seiner Predigt natürlich an die zehn Gebote und an die von ihnen behandelten Sünden. Wozu unsereinem natürlich einfällt, daß diese Sünden speziell auch gerne in klerikalen Kreisen auftreten oder auftraten. Abgesehen vom Ehebruch! Meinereiner meint dazu, daß meinereiner die aufgezählten Sünden eher nicht begeht, meinereiner lästert Götter, aber das ist vernünftig, weil es die ja gar nicht gibt, stehlen und morden tut meinereiner nicht, für Unzucht ist er zu alt, das wäre zuviel Arbeit, Habgier und Neid plagen auch nicht, Auschweifungen schaden der Gesundheit, boshaft zu sein, das ist auf dieser Homepage unvermeidlich, so, das genügt! Amen, so ist es!


618. WORT ZUM SONNTAG, DEN 22.8.2021

Jh 6,60-69: Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Diese Rede ist hart. Wer kann sie hörenß Jesus erkannte, daß seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoßß Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn aufsteigen seht, dorthin, wo er vorher warß Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wußte nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn ausliefern würde. Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. Daraufhin zogen sich viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm umher. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehenß Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehenß Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.

Heute steht wieder ein obskurer Unsinn in der Bibel: "Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts". Ja, und wo wohnt der Geist, wenn kein Fleisch da istß Ein toter Mensch hat zwar - bis es vermodert ist - noch Fleisch, aber Geist hat er keinen mehr. Darum wurde ja seinerzeit die Seele erfunden, die ewig lebt! Real ist es natürlich so: Vor unserer Geburt existieren wir noch nicht und nach unserem Tod existieren wir nimmer. Nichtexistenz ist für Lebewesen klarerweise nicht wahrnehmbar! Der Jesus verscheucht im heutigen Evangelium die Jünger, die nicht ans ewige Leben glauben und hängt ihnen gleich die Funktion der Verräterschaft an: sie werden ihn ausliefern! Warum er sich darüber ärgert, erklärt er nicht! Schließlich hängt ja die ganze christliche Erlösungsgeschichte von der Story über die Kreuzigung und die Auferstehung ab!

Aber das nur nebenbei, was erzählt heute der Herr Bischof Schönborn den Lesern der Kronenzeitungß Seine heutige Zusammenfaßung hat mit dem obigen Bibeltext überhaupt nichts zu tun! Er schreibt: "Er (Jesus) will die Herzen erreichen, nicht die Politik verändern. Er spricht von Gott und Seinem Reich, von einem anderen Brot, das Gott den Menschen gibt. Und dieses Brot, so sagt er, 'ist mein Fleisch für das Leben der Welt'. 'Wie kann er uns sein Fleisch zu eßen gebenß' Diese Worte waren selbst vielen seiner Jünger zu viel. Sie nehmen daran Anstoß: 'Diese Rede ist hart. Wer kann sie hörenß' Doch Jesus bleibt dabei, schwächt das ärgernis seiner Worte nicht ab: 'Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.' Vertreibt er selber seine Anhänger mit solchen kaum verständlichen Wortenß Ich glaube nicht, daß Kirchenaustritte heute wegen dieser Worte Jesu geschehen. Aber eines haben sie mit der damaligen Situation gemeinsam: Gläubig zu sein, damals wie heute, erfordert mehr als nur eine traditionelle Bindung an eine Religionsgemeinschaft und ihre Bräuche. Glauben ist eine persönliche Beziehung. Petrus bringt es auf den Punkt: 'Herr, zu wem sollen wir gehen', wenn nicht zu dirß So ist es bis heute. Das gibt mir Zuversicht."

Wo steht im heutigen Evangelium was vom Brot, das Fleisch für das Leben der Welt istß Hier ein paßendes Zitat: "Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Wenn jemand von diesem Brot ißt, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt." Das steht aber nicht im heutigen Bibeltext Jh 6,60-69, sondern in Jh 6,51! Und "Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm" steht in Jh 6,56. Heute hat der Herr Kardinal seine Predigt offenbar formuliert, ohne den oben angeführten Bibeltext überhaupt zu lesen!
Nu, sowas unterhält aber auch! Amen!


617. WORT ZUM SONN- UND FEIERTAG, AM 15.8.2021

Lk 1,39-56: In diesen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Und es geschah, als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommtß Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Und selig, die geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und läßt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.

Heute haben wir nicht nur einen Sonntag, sondern auch einen katholischen Feiertag namens "Maria Himmelfahrt"! Die berühmte Gottesmutter Maria war selber keine Göttin, sondern eine Frau, die von der dritten Person des dreifaltigen Gottes, dem Heiligen Geist, befruchtet wurde und die zweite Person der Dreifaltigkeit auf die Welt brachte. Aber das gehört zwar nicht zu Maria Empfängtnis, weil dieser Tag betrifft die Befruchtung von Marias Mutter, die Befruchtung der Maria ist am Tag "Maria Verkündigung" am 25. März, neun Monate vor Weihnachten. Diese Verkündigung wird auch von Lukas beschrieben (Lk 1,26-38), dort wird der Maria per Engel die Jesus-Schwangerschaft angekündigt, sie fragt nach dem zugehörigen Mann und fragt den Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenneß (der hochsprachliche Gebrauch des Wortes "erkennen" als Synonym für "vögeln" stammt aus dieser Bibelstelle). Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Aber darum geht es ja heute nicht, heute wird die Maria in den Himmel heimgeholt, als Gottesmutter steht ihr das ja wohl zu! Der obige Bibeltext hat mit einer Himmelfahrt nicht das Geringste zu tun, weil darüber steht in der Bibel nirgends was, diese Himmelfahrt ist erst im 6. Jahrhundert aufgetaucht, zum katholischen Dogma wurde sie erst 1950 von Papst Pius XII. gemacht!
Aber das wieder einmal nur nebenbei, was schreibt heute der Schönborn? Er befaßt sich zuerst mit diversen Marienwallfahrtsorten, meint sogar, daß die Marienverehrung zur übertreibung neige, faßt dann so zusammen: "Es gibt viele wunderbare Vertonungen des Lobliedes Mariens, alte und neue. Ein Wort daraus klingt wie eine Prophezeiung: 'Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.' Ist ein solches Wort nicht anmaßend im Mund der Frau, die eben Gott gedankt hat, daß er 'auf die Niedrigkeit seiner Magd' geschaut hatß Doch sie hat nicht übertrieben: Alle Generationen seit damals haben Maria geliebt, gelobt, verehrt, auf sie vertraut, nicht aber sie angebetet. Sie weiß, daß sie Mensch ist wie wir und daß alleine Gott angebetet werden darf. Und dennoch hat sie unter allen Menschenkindern ihren einzigartigen Platz."
Ja, mit der Gottesmutter hat die katholische Kirche Probleme, in den alten Religionen in unseren Gegenden, gab es haufensweise Göttinnen, egal ob bei den Griechen und Römern oder den Germanen. Christlich gibt's nur Männergötter, bzw. den aus drei Teilen zusammengeschraubten dreifaltigen Einzelgott! Und es gibt sogar heute noch Leute, die dieser Nichtgöttin intensiv huldigen, man denke etwa an Medjugorje, den in den Achtzigerjahren in Jugoslawien erfundenen Marienerscheinungsort, nachdem hier der Text eh schon lang genug ist, lest über dieses Beispiel einer tatsächlich real existierenden Marienverehrung nach: "Der Gipfel der Einfalt: Medjugorje"!


616. WORT ZUM SONNTAG, DEN 8.8.2021

Jh. 6,41-51: Da murrten die Juden gegen ihn, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Und sie sagten: Ist das nicht Jesus, der Sohn Josefs, deßen Vater und Mutter wir kennenß Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel herabgekommenß Jesus sagte zu ihnen: Murrt nicht! Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Bei den Propheten steht geschrieben: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen. Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegeßen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon ißt, wird er nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot ißt, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.

Vorigen Sonntag waren die Verse 24 bis 35 aus dem Johanneskapitel 6, dran, in den Versen zwischen 35 und 41 ging es darum, daß der Jesus nicht seinen Willen tun will, sondern von seinem Vater, dem Obergott, beauftragt worden war. Für die Juden war es klarerweise eine Zumutung, wenn da einer als Gotteßohn auftrat, das wurde in den biblichen Schriften hauptsächlich vom Johannes gemacht, der hat seine Texte ja erst viel später geschrieben, die Texte von Matthäus, Markus und Lukas werden synoptisch, also als übersichtlich zusammengestellt und übereinstimmend bezeichnet, entstanden sind sie Jahrzehnte nach dem Auftreten vom Jesus, der Matthäustext etwa zwischen 80 und 90, der Text vom Markus etwa um 70, der von Lukas auch zwischen 80 und 90, es sind also keine zeitgenößischen Berichte, sondern Weitererzählungen von mündlich überlieferten Geschichten, die allerdings bei allen Dreien auf ähnliche Quellen zurückgehen. Johannes schrieb seine Geschichten um das Ende des ersten Jahrhunderts.
Aber das nur nebenbei! Im Prinzip geht's um daßelbe wie letzten Sonntag, der Jesus ist immer noch das Brot fürs ewige Leben, schauen wir gleich, was heute der Herr Erzbischof und Kardinal Schönborn darüber schreibt, der muß das ja schließlich als Kirchenfürst wirklich glauben! Er geht in seiner Zusammenfaßung auch auf das Nichtglauben ein und schreibt: "Manchmal höre ich: Ja, du hast es gut, du kannst glauben. Ich kann es nicht. Darauf antworte ich: Vielleicht hast du Sehnsucht danach, glauben zu können. Dieser Wunsch ist auch schon eine Form von Glauben. Einmal hat ein Mann zu Jesus gesagt: 'Ich glaube, hilf meinem Unglauben!' Ich denke, so geht es allen, die gläubig sind: Immer bleibt im Herzen ein Stück Unglauben zurück, ein Mangel an Gottvertrauen, eine Schwierigkeit, in kritischen Momenten den Mut zum Glauben nicht zu verlieren. Wenn es aber stimmt, daß der Glaube eine Gnade, ein Geschenk ist, dann steht es den Gläubigen nicht zu, über die zu urteilen und zu richten, die keinen Glauben haben. Denn was wißen wir über das Innerste der anderenß Für ein Geschenk können wir nur danken. Wir dürfen uns darauf nichts einbilden. Wer von diesem Geschenk gekostet hat, weiß, daß es so kostbar ist, so lebenswichtig wie das tägliche Brot. Der Glauben ist das Brot des Himmels."

Ja, heute ist der Herr Bischof sogar mit Atheisten gnädig und gestattet ihren Nichtglauben! Weil den Glauben bekommen die Glaubenden ja geschenkt! Warum hat dann der Jesus seinen Jüngern befohlen, (Mt 28,19&20) "Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe." Das hört sich nicht nach einem Geschenk an!
Und jetzt kommt wieder die Wahrheit über die christliche Glaubensverkündigung, nämlich das Dreikaiseredikt von 380, das hier schon 86 mal verkündet wurde: "Cunctos populos" vom 28. Februar 380, verfaßt in Theßaloniki von den römischen Kaisern Theodosius I., Gratian und Valentinian II.: "Alle Völker, über die wir ein mildes und maßvolles Regiment führen, sollen sich, so ist unser Wille, zu der Religion bekehren, die der göttliche Apostel Petrus den Römern überliefert hat, wie es der von ihm kundgemachte Glaube bis zum heutigen Tage dartut und zu dem sich der Pontifex Damasus klar bekennt wie auch Bischof Petrus von Alexandrien, ein Mann von apostolischer Heiligkeit; das bedeutet, daß wir gemäß apostolischer Weisung und evangelischer Lehre eine Gottheit des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes in gleicher Majestät und heiliger Dreifaltigkeit glauben. Nur diejenigen, die diesem Gesetz folgen, sollen, so gebieten wir, katholische Christen heißen dürfen; die übrigen, die wir für wahrhaft toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande ketzerischer Lehre zu tragen. Auch dürfen ihre Versammlungßtätten nicht als Kirchen bezeichnet werden. Endlich soll sie vorab die göttliche Vergeltung, dann aber auch unsere Strafgerechtigkeit ereilen, die uns durch himmlisches Urteil übertragen worden ist."

Dadurch wurde das Christentum zur Weltreligion und nicht durch ein himmlisches Geschenk, werter Herr Schönborn! Amen, so war es und wird wahrscheinlich in gemäßigter Form noch eine Weile so sein, aber das Downgrading ist nimmer aufzuhalten, von 2001 bis 2020 sind die katholischen Kirchenmitglieder in österreich schon um eine Million weniger geworden...


615. WORT ZUM SONNTAG, DEN 1.8.2021

Joh. 6,24-35: Als die Leute sahen, daß weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus. Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierhergekommenß Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegeßen habt und satt geworden seid. Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird! Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt. Da fragten sie ihn: Was müßen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringenß Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat. Sie sagten zu ihm: Welches Zeichen tust du denn, damit wir es sehen und dir glaubenß Was für ein Werk tust duß Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegeßen, wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu eßen. Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben. Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot! Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

Der Jesus ist im heutigen Bibeltext ein erfolgreicher Prediger, dem die Leute nachlaufen! Und er führt ein, daß man den Jesus verspeisen muß, weil er das Brot des Lebens ist. In der katholischen Kirche heißt das Eucharistie, laut Wikipedia bedeutet das: "Die Eucharistie ist Hauptteil der heiligen Meße neben der Verkündung des Wortes Gottes. Auch die gesamte heilige Meße wird Eucharistie oder Eucharistiefeier genannt. In ihr wird das Ostergeheimnis, das Geheimnis der Erlösung durch Tod und Auferstehung Jesu Christi, vergegenwärtigt und gefeiert. Die römisch-katholische Kirche lehrt die Realpräsenz Jesu Christi in den Gestalten von Brot und Wein in der Eucharistie." Vulgär ausgedrückt heißt das, die Verspeiser von Hostien freßen den Jesus, weil der das Brot des Lebens ist, aber nicht das Brot des Erdenlebens, sondern des ewigen Lebens, die Verstorbenen haben dann im Paradies keinen Hunger und keinen Durst! In österreich glauben laut einer Umfrage von 2018 nur noch 13 %, daß der Jesus vom Himmel kommen wird, um die Lebenden und Toten zu richten - also ist das kein richtiges religiöses Maßengeschäft mehr, aber es gehen ja auch nur noch um die 10 % der Katholiken am Sonntag in die Kirche!
Wie schließt heute der Herr Kardinal Schönborn seine Sonntagspredigtß Er faßt so zusammen: "Jesus spricht von einer Speise, die dem Leben Sinn und Ziel gibt. Diese Speise ist der Glaube an ihn. Mich bewegt ein Wort des heiligen Augustinus: Kaum einmal wird Jesus um Jesu willen gesucht. Geht es mir nicht oft wie den vielen Menschen, die damals Jesus gesucht habenß Was will ich von ihmß Was suche ich, wenn ich Gott sucheß Meistens komme ich mit vielen Bitten, Sorgen, Wünschen. Und das ist auch berechtigt! Jesus hat dazu eingeladen, daß wir ihn jederzeit bitten dürfen. Aber wichtiger noch als alle Bitten ist es, ihn selber zu suchen.
So ist es schon in unseren menschlichen Beziehungen. Geht es uns um das, was ein Anderer mir geben kann, was ich von ihm haben und profitieren kann, oder geht es mir auch und vor allem um den Anderen als Personß Eine echte Freundschaft fragt nicht zuerst nach dem Nutzen, den der Andere mir bringt. Sie freut sich einfach am Freund. Was sucht ihrß Diese Frage stellt uns Gott durch Jesus. Sucht ihr mich, um etwas zu bekommenß Oder sucht ihr MICHß Die ehrliche Antwort können wir nur selber geben."

Ja, Jesußucher gibt es schon länger nimmer in Maßen, die eifrigsten Jesußucher und Jesusverkünder sind zweifellos die "Zeugen Jehovas", die klopfend von Tür zu Tür gehen, um das Jesuswort unter die Leute zu bringen, sie machen das in österreich seit 1911 (damals noch unter der Bezeichnung "Ernste Bibelforscher") und haben einen Mitgliederbestand von um die 23.000, das Verkünden hat also nicht recht viel gebracht. Die katholische Kirche hatte sich für das Jahr 2012 eine "Neuevangelisierung" in Europa vorgenommen, auch öffentlich lange darüber geredet, aber es dann doch lieber nicht probiert.
Die österreichische Katholikenstatistik von 1951 bis 2020 schaut so aus:

Der Rückgang seit 1951 beträgt also gut 1,2 Millionen, um 34,5 Prozente sank der Bevölkerungsanteil! Seit dem Planjahr für eine Neuevangelisierung ging der Anteil um gut neun Prozent zurück, also pro Jahr um ein Prozent, in fünfzig Jahren dürfte die katholische Kirche ziemlich down sein!
Und dagegen helfen bestimmt auch die Schönbornpredigten in der Kronenzeitung nicht, amen, so ist und es ist wohlgetan!


614. WORT ZUM SONNTAG, DEN 25.7.2021

Jh. 6,1-15: Danach ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe. Als Jesus aufblickte und sah, daß so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu eßen habenß Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wußte, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so vieleß Jesus sagte: Laßt die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt geworden war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt! Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Brocken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Eßen übrig waren. Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, daß sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.

Heute haben wir die jährliche Geschichte von den fünf Broten mit denen fünftausend Menschen gespeist wurden. Voriges Jahr war dieselbe Geschichte in der Version von Matthäus verwendet worden, da hat meinereiner die neuzeitlich-befreiungstheologische Interpretation verwendet, diese Geschichte wäre so zu verstehen, daß der Jesus und seine Leute angefangen hätten, ihren Proviant zu teilen und die anwesenden 5000 hätten das dann ebenso gemacht, also die mit Proviant hätten sich zu denen ohne Proviant solidarisch verhalten! Der Schönborn hat damals das Anliegen seiner Jünger, die Leute wegzuschicken, damit sie sich Eßen kaufen, so interpretiert, daß die Jünger ihre Ruhe haben wollten.
Heuer nimmt er die oben angeführte Variante, er schreibt, "Jesus habe so ergreifend von der Nächstenliebe gepredigt, daß die vielen Menschen einfach ihren mitgebrachten Proviant zu teilen begannen, und siehe, es reichte für alle, ja es blieb noch genug für die Armen übrig." Aber dann distanziert er sich davon und resümiert so: "In der Mitte des heutigen Evangeliums steht eine einfache Geste Jesu. Er nahm die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten. Mit dem Dankgebet zeigt Jesus, daß er das Brot als eine Gabe Gottes sieht, für die er dankbar ist. Sein Dankgebet ist die Einladung, immer neu Gott um das tägliche Brot zu bitten und ihm dafür zu danken.
Wer für das Brot Gott dankt, ist auch bereit, es mit anderen zu teilen. Brich dem Hungrigen dein Brot, heißt es in der Bibel. Das ist und bleibt eine Grundregel der Menschlichkeit. Und Gott sei Dank geschehen täglich zahlreiche kleinere und größere Wunder der Nächstenliebe. Ich staune über die vielen guten Werke der Hilfsbereitschaft, gerade in der Corona-Zeit. Immer wieder höre ich von Bäckereien, Supermärkten, Restaurants, die versuchen, Lebensmittel nicht wegzuwerfen, sondern den Armen zukommen zu laßen. Das Wunder der Brotvermehrung geschieht auch heute!"

Soweit Schönborn. Das Brot kommt nicht von Gott, sondern aus den Bäckereien. Und Maßen von hungernden Menschen gibt es in den entwickelten Staaten mit einem guten Sozialsystem nimmer, dieses System wurde nicht von Gott oder von der Kirche, sondern von der Arbeiterbewegung geschaffen. Das kirchliche Almosensystem früherer Zeiten wurde durch das System sozialer Rechte ersetzt, daß es heute für Minderbemittelte Einkaufsmöglichkeiten in Sozialshops und Sozialmärkten gibt, wo abgelaufene und übriggebliebene Waren billig verkauft werden, ist eine Randerscheinung, kein tragendes Sozialelement. Die Hauptnutzer dieser Geschäfte sind Asylanten...


613. WORT ZUM SONNTAG, DEN 18.7.2021

Mk 6,30-34: Die Apostel versammelten sich wieder bei Jesus und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus! Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Eßen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber man sah sie abfahren und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an. Als er außtieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.

Ja, die dummen Schafe und ihre Hirten! Das ist so eine schöne Rangordnung! Was für ein Glück für meineneinen, daß er in einer religionsfreien Familie aufwuchs und deshalb nie ein Schaf war, meinereiner mußte das seinerzeit in seiner Schulzeit bloß vorlügen und vorheucheln und darum hat meinereiner immer noch eine Wut speziell auf die katholische Religion, weil lügen und heucheln zu müßen, das war nie das Meine! Heute ist das viel beßer! Meine Söhne wurden gesellschaftlich nie zum Katholizieren gezwungen, ihnen ist Religion völlig scheißegal! Und es geht ihnen nix ab!
Aber das nur nebenbei, was predigt heute der Wiener Bischof über die Hirten und die Schafeß Gar nichts, er schreibt über den Urlaub und schließt seine Predigt so: "Ich weiß nicht, wie mein Urlaub sein wird. Aber es ist mir bewußt, daß viele Menschen keinen Urlaub haben können, obwohl sie es gebraucht und verdient hätten. Für andere wird die Ferienzeit durch unerfreuliche überraschungen ganz anders werden als geplant. Vielleicht hilft es in solchen Momenten, an die Menschenmenge zu denken, die sich da am Seeufer drängte. Jesus hat ein Auge für sie. Diese Namenlosen sind für ihn nicht eine anonyme Maße, sondern Menschen, von Gott geliebte Kinder, jede und jeder mit einer ganz persönlichen Geschichte."

Na servas! In der Bibel steht, das wären Schafe ohne Hirten, die auf den Hirten Jesus gewartet hätten! Sowas tut heute niemand mehr. Weil die paar Leute, die wirklich echt und voll religiös sind, die haben ja ihr Hobby und die es nicht sind, denen kann das Ganze ganz wurscht sein, weil Religion ist ja heutzutage keine Pflicht mehr! Die Religionsfreiheit steht in österreich zwar schon seit 1867 im Staatsgrundgesetz, aber jetzt ist die Freiheit von Religion für immer mehr Leute schon eine Selbstverständlichkeit! Für meineneinen allerdings nicht, weil meinereiner agitiert immer noch dagegen, weil meinereiner solange katholisch lügen und heucheln mußte! Da gibt's diesbezüglich keinen Urlaub!


612. WORT ZUM SONNTAG, DEN 11.7.2021

Mk 6,7-13: Jesus rief die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen. Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlaßt! Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter und schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis. Und sie zogen aus und verkündeten die Umkehr. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit öl und heilten sie.

Ja, die berühmten Dämonenaustreibungen! Wieso tun heute die Geistlichen das nimmerß Ganz einfache Antwort: sie haben es auch damals nicht gemacht, das war nur ein Herumgetue mit Anfallskranken, also z.B. mit Epileptikern, wenn die gerade einen Anfall hatten, dann wurde der Anfallsdämon ausgetrieben, weil der Anfall ja wieder aufhörte. Beim nächsten Anfall war dann dummerweise kein Austreiber greifbar.
Aber das wie üblich nur nebenbei, was predigt heute der Herr Bischof Schönborn? Hier sein letzter Absatz: "Jesus hat seinen Aposteln 'Vollmacht über die unreinen Geister' gegeben. Gilt das nicht für jeden Menschenß Haben wir nicht alle einen lebenslangen Auftrag, das Böse einzudämmenß Zuerst, indem wir gegen die eigene Neigung zum Bösen kämpfen. Und dann, indem wir Haß und Zwietracht untereinander abbauen. Jeder kann ein Apostel sein, ein Sendbote, der, statt zu verletzen, zu heilen bemüht ist. Und noch etwas: Jesus sandte seine Boten zu zweit aus. Keiner von uns kann seine Mißion als Mensch alleine verwirklichen. Es geht nur gemeinsam."
Also meinereiner macht seine atheistische Mißionierung allein, er klaut höchstens was von den Sites anderer atheistischer Mißionierer, die ihm das erlaubt haben! Aber der Herr Kardinal meint ja, das Böse entstünde durch böse Geister und die könnte jeder austreiben. Wenn man sich anschaut, wie viel Böses die katholische Kirche in ihrer mittelalterlichen Hochblüte den Menschen angetan hat und was sie auch danach immer noch versucht hat, dann müßte dort einmal ausgetrieben oder zumindest aufgezeigt werden, was getan worden ist. In österreich hat die katholische Kirche noch 1934 dafür gesorgt, eine Diktatur zu errichten, die dann dazu geführt hat, daß Millionen österreich den Hitler für den Erlöser aus dem materiellen und religiösen Elend der Dollfuß und Schuschnigg-Zeit hielten!

Denn der Vatikan verkündete schon zu Weihnachten 1933 seine große Freude über die bereits damals mittels Notverordnungen diktierende Dollfußregierung: "Sie kann schon jetzt auf eine Reihe von segensreichen Taten hinweisen, die das wahre Wohl sichern und fördern. Weise Verordnungen zum Wohle der Jugend und des Unterrichts, die Wiederbelebung des religiösen Geistes in Schule und Erziehung, die Neuorganisation des Heeres in christlichem Geiste, das Konkordat mit dem Heiligen Stuhle, die Riesenarbeit für eine neue Verfaßung zum Wohle des Volkes, mit einem Worte: die Wiederverchristlichung des gesamten öffentlichen Lebens und das friedliche Zusammenwirken zwischen Staat und Kirche zum Wohle aller."

Es dauerte bis 1975 bis in Europa in Spanien die letzte katholische Diktatur beseitigt wurde, aber der Jesus hat das Böse vertriebenß Daß eßentiell Böses vertrieben wurde, bedurfte der aufgeklärt-demokra-tischen Entwicklung und keinesfalls der katholischen Kirche!
Amen, so ist es!


611. WORT ZUM SONNTAG, DEN 4.7.2021

Mk 6,1b-6: Von dort brach Jesus auf und kam in seine Heimatstadt; seine Jünger folgten ihm nach. Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Woher hat er das allesß Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist! Und was sind das für Machttaten, die durch ihn geschehen! Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simonß Leben nicht seine Schwestern hier unter unsß Und sie nahmen Anstoß an ihm. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends ist ein Prophet ohne Ansehen außer in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie. Und er konnte dort keine Machttat tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte.

Ja, das ist der Nachteil für Propheten und Verkünder! In ihrer Heimat kennen sie die Leute und fallen weniger auf ihr Gerede herein, der Jesus weiß das, probiert es trotzdem und wundert sich dann über den Unglauben.
Aber das nur nebenbei, was predigt heute der Bischof von Wienß Er resümiert so:
"Was aber wißen wir wirklich über andereß Diese Frage geht bis hinein in den vertrauten Kreis der eigenen Familie. Es ist uns auch gar nicht möglich, einander bis ins Innerste zu kennen. Wir wißen ja nicht einmal, wer wir selber wirklich sind. Die Bibel sagt uns, daß nur Gott unser Herz ganz kennt. Für den Alltag begnügen wir uns mit den allgemeinen Eindrücken, die wir voneinander und von uns selber haben. Es gibt aber Situationen, in denen wir zu staunen beginnen über unerwartete, positive Seiten anderer Menschen: ‘Das hätte ich ihm nicht zugetraut!’ In Nazareth waren die meisten von Jesu Landsleuten nicht bereit, sich von Jesus überraschen zu laßen. Sie blieben in ihren gewohnten (Vor-)Urteilen stecken. Und so konnten sie sich nicht darüber freuen, daß in Jesus, mit dem sie so lange zusammengelebt haben, ohne ihn zu kennen, Gott selber unter ihnen gegenwärtig war."

Ja, nur Gott kennt das Herz vom Schönborn, zumindest bildet er sich das ein. Daß man sich manchmal positiv über andere Menschen wundert, ist auch nix Neues, das kann eben paßieren und ist ja nichts Schlechtes. Der Jesusglaube wurde allerdings dadurch zur Weltreligion, weil ... (jetzt käme wieder die Geschichte von der Christentumßchöpfung durch die römische Regierung im Jahre 380, das kann sich meinereiner sparen, weil das wurde hier schon sooft dargelegt - aber wer mal was anderes darüber lesen will, findet auch auf Wikipedia was! ). So, das war es für heute!


610. WORT ZUM SONNTAG, DEN 27.6.2021

MK 5,21–24.35B–43: In jener Zeit fuhr Jesus im Boot an das andere Ufer des Sees von Galiläa hinüber und eine große Menschenmenge versammelte sich um ihn. Während er noch am See war, kam einer der Synagogenvorsteher namens Jaïrus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen und flehte ihn um Hilfe an; er sagte: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie geheilt wird und am Leben bleibt! Da ging Jesus mit ihm. Viele Menschen folgten ihm und drängten sich um ihn. Unterwegs kamen Leute, die zum Haus des Synagogenvorstehers gehörten, und sagten zu Jaïrus: Deine Tochter ist gestorben. Warum bemühst du den Meister noch längerß Jesus, der diese Worte gehört hatte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht! Glaube nur! Und er ließ keinen mitkommen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. Sie gingen zum Haus des Synagogenvorstehers. Als Jesus den Tumult sah und wie sie heftig weinten und klagten, trat er ein und sagte zu ihnen: Warum schreit und weint ihrß Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus. Er aber warf alle hinaus und nahm den Vater des Kindes und die Mutter und die, die mit ihm waren, und ging in den Raum, in dem das Kind lag. Er faßte das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Sofort stand das Mädchen auf und ging umher. Es war zwölf Jahre alt. Die Leute waren ganz faßungslos vor Entsetzen. Doch er schärfte ihnen ein, niemand dürfe etwas davon erfahren; dann sagte er, man solle dem Mädchen etwas zu eßen geben.

Ja, der Jesus kann's! Er sagt mit einem Wort, einen ganzen Satz! Kum heißt also "ich sage dir, steh auf". Was heißt dann, ich sage dir, setz dich niederß Nu, vielleicht: "Platz!" Aber das nur nebenbei! Der Jesus will nicht, daß seine Wunder weitererzählt werden, vom Fleiß wurde er offenbar nicht geplagt! Aber das nur nebenbei, was sagt der Herr Schönborn heute dazuß

Er schließt so: "Ich sage dir, steh auf! Es gehört zu den schönsten Erfahrungen, wenn junge Menschen eine helfende Hand gereicht bekommen, die ihnen Mut macht, aufzustehen und ihren Weg zu gehen. Ich denke dankbar an die Hände, die mich in jungen Jahren und auch später aufgerichtet haben. Auferstehung geschieht täglich in den kleinen Dingen, die das Leben lebendig machen. Ein Wort der Anerkennung, ein Zeichen der Wertschätzung, eine Geste des Trostes, alles, was andere aufrichtet, ist Vorgeschmack der Auferstehung. Und dafür ist es nie zu spät. Andere niederzumachen, um sich selber zu erheben, ist das Gegenteil von dem, was Jesus gemacht hat. Er ist mit dem von Sorge geplagten Vater mitgegangen. Mitgehen mit denen, die Kummer haben, ist schon ein Stück Auferstehung. Denn Jesus hat nicht nur das Töchterlein des Jaïrus wieder ins Leben zurückgeholt. Er hört nicht auf, auch uns die Hand zu reichen, und uns zu sagen: 'Steh auf'!"

Also von der Auferstehung Verstorbener schreibt der Herr Bischof nix, er verkleinert die heute biblische Geschichte auf heutigen Alltag, weil der Jesus geht ja nimmer herum und wunderttätigt, das tat er nur im alten biblischen Sagenbuch. Menschen durch gute Worte aufrichten, das verkündet der Schönborn! Ist sicherlich in manchen Lebenslagen was Wichtiges, bei Verstorbenen funktioniert es natürlich nicht! Aber der Schönborn schreibt dann ja vom Niedermachen, um sich selbst zu erhöhen, da ist er dagegen. Aber davon ist im biblischen Text ja nirgendwo die Rede! Die Rede ist dort allerdings davon, diese Geschichte nicht weiter zu erzählen! Warum stand sie dann in der Bibel und steht sie heute in der Kronenzeitungßß


609. Wort zum Sonntag, den 20.6.2021

Mk 4,35-41: Am Abend dieses Tages sagte er zu ihnen: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren. Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; und andere Boote begleiteten ihn. Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm und die Wellen schlugen in das Boot, sodaß es sich mit Waßer zu füllen begann. Er aber lag hinten im Boot auf einem Kißen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, daß wir zugrunde gehenß Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein. Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angstß Habt ihr noch keinen Glaubenß Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, daß ihm sogar der Wind und das Meer gehorchenß

Ja, so ein Pech aber auch! Heute gehen keine Götter spazieren, denen Wind und Meer oder ansteckende Viren gehorchen! Der Jesus hätte nicht in den Himmel auffahren, sondern sich um irdische Probleme kümmern sollen. Allerdings müßte ja ein allmächtiger Gotteßohn so was auch vom Himmel aus machen können. Aber er tut es nicht, auch wenn er darum gebeten wird! Jetzt kommt wieder der Verweis auf den Corona-Virus, der ja auch von Gott erschaffen worden sein müßte, es steht ja schließlich in der Bibel in Gen 1,25: "Gott machte alle Arten von Tieren des Feldes, alle Arten von Vieh und alle Arten von Kriechtieren auf dem Erdboden. Gott sah, daß es gut war." Bei der Erschaffung der Viren hätte er etwas sorgfältiger sein sollen! Weil das war gar nicht gut! Vom Corona-Virus sind weltweit bis gestern (19.6.2021) immerhin insgesamt 178.965.038 infiziert worden und 3.875.687 sind daran gestorben!

Aber das nur als Feststellung nebenbei, was predigt heute der Herr Kardinal Schönborn? Er predigt über den Corona-Virus: "Die ersten Christen erlebten die Verfolgungen als Bedrohung ihrer noch wachsenden Gemeinschaft, die wie ein kleines Boot in den Wellen unterzugehen schien. In der Geschichte vom plötzlichen Seesturm fanden sie sich wieder. Und so geht es bis heute vielen, die dieses Evangelium hören und betrachten. Plötzlich kam zum Beispiel die Pandemie. Sie brach über uns herein wie ein Sturm, der in kurzer Zeit die ganze Welt erfaßt und unser aller Leben verändert hat. 'Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?' Diese Frage stellt Jesus bis heute. Wie oft habe ich sie plötzlich gehört, wenn eine Situation mich völlig überfordert hat und ich nicht mehr ein und aus wußte. Dann kommt die besorgte, fast zornige Frage auf, warum Jesus mich scheinbar hängen läßt, alleine mit meiner Not. Dann gibt es aber auch immer wieder die Erfahrung, daß der Sturm sich legt und eine innere Ruhe einkehrt, die zu Recht so genannte 'Ruhe nach dem Sturm'. Und dann stelle ich mir selber die Frage: Warum bin ich in Panik geraten? Warum habe ich nicht mehr vertraut? Im Evangelium heißt es: 'Und andere Boote begleiteten ihn.' Wie ist es ihnen ergangen im Sturm? Darüber sagt der Text nichts. Aber mir sagt er: Auch andere erleben heftige Stürme. Auch sie erleben ängste wie ich. Denk nicht nur an die eigene Not. Wir alle sind gemeinsam auf stürmischer überfahrt".

Undß Will der Schönborn damit andeuten, daß sein Schöpfergott nicht nur alle Arten von Kriechtieren (inklusive Viren) geschöpft hat, sondern auch den Impfstoff dagegen? Der dient ja jetzt sozusagen als Mäßiger der Virenstürme. Der Jesus läßt die Menschen nicht scheinbar hängen, sondern wirklich! Weil es gibt keine Götter, weder virenschöpfende, noch virenheilende oder vor Viren schützende, die Menschen müßen sich darum kümmern, denn Götter sind mangels Existenz völlig für die Würscht! Die Menschheit bewegt sich jetzt aus eigener Kraft in Richtung Ruhe nach dem Sturm, dem Schönborn seine Götter können damit nix zu tun haben, weil die existieren nur in manchen Menschenköpfen. Am 19.6. gab es weltweit noch 350.020 Neuinfizierte, aber am 20.5. waren es noch 664.477 gewesen und am 29.4. gab es die Rekordzahl von 903.391. Dazu auch die österreichischen Zahlen: 9.586 war die Rekordzahl (13.11.2020), Ende April 2021 gab es 2.080, am 20.5. nur noch 562 und am 19.6. schließlich 136. Mangels Götter gilt: zwar schaden immer wieder Menschen anderen Menschen, aber es gilt: Menschen helfen Menschen...

Hier die Coronatabelle vom 19.6. mit den täglichen Neuansteckungen:

österreich liegt jetzt wieder wie nach dem ersten Lockdown im März 2020 -
die Impfungen werden neue Ansteckungswellen verhindern...


608. Wort zum Sonntag, den 13.6.2021

Mk. 4,26-34: Jesus sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die ähre, dann das volle Korn in der ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da. Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodaß in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können. Durch viele solche Gleichniße verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten.Er redete nur in Gleichnißen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.

Ja, seinerzeit hat man eben Götter für alles gebraucht! Wenn was wuchs auf dem Feld, dann war das kein biologischer Vorgang, sondern Gotteswerk! Und darum hat dann auch das Christenwerk als Senfkorn angefangen! Große Zweige hat es allerdings erst durch die Anordnung der Herrscher im Römischen Reich entwickelt, als dort die Religionsfreiheit abgeschafft und das Christentum im Jahre 380 zur Staatsreligion gemacht wurde. Meinereiner weiß, daß Ihr das hier schon recht oft gelesen habt, weil meinereiner immer wieder auf diese staatlich angeordnete Ursache des Christentums hinweist! Das Dreikaiseredikt "Cunctos populos", mit dem das Christentum als Staatsreligion angeordnet wurde, haben am 28. Februar 380 in Theßaloniki die römischen Kaisern Theodosius I., Gratian und Valentinian II. verabschiedet. Von dieser kaiserlichen Dreifaltigkeit stammt somit die christkatholische Religion, nicht von Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist, weil Götter gibt’s ja außerhalb der Menschenköpfe keine!

Aber das nur nebenbei, wie schließt heute der Schönborn seine Sonntagspredigt? Er macht das heute so: "Jedes samentragende Gewächs produziert unzählige Samenkörner. Nur eines von ihnen wird wachsen und eine neue Pflanze werden. Von den Millionen Spermien und den zahllosen Eizellen meiner Eltern hat nur je eines zum anderen gefunden, und daraus wurde ich, dankbar für das Geschenk des Lebens. Jesus will uns zum Staunen bewegen. Das Reich Gottes ist schon da, wie ein Samenkorn, und es wächst. Immer wieder erliegen wir der Versuchung, Dinge erzwingen zu wollen, die Geduld zu verlieren. Zum Warten-Können lädt Jesus ein durch das Gleichnis von der selbstwachsenden Saat. Was kann der Landwirt machen, wenn er ausgesät hatß Ob er wacht oder schläft, er kann dem Getreide nicht befehlen, schneller zu wachsen: 'Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die ähre, dann das volle Korn in der ähre.' Erst dann kann geerntet werden. Das ist alles nichts Neues. So war es immer und so bleibt es. Und das ist gut so. Und doch ist es jedes Mal von Neuem ein Wunder. Und es zeigt uns, wie Gott überall am Werk ist, geduldig mit uns allen, auch mit mir."

Na, schaut Euch das an! Der Schönborn weiß auch, daß seine Existenz ein ungeheurer Zufall war! Nicht nur unter den Spermien seines Vaters herrschte großer Zufall der Fortpflanzung, das war bei allen Fortpflanzungen seit dem Urschleim so! Und darum sei hier wieder einmal festgehalten: Unsere jeweilige persönliche Existenz hatte eine Wahrscheinlichkeit von minus unendlich plus eins! Gott war dabei aber mangels Existenz keiner am Werk. Mehr braucht man heute dazu nicht anmerken!


607. Wort zum Sonntag, den 6.6.2021

Mk: 3, 20-35: Jesus ging in ein Haus und wieder kamen so viele Menschen zusammen, daß sie nicht einmal mehr eßen konnten. Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen. Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er ist von Beelzebul beseßen; mit Hilfe des Herrschers der Dämonen treibt er die Dämonen aus. Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Gleichnißen: Wie kann der Satan den Satan austreibenß Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben. Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und gespalten ist, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen. Es kann aber auch keiner in das Haus des Starken eindringen und ihm den Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken feßelt; erst dann kann er sein Haus plündern. Amen, ich sage euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen; wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften. Sie hatten nämlich gesagt: Er hat einen unreinen Geist. Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben draußen stehen und ließen ihn herausrufen. Es saßen viele Leute um ihn herum und man sagte zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüderß Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

Heute tut der Jesus seine Anhänger in seine Familie eingemeinden, wer nicht über den Heiligen Geist schimpft und dem Jesus folgt, der wird je nach Alter und Geschlecht zu Mutter, Bruder oder Schwester befördert, ältere Männer aber nicht zum Vater, weil der täte ihm das nicht erlauben! Schönborn titelt heute "Der umstrittene Jesus" und untertitelt, "Es gibt eine Verwandtschaft, die tiefer ist als alle Blutsbande: die Verbundenheit im Glauben." Dann ist also der Schönborn der Bruder aller katholischen Kirchenmitglieder und der Sohn aller mütterlichen Frauen. Da hat er aber viel Verwandtschaft, die sich nicht um ihn kümmert, am Sonntag nicht in die Kirche geht und seine Sonntagspredigten nicht liest!

Aber das nur nebenbei, schauen wir gleich wie er heute seine Predigt zusammenfaßt:
"Mich berührt es zu sehen, daß die Verwandten Jesu mit der Zeit zu seinen treuen Anhängern wurden. Ganz anders war es mit der 'Religionsbehörde' in Jerusalem. Sie hörten von diesem Prediger in Galiläa, der Wunder wirken und Dämonen austreiben soll. Sie gehen aufs Ganze und halten ihn für einen Beseßenen. Bald wird es schon zum Beschluß kommen, daß Jesus umgebracht gehört. Für seine Argumente sind sie unzugänglich. Sie sehen, daß Jesus so viel Gutes wirkt, Kranke heilt und Menschen aus der Bedrängnis des Bösen befreit. Aber ihre Herzen bleiben hart. Sie sehen in Jesus einen Störenfried, der sich nicht an die Regeln und Gesetze hält, wie sie sie verstehen. Seine Barmherzigkeit geht ihnen zu weit. Sie fürchten, daß seine Liebe zu den Sündern die Moral untergräbt. Diese Herzenshärte nennt Jesus 'die Sünde gegen den Heiligen Geist'. Wer sein Herz gegen die Barmherzigkeit Gottes verschließt, macht selber die Tür der Vergebung zu. Nocheinmal zeigt das Evangelium die Familie Jesu. Sie wollen ihn sehen und sprechen. Aber Jesus ist umringt von vielen Menschen. Statt aufzustehen und seine Mutter zu begrüßen, sagt er fast provokant: Wer ist meine Familieß Und antwortet selber: Alle, die den Willen Gottes tun! Es gibt eine Verwandtschaft, die tiefer ist als alle Blutsbande: die Verbundenheit im Glauben. Sie schafft eine Nähe, die in der eigenen Familie oft nicht zu finden ist. Es wundert mich nicht, daß der Streit um Jesus und den Glauben an ihn bis heute andauert."

Ja und wer sein Herz gegen die Barmherzigkeit Gottes verschließt, macht selber die Tür der Vergebung zu und wird dann wohl unbarmherzig behandelt, denn schließlich steht ja z.B. in Mt. 25, 41 geschrieben: "Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist!"

Und auf der Allgemeinen Kirchenversammlung zu Florenz (1438–1445) wurde als Dogma festgeschrieben: "Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet, glaubt fest, bekennt und verkündet, daß niemand außerhalb der katholischen Kirche - weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt."

Ja, aber das geht heute alles nimmer, darum wird die Bibel zensiert, Verdammungsdrohungen werden nimmer gepredigt und alle sind Brüder und Schwestern! Hat der Teufel dann in der Hölle gar keine Folterarbeit mehr mit den bösen Sündern? Und vom Fegefeuer hört man auch schon länger nix mehr, der bedeutendste katholische Prediger der Barockzeit, Abraham a Santa Clara (1644 bis 1709) hat es seinerzeit noch genau gewußt, wie es dort im Fegefeuer, einer zeitlich begrenzten christkatholischen Sündenstrafanstalt, zugeht:


Alles weg und alle sind Geschwister vom Jesus! Warum sollten sie sich dann noch religiös abplagen, wenn eh alle gleich gut behandelt werden? Wohl deswegen, weil es heute einfach moralisch nimmer vertretbar ist, so katholisch wie der Abraham a Santa Clara zu sein! Macht Spaß diese Entwicklung! Weil ohne Gottesfurcht sinkt die Bedeutung der Religion weiter ab, weil da gewinnt ja jeder vollautomatisch die berühmte pascalsche Wette, Blaise Pascall (französischer Mathematiker, Physiker, Literat und christlicher Philosoph, 1623-1662) hatte diese Wette so formuliert:
1. Man glaubt an Gott und Gott existiert – in diesem Fall wird man belohnt (Himmel).
2. Man glaubt an Gott und Gott existiert nicht – in diesem Fall gewinnt man nichts, verliert aber auch nichts.
3. Man glaubt nicht an Gott und Gott existiert nicht – in diesem Fall gewinnt und verliert man auch nichts.
4. Man glaubt nicht an Gott und Gott existiert – in diesem Fall wird man bestraft und kommt in die Hölle.
Daraus folgerte Pascall, daß es beßer sei, bedingungslos an Gott zu glauben.

Punkt 4 fällt ja laut der heutigen Lehre weg und darum ist sündenbezüglich alles egal! Für unsereinen ist das lustig, weil unsereiner hat das ja sowieso nie geglaubt!


606. Worte zum Feiertag "Fronleichnam" am 3.6.2021

Mk: 14,12-16.22-26: Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote, an dem man das Paschalamm zu schlachten pflegte, sagten die Jünger zu Jesus: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten? Da schickte er zwei seiner Jünger voraus und sagte zu ihnen: Geht in die Stadt; dort wird euch ein Mensch begegnen, der einen Waßerkrug trägt. Folgt ihm, bis er in ein Haus hineingeht; dann sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister läßt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschalamm eßen kann? Und der Hausherr wird euch einen großen Raum im Obergeschoß zeigen, der schon für das Festmahl hergerichtet und mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles für uns vor! Die Jünger machten sich auf den Weg und kamen in die Stadt. Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor. Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergoßen wird. Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von Neuem davon trinke im Reich Gottes. Nach dem Lobgesang gingen sie zum ölberg hinaus.

Machen wir uns einmal wißend über das "Paschalamm", auf Kathpedia steht darüber zu lesen: "Das Pascha oder Peßach gehört zu den höchsten Festen des Judentums. Es erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus ägypten, dauert mehrere Tage, während denen ungesäuertes Brot gegeßen wird, und beginnt mit einem abendlichen Mahl, dem Seder, bei dem ein geopfertes Tier, meist ein Lamm, gegeßen wird. Jesus stiftete die Eucharistie am Vorabend seines Todes im Rahmen eines gemeinsamen Paschamahles. Die Symbolik der Heiligen Meße ist somit zutiefst mit dem jüdischen Sedermahl verbunden. Einer der Christustitel der Urkirche ist 'Paschalamm': 'Als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden.' (1 Kor 5,7 EU) Tod und Auferstehung Jesu werden in der christlichen Theologie und Liturgie als Pascha-Mysterium bezeichnet."
Das liest sich praktisch so: der Jesus wurde am Kreuz geopfert und seine Gläubigen verspeisen den Jesus in Form der Hostie! Und am Fronleichnamstag wird der Jesus bei Prozeßionen in Form einer Hostie spazierengetragen. Heuer nicht, weil der Corona-Virus spaziert womöglich mit und frißt die Gläubigen auf!

Hier ein Screenshot von einem Bericht in der ORF-Sendung Oö HEUTE über eine Linzer Fronleichnamsprozeßion aus der Vorcoronazeit (vom 15. Juni 2017):

So richtige Volksmaßen prozeßierten damals auch nicht...

Aber das nur nebenbei, was predigt heute der Herr Schönborn über Fronleichnamß Hier sein Resümee: "österreich ist religiös vielgestaltig geworden. Und für viele ist es normal, ganz ohne religiöses Bekenntnis zu leben. Gerade deshalb ist es wichtig, gegenseitig Toleranz und Wohlwollen zu praktizieren und die persönlichen überzeugungen des Anderen zu achten. Das darf freilich keine Einbahnstraße sein. Freiheit der Religionsausübung ist vom Gesetz garantiert, ihr Mißbrauch muß aber ebenso vom Gesetz abgewehrt werden. Leider wird nach wie vor weltweit in vielen Ländern die Religionsfreiheit behindert, werden Religionen vom Staat verfolgt. Doch zurück zu Fronleichnam. Ich freue mich jedes Jahr auf den großen Stadtumgang in der Wiener Innenstadt. Dann darf ich, gemeinsam mit vielen Menschen, die Monstranz durch die Straßen tragen, die das kleine, weiße Brot enthält, den 'Leib des Herrn' (das ist die Bedeutung des mittelalterlichen Wortes Fron-lichnam). Am Straßenrand, in den Straßenlokalen, beobachten viele Menschen dieses seltsame Schauspiel. Ich aber darf sie segnen, wer immer sie sind. Ich darf ihnen die Nähe Gottes zeigen, der Mensch wurde und sich selber uns Menschen zur Speise gibt. Ob sie es wißen oder nicht, ob sie an Christus glauben oder eine andere Religion haben, immer ist es mir eine tiefe Freude, diese so geheimnisvolle Nähe Gottes im gewandelten Brot durch die Menschenmenge zu tragen. Und ich bin dankbar, daß ich in unserem Land meinen Glauben, den ich mit vielen teile, öffentlich ausdrücken kann. Nächstes Jahr hoffentlich wieder mit der großen Fronleichnamsprozeßion."

In meinem Archiv liegt noch ein Screenshot: Auf der Wiener Diözesan-Homepage hieß es zum Feiertag Fronleichnam am 19.6.2014, Tausende wären beim Stadtumgang dabei gewesen. Da werden sich wohl die meisten davon am Gehsteig aufgehalten haben, tausende Mitmarschierer waren im ca. 45 Sekunden langen ORF-Bericht in "Wien heute" nicht wahrzunehmen:


Aber auch das nur nebenbei, nun wirklich zum Schönborntext: Er spricht sich nicht nur für Toleranz aus, sondern verlangt auch von den viele, für die es normal ist, ganz ohne religiöses Bekenntnis zu leben, Wohlwollen. Nein, das hat meinereiner nicht lieferbar, meinereiner hält sich lieber an den Artikel 13 des Staatsgrumndgesetzes, dort heißt es: "Jedermann hat das Recht, durch Wort, Schrift, Druck oder durch bildliche Darstellung seine Meinung innerhalb der gesetzlichen Schranken frei zu äußern. Die Preße darf weder unter Zensur gestellt, noch durch das Konzeßions-System beschränkt werden. Administrative Postverbote finden auf inländische Druckschriften keine Anwendung." Und Homepages haben auch Meinungsfreiheit!
Für den Schönborn ist die herumgetragene Hostie natürlich wirklich der durch priesterliche Zauberworte der Wandlung ("Dies ist mein Leib") entstandene Leib Christi. Der Schönborn hat jedesfalls einen tiefen Glauben und freut sich darüber, wenn er anderen Leute den "Leib des Herrn" zeigen kann. Den meisten Leute wird das allerdings ziemlich wurscht sein, sie sind ja üblicherweise keine tatsächlich die Religion praktizierende Christen, maximal werden sie wohl Kirchenbeitragszahler sein...


605. Wort zum Sonntag, den 30.5.2021

Mt 28, 16-20: Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Heute hat die Diözesae Wien meinereinem wieder eine Zusatzarbeit gemacht, man hat in der Diözese vergeßen, die Schönbornpredigt online zu stellen, darum mußte der Text eingescannt werden. Aber das nur nebenbei!

Der Jesus ist also ständig bei uns! Meinereiner hat ihn bisher noch nie getroffen, sondern nur darüber gelesen. Den Bischof Schönborn bewegt heute die Frage des Zweifels, meineneinen bewegt diese Frage nicht, weil Götter gibt es ja keine, brauche daher nicht solche Sätze denken wie "Wie steht es um den Glauben?" An den Jesus zu glauben, war durch viele Jahrhunderte eine gewaltsam auferlegte Verpflichtung für die Menschen, wenn der Schönborn heute schreibt: "Ob wir daran glauben, das bleibt uns überlaßen. Diese Freiheit haben wir, denn zum Glauben wird niemand gezwungen", dann sollte er beßer einmal darüber nachdenken, seit wann das so ist. Bekanntlich wurde das Christentum 380 per römischen Kaiserbefehl zum Staatsreligion gemacht, die vorher bestehende Religionsfreiheit wurde rigoros abgeschafft, auf diese Art wurde der Christenglaube zur Weltreligion! Nicht durch Verkündigung! Aber zum Beispiel über die "Bekehrung" der Sachsen im 9. Jahrhundert durch Krieg und Maßaker: darüber redet heute niemand mehr!

Die Fragen, mit denen Schönborn seine heutige Predigt einleitet, waren in diesen Zeiten völlig unstatthaft. Schönborn: "Paßen Glauben und Zweifel zueinander? Ist der Zweifel der ständige Begleiter des Glaubens? Wie steht es um den Glauben? Ist er so schwach, daß der Zweifel an ihm nagt? Glauben heißt nichts wißen, wird immer wieder gesagt. Wißen ist sicher, Glauben ist ein Vermuten, ein Meinen, also nicht etwas ganz Gewißes. Stimmt das?"

Na klar stimmt das! Von Göttern bis zu Weltverschwörungstheorien. Maria Ebner-Eschenbach hat dereinsten festgehalten: "Wer nichts weiß, muß alles glauben"! Und in Sachen Religion und Götter gibt's letztlich nichts zu wißen, dort gibt's nur den Glauben. Auich wenn wer die Bibel auswendig kann, dann weiß er maximal was über den Christenglauben, aber das ist ja zwar was real Existierendes, aber inhaltlich nichts mit Realitätsbezug!

Wie schließt heute der Herr Bischof von Wien? Er schreibt: "Die erste Wahrheit ist wirklich eine Zumutung 'Mir ist alle Vollmacht gegebcn im Himmel und auf Erden'. Unsere Alltagserfahrung spricht eine ganz andere Sprache So viele Mächte und Gewalten beherrschen die Welt, den Lauf der Dinge, bis hinein in unser ganz persönliches Leben Wo soll da spürbar und erfahrbar sein, daß alle Vollmacht bei Jesus liegt? Vielleicht mag das im Himmel so sein. Abcr auf der Erde? Es ist nur allzu verständlich, daß sich da maßive Zweifel melden. Daß es dennoch wahr ist, daß Jesus der Herr ist, das kann nur geglaubt werden."
Ja, da hat er recht, der Herr Schönborn, daß Jesus der Herr ist, kann nur geglaubt werden! Weil wenn der Herr Jesus ständig bei uns wäre, dann hätte er sich doch wohl um den Corona-Virus kümmern können und müßen! Der Papst läßt nun im ganzen Mai gegen Corona beten, er weiß ja, daß durch die Impfungen die Pandemie zum Schwinden gebracht wird, darum darf der Herr Jesus nunmehr um Hilfe ersucht werden, 2020 hat sich der Papst das nicht tun getraut, bloß der damalige US-Präsident Trump mit dem "National Day of Prayer" am 15.3.2020 gemacht, bis zu diesem Tag gab es in den USA 72 Corona-Tote, am 31.12.2020 waren es 362.753, also pro Tag rund 1.250, ab dem Dienstantritt von Präsident Biden am 20.1.2021 wurde endlich was gegen die Virusverbreitung unternommen, man sieht es an den Ansteckungskurven:



Die aktuelle Ansteckungsrate in den USA macht 6,5 % der Rate am Ende der Trumpzeit aus, die Zahl der täglichen Toten lag beim Trump in der herbstlichen Welle bei täglich drei- bis viertausend, jetzt liegt sie wie am Ende der ersten Welle bei 500 bis 700, somit: Gott hat nicht geholfen, das tat Präsident Biden!

Schönborn weiter: "Es kommt also alles darauf an, den Glauben zu wecken. Daher die zweite große Zumutung Jesu: 'Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes' Der Auftrag ist grenzenlos. Er hat nur eine Grenze: zum Glauben an Jesus darf niemand gezwungen werden. Weil der Glaube eine Vertrauensbeziehung ist, kann er immer nur eine Einladung sein. Angcnommen wird diese Einladung nur dann, wenn sie glaubwürdig vorgelebt wird."
Meinereiner meint dazu: Glauben kann man am leichtesten kleinen Kindern in der Phase des Urvertrauens eintrichtern, das hat jahrhundertelang funktioniert, die Omas gaben pflichtgemäß den Glauben an ihre Enkel weiter und diese konnten ihn oft ihr ganzes Leben lang nicht loswerden! Die Zumutung, der ganzen Welt den Jesus aufzuzwingen, ist in der heutigen Zeit eher nur noch eine Randerscheinung, der Jesus intereßiert immer weniger Leute!

Schönborn weiter: "Von Vertrauen sprich das tröstliche dritte Wort Jesu: 'Und siehe ich bin mit euch alle Tage bis zum Endc der Welt'. Auch das können wir nur glauben. In dunklen Stunden mag Zweifel daran aufkommcn. Doch gerade dann gilt die Zusage Jesu: Ich bin mit dir! Jeder von uns darf darauf vertrauen, daß es stimmt."
Meinereiner meint dazu: Das wurde ja schon behandelt, nirgendwo ein Jesus zu finden, wenn wer einen brauchen täte! Aber der Jesus weiß es ja selber nicht, daß es ihn nicht gibt! Amen, so ist es!


604. Worte zum Feiertag "Pfingstmontag" am 24.5.2021

Lk 10, 21–24: In jener Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand erkennt, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand erkennt, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die Augen, die sehen, was ihr seht. Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Wie gewohnt: wenn es keine Kronenzeitung gibt, dann predigt der Herr Schönborn auch nicht auf der Homepage der Diözese! Meinereiner depredigt auch am kronenzeitungsfreien Feiertag Pfingstmontag! Weil die heutige Bibelstelle (die sich an schönbornfreien Tagen meinereiner immer im Internet aus dem Meßbuch holt) hat ja einen guten Unterhaltungswert! Vor den Weisen und Klugen hat der Vater vom Jesus seine Offenbarungen verborgen und sich damit bloß an die Unmündigen gewandt! Wenn es diesen dreifaltigen Gottvater & Gottsohn & Gott-Heiliger-Geist wirklich geben täte, dann hätte er recht schlau gehandelt, weil seine Offenbarungen sind was für unverständige Unmündige! Gesegnet sei die heilige Einfalt!

Wozu meinemeinen was ganz anderes einfällt, denn bevor Europa zwangschristianisiert wurde, hatten die diversen Völkerschaften eigene Götterwelten. Im Bereich der alten Germanen waren das der Odin, bzw. der Wotan als oberster Gott und auch der Blitz- und Donnergott Thor bzw. Donnar war recht berühmt. Solche alte Germanengötter blieben als Wochentage erhalten, nach dem Thor / Donnar sind der Thursday bzw. der Donnerstag benannt, nach dem Wotan / Odin der Wednesday bzw. der Mittwoch. Hoppala, einen Gott namens Mitt hatten die alten Germanen nicht. Aber der Mittwoch ist auch nicht der Tag mitten in der Woche. Weil der Montag ist der erste Tag, der dem Wochenende folgt, der Mittwoch ist dann der dritte Tag der Woche und nicht der vierte! Man sollte ihn daher wohl beßer wieder rückvergöttern und ihn Odinstag nennen, in Schweden, Norwegen und Dänemark heißt er noch heute "Onsdag"! Die anderen Wochentage sind auch heute noch Altgöttertage, der Montag stammt vom Mondgott, der Dienstag vom germanischen Gott Tyr oder Ziu, der Freitag stammt von der germanischen Göttin Frija, der Samstag vom lateinischen Gott Saturni, engl. Saturday und der Sonntag ganz einfach vom Sonnengott!
Das haben die christlichen Diktatoren aus taktischen Gründen so stehenlaßen, damit die seinerzeitig zwangchristianisierten Völker auch ihre alten Traditionen im Alltag noch wiederfanden...

Es gäbe also noch viel zu hören von den alten Göttern, aber das ist ja auch nix, was konkret was bringt, sondern nur was Historisches. Daß die Leute heute den Jesus sehen und hören wollen, ist auch bloß eine kirchliche Behauptung, den meisten Leuten ist das längst egal, weil sonst gingen sonn- und feiertags mehr als nur zehn Prozent in die Kirche...


603. Wort zum Sonntag, den 23.5.2021

Apostelgeschichte 2,1-11: Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie waren faßungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber - wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Ja, so ein Heiliger Geist, der kann was, der funktioniert mündlich wie der Google-übersetzer schriftlich! Schaut Euch das an, so schaut der obige Text googleübersetzt auf lateinisch aus: Actus Apostolorum II, 1-11: cum complerentur dies Pentecostes, erant omnes sunt in eodem loco. Murmur repente de caelo tamquam procella agebam, et replevit totam domum ubi erant sedentes. Et apparuerunt illis dispertitae linguae tamquam ignis, et ventilati sunt; uterque sedißet. Et repleti sunt omnes Spiritu Sancto et coeperunt loqui aliis linguis prout Spiritus mihi ut faciam eis. Sed Iudaeis in Jerusalem, viri religiosi ex omni quod sub caelo sunt gentes. Signa autem surgens perculsis ac turba; quisque pro se loqui audivimus unusquisque lingua sua. Et in nihili redacti sunt stupore et dixit: Respice! Hic autem non omnia omnibus Galilaeis peccatores loquiß Quare non potest nos audivimus unusquisque lingua in matrem, Parthi et Medi et Elamitae et qui habitant Mesopotamiam et Iudaeam et Cappadociam Pontum et Asiam, Phrygiam quoque et Pamphyliam, a, a regio Aegypti et Lybiae quae est circa Cyrenen , qui hic manere inter quas Romani, Iudaei quoque et proselyti Cretes et Arabes audivimus - audivimus loquentes eos nostris linguis magnalia Dei praedicate.
Und so schaut dieselbe Stelle in der lateinischen Bibel aus: cum conplerentur dies pentecostes, erant omnes pariter in eodem loco et factus est repente de caelo sonus tamquam advenientis spiritus vehementis et replevit totam domum ubi erant sedentes et apparuerunt illis dispertitae linguae tamquam ignis seditque supra singulos eorum et repleti sunt omnes Spiritu Sancto et coeperunt loqui aliis linguis prout Spiritus Sanctus dabat eloqui illis erant autem in Hierusalem habitantes Iudaei viri religiosi ex omni natione quae sub caelo sunt facta autem hac voce convenit multitudo et mente confusa est quoniam audiebat unusquisque lingua sua illos loquentes stupebant autem omnes et mirabantur dicentes nonne omnes ecce isti qui loquuntur Galilaei sunt et quomodo nos audivimus unusquisque lingua nostra in qua nati sumus Parthi et Medi et Elamitae et qui habitant Mesopotamiam et Iudaeam et Cappadociam Pontum et Asiam Phrygien und Pamphylien, Frygiam et Pamphiliam Aegyptum et partes Lybiae quae est circa Cyrenen et advenae romani Iudaei quoque et proselyti Cretes et Arabes audivimus loquentes eos nostris linguis magnalia Dei.

Also ganz gleich schaut es nicht aus. Aber das nur als Gag nebenbei, was schreibt heute der Herr Kardinal Schönborn auf seiner Homepage und in der Kronenzeitung? Hier sein Resümee: "Woran merkt ihr, ob etwas vom Heiligen Geist stammt? Wie spürt man sein Wirken? Die Antwort gibt der Apostel Paulus, wenn er aufzählt, was 'Frucht des Geistes' ist: 'Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.' Paulus liefert gleich dazu eine lange Liste von Verhaltensweisen, die sicher nicht vom Heiligen Geist stammen: 'Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid, maßloses Eßen und Trinken und ähnliches mehr.' Ich habe eine schöne Umschreibung für das gefunden, was als gemeinsamer Nenner all der guten Früchte des Heiligen Geistes gelten kann: 'Gemeinsam über sich hinauswachsen'. Und die Wurzel aller Fehlhaltungen kann in einem Wort zusammengefaßt werden: der Ich-bezogene Geist. Die Corona-Krise hat uns für beide Haltungen deutliche Beispiele vor Augen geführt. Sie hat uns an manche Grenzen geführt, in Belastungen, die schwer durchzustehen waren und sind. Sie hat aber auch beeindruckend gezeigt, wie Menschen in den Herausforderungen der Krise gemeinsam über sich hinausgewachsen sind. Ich glaube, darin dürfen wir das Wirken des Heiligen Geistes sehen. Er ist die tragende Kraft für den Neuanfang."

Ja, ganz vergißt dabei der Herr Bischof auf die Kirchengeschichte, weil die katholische Kirche ist ja auch des öfteren über sich hinausgewachsen! Und hat dabei ihr seinerzeitiges Weltreich errichtet mit - wenn es ging - Zwangstaufen rund um die Erde und der Verpflichtung der Menschen alleine an die katholischen Götter zu glauben! Man hat dazu z.B. von 1618 bis 1648 den Dreißigjährigen Krieg, den verheerendsten Krieg der Menschheitsgeschichte geführt, der hat gerechnet auf die jeweiligen Populationen mehr Tote gefordert als der 1. und 2. Weltkrieg zusammen! Jetzt geht das schon länger nimmer, heute kann uns die Kirche am Arsch lecken, ohne daß sie dagegen irgendwas tun kann! Amen, so ist es!


602. Wort zum Sonntag, den 16.5.2021

Jh. 17,6a.11b-19: In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sprach: Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir! Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet und keiner von ihnen ging verloren, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllte. Aber jetzt komme ich zu dir und rede dies noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben. Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehaßt, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie aus der Welt nimmst, sondern daß du sie vor dem Bösen bewahrst. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit. Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.

Heute jammert der Evangelist kompliziert durch die Gegend. Stimmen tut, daß das ganze Zeug nicht von dieser Welt ist und das ganze Geschreibe für niemanden irgendeinen realen Nutzen bringt. Wie schließt der Schönborn seine heute Sonntagspredigt? Er schreibt: "An diesem letzten Abend hat er ihnen klar gesagt: 'In der Welt seid ihr in Bedrängnis.' Ich brauche gar nicht versuchen aufzulisten, was es alles an Bedrängnißen gibt, von den ängsten des Kindes angefangen bis zu den Mühen des Alters, von den Sorgen des Alltags bis zu den Konflikten aller Art. Jesus hat uns das alles nicht erspart. Es blieb auch ihm nicht erspart. Nur eines hat er von Gott für uns erbeten: 'Vater, ich bitte dich nicht, daß du sie aus der Welt nimmst, sondern daß du sie vor dem Bösen bewahrst.' Eltern können ihre Kinder nicht in Watte packen. Sie bemühen sich, so lange und so gut sie können, sie zu beschützen und zu begleiten. Aber letztlich können sie nur wie Jesus beten, Gott möge ihre Kinder vor dem Bösen bewahren. Jesus erinnert an diese einfache Wahrheit: Wir sind in der Welt, aber nicht von der Welt. Wir sind nur Gast auf Erden. Einmal werden wir heimgehen dürfen."
Also die einfache Wahrheit vom Schönborn ist einfach ein Blödsinn. Wir sind in dieser Welt, vom Beginn unseres Lebens bis zum Ende unseres Lebens, das ist die Welt, die es gibt! Vorher existieren wir noch nicht und nachher existieren wir nimmer und die Welt der Götter existiert nur in manchen Menschenköpfen, aber die werden immer weniger, an die versprochene Auferstehung glauben noch um die 20 % und am Sonntag in die Kirche gehen um die 10 %. Der Säkularismus ist längst die gelebte Realität!


601. Worte zum Feiertag "Christi Himmelfahrt" am 13.5.2021

Apostelgeschichte 1,1-11: Im ersten Buch, lieber Theophilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus getan und gelehrt hat, bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde. Vorher hat er durch den Heiligen Geist den Aposteln, die er sich erwählt hatte, Anweisungen gegeben. Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, daß er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen. Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt. Johannes hat mit Waßer getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft. Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder herß Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat. Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde. Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken. Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.

Heute am Feiertag "Chrsti Himmelfahrt" wäre laut Meßbuch die Stelle Mk 16, 15–20 als Evangelium an der Reihe, darin geht es darum, daß der Jesus elf Jüngern verkündete "Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!" Das zu tun, ist heute in der katholischen Kirche nimmer so populär! Erinnert Euch daran wie vor Jahren der Vatikan dauernd von einer "Neuevangelisierung" Europas redete und dann nicht einmal die für 2012 geplanten Testversuche unternommen hat, wohl weil man erkannte hatte, daß dies eine nutzlose Arbeit wäre, weil den Leuten Religion immer wurschter wird.

Aber das nur nebenbei, was schreibt heute der Herr Schönborn in der Kronenzeitung über die Himmelfahrt seines Gottes und seine angekündigte Wiederkehr? Auf seiner Homepage schrieb er heute nix, weil dort steht jetzt um 11:15 immer noch seine Predigt vom letzten Sonntag! Da hat wohl wer zum Uploaden vergeßen! Schau'n wir also wie der Herr Bischof heute resümiert: "So fragen sie Jesus: 'Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?' Sie meinten wohl jene glückliche Friedenszeit, die die Propheten verheißen haben. Doch all das Bemühen um Gerechtigkeit und Frieden auf Erden wird immer nur Stückwerk bleiben. Jesus gibt trotzdem eine starke Zusage: 'Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch her abkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein bis an die Grenzen der Welt.' Das Paradies auf Erden gibt es nicht. Den Himmel erhoffen wir. Jetzt aber gibt es 'die Kraft von oben'. In zehn Tagen ist Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes. Mehr als alles andere brauchen wir jetzt, in der Zeit des Neustarts, seine Hilfe. Es wird nicht 'easy', leicht und einfach werden. Das wird es erst im Himmel sein."

Ja, das Paradies auf Erden gibt es nicht, aber es ist in den entwickelten Sozialstaaten heute um vieles beßer als zu den alten katholischen Zeiten. Richtig elendig (in Nichtkriegszeiten) ist es im Alltag den Menschen in österreich letztmalig gegangen als von 1934 weg das Land vollständig katholisch regiert wurde! Und den Himmel, in den der Schönborn seine Hoffnungen setzt, den gibt es ganz sicher nicht! Wohl wegen des Himmels wurde seinerzeit im Jahre 380 das Christentum zur römischen Staatsreligion gemacht, um den damaligen Maßen von Mühseligen und Beladenen für das elende Erdensleben nach dem Tod eine große Belohnung im Himmel zu versprechen und sie dadurch beßer im Elend halten zu können! Nach dem Tod kommt genauso nix mehr wie auch vor der Geburt nix gewesen ist, wir seelenwandern nicht und die Seelen der Toten kommen auch nicht in Himmel bzw. in die Hölle, von der die katholische Kirche gar nimmer redet!

Weil Seele haben wir keine, wir haben nur für eine Anzahl von Jahren unser Leben! Amen, so ist es!


Wegen der Länge der Dateien werden diese regelmäßig geteilt

Die Sonntagsworte
von Juli 2010 bis Juni 2011 sind auf
sonntag1_30.html,
von Juli 2011 bis Februar 2012 auf
sonntag31_60.html,
von Februar bis September 2012 auf
sonntag61_90.html,
von September 2012 bis März 2013 auf
sonntag91_120.html,
von März bis Oktober 2013 auf
sonntag121_150.html,
von Oktober 2013 bis Mai 2014 auf
sonntag151_180.html,
von Mai bis November 2014 auf
sonntag181_210.html,
von Ende November 2014 bis Mai 2015 auf
sonntag211_240.html,
von Mai bis Dezember 2015 auf
sonntag241_270.html,
von Dezember 2015 bis Ende Mai 2016 auf
sonntag271_300.html,
von Ende Mai bis Anfang Dezember 2016 auf
sonntag301_330.html
von Anfang Dezember 2016 bis Ende Mai 2017 auf
sonntag331_360.html
von Ende Mai 2017 bis Ende November 2017 auf
sonntag361_390.html
von Anfang Dezember 2017 bis Ende Mai 2018 auf
sonntag391_420.html.
von Anfang Juni 2018 bis Anfang Dezember 2018 auf
sonntag421_450.html
von Dezember 2018 bis zweite Maihälfte 2019 auf
sonntag451_480.html.
von der 2. Maihälfte bis Mitte November 2019 auf
sonntag481_510.html.
von Mitte November 2019 bis Anfang Mai 2020 auf
sonntag511_540.html
von Anfang Mai 2020 bis Anfang November 2020
sonntag541_570.html
von Mitte November 2020 bis Anfang Mai 2021
sonntag571_600.html.

Hier wurde mit dieser zweifachen Teilung in PDF und HTML aufgehört, die Sonntagsworte 571- 600 sind auch in der PDF Sonntagsworte Nr. 551 bis 600 - sie werden hier in der Sonntagsdatei entfernt werden, wenn die Nummer 630 erreicht wird...

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